Dt. Indiana Jones Fan Forum Summit 2019



#1 29.04.2019, 17:27
treasurelane Abwesend
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Betreff: Podcast-Folge "Indiana Jones Nie im Kino" - von Affenkönigen und co.
Hallo,

ich habe neulich diesen Podcast hier auf der Seite des Bayerischen Rundfunks gefunden und möchte ihn euch nicht vorenthalten:

https://www.br.de/...ig/1584197

Viel Vergnügem beim Hören!

Vielleicht kann man ja auch ein wenig darüber "diskutieren" an dieser Stelle.

P.S. Hier noch als Ergänzung die im Podcast angesprochene "Hörbuch"-Seite auf englisch. https://www.alcohollywood.com/...ng-part-1/
Dieser Beitrag wurde 4 mal editiert, das letzte Mal am 29.04.2019, 18:18 von treasurelane.  

#2 29.04.2019, 18:33
Pascal Abwesend
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Betreff: Re: Podcast-Folge "Indiana Jones Nie im Kino" - von Affenkönigen und co.
Ich komme erst morgen dazu, mal rein zu hören. Baut das Hörspiel auf das Columbus-Skript auf?

Dateianhänge:


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#3 30.04.2019, 07:55
Pascal Abwesend
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Betreff: Re: Podcast-Folge "Indiana Jones Nie im Kino" - von Affenkönigen und co.
So, jetzt habe ich mir den Podcast angehört. Der gefällt mir wirklich sehr gut: ordentlich recherchiert, nette Hörspielelemente, nachvollziehbare eigene Meinungen, charmante Präsentation,...

Die Reise nach Westen mochte ich schon immer. Die Story hat viel Potential und wurde auch zu Recht deshab schon sehr oft in neue Filme eingebunden. Und zu Indy passt sie wirklich besonders gut. Wenn man sich auf diesen Hintergrund einläßt, ergeben sich aber schon fast zwangsläufig einige Elemente, die auch bei einer Verfilmung im Indy-Universum wirklich nicht weggelassen werden dürfen, wie z.B. den Kampf der Affenarmee oder den Einsatz von Superkräften.

Tja, und zum altbekanntem Columbus-Skript: Es war wirklich sehr ambitioniert und liest sich noch immer wie eine Mischung von "Young Indiana Jones: Masks of Evil" und "Captain America: The First Avenger".

Das bedeutet auch für mich: viele Elemente, die super zu Indy passen, aber für einen einzelnen Film in Summe zu viel - Die Nazis, Elsa und die Kräfte des Holy Grails haben es ja dann auch von diesem Drehbuchentwurf die Reise zum Film Last Crusade geschafft. Aber unterm Strich ist Monkeys Pilgerfahrt wohl doch zu groß und dominant, um sie in einen Indy-Film so unter zu bringen, dass beide Geschichten zu ihrem Recht kommen.

Beachtenswert finde ich auch, dass der Cyberarm auch erst relativ spät aus dem Drehbuch von Raiders entfernt wurde. Das hätte IMHO eigentlich auch im Podcast erwähnt werden sollen. Dort kam es aber eher so rüber, als wäre das eine neue Idee von Columbus für Teil 3 gewesen.
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Dieser Beitrag wurde 13 mal editiert, das letzte Mal am 01.05.2019, 12:49 von Pascal.  

#4 01.05.2019, 08:38
treasurelane Abwesend
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Betreff: Re: Podcast-Folge "Indiana Jones Nie im Kino" - von Affenkönigen und co.
Mir hat der Podcast auch gut gefallen. Was ich Indy 4 am meisten - wenn ich einen Punkt rausgreifen müsste - ankreide ist, dass die Story (was MacGuffin und Charaktere beihaltet) in den Details einfach zu unplausibel, zu halbgar, zu unstimmig, nicht recht zu Ende gedacht ist.
Aber darum soll es ja hier eigentlich gar nicht gehen. Zum Monkey King:

Ein schönes Beispiel, was Sprache auch vorgeben/einfärben kann; Redet man von den "unsterblichen Pfirsichen" klingt das natürlich nach absolutem Humbug. So nach dem Motto: Da springen lebende Früchtchen unentwegt hin und her...Formuliert man es als legendäre "Früchte des Lebens/der Unsterblichkeit" (was vielleicht auch an die Äpfel aus dem Paradies erinnert) so siehts gleich ganz anders aus. Auch zum Thema Affen, die einen Panzer kapern...wäre drauf angekommen wie mans darstellt: Ist es eine Szene in der die Affen aggressiv auf die menschlcihe Besatzung reagieren, für Chaos sorgen und diese schließlich vertreiben...dann vielleicht eine ironische Szene in der ein Affe eine zurückgelassene Uniform hochhebt und wie ein Spielzeug begutachtet...wäre schon wieder was ganz anderes, als eine tatsächliche, panzerfahrende, "offizielle" Affenarmee...

Nur; die Sache mit dem mordenden Geist in Schottland, also das ist für mich dann nicht mehr mit dem Indy-Universum vereinbar. Klingt für mich wirklich nach Blödsinn (zumindest im Kontext eines Indy Films).
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 01.05.2019, 08:40 von treasurelane.  

