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#441 03.10.2017, 16:52
Plissken Abwesend
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Betreff: Re: Die letzte Serie
House of Cards - Staffel 1 - 4
Der Aufstieg des Frank Underwood vom Senator, über Vizepräsident zum mächtigsten Mann der Welt.
Das läuft herrlich böse ab. Intrigen hier, Intrigen dort. Da lässt man Leute ins offene Messer laufen und sticht nochmal in den Rücken. Nur um sicher zugehen. Und am Ende streitet man jede Beteiligung ab. So manches Manöver, das die Serie anpackt kann man sich leider nur zu gut in der Realität vorstellen. Aber das macht wohl auch einen gewissen Reiz der Serie aus.
Kevin Spacey liefert wohl eine seiner größten Leistungen ab. Spielend wechselt er vom Charmebolzen zum fiesen Arschloch und man kann ihm gar nicht böse sein. Absolute Hochachtung vor so viel Talent. Auch der Rest des Casts kann überzeugen. Allen voran natürlich die wunderbare Robin Wright, aber auch die Nebenrollen halten so einige bekannte Gaststars bereit.

Sehr schöne Polit-Dramödie. Staffel 5 kann gar nicht schnell genug kommen.

The Expanse - Staffel 2

Das Protomolekül sitzt immer noch auf der Raumstation Eros fest. James Holden und seine Mannschaft versuchen nun mit allen Mitteln zu verhindern, dass es in falsche Hände gerät. Und wenn es bedeutet, die Station zu vernichten.
Währenddessen spitzt sich die Beziehung zwischen Erdenbewohnern, Marsianern und Gürtlern immer weiter zu...

Die zweite Staffel hat natürlich weitaus mehr zu bieten, als nur den Versuch das Protomolekül zu vernichten, aber jede weitere Beschreibung würde spoilern.
Was The Expanse in der ersten Staffel vollbracht hat, zieht die Serie in ihrer zweiten Runde weiter konsequent durch. Gute Drehbücher mit starker Charakterentwicklung und jeder Menge frischer Twists, die die Spannung aufrecht erhalten. Das sind alles Zutaten, die einen an die Serie fesseln. Dazu noch das hohe Produktionsniveau und fertig ist die beste Sci-Fi Serie seit Battlestar Galactica.
 

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#442 22.10.2017, 11:47
Aldridge Abwesend
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Betreff: Re: Die letzte Serie
Teen Wolf - Ich habe mal reingeschaut. Und ich muss ganz offen zugeben: Ich hab´s anscheinend nicht verstanden. Da sehen wir hübsche US-Teenies mit ihrem üblichen Hormon-Geplänkel an der Highschool. Dann sehen wir plötzlich hübsche US-Teenies, die sich gegenseitig aufs Maul hauen. Dann sehen wir wieder hübsche US-Teenies (männliche), die ohne Hemd durchs Bild laufen. Und so weiter, und so fort. War beinahe schon ein surreales Erlebnis, so wie ein David Lynch-Film, nur mit hübschen US-Teenies. Oben drauf dann noch ein lärmender, stets unpassender Soundtrack irgendwo zwischen Trance und Trauma. Ich mache wohl mal besser mit Penny Dreadful weiter. Ach ja, mit dem (auch schon nicht guten) Michael J. Fox-Film hat das alles natürlich nichts zu tun...
"Never tell me the odds!" - Han Solo
 

#443 17.11.2017, 09:25
Plissken Abwesend
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Betreff: Re: Die letzte Serie
The Killing - Staffel 1 - 4
Amerikanische Version des dänischen Vorbilds. Nach der zweiten Staffel lässt die Geschichte etwas nach, die Hauptfiguren halten die Qualität aber aufrecht und man fiebert bis zum Schluß mit. Nicht zuletzt aufgrund der guten Chemie zwischen Joel Kinnaman und Mireille Enos. Weiterer Pluspunkt: Die Serie hat ein Ende. Gibt es ja auch nicht immer Zwinkernder Smiley
Schöne Krimikost die mit ihrem Setting in Seattle (Vancouver Zwinkernder Smiley ) dem Original stimmungstechnisch sehr nahe kommt.
 

