Dt. Indiana Jones Fan Forum Zum Summit 2026 in 'Schloss Brunwald'



#5041 07.06.2026, 20:43
FloW Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Primavera von 2025 ist ein italienisch-französisches Historiendrama von Damiano Michieletto, das die Geschichte der jungen Violinistin Cecilia erzählt, die im Venedig des frühen 18. Jahrhunderts im Waisenhaus Ospedale della Pietà lebt. Dort wird ihr außergewöhnliches musikalisches Talent zwar gefördert, zugleich aber durch gesellschaftliche Zwänge und die Aussicht auf eine arrangierte Ehe eingeschränkt. Als der Komponist Antonio Vivaldi, gespielt von Michele Riondino, die Leitung des Orchesters übernimmt, erkennt er Cecilias Begabung und ermutigt sie, für ihre Freiheit und Selbstbestimmung zu kämpfen. Die Hauptrolle der Cecilia verkörpert Tecla Insolia mit großer Intensität. Zu den weiteren wichtigen Figuren zählen die strenge Priorin (Fabrizia Sacchi), der Gouverneur (Andrea Pennacchi) sowie Elisabetta Parolin (Valentina Bellè). Besonders positiv fallen die atmosphärische Ausstattung des barocken Venedigs, die eindrucksvolle Kameraarbeit, die starke Hauptdarstellerin und die gelungene Einbindung von Vivaldis Musik auf. Auch die Themen weibliche Selbstbestimmung und künstlerische Freiheit werden sensibel und zeitgemäß behandelt. Kritisch anzumerken sind jedoch das teilweise langsame Erzähltempo, einige vorhersehbare Handlungselemente und die Tatsache, dass die Figur Vivaldis stellenweise hinter der Geschichte Cecilias zurücktritt. Insgesamt ist der Kinofilm Primavera mit dem deutschen Titel: „Vivaldi und ich“ ein visuell beeindruckendes, emotionales und musikalisch reizvolles Drama, das historische Stoffe mit modernen Fragestellungen verbindet. Der Film verdient von mir eine Bewertung von 7 von 10 🎻. Heute Vormittag im Mainzer Programmkino gesehen und für empfehlenswert empfunden.
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#5042 08.06.2026, 07:39
Indy2Go Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Calibre
Sehr effektiver, kleiner Thriller, der an den meisten vorbei gegangen sein dürfte. Es geht um zwei Städtler, die für einen Jagdtrip in ein abgelegenes schottisches Dorf reisen - und da laufen die Dinge dann reichlich schief. Die eingeschworene Dorfgemeinschaft wirkt wie ihre eigene, geschlossene Welt. Hat mich ein bisschen an Peckinpahs "Straw Dogs" erinnert.

Watcher
Auch hier - spannendes Thriller-Kammerspiel, das zu Unrecht unter Radar schwimmt. Quasi ein modernes "Das Fenster zum Hof" in Bukarest. Nicht ganz unvorhersehbar aber sehr beklemmend, auch weil die rumänischen Dialoge - die locker 50% des Films ausmachen - bewusst nicht untertitelt werden. So fühlt man sich ähnlich ausgeschlossen, wie die amerikanische Hauptfigur. Maika Monroe und Burn Gorman sind perfekt gecastet.

The Empty Man
Ein Horrorfilm, der zuerst wenig Beachtung fand, inzwischen aber eine ordentliche Fangemeinde hat. Die Eröffnungssequenz (die ersten paar Einstellungen sind definitiv von Raiders inspiriert) schaut sich wie ein eigenständiger Kurzfilm und gilt fast schon als legendär - vielleicht war ich deswegen etwas "ernüchtert". Danach kippt der Film in eine Missing-Person-Geschichte und ändert noch ein paar Male die Richtung. Die ganze Nummer wird zu einer immer größeren Verschwörung, mit eigener Mythologie und fast kosmischen Dimensionen. Hat mir super gefallen, nur das Ende war - Spoiler - so ein Mindfuck-Ding, die ich nicht leiden kann, weil es sich immer so anfühlt, als wäre ich zwei Stunden verarscht worden.
Marc S.
Bismarck biss Marc, bis Marc Bismarck biss.
 

#5043 17.06.2026, 12:37
Kukulcan Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Disclosure Day

Positiv gesehen kann Spielberg immer noch unterhaltsame Filme machen, die gut aussehen und somit ist das ganze ein kompetenter Action-Suspense-Mystery-Science-Fiction Thriller geworden (in ungefähr der Reihenfolge)

Man könnte es auch als Akte-X Doppelfolge betrachten, was jetzt nicht unbedingt ein vernichtendes Urteil ist.

