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FloW
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Betreff:
Re: Der letzte Film
Das biografische Musikdrama
„Michael“
(2026) unter der Regie von Antoine Fuqua hat mich vor allem durch seine visuelle Wucht fasziniert, da es den rasanten Aufstieg des King of Pop von den Jackson 5 bis zu seiner Welttournee zum Album „Bad“ im Jahr 1988 nachzeichnet. Besonders beeindruckt hat mich Hauptdarsteller Jaafar Jackson, der seinem eigenen Onkel verblüffend ähnlich sieht und von Colman Domingo als strengem Vater Joseph sowie Nia Long als Mutter Katherine großartig flankiert wird. Zu den absoluten Höhepunkten zähle ich die mitreißenden, handwerklich brillanten Konzertszenen und die phänomenale physische Präsenz des Debütanten, die mich gefesselt haben. Enttäuscht hat mich dagegen die dramaturgische Konfliktvermeidung, da der Film durch rechtliche Rahmenbedingungen und den Fokus auf die frühen Jahre jegliche dunklen Kapitel und Kontroversen für mein Empfinden zu konsequent ausblendet. Für mich funktioniert das Werk als reibungslose, opulente Fan-Huldigung zwar überragend, bleibt mir inhaltlich als ernstzunehmendes, tiefgründiges Biopic aber letztlich zu glatt und mutlos. Bewerte den Film mit 7 von 10 Moonwalks. Geliehen auf Prime mit Bonusdoku.
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FloW
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Beiträge: 6.795
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Wohnort: Rheinhessen
Betreff:
Re: Der letzte Film
„Der gute Hirte“
(2006) von Regisseur Robert De Niro ist für mich ein faszinierendes, angenehm unglamouröses Spionagedrama über die Entstehung der CIA. Man folgt hier dem stoischen Edward Wilson (brillant und unterkühlt gespielt von Matt Damon) von seiner Rekrutierung an der Yale-Universität in den 1930er-Jahren bis zum Schweinebucht-Debakel 1961. Während Wilson verbissen ein internes Leck sucht, opfert er für die nationale Sicherheit sukzessive seine Ehe mit Margaret „Clover“ (Angelina Jolie) und das Verhältnis zu seinem Sohn. Das hochkarätige Ensemble um Alec Baldwin, John Turturro und De Niro selbst verleiht der düsteren Chronik enorme Gravitas. Besonders positiv hervorzuheben ist die kompromisslose Authentizität, die Spionage als bürokratisches, moralisch graues Geduldsspiel statt als Actionfeuerwerk zu inszenieren. Weniger gut fielen mir jedoch die immense Laufzeit von fast drei Stunden und das extrem langsame Erzähltempo auf, wodurch die emotional distanzierten Figuren phasenweise schwer zugänglich bleiben. Der Film ist kein rasanter Thriller, sondern eine tiefgründige, handwerklich makellose Paranoia-Studie. Bewerte dieses intellektuell fordernde Drama mit 7 von 10 Doppelnullen. Streambar aktuell u.a. in der ZDF-Mediathek.
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