Dt. Indiana Jones Fan Forum Zum Summit 2026 in 'Schloss Brunwald'



#5061 09.08.2026, 21:45
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Betreff: Re: Der letzte Film
Das biografische Musikdrama „Michael“ (2026) unter der Regie von Antoine Fuqua hat mich vor allem durch seine visuelle Wucht fasziniert, da es den rasanten Aufstieg des King of Pop von den Jackson 5 bis zu seiner Welttournee zum Album „Bad“ im Jahr 1988 nachzeichnet. Besonders beeindruckt hat mich Hauptdarsteller Jaafar Jackson, der seinem eigenen Onkel verblüffend ähnlich sieht und von Colman Domingo als strengem Vater Joseph sowie Nia Long als Mutter Katherine großartig flankiert wird. Zu den absoluten Höhepunkten zähle ich die mitreißenden, handwerklich brillanten Konzertszenen und die phänomenale physische Präsenz des Debütanten, die mich gefesselt haben. Enttäuscht hat mich dagegen die dramaturgische Konfliktvermeidung, da der Film durch rechtliche Rahmenbedingungen und den Fokus auf die frühen Jahre jegliche dunklen Kapitel und Kontroversen für mein Empfinden zu konsequent ausblendet. Für mich funktioniert das Werk als reibungslose, opulente Fan-Huldigung zwar überragend, bleibt mir inhaltlich als ernstzunehmendes, tiefgründiges Biopic aber letztlich zu glatt und mutlos. Bewerte den Film mit 7 von 10 Moonwalks. Geliehen auf Prime mit Bonusdoku.
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#5062 10.08.2026, 20:35
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Betreff: Re: Der letzte Film
„Der gute Hirte“ (2006) von Regisseur Robert De Niro ist für mich ein faszinierendes, angenehm unglamouröses Spionagedrama über die Entstehung der CIA. Man folgt hier dem stoischen Edward Wilson (brillant und unterkühlt gespielt von Matt Damon) von seiner Rekrutierung an der Yale-Universität in den 1930er-Jahren bis zum Schweinebucht-Debakel 1961. Während Wilson verbissen ein internes Leck sucht, opfert er für die nationale Sicherheit sukzessive seine Ehe mit Margaret „Clover“ (Angelina Jolie) und das Verhältnis zu seinem Sohn. Das hochkarätige Ensemble um Alec Baldwin, John Turturro und De Niro selbst verleiht der düsteren Chronik enorme Gravitas. Besonders positiv hervorzuheben ist die kompromisslose Authentizität, die Spionage als bürokratisches, moralisch graues Geduldsspiel statt als Actionfeuerwerk zu inszenieren. Weniger gut fielen mir jedoch die immense Laufzeit von fast drei Stunden und das extrem langsame Erzähltempo auf, wodurch die emotional distanzierten Figuren phasenweise schwer zugänglich bleiben. Der Film ist kein rasanter Thriller, sondern eine tiefgründige, handwerklich makellose Paranoia-Studie. Bewerte dieses intellektuell fordernde Drama mit 7 von 10 Doppelnullen. Streambar aktuell u.a. in der ZDF-Mediathek.
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#5063 15.08.2026, 16:24
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Betreff: Re: Der letzte Film
Die Krimikomödie A Killer Romance bzw. im Original Hit Man (2023) ist eine charmante und intelligente Mischung aus Thriller und Liebesfilm, die auf einer relativ, wahren Begebenheit beruht. Im Zentrum der Handlung steht der unscheinbare Philosophieprofessor Gary Johnson (Glen Powell bekannt u. a. als Hangman aus Top Gun: Maverick), der nebenberuflich als Lockvogel für die Polizei von New Orleans arbeitet. Er schlüpft in die Rolle maßgeschneiderter Auftragskiller, um potenzielle Klienten zu überführen. Als die attraktive Madison (Adria Arjona) ihn anheuern möchte, um ihren gewalttätigen Ehemann loszuwerden, bricht Gary als taffer Killer „Ron“ das Protokoll: Er rät ihr von der Tat ab und beginnt eine leidenschaftliche Affäre mit ihr. Das Verwirrspiel eskaliert, als Madisons Ehemann tatsächlich tot aufgefunden wird und der korrupte Ex-Polizist Jasper (Austin Amelio) das Paar erpressen will. Der Film besticht für mich besonders durch die grandiose Chemie zwischen Powell und Arjona sowie durch Powells beeindruckende Wandlungsfähigkeit in verschiedenen Kostümen. Schwächen zeigt das Drehbuch jedoch im letzten Drittel, in dem die Handlung ins Unmoralische abdriftet und Straftaten stark beschönigt werden, während das Finale zunehmend konstruiert wirkt. Insgesamt bleibt der Film jedoch eine kurzweilige, sexy und überdurchschnittlich gut gelaunte Krimikomödie. Bewerte den Film mit 7 von 10 Hitman-Aufträgen. Streambar aktuell in der ZDF-Mediathek.
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#5064 19.08.2026, 17:30
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Betreff: Re: Der letzte Film
Haben das neue Science-Fiction-Abenteuer „The End of Oak Street“ von Regisseur David Robert Mitchell von 2026 im Kino gesehen. Die Handlung entführt direkt in das Jahr 1982, wo die scheinbar idyllische US-Vorstadtstraße Oak Street durch ein mysteriöses kosmisches Ereignis aus ihrer vertrauten Realität gerissen und mitsamt der Nachbarschaft in eine gefährliche, prähistorische Welt voller gefräßiger Dinosaurier katapultiert wird. Im Zentrum des Überlebenskampfes steht die zerrüttete Familie Platt, angeführt von Anne Hathaway als Mutter und geheimnisvolle Romanautorin Denise Platt und Ewan McGregor als von Geldsorgen geplagter Ehemann Greg Platt, während Maisy Stella als Tochter Audrey und Christian Convery als Sohn Brian mitspielen. Das Projekt wurde unter dem Arbeitstitel „Flowervale Street“ gedreht, was die Spannung im Vorfeld stark anheizte. Zu den absolut positiven Aspekten des Films gehört für mich die handgemachte, nostalgische Atmosphäre; die Produktion glänzt mit echten Vintage-Gegenständen und fängt die unverkennbare Zeit der 1980er-Jahre ein. Auch die visuellen Effekte der Dinosaurier und der grandiose Soundtrack von Michael Giacchino haben ihren positiven Beitrag zum Film beigesteuert. Auf der negativen Seite muss man jedoch bemängeln, dass die familiären Konflikte und die Ehekrise angesichts der pausenlosen Dino-Action erzählerisch etwas zu kurz kommen und die Charakterentwicklung stellenweise flach ist. Mein Fazit fällt dennoch sehr wohlwollend aus, da der Film trotz kleinerer Schwächen ein herrlich originelles, spannendes und unvorhersehbares Stück Popcorn-Kino liefert, das sich wohltuend von den typischen Fortsetzungen bekannter Franchises abhebt. Wegen des großartigen Unterhaltungswerts und des mutigen Konzepts vergebe ich für dieses urzeitliche Vorstadtabenteuer eine solide Bewertung von 9 von 10 Zeitblasen. ⏱️🫧
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#5065 20.08.2026, 20:53
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Betreff: Re: Der letzte Film
Als leidenschaftlicher Freund von historischen Kinofilmen hat mich das Drama The Choral (2025) von Regisseur Nicholas Hytner wirklich bewegt. Man wird mitten ins Jahr 1916 in das nordenglische Dorf Ramsden versetzt, wo der Erste Weltkrieg eine schmerzhafte Lücke hinterlassen hat: Fast alle Männer des lokalen Chors kämpfen an der Westfront. Um die Tradition zu retten, begleitet der Film den strengen, gerade aus Deutschland zurückgekehrten Dr. Henry Guthrie – absolut brillant und vielschichtig gespielt von Ralph Fiennes –, der mangels Alternativen eine Gruppe junger, kurz vor der Einberufung stehender Männer rekrutiert. Neben Fiennes sind auch die pointierten Auftritte der britischen Schauspielgrößen wie Roger Allam, Mark Addy, Alun Armstrong und Simon Russell Beale hervorzuheben. Gemeinsam erarbeiten sie ein mächtiges Oratorium, das den Jugendlichen Halt in einer düsteren Zeit gibt. Besonders fasziniert haben mich die kraftvollen, emotionalen Chorszenen und die detailgetreue visuelle Umsetzung des historischen Yorkshire. Ein kleiner Wermutstropfen war für mich jedoch, dass die Story einige spannende gesellschaftliche Nebenschauplätze nur oberflächlich anreißt und das Erzähltempo stellenweise sehr behäbig ausfällt, wodurch der Spannungsbogen etwas flach bleibt. Für mich ist der Film ein leises, aber ungemein berührendes Werk über die tröstende Kraft der Musik und den Wert von Gemeinschaft in Krisenzeiten. Ich vergebe für dieses Schauspiel 7 von 10 kraftvolle Stimmen. Streambar auf Netflix.
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#5066 21.08.2026, 08:26
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Betreff: Re: Der letzte Film
Erinnert etwas an den französischen Klassiker "Les Choristes".
 