Mir hat es an Überraschungen gemangelt, der Film tut genau das, was er ankündigt. Und das in einem großen Finale, das ich in der heutigen Zeit aber nicht mehr glaube und das recht zynisch inklusive der mit der recht groben Kelle rübergebrachten Implikationen und Emotionen. Von daher kam für mich die Message auf einer eher verkopften Meta-Ebene durch.

Dass es doch eine relativ gute Bewertung gibt, liegt für mich an Emily Blunt und der gut fließenden Story und Action. Die Bewertung als Meisterwerk hat der Film aber für mich deutlich verpasst.

8 von 10 Wendungen und Überraschungen, die keiner gespoilert hat, weil sie einfach nicht da waren.

P.S. Ich hätte vielleicht auf den Score achten sollen, aber für mich fiel das in die 90% der Filme, wo ich hinterher nicht sagen könnte, ob da überhaupt Musik war. Das ist aber nichts Schlechtes, Musik fällt mir wenn, dann meist höchstens negativ auf.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 17.06.2026, 12:38 von Kukulcan.  

#5044 17.06.2026, 17:38
Kalmanitas Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Nachfolgend mein erster Eindruck, den ich letzte Woche auf Social Media - gleich nach der Sichtung von Disclosure Day - gepostet hatte (sorry, in englisch):

We just got home. What can I say…?
Disclosure Day is definitely solid Spielberg craftsmanship. We get everything we expect from his films: suspense, comedy, drama. Emily Blunt plays her role (which is extremely complex) exceptionally well. Hats off to her. The rest of the cast is good, although I would have liked a bit more depth from some of the other characters to better understand their motivations.

All in all, the film is certainly very entertaining, BUT… it doesn't quite ignite the spark. A lot happens at the beginning, which you need time to process and understand. The connections between the parallel storylines only become clear in the second half of the film. The subject matter is incredibly exciting, but "Close Encounters of the Third Kind" captivated me far more in direct comparison. The timing of the ending isn't perfect for me either, even though I expected it at that exact moment. What happens after that leaves quite a bit to the viewer's imagination. I absolutely have to watch the film again to form a final opinion, because at this point, I'd give it a maximum of 7 out of 10 as a whole.

Finally… the Williams score: I absolutely have to listen to that properly (when it arrives). The film features beautiful symphonic accompaniment throughout, sometimes even with choirs, but nothing really sticks. During the end credits, I listened to the End Credits Suite, and you get the Impression that Williams simply strung together symphonic bits and pieces that certainly work as background music but unfortunately don't leave a lasting impression. But I'm certainly not complaining. The man is 94 years old, and we can all be grateful that he composed anything for Steven at all. I simply think he deliberately chose a Spielberg film as his final score… but due to his age and perhaps also his condition, it really is (upon first listening to the film) just background music and in no way comparable to Close Encounters or E.T. (to stay on topic).

Just my two cents…

I'm sure some of you will have a completely different opinion about the film and the score… But as I said, I need to give both a second viewing/listening before I can make a final judgment…
You only have one life! You can make it either chicken shit or chicken salad!
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, das letzte Mal am 17.06.2026, 17:40 von Kalmanitas.  

#5045 17.06.2026, 17:59
Lacombe Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Ich fand den Film nicht so gut, wie Spielbergs letzte beiden Filme, die wirklich Meisterwerke waren. DD war nur stellenweise hervorragend, so etwa bei den Suspensemomenten. Auch Emily Blunt spielt phantastisch und es tut immer gut, John Williams zu hören. Das der Film polarisiert, liegt sicher auch an seiner (typisch Spielberg) gänzlich uncoolen und unzynischen Botschaft. Entspricht nicht unbedingt dem Zeitgeist.
 

#5046 07.07.2026, 20:41
Kukulcan Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Supergirl

Supergirl als eine Mischung aus John Wick und Guardians of the Galaxy zu inszenieren…kann man machen, aber man sollte sich dann vielleicht nicht wundern, wenn man ein schon begrenztes Zielpublikum etwas verwirrt.

Wenn man ungefähr weiß, was einen erwartet (also kein Supergirl, das die Erde vor einem Superschurken rettet), dann bekommt man einen halbwegs unterhaltsamen Film geboten.

