Laubwoelfin
Mitglied

Beiträge: 90
Dabei seit: 12.06.2014
Wohnort: Augsburg
|
Betreff: Re: Der letzte Film
Das war eine spontane Entscheidung...
La vie en rose
Heute Vormittag, kurz nach 11 Uhr interviewte ich Christopher Gunning und er erzählte auch jede Menge über diese Musik. Bisher dachte ich doch, Marion Cotillard hätte da gesungen. Doch weit gefehlt.. In aufwändigem Verfahren wurde die Stimme Edith Piafs aus alten Aufnahmen extrahiert, aufpoliert und mit neuem Orchester versehen. Wo das nicht ging, sang eine Sängerin, die sich darauf perfektioniert hatte, wie die Piaf zu klingen... Diese Beschreibung machte mich so neugierig, dass ich ihm sagte "weißt du was? Ich leihe mir den Film übers Wochenende aus und schaue ihn noch heute".
Was ich gerade tat... Ich hatte einen besonderen Film erwartet. Jedoch keinen, der mich mit einem Gefühl von "whoah" zurücklässt. Eine höchst dramatische Lebensgeschichte einer fantastischen Sängerin, brilliant gespielt von Marion Cotillard.
Diese wurde mir durch Nolan regelrecht verdorben, fand sie stellenweise schon leicht nervig in "Dark Knight Rises", konnte sie nur schwer ertragen in "Inception". Vermutlich deshalb, weil sie in beiden Filmen relativ gelangweilt spielte, auf einem Niveau welches weit unter dem lag, wozu sie imstande ist.
Sie schafft es, in einer Sekunde weich und zerbrechlich zu sein, in der nächsten die wilde Furie, eine weitere später die verwöhnte Diva. Mit einem Talent, dass ich es bald vergaß, dass ich hier Marion Cotillard sehe, die Edith Piaf spielt, ich sah Edith Piaf beim leben zu.
Mit wundervoller Kameraführung, klasse Maskenbild, fantastischem Score! Also insgesamt ein perfekter Film!
"What is for you the best thing about composing?" - "Wearing my pyjamas at work." (Dave Porter)
Dieser Beitrag wurde 2
mal editiert, das letzte Mal am 21.06.2014, 20:38 von Laubwoelfin.
|