#5067 21.08.2026, 09:02
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Betreff: Re: Der letzte Film
The Choral (2025) spielt im ersten Weltkrieg. Die Kinder des Monsieur Mathieu (Originaltitel: Les Choristes) spielt ab 1949. Filme über Chöre finde ich generell spannend als Sänger unter der Dusche. Zwinkernder Smiley
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#5068 21.08.2026, 21:59
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Betreff: Re: Der letzte Film
Der Prime-Video-Thriller „The Devil's Mouth - Der Teufelsschlund“ (2026) folgt der College-Absolventin Sara (Kathryn Newton) und ihren Freunden Max (Lana Condor), Greg (Gavin Casalegno), James (Nico Hiraga) und Adrienne (Tommi Rose), die trotz der Warnungen des Guides Wat (Tayme Thapthimthong) ein thailändisches Höhlensystem erkunden. Dort werden sie von einem gefangenen, hungrigen Bullenhai attackiert. Die Besonderheit des Films ist das unverbrauchte, klaustrophobische Höhlensetting. Besonders aufgefallen sind mir die dichte Atmosphäre und der starke Soundtrack. Nicht so gut wirken dagegen die leicht, nervigen Teenie-Passagen und typische, unrealistische Horrorfilm-Verkettungen. Ist ein einfacher Survival-Snack-Schocker mit ambitionslosem Tiefgang. Ich gebe dem Film 5 von 10 Haiflossen. 🦈
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#5069 23.08.2026, 14:57
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Betreff: Re: Der letzte Film
The End of Oak Street

