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Stand eigentlich zur Auswahl: entweder Riesenschlange oder Wasserfall? So wie Caramelman das in Beziehung setzt, hört sich das so an...
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Harrison sieht nicht mehr aus wie jemand um die 30 – wir haben sein Alter berücksichtigt und aus purer Freundlichkeit noch ein paar Jahre abgezogen. So legten wir uns für den Film auf das Jahr 1957 fest. Es war ein interessantes Jahr. Der Feind war ein anderer. Es herrschte der Kalte Krieg, und Amerika lebte in Angst vor Kommunismus und der Bedrohung durch die Sowjetunion. Die Fünfziger waren geprägt von der Paranoia vor dem nuklearen Holocaust. Der Film befasst sich allerdings mehr mit der kulturellen Seite. Es war die Zeit der "hotrods", Mädchen mit Pferdeschwänzen und Elvis-Presley-Musik. Die Babyboomers erlebten eine aufregende Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, der erste Kuss, neue kulturelle Abenteuer. Wir dachten, das sei eine gute Zeit um Shia LaBeouf als jungen Biker mit einer Lederjacke aufkreuzen zu lassen, der Marlon Brando in "Der Wilde" verdächtig ähnlich sieht - allerdings eine jüngere Version von ihm.
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Genau, denn überdimensionierte Schlangen sind immer viel besser und - Achtung! - realistischer als Wasserfälle. Allerdings könnte ich mir dann auch Anaconda 3 anschauen... Lacombe fasst es ziemlich gut zusammen. Die große Schwäche von Indy 4 ist im Grunde die zweite Hälfte, in der Indy mehr zum passiven Beobachter wird. Es gibt einen sehr amüsanten verbalen Schlagabtausch mit Karen Allen und einen handfesten Schlagabtausch mit dem Russen , aber insgesamt hat Indy dort nichts zu tun und ist mehr der Beobachter. Der McGuffin dagegen stört mich nicht, denn als solcher hat dieser eine viel größere Präsenz im Film als z.B. der Heilige Gral, der wirklich nur ganz am Schluss von Indy 3 auftaucht. In der Welt stand damals in einer frühen Kritik die Szene beschrieben, in der Indy mit dem Kühlschrank aus Doomtown fliegt und sich dann einfach nur - etwas zerknittert - den Staub abklopft. Selbst in dieser Beschreibung kam der augenzwinkernde Ansatz der Szene sehr gut rüber und ich dachte mir: Jau, das ist Indy. Habe die Kritik auf welt.de gerade nicht gefunden, dafür ein damaliges Interview mit Spielberg, wo er u.a. das hier sagt, finde ich auch bezeichnend: Zitat von Stevie:Harrison sieht nicht mehr aus wie jemand um die 30 – wir haben sein Alter berücksichtigt und aus purer Freundlichkeit noch ein paar Jahre abgezogen. So legten wir uns für den Film auf das Jahr 1957 fest. Es war ein interessantes Jahr. Der Feind war ein anderer. Es herrschte der Kalte Krieg, und Amerika lebte in Angst vor Kommunismus und der Bedrohung durch die Sowjetunion. Die Fünfziger waren geprägt von der Paranoia vor dem nuklearen Holocaust. Der Film befasst sich allerdings mehr mit der kulturellen Seite. Es war die Zeit der "hotrods", Mädchen mit Pferdeschwänzen und Elvis-Presley-Musik. Die Babyboomers erlebten eine aufregende Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, der erste Kuss, neue kulturelle Abenteuer. Wir dachten, das sei eine gute Zeit um Shia LaBeouf als jungen Biker mit einer Lederjacke aufkreuzen zu lassen, der Marlon Brando in "Der Wilde" verdächtig ähnlich sieht - allerdings eine jüngere Version von ihm. Quelle: http://www.welt.de/...Jones.html
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Was ist denn in seinem Script noch so alles passiert, was so viel besser ist als Indy 4? Die Tatsache, dass nun wieder David Koepp das Drehbuch schreibt, müsste den Kritikern doch schlaflose Nächte bereiten...
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Eine Riesenschlange hätte ich jetzt gar nicht mal so verkehrt gefunden, immerhin bedienen sich die Filme ja der Abenteurer-Folklore, die z.T. auf Forscher wie Percy Fawcett zurückgeht - und aus dessen Expedionen machte die zeitgenössische Presse tatsächlich Kämpfe mit Riesenschlangen. Die Indy-Filme waren für mich daher immer auch eine Verdichtung von eurozentrischen Abenteuermythen, die zugleich selbst wieder Teil des Mythos wurden. In Teil 4 zeigt sich das zum Beispiel daran, wie verschiedene präkolumbische Kulturen in einen Topf geworfen werden oder der in Afrika heimische Kaiserskorpion Pandinus imperator mal eben zum Südamerikaner gemacht wird. Hier sind diffuse, romantische Vorstellungen einer exotischen Welt mit alten Mauern, gefährlichen Tieren und unglaublichen Schätzen am Werk. Relevant ist für mich nur, ob es innerhalb der erzählten Wirklichkeit Sinn macht und ob man das Gefühl hat, dass es in einem Paralleluniversum so sein könnte. Magische Elemente sind natürlich auch ok, aber unnötige Verstöße gegen die Gesetze der Physik (Atombombe...) empfinde ich als etwas anderes.
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https://www.youtube.com/watch?v=TuESNiMOFVA
https://www.youtube.com/watch?v=eGbzutiBhjs
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Die Sache mit der Atomexplosion war übrigens ne alte Idee von Zurück in die Zukunft. Das weißt du als aufmerksamer Leser des Forums schon, oder?
Wenn das mal kommt, bin ich raus aus der Nummer.