Komplettes Thema anzeigen 10.06.2017, 01:43
Indy2Go Abwesend
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Betreff: Re: Die Mumie (Reboot von ca. 2017)
Bin gerade aus dem Lichtspieltheater zurück. Eigentlich hatten wir uns ja für "Wonder Woman" entschieden aber der 2:1-Stand änderte sich nach der Aufnahme eines weiteren Mitglieds in unsere "Kinogruppe" in ein 2:2 und die Münze wählte dann schließlich "Die Mumie" Zwinkernder Smiley

Wie dem auch sei; von dem Streifen war ich - trotz guter Ansätze - eher enttäuscht. Viele Ansätze gefielen mir ausgesprochen gut, der Film als Ganzes ist jedoch ein ziemliches Durcheinander. Er beginnt mit einem bedeutungsschwangeren Prolog, der einen reinrassigen - wenn auch eher harmlosen - Okkult-Horrorfilm vermuten ließ. Darauf folgt die ziemlich gelungene Einführung von Tom Cruise' Figur, die sich jedoch eher nach familientauglicher Actionkomödie anfühlt. Dieses Schwanken zog sich meinem Empfinden nach den gesamten Film über. Die Comic Reliefs sind teilweise arg drüber und beißen sich irgendwo einfach mit den doch recht düsteren Szenen, deren Schockmomente teilweise so berechenbar sind, dass man sie schon fast anzählen kann.

Generell ist die Story ziemlich konstruiert und die Figuren handeln oft nach Verlangen des Drehbuchs. So gibt es zwei Gegenstände, die nur zusammengeführt eine Funktion haben. Natürlich tauchen sie geschickterweise nach Jahrtausenden in der Versenkung rein zufällig und völlig unabhängig voneinander auf - zur selben Zeit. Die Figuren brauchen dann unglaubwürdig lange, um auf eine unfassbar simple und naheliegende Lösung zu kommen. Auch sind mir die Fähigkeiten der Mumie, die Flüche und all das einfach nicht klar genug definiert.

Dafür mochte ich aber den Ansatz mit Russell Crowes (besonderer) Figur. Gut, irgendwie fühlt sich seine Organisation sehr nach Shield mit ihm als Nick-Fury-Ersatz an, aber um ein "Dark Universe" aufzubauen, dass eben nicht nur eine Reihe von voneinander unabhängigen Filmen enthält, muss man ja auch ein Bindeglied haben. Einen roten Faden, der beliebig ausgeweitete Verknüpfungen zwischen den Filmen herstellen kann. Und das wurde hier doch interessant begonnen.

Auch wenn die Figuren nicht immer besonders gut geschrieben sind und teilweise ziemlich plumpe Witze reißen müssen, stimmt die Chemie zwischen den Hauptdarstellern voll und ganz. Tom Cruise geht für mich ohnehin immer und Annabelle Wallis schätze ich seit "Peaky Blinders" (Übrigens: Staffel 3 läuft gerade auf ARTE) auch sehr. In Cruise' erster Szene kam sogar richtig Indy-Feeling auf, da bemerkte ich sogar noch was von der Musik von Brian Tyler.
Marc S.
Bismarck biss Marc, bis Marc Bismarck biss.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 10.06.2017, 01:45 von Indy2Go.