Die Bewertungen sind recht durchwachsen, viele scheinen den Film zu hassen.

Zu bemängeln fand ich vielleicht das eine oder andere BMX Rad zu viel, um das 80er Feeling rüberzubringen. Davon abgesehen fand ich, die 80er kamen auch beim Pacing gut durch. Story und Schauspielleistungen OK, wenn auch teils im käsigen Bereich.

Die Charaktere verhalten sich tatsächlich oft übertrieben dumm und wahrscheinlich ist der ganze Film sowie das Ende ein Fest für Logiklochsucher. Die sind dann wahrscheinlich einfach falsch im Film. Der finale „Twist“ ist einfach und gradlinig und passt damit zu simplen, ähnlich gelagerten 80er B-Movies wie Time Rider.

Für mich locker 8 von 10 peinlichen pornösen Polaroids. Wer sich weigert, sein Hirn beim Eintritt abzugeben oder in Teilen totzulegen, der ist eher schlecht aufgehoben.
 

#5070 23.08.2026, 19:22
treasurelane Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Ich war neulich in Oak Street und kann das Ding nur empfehlen. Er hat seine unsinnigen/unnötigen Kleinigkeiten, klar, geschenkt. Aber eine super interessante Grund-Story, Setting, Spannung, Überraschungen, Action, Dinos. Alles drin. Und hier wird man nicht kopflos mit CGI Kreaturen überschüttet, sondern das ganze kommt mit Bedacht und einer Spannungssteigerung daher, die ich so schon ewig nicht mehr gesehen habe im modernen Hollywood. Toller High Concept Streifen, genau das, was Unterhaltungs-Popcornkino sein sollte.

Note 1- von mir. Ich war richtig happy.
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#5071 01.09.2026, 20:50
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Betreff: Re: Der letzte Film
Der Film „Die Glücksritter“ (1983) ist für mich eine scharfsinnige Sozialsatire. Inmitten des ungezügelten Kapitalismus der Reagan-Ära schlüpft Dan Aykroyd perfekt in die Rolle des versnobten Maklers Louis Winthorpe III., während Eddie Murphy als cleverer Straßengauner Billy Ray Valentine auf dem absoluten Höhepunkt seines komödiantischen Schaffens brilliert. Die steinreichen Duke-Brüder wetten um einen mickrigen Dollar, ob die soziale Herkunft oder die Genetik den Erfolg eines Menschen bestimmt. Kurzerhand lassen sie Winthorpe tief fallen und besetzen seinen Posten mit Valentine. Als die beiden das falsche Spiel durchschauen, verbünden sie sich mit der schlagfertigen Prostituierten Ophelia (Jamie Lee Curtis) und dem loyalen Butler Coleman (Denholm Elliott), um die gierigen Millionäre an der Wall Street spektakulär zu ruinieren. An diesem Klassiker begeistert mich vor allem das Drehbuch von John Landis, das Slapstick perfekt mit einer treffsicheren Kritik an Rassismus und der New Yorker High Society verbindet. Die Chemie zwischen Aykroyd, der herrlich in den Wahnsinn abgleitet, und Murphys improvisiertem Wortwitz überzeugt. Manche Gags – wie die absurde Gorilla-Kostüm-Szene im Zug gefallen mir weniger. Der Film ist für mich dennoch ein zeitloses Meisterwerk, das intelligente Botschaften mit echtem Humor verknüpft. Bewerte den Film mit 9 von 10 Kleeblättern. Aktuell streambar auf Netflix.
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#5072 04.09.2026, 19:09
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Betreff: Re: Der letzte Film
Star Wars: The Mandalorian and Grogu steht seit dem 2. September 2026 weltweit im Disney+ Abo bereit.