#444 18.11.2017, 15:31
Mile Abwesend
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Betreff: Re: Die letzte Serie
Hat hier schon mal einer was von Hooten & the Lady gehört? Ist eine Abenteuerserie um einen amerikanischen Schatzsucher namens Ulysses Hooten, der zusammen mit einer adligen Engländerin um die Welt reist und in gefährliche Abenteuer verstrickt wird. Zwinkernder Smiley Okay, nicht gerade der innovativste Ansatz, aber ich denke, ich schaue da heute Abend mal rein.

Ab 18:30 Uhr zeigt ZDF Neo die ersten beiden Folgen der ersten Staffel. (Folge 1: Abenteuer im Amazonas; Folge 2: Alle Wege führen nach Rom)

http://www.tvspielfilm.de/...62a69.html
André
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 18.11.2017, 15:32 von Mile.  

#445 18.11.2017, 16:07
Plissken Abwesend
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Betreff: Re: Die letzte Serie
Zitat von Mile:
Hat hier schon mal einer was von Hooten & the Lady gehört?
Ja.
Ist leider nach der ersten Staffel abgesetzt worden. Gibt aber einen versöhnlichen Abschluss. Nette Schatzjäger-Serie. Vor allem die Chemie der Hauptdarsteller gefiel mir.
 

#446 26.11.2017, 15:18
Plissken Abwesend
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Betreff: Re: Die letzte Serie
The Punisher - Season 1
Lange drauf gewartet und von Fans gefordert. Dann konnte man die Geburt des Bestrafers in Staffel 2 von Daredevil miterleben. Auch war die Freude groß, als Netflix mit den Plänen für ein Spin-Off daherkam. Und nun ist sie seit dem 17.11. abrufbar. Aber taugt die Serie etwas, oder leidet sie an den Schwächen, die auch schon die anderen Marvel-Serien heimsuchten?

Zuallererst, die Serie ist gut geschrieben, gut gespielt und genügend verschachtelt, um auch interessant zu bleiben. Zwar kann man auch hier Hänger in der Staffelmitte ausmachen, aber so schwerwiegend wie bei anderen Marvel/Netflix Produkten fällt es nicht aus. Doch leider funktioniert sie als Punisher-Serie nur bedingt.
Die Comic-Vorlage bietet natürlich Unmengen an Inspirationsmaterial und die Macher nutzten sie auch, aber stellenweise geht die Charakterisierung so weit weg vom bekannten Frank Castle, dass man meinen könnte, einen regulären Thriller anstatt einer Comicverfilmung zu sehen. Auch, dass die Serie qausi ein Origin 2.0 ist, trägt nicht unbedingt zur Entwicklung bei. Der größte Knackpunkt ist dann auch die staffelumspannende Hintergrundgeschichte. Im Kontext der Serie funktioniert sie einwandfrei. Im Kontext der Figur nimmt sie ihr aber jegliche Motivation.
switch Spoiler:

Da bin ich mal echt gespannt, wie sie Franks weiteres Handeln in späteren Staffeln erklären...

Ein zweischneidiges Schwert. Die Serie ist gut und macht Spaß. Als Comic-Verfilmung überzeigt sie aber nur teilweise.
 

#447 26.11.2017, 17:07
Kukulcan Abwesend
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Betreff: Re: Die letzte Serie
Stranger Things Season 2

An Staffel 1 hatte ich zu bemängeln, dass sie sehr geheimnis- und überraschungsarm war. Staffel 2 übertrifft das locker.

Es ist immer völlig klar, um was es geht - um eine Parallelwelt, in der ein großes böses Monster haust. Naja, groß jedenfalls, da man über die Bewohner der anderen Welt oder ihre Motive eigentlich nichts erfährt. Die geheimnisvolle Regierungseinrichtung aus S1 ist in S2 komplett ungeheimnisvoll.

