Betreff: Re: Fünfeinhalb Jahre Alden – meine persönlichen Erfahrungen
Zitat von Klemmi:
Na dann verlass mal das Büro und frage Bauarbeiter, wieviele arbeitschuhe sie so haben, oder Polizisten, wieviele Einsatzstiefel sie im Schrank haben usw. usw.
Wie gesagt, ich habe absolut nichts gegen die hier zur Rede stehenden Schuhe...wie schon weiter vorn geschrieben, spiele ich selbst mit dem Gedanken, mir im kommenden Jahr direkt bei Alden welche zu holen...es ist nur einfach so, wenn man sonst nur Converse, Nike co. trägt ist die plötzliche Umstellung gewöhnungsbedürftig und das man nun besonderen Tragekomfort erwirbt ist schlicht Quatsch...man erwirbt eine besonder Qualität mit Stil und Flair...moderne Qualität (und kommt nicht immer mit Deichmann, ich mein richtige Schuhe) ist sicherlich komfortabler...
Mmh, also wenn ich nach rahmengenähten Schuhen google, dann komme ich auf einige Communities, die sehr begeistert sind von ihren Schuhen. Das sind dann auch meist Leute, die früher mit Begeisterung Nike &Co. getragen haben, dann irgendwann auf Lloyds umgestiegen sind und schließlich die Rahmengenähten für sich entdeckt haben. btw: Deichmann hatte auch mal Rahmengenähte von Borelli angeboten - die kosteten im Ausverkauf 60 Euro. Wenn jemand über Jahre solche Schuhe trägt, dann ist das kein Selbstbetrug, sonst wäre er irgendwann wieder bei den Klebelatschen.
Ich habe mich mal mit dem Herrn Franck von Ladage und Oelke in Hamburg unterhalten. Der hat übrigens auch Sneaker im Programm, aber nur durchgenähte mit ordentlichen Sohlen, die sich auch ohne Probleme reparieren lassen. Der hat mir erzählt, wie die Adidas, Nikes, Pumas dieser Welt hergestellt werden, meist für 5 Euro in China. Und geh doch mal selbst in einen Sportladen und hol ein Paar Adidas aus der Lifestyle-Ecke. Da läufst du auf einer dünnen Gummisohle, die aufgeklebt ist. Da ich regelmäßig ins Sportstudio gehe, habe ich dafür Schuhe mit einer ordentlich Dämpfung. Es ist aber was anderes, hinterher wieder in Rahmengenähte zu steigen.
Polizisten und Bauarbeiter? Aber sicher. Ich bin ziemlich gut mit einem Oberkommissar befreundet, mit dem ich mich auch schon über seine Ausstattung unterhalten habe (er hat einen ziemlichen Uhrentick, da kommt man halt auf solche Themen). Mich interessierte, woher die gestellten Sachen kommen und wie die Qualität ist. Und die haben mehr als ein Paar und ziehen sie auch an. Ein Nachbar von uns ist Lkw-Fahrer auf Autobahnbaustellen - der hat auch mehr als ein Paar Arbeitsschuhe, das fände der sonst auch ein bisschen eklig. Das Spielchen kann man problemlos weitertreiben: BASF Coatings in Münster - die Arbeiter kriegen Sicherheitsschuhe gestellt, die auch gewechselt werden. Zeche Ibbenbüren: Die Arbeitsschuhe der Bergleute werden - wie auch die Kleidung - nach jeder Schicht gesäubert und desinfiziert. Dabei sollte man auch nicht vergessen, dass gerade die handwerklich arbeitende Bevölkerung diese Sachen als Arbeitskleidung von der Steuer absetzen kann...
Grüße -
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mal editiert, das letzte Mal am 13.01.2010, 09:20 von Aldridge.