Wir schauen den Film im Stream erstmalig und sind begeistert. Starke SW-Vibes, Grogu ist goldisch und gewitzt und die Story des Films hat richtig Drive. Zudem ist Pedro Pascal als Mando einfach wieder taff. Macht richtig Spaß!

9 von 10 machtsensitive Grogu-Moves!
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#5073 13.09.2026, 10:13
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Betreff: Re: Der letzte Film
Habe die Dokumentation „Untold: Mr. T“ (2026) auf Netflix gesehen. Der Streifen ist ruhig und würdevoll aufgebaut und beleuchtet den harten Lebensweg von Laurence Tureaud aus den rauen Vierteln Chicagos über seine Zeit als Bodyguard bis hin zu seinen Kultrollen in Rocky III und Das A-Team. Als absolute Besonderheit empfand ich beim Schauen die aktuelle Brisanz, da sich der echte Mr. T erst kürzlich im September 2026 öffentlich und scharf von dieser Produktion distanziert hat, weil sie seine Geschichte verfälsche. Das habe ich vorher gelesen und dadurch bin ich auf die Doku aufmerksam geworden. Hervorzuheben sind die ganzen Archivaufnahmen und der starke Nostalgiefaktor, die im Heimkino eine tolle Atmosphäre schaffen. Negativ ist, dass die Dokumentation sehr einseitig bleibt und wichtige Facetten – wie seinen Kampf gegen den Krebs oder sein großes karitatives Engagement – einfach ausblendet, was die Kritik des Stars im Nachhinein verständlich macht. Ist eine packende, visuell starke Streaming-Doku für Fans der 80er-Jahre, der jedoch filmische Tiefe fehlt, weshalb ich mit 6 von 10 Fratzenhämmern den Film bewerte.
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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 13.09.2026, 12:26 von FloW.  

#5074 13.09.2026, 16:02
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Betreff: Re: Der letzte Film
„Starman“ (1984) von John Carpenter hat mich heute bei der Erstsichtung als emotionales Science-Fiction-Drama tief berührt, da es eine ungewöhnlich feinfühlige Liebesgeschichte im Gewand eines Roadmovies erzählt. In der Handlung folgt man einem außerirdischen Wesen, das nach dem Absturz seines Raumschiffs die Gestalt des verstorbenen Ehemanns der trauernden Witwe Jenny Hayden annimmt. Auf der gemeinsamen, dramatischen Flucht vor der US-Regierung quer durch die USA erlebt man, wie sich Jennys anfängliche Panik in tiefe Zuneigung wandelt, während der Fremde die Facetten der menschlichen Natur kennenlernt. In den Hauptrollen brillieren Jeff Bridges als der außerirdische „Starman“ und Karen Allen als Jenny. Bridges gelingt das Kunststück, die abgehackten Bewegungen und die naive Neugier eines fremden Wesens im Menschenkörper meisterhaft darzustellen. Karen Allen (u.a. bekannt als Marion Ravenwood aus Raiders und Indy IV+V) erdet die Geschichte für mich emotional und verkörpert den Wandel von der traumatisierten Witwe zur liebenden Beschützerin absolut glaubwürdig. Positiv hervorzuheben sind für mich die herausragende Chemie des Duos, der berührende Soundtrack von Jack Nitzsche und der gelungene Fokus auf die Charaktere statt auf pure Action. Negativ anzukreiden sind dem Film lediglich weniger logische Schwächen im Sci-Fi-Konstrukt sowie die stellenweise sehr klischeehafte und vorhersehbare Verfolgungsjagd durch das Militär, die das Erzähltempo im Mittelteil etwas ausbremst. „Starman“ ist für mich ein zeitloser Klassiker, der durch sein großes Herz und seine humanistische Botschaft überzeugt – eine wahre Filmperle. Vergebe starke 8 von 10 Sternen. Streambar auf Netflix.
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#5075 Heute, 08:31
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Betreff: Re: Der letzte Film
Dead Calm

Die Ozean-Variante von "Breakdown" mit Sam Neil (RIP), Nicole Kidman und Billy Zane, wobei letzterer hier fast die Show stielt. Charmanter, fast vergessener kleiner Thriller, der mit simpler aber effektiver Geschichte und guten Schauspielern eine fast permantne Spannung aufbaut.

Spannend finde ich auch, dass Orson Welles dieselbe Vorlage bereits in den 60ern verfilmen wollte. Da scheiterte es aber - wie so oft - an den finanziellen Mitteln.
Marc S.
Bismarck biss Marc, bis Marc Bismarck biss.
 

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