Die Macher drücken alle Knöpfe (Rückblenden, geheimnisvolle Zeichnungen, Verschwörungstheoretiker, telekinetische Familie der telephatischen Elfie) aber nichts davon hat viel Auswirkung oder wirkt sonderlich spannend, sondern irgendwie wie aus dem Handbuch. Auch der weibliche Neuzugang zur Truppe hat keine besondere Aufgabe.

Die Folgen 1-6 hätte man locker auf die Hälfte reduzieren können, Folge 7 ist so 80er dass es weh tut und sie war völlig überflüssig. Folgen 8 und 9 kann man so lassen, endlich passiert bisschen was, Optik und Musik kommen richtig gut. Das gilt eigentlich für die ganze Staffel und die 80er Kindertruppe Sache funktioniert ähnlich gut wie in S1.

Darum ist das Ganze wieder angenehm unterhaltend. Wäre nicht alles so vorhersehbar und hätte alles etwas mehr Tiefe und Konsequenz, könnte das eine richtig gute Serie sein.
 

#448 28.11.2017, 22:46
Kukulcan Abwesend
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Betreff: Re: Die letzte Serie
Star Trek Discovery

Die ersten beiden Folgen und deren Lens Flares sind das Schlechteste, was man über Discovery sagen kann. Und die Len Flares sind übel, weil sie übel sind, nicht weil sie Abrams kopieren - der kann es viel besser.

Mit der dritten Folge ist die Serie genau das, was ich mir von einer modernen Star Trek Serie erhofft habe (ohne es zu wissen). Star Trek in die Moderne zu holen klappt nicht immer ohne ein paar stilistische Fehlgriffe, aber das Konzept weg von der (unsterblichen) Crew hin zur einem Hauptcharakter funktioniert für mich wunderbar. Die Story ist nicht super originell, aber sie gefällt mir gut und nach 9 Folgen hätte ich mir fast das alte 22 Folgen Format gewünscht.

Die mehr oder weniger Neben-Charaktere passen, aber im Endeffekt kann ich kaum genau sagen, warum mir die Serie so gut gefällt. Zumindest kann ich sagen, dass ab Folge 3 auch die Optik stimmt, vor allem weil der Protz der Pilotfolgen fehlt.
 

#449 04.12.2017, 17:43
horner1980 Abwesend
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Betreff: Re: Die letzte Serie
DARK

Hab gerade die zehnte Folge durch und sagen wir es mal so: Die Serie hat Potenzial, aber macht einiges falsch.
Es fehlt eine Figur, die einem durch die Serie begleitet. Man setzt auf zuviele Charaktere und natürlich hat jeder ein Geheimnis. Es gibt 3-4 Charaktere, die diese Aufgabe erfüllen können, diese werden aber dann wieder für zu lange Zeit in den Hintergrund versetzt. Dazu wirkt die Serie auch in der Atmosphäre überfrachtet. Es kommt mir teilweise so vor, als ob man einfach zu viel reinstecken wollte. Regen ist nicht nur einfach Regen, nein es muss natürlich schütten. Auch viele Kameraeinstellungen wirken so, als ob man unbedingt internationalen Vorbildern nachahmen wollte.
Dann noch diese fatale Abmischung. Dialoge versteht man teilweise nicht und die Musik (vom Australier Ben Frost. Warum sie da keinen deutschen Komponisten genommen haben, bleibt mir ein Rätsel) ist auch öfters als einmal zu laut. Ansonsten überzeugt sie eh nur an wenigen Stellen, wenn sie eindeutig die Vocals aus "Arrival" nachahmt. Ab und zu driften dann diese Vocals ins Melodische ab, aber das Vorbild bleibt eindeutig die Musik von Jóhann Jóhannsson. Der Rest der Musik ist leider ebenso dieser Überfrachtung erlegen. Für mich wäre es da besser gewesen, wenn hier die Musik eher subtiler agiert hätte.
Jedoch positiv zu erwähnen ist die Story um die Zeit, die dann natürlich in mehrere Zeitzonen spielt. Diese ist gar nicht mal so komplex erzählt und alleine für sich gesehen sogar ganz solide durchdacht. Die Darsteller geben ihr Bestes und bieten teilweise eine richtig gute Leistung. Zwar gibt es die eine oder andere nicht so gute Darstellung, aber im Großteil passt das schon. Schön zu sehen, dass ich dann doch ein paar der Darsteller vom Gesicht her kannte. Aber der Großteil war mir persönlich eher nicht wirklich bekannt.
Okay, das "na ja" Ende deutet eine zweite Staffel an und ich hoffe sehr, dass sie dort aus den Fehlern lernen, denn wie gesagt, die Serie hat Potenzial und ich bin auch bereit, diese weiterzuverfolgen. Bis dahin ist erstmal Ruhe von der Dunkelheit.
"Music is the most direct path to the human heart."