#5 01.05.2019, 11:39
Pascal Abwesend
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Betreff: Re: Podcast-Folge "Indiana Jones Nie im Kino" - von Affenkönigen und co.
Zitat von treasurelane:
zu unplausibel, zu halbgar, zu unstimmig, nicht recht zu Ende gedacht

Wir dürfen dabei natürlich nicht vergessen, dass wir hier von der allerersten Version des Drehbuches sprechen, da nur diese im Internet zu fnden ist. 5 Monate später hat Columbus nach vielen Feedbackrunden die 2te Fassung vorgelegt (neuer Titel: "The Lost City of Sun Wu Kung"). Da wäre also bis zum Drehbeginn noch einiges gerade gezogen worden.

Zitat von treasurelane:
Ein schönes Beispiel, was Sprache auch vorgeben/einfärben kann;

absolut! Hinzu kommt bei uns da natürlich auch die eigene Kultur: Bibelthemen sagen uns was und haben sofort einen halbwegs serösen Unterton. Aber die Bildsprache des ostasiatischen Buddismus (Pfirsiche anstatt Äpfel) hat dagegen im westeuropäischen Kontex schon viel fremdes - auch heute noch, trotz zahlreichen Übersetzungen wie z.B. vom tibetischen Märchen "Vier Freunde und ein Pfirsichbaum"

Zitat von treasurelane:
Nur; die Sache mit dem mordenden Geist in Schottland, also das ist für mich dann nicht mehr mit dem Indy-Universum vereinbar.

Deshalb habe ich ja auch Young Indiana Jones: Masks of Evil angeführt. Das war ja (aus heutiger Sicht) bislang die einzige verfilmte reine Gruselgeschichte mit Geistern ohne göttliche Beteiligung. Also ich sehe es zwar als vereinbar, da bereits etabliert, aber nicht als üblich.
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Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, das letzte Mal am 01.05.2019, 12:58 von Pascal.  

#6 01.05.2019, 19:19
treasurelane Abwesend
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Betreff: Re: Podcast-Folge "Indiana Jones Nie im Kino" - von Affenkönigen und co.
@Pascal: Ich meinte mit Indy 4 das erschienene "Königreich des Kristallschädels".
Off-Topic:
Ich möchte auch zur Veranschaulichung mal ein kleines Beispiel dafür nennen. Schauen wir uns nur mal kurz den Area 51-Teil der Story an. Die Szene in der Spalko versucht Indy zum Mitsuchen zu "überreden". Im Film (nicht in der ausführlicheren Drehbuchversion, aber Film ist nunmal Film) wurde die Szene, in der gedroht wird Mac (scheinbar!) zu überfahren, einfach weggelassen. Indy bekommt das Schwert hingehalten (da rinnt auch kein Tropfen Blut hinunter, was auch im Roman vorkommt und so einer Szene mehr Feeling gegeben hätte) und Schnitt, Indy fängt halt an zu suchen. Erstmal nicht so arg schlimm, aber wenn man sich den Fortgang der Handlung ansieht wird es doch relevant/schade. Der für mich wichtigste Grund: Der Verrat ("warum Mac?") kurz darauf würde noch stärker wirken; so hätte Indy ja nur geholfen um seinem alten Kumpel Mac das Leben zu retten; nun ist dieser auf der anderen Seite und das ganze wäre noch deutlich perfider...Später droht Spalko zudem auch damit, Mutt etwas anzutun, sollte Indy nicht mitmachen (im Dschungel); Sie hätte also ihr (schon zuvor erfolgreiches) Vorgehen in gewisser Weise wiederholt. Hier wäre sogar eine süffisante Anmerkung Indys diesbezüglich möglich gewesen. Indy: "vielleicht hat er ja auch vor die Seiten zu wechseln...tun sie was sie wollen..Augenzwinkern zu Mutt...".
Kurz noch etwas anderes, was den MacGuffin/die Schnitzeljagd an sich betrifft: "Das New-Mexico Exemplar gab uns wieder Hoffnung...ein entferner Cousin vielleicht..." Ich beziehe mich also auf das Ergebnis der Lagerhallen-Suche, das Alien im Metall-Sarg. WARUM hat man das nicht besser genutzt -oder sollte ich sagen überhaupt genutzt?- und an/in diesem Leichnam irgendeinen Hinweis reingepackt, der für die Russen tatsächlich ein unabdingbarer Schlüssel nach Akator wird? Ein optisches Merkmal, eine Übereinstimmung mit alten Texten etc. Das hätte man (zumindest kurz) thematisieren müssen. Somit wäre das nicht nur "ein entfernter Cousin vielleicht" sondern "unser entscheidenes Puzzleteil zum Schatz von Akator..." gewesen...mal ganz abgesehen davon, dass man entgegen dem "Gesetz" der Filme diese Alien-Thematik (interdimensionale Wesen, ich weiss) bereits direkt zu Anfang dem Zuschauer vorgeführt hat und nicht etwas "Haupt-Plot-fremdes", aber das ist eine andere Sache...

Das sollen nur mal kleine Beispiele sein, wie man diesem Plot (ohne viel tamtam oder Aufwand) mehr Tiefe, Glaubwürdigkeit und "Sinn" hätte geben können.

Unabhängig davon; kannst du mir sagen, wo du das mit der überarbeiteten Version von Monkey King gelesen hast?
Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, das letzte Mal am 01.05.2019, 19:23 von treasurelane.  

#7 01.05.2019, 21:53
Pascal Abwesend
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Betreff: Re: Podcast-Folge "Indiana Jones Nie im Kino" - von Affenkönigen und co.
Zitat von treasurelane:
@Pascal: Ich meinte mit Indy 4 das erschienene "Königreich des Kristallschädels".

Ah, mein Fehler!

Zitat von treasurelane:
kannst du mir sagen, wo du das mit der überarbeiteten Version von Monkey King gelesen hast?

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