Das reicht aber leider nicht für mehr als schon gut gemeinte 7 von 10 Sonnen in diversen Farben - selbst wenn man ohne James Gunn Hass oder hochgepuschter “Fehlbesetzung“ trotzend positiv in den Film geht.

So haben wir leider einen Flopp mit Ansage, der einfach nicht gut genug ist, um mit positiver Mundpropaganda noch etwas zu reißen. Kerstin saugt sonst alles auf wo Superheld draufsteht, aber auch für sie war das kein Must-See.
Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, das letzte Mal am 08.07.2026, 14:34 von Kukulcan.  

#5047 07.07.2026, 21:01
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Betreff: Re: Der letzte Film
Minions vs. Monsters

Der Film is absolut „hilarious“ und lebt davon deutlich mehr als von irgendeiner stringenten Handlung - auch wenn die Filmhistorie Backstory als grober Rahmen ganz nett ist.

Mir hat er besser gefallen als die ersten beiden Minion Teile, aber das scheint Geschmackssache, vor allem beim - wiederum sehr einfachen - Humor.

8 von 10 niedlichen Häschen, weil bei mir kam einfach keine Langeweile auf. Kerstin war sogar regelrecht begeistert.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 08.07.2026, 14:33 von Kukulcan.  

#5048 08.07.2026, 09:07
Indy2Go Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
The Furious
Absolutes Action-Feuerwerk. Der Film ist eigentlich eine einzige Prügelei - phänomenal choreographiert und inszeniert. Zum Ende hin wurden die Kämpfe vielleicht etwas zu sehr auf die Spitze getrieben, aber davon ab eine große Empfehlung für Genrefans.

Obsession
Überraschend tiefgründiger Indie-Horror mit simpler, aber spannender Prämisse und einem super Drehbuch. Inde Navarette ist große Klasse und der Film absolut zu Recht wohl der Überraschungserfolg des Jahres.
Marc S.
Bismarck biss Marc, bis Marc Bismarck biss.
 

#5049 17.07.2026, 11:28
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Betreff: Re: Der letzte Film
Backrooms

Der Film basiert auf einem Internet-Phänomen, von dem ich mal wieder so gar nichts mitbekommen hatte - dementsprechend wusste ich auch nicht so richtig, was mich erwartet. Gerechnet habe ich mit einer Art "Twin Peaks" in surrealen, leeren Lagerhallen. Und eigentlich bringt es das auch überraschend gut auf den Punkt. Der Film stellt mehr Fragen als er beantwortet und bleibt sehr vage, bezieht aber auch genau daraus seinen Reiz. Umso spannender finde ich, dass man der Handlungsbogen von Chiwetel Ejiofors Figur als klassisches Drama lesen kann.

Am Ende wurde mir die ganze Nummer fast ein bisschen zu groß*, hat mir aber nichts destotrotz ausgesprochen gut gefallen.

switch Spoiler:

Marc S.
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#5050 19.07.2026, 17:39
Kukulcan Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Die Odyssee

Ich hatte nach dem Lesen von einigen negativen Rezensionen arge Sorgen, aber nichts von den schlimmsten Befürchtungen ist eingetreten. Es ist mir gut gelungen, Tim Holland nicht als Spider Man zu sehen und das ganze Star Ensemble hat solide gespielt, auch wenn ich Pattinson nicht gleich für die beste Nebenrolle nominieren würde.

Rückblenden bzw. Perspektivwechsel haben prima funktioniert, da war nichts verwirrend, das Pacing war OK, klar ist bei 3 Stunden nicht jederzeit volle Action. Die Odyssee ist in gewisser Weise eine Nummernrevue und das glaubhaft in ein Script zu pressen schwierig. Leider haben mir einige Nummern nicht so gut gefallen und die Rück- und Querblenden haben es nicht überzeugend aufgebrochen. bei mir herrschte das Gefühl, dass man die Stationen in relativ kurzer Zeit „abklapperte“.

Das Finale war für mich zwar nicht die große Offenbarung wie anscheinend für andere, aber gut gemacht und wenn auch wenig überraschend filmisch wie alles beeindruckend umgesetzt.

8 von 10 Horrorschweinen, weil es ein sehr guter, optisch beeindruckender Film war, der für mich aber an einigen Stellen deutlich weniger als perfekt funktioniert hat
Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, das letzte Mal am 19.07.2026, 17:42 von Kukulcan.  

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