Steven Spielberg
Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, das letzte Mal am 04.12.2017, 17:46 von horner1980.  

#450 04.12.2017, 18:13
Kukulcan Abwesend
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Betreff: Re: Die letzte Serie
Wir haben die deutsche „Schauspielkunst“ und das bemüht schicksalsschwangere keine 15 Minuten ertragen
 

#451 04.12.2017, 18:27
Aldridge Abwesend
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Betreff: Re: Die letzte Serie
Fawlty Towers - Jetzt habe ich diesen Klassiker des britischen Humors mal nachgeholt. Und ja, also, finde ich ok... oder auch nicht. Nein, klingt schlimmer, als es gemeint ist. Grundsätzlich ist das bunte Treiben im Hotel schon ganz spaßig, und John Cleese darf natürlich so richtig aufdrehen als unfähiger Hotelmanager Basil Fawlty, der mit wunderbarer Regelmäßigkeit in die größten Schlamassel gerät. Dennoch bleiben die Fremdschäm-Momente durchaus noch im Rahmen. Und zudem gibt es ein Wiedersehen mit einigen Darstellern aus dem kleinen Lord (Cleeses damalige Frau Connie Booth oder Ballard "Sir Harry" Berkeley). Insofern wäre es schön gewesen, wenn man es bei der ersten Staffel belassen hätte. Denn in der zweiten Staffel werden die Situationen nur noch absurder, und der gute Basil reitet sich immer wieder so weit in die Sch..., dass ganz offensichtlich auch den Autoren nicht mehr eingefallen ist, wie er da rauskommen soll - weshalb manche Folgen dann auch abrupt enden (s. die Folge Waldorfsalat). Der Hauptcharakter verkommt damit zunehmend zur tragischen Figur, über die ich auch nicht mehr lachen kann. Klar, britischer Humor und so, ich weiß. Habe normalerweise auch kein Problem damit, doch hier wurde das Zuschauen irgendwie anstrengend.
"Never tell me the odds!" - Han Solo
 

#452 04.12.2017, 18:31
Plissken Abwesend
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Betreff: Re: Die letzte Serie
Dark schaue ich auch gerade. Bin ehrlich gesagt noch nicht so sicher, was ich davon halten soll. Zum einen finde ich es gut, dass es mal etwas düsteres aus deutschen Landen gibt, aber so richtig zünden will es nicht. Zu vorhersehbar wirkt es und die ein oder andere Erinnerung an Weinberg (ebenfalls Mystery aus Deutschland) stellt sich ebenfalls ein. Mal schauen, vielleicht stimmen mich die letzten Folgen noch um. Ansonsten ist es nett, aber man verpasst auch nichts.
 

#453 07.12.2017, 16:05
Plissken Abwesend
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Betreff: Re: Die letzte Serie
Lachender Smiley
Da ziehe ich den Vergleich zwischen Dark und Weinberg, wollte eigentlich noch schreiben, dass letztere Serie wenigstens Antje Traue bietet, und wer taucht dann plötzlich in Folge 8 von Dark auf? Richtig, Antje Traue Lachender Smiley
 

#454 07.12.2017, 16:19
Aldridge Abwesend
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Betreff: Re: Die letzte Serie
Gib´s zu, du stehst auf die gute Antje wegen Faora-Ul. Grinsender Smiley
"Never tell me the odds!" - Han Solo
 

#455 07.12.2017, 16:46
Plissken Abwesend
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Betreff: Re: Die letzte Serie
Zitat von Aldridge:
Gib´s zu, du stehst auf die gute Antje wegen Faora-Ul. Grinsender Smiley
Eigentlich schon etwas eher, wegen Pandorum Zwinkernder Smiley
 

#456 10.12.2017, 10:59
horner1980 Abwesend
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Betreff: Re: Die letzte Serie
Kam nun endlich mal dazu STAR TREK: DISCOVERY anzuschauen.

ich habe gerade die 9. und vorerst letzte Folge gesehen und bin zwiegespalten.
Zu einer Seite gefällt mir die Serie dank mancher Charaktere wie Saru, der mich an Odo aus DS9 erinnert und mach anderer Nebendarsteller. Auch die Story ist nicht schlecht erzählt, teilweise spannend, hat leichten Humor (da könnte ruhig noch etwas mehr dabei sein) und dass sich nach der Hälfte der Folgen endlich sowas wie ein "Adventure of the Week" eingestellt hat, gefällt mir ebenso. Ich mag sowas einfach sehr gerne und meiner Meinung nach taucht das in der heutigen Serienwelt viel zu wenig auf. Ab und zu eine Staffelübergreifende Handlung ist ja in Ordnung, aber das scheint seit Jahren so total im Trend zu liegen, dass Serien, die das nicht so handhaben in einer deutlichen Minderheit sind. Was ich auch auf der positiven Seite sehe, dass tatsächlich auch sowas wie ein Star Trek-Gefühl sich einstellt und das um Längen deutlicher auf als zum Beispiel bei den ersten zwei J.J. Abrams-Kinofilmen (den dritten hab ich bisher noch nicht gesehen), wo das ja nur gefühlt in den Charakterzügen von Pille und Spock zu erkennen war. Auch die Effekte waren in Ordnung, auch wenn für ab und zu zuviel Lichteffekte waren. Damit sind wir auch auf der anderen Seite, denn einer der Kritikpunkte sind diese nervigen stark blendenden Lensflares, die besonders in den ersten drei Folgen nicht wirklich zu ertragen waren und teilweise so die Übermacht hatten, dass sie sogar ruhige Szenen, wie eine mit Saru und Michael, kaputt machten, weil sie ohne Vorwarnung auftauchten und dabei haben die beiden Charaktere sich nicht mal bewegt. Dann sind sie sehr oft so grell, dass es unangenehmer ist als bei den J.J. Abrams-Filmen. Gott sei Dank wurde das dann im Verlauf der Folgen weniger und etwas angenehmer. Jedoch damit zerstört man den besonderen Effekt der Lensflares, wo für mich einfach nur gilt: Weniger ist mehr.
Einer der größten Sachen, die mich stören, ist der Hauptcharakter. Ich kann noch nicht mal genau sagen, was mich an Michael Burnham stört. Teilweise ist sie mir einfach unsympathisch, und irgendwie sehe ich in ihrer Charakterzeichnung eher einen Nebendarsteller als ein Hauptdarsteller. Weil als Hauptdarstellerin nervt sie teilweise einfach nur. Gut, vielleicht muss sie auch erst zu einem wahren Hauptcharakter werden, was ich hoffe, aber in den ersten neun Folgen hab ich meine Probleme damit gehabt, sie als Hauptdarstellerin anzusehen. Ein weiterer Schwachpunkt ist die Musik. Diese wird zwar etwas besser im Laufe der Staffel, aber wirklich hervortreten kann sie nicht und als dann nach einem wichtigen Sieg die Musik alles aufzieht, was sie zur Verfügung hat, finde ich das sogar too much und für mich zieht die Musik dann diesen Moment sogar ins Lächerliche. Ich hab mir da echt gewünscht, dass diese Szene schnell vorbei geht. Gut ist es, dass das Hauptthema als roter Faden genommen wird, aber es wäre besser, wenn das markanter wäre. Dazu finde ich die Musik auch extrem leise abgemischt. Daher hat sie auch diese fast schon dahinplätschernde Wirkung in manchen Momenten und vor allem in den ersten drei Folgen.
Den letzten Kritikpunkt, den ich hier anspreche, sind die Klingonen. Erstmal mit ihrem Outfit und dem neuen Gesichtsdesign wirken sie nicht wirklich wie von Ehre und Stolz getragene Krieger. Das ist für mich einfach zu künstlich und auch, dass man sie nun klingonisch sprechen hört, macht das Ganze alles andere als besser. Erst einmal wirkt das so gestellt und teilweise richtig amateurhaft vorgetragen, dass sie sogar noch schwächer wirken, wenn sie sprechen. Daher ihre beste Szene haben sie, als in der 9. Folge der Universalübersetzer auf sie gerichtet war und man sie so sprechen hört, wie man sie kennt. Da wirkten sie für mich das einzige Mal wie die von Ehre und Stolz getragenen Krieger, was sie ja auch sein sollten.
Jedoch trotz allem reicht das mir, um dranzubleiben, ganz besonders weil auch trotz der ganzen Kritikpunkte sich bei mir das Star Trek-Gefühl bei der Serie eingeschlichen hat. Das rechne ich der Serie hoch an. Ich freue mich daher schon auf Folge 10, die im Januar kommen wird und von niemand Geringeren als Jonathan Frakes inszeniert wird.
"Music is the most direct path to the human heart."

Steven Spielberg
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 10.12.2017, 13:03 von horner1980.  

#457 10.12.2017, 21:16
Leusel Abwesend
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Betreff: Re: Die letzte Serie
Lens-Flares? Welche Lens-Flares? Vielleicht brauche ich eine neue Brille, aber kann es sein, das du überall Lens-Flares siehst, weil du unbedingt welche sehen willst? Zwinkernder Smiley Ich empfinde die Serie ja bisher als hübsch modernisierte Variante des üblichen Trek-Schemas. Voyager und zum Teil auch Enterprise waren ja noch sehr geprägt von den 90ern und Rick Berman. Ganz nett, aber auf Dauer nichts Neues.
Das lausigste Mitglied des deutschen Indy Forums
 

#458 10.12.2017, 22:33
horner1980 Abwesend
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Betreff: Re: Die letzte Serie
Zitat von Leusel:
Lens-Flares? Welche Lens-Flares? Vielleicht brauche ich eine neue Brille, aber kann es sein, das du überall Lens-Flares siehst, weil du unbedingt welche sehen willst? Zwinkernder Smiley Ich empfinde die Serie ja bisher als hübsch modernisierte Variante des üblichen Trek-Schemas. Voyager und zum Teil auch Enterprise waren ja noch sehr geprägt von den 90ern und Rick Berman. Ganz nett, aber auf Dauer nichts Neues.

Ich denke mir, dass du wirklich eine neue Brille brauchst, denn gerade in den ersten Folgen waren diese Blendeffekte, wie die Lens Flares auch genannt werden, bei fast jeder Lichtquelle zu sehen. Das hatte schon J.J. Abrams-Ausmaße. Also nein, ich habe die mir nicht eingebildet. Die waren wirklich da. Zwinkernder Smiley
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Steven Spielberg
 

#459 11.12.2017, 17:06
Leusel Abwesend
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Betreff: Re: Die letzte Serie
Ach komm, ein bisschen Sensibilität gegenüber diesem Stilmittel könntest du schon entwickeln. Zwinkernder Smiley
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