Dt. Indiana Jones Fan Forum Zum Summit 2026 in 'Schloss Brunwald'



#5021 01.05.2026, 13:49
EnnoA Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Die Versunkene Stadt Z
Wer bei diesem Film ein actiongeladenes Spektakel à la Indiana Jones erwartet, wird überrascht sein – aber auf eine sehr positive Weise. Der Film erzählt die wahre Geschichte des britischen Entdeckers Percy Fawcett, der Anfang des 20. Jahrhunderts im Amazonas-Regenwald nach einer verschollenen Zivilisation suchte
Fawcett ist besessen von der Idee, dass im Dschungel eine hochentwickelte Stadt existiert. Trotz Spott der Wissenschaft und den Strapazen des Ersten Weltkriegs zieht es ihn immer wieder zurück in die grüne Hölle Brasiliens – unterstützt von seinem treuen Begleiter Henry Costin (Robert Pattinson) und gegen die Widerstände, die seine Frau Nina (Sienna Miller) zu Hause erfährt.
Der Film wurde auf echtem 35mm-Film gedreht. Die Bilder des Dschungels sind gleichermaßen wunderschön wie bedrohlich. Ich spürte förmlich die Hitze und die Feuchtigkeit.
Dies ist kein klassischer Actionfilm: Es ist eher ein biografisches Drama. Der Fokus liegt auf Fawcetts Besessenheit und der Frage, was einen Menschen dazu treibt, alles für einen Traum zu riskieren.
Charlie Hunnam liefert mMn. vielleicht seine beste Karriereleistung ab. Robert Pattinson ist unter seinem Vollbart kaum wiederzuerkennen und spielt herrlich zurückhaltend. Der Film nimmt sich Zeit. Er ist langsam erzählt, entwickelt aber einen Sog, der mich tief in die Expedition eintauchen ließ.
Die versunkene Stadt Z ist ein melancholischer, bildgewaltiger Film über Ehrgeiz, Entdeckung und das Verschwimmen von Realität.
Der Film hatte zwar seine Längen und ist nichts für Zuschauer, die schnelles Pacing und klassische Schatzsuche-Action suchen, aber alles in allem ein sehr tolles Filmerlebnis.
Wertung: 8 von 10 Abenteurer Punkten.
Andreas
Ich glaube nicht an HokusPokus
 

#5022 01.05.2026, 14:42
Kukulcan Anwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Ich erinnere mich an den Film. Sie schippern einen Fluss hinab, um dann an der Quelle anzukommen.
 

#5023 03.05.2026, 23:14
FloW Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Trouble ohne Paddel (2004)

Diese Abenteuerkomödie erzählt die Geschichte der drei Freunde Dan (Seth Green), Jerry (Matthew Lillard) und Tom (Dax Shepard), die nach dem Tod ihres Kindheitsfreundes beschließen, dessen Traum zu erfüllen und sich auf die Suche nach dem sagenumwobenen Schatz von D. B. Cooper zu begeben. Voller Enthusiasmus, aber ohne nennenswerte Vorbereitung starten sie eine Kanutour in die Wildnis, die sich schnell als chaotisches Abenteuer entpuppt. Statt romantischer Naturerlebnisse erwarten sie reißende Stromschnellen, ständige Missgeschicke und die eigene Unfähigkeit, mit der Situation umzugehen. Unterwegs treffen sie auf zwei alternative, naturverbundene Hippie-Mädels, die nicht nur für romantische Momente sorgen, sondern den drei Großstadtfreunden auch deutlich überlegen im Umgang mit der Wildnis sind, sowie auf zwei bedrohlich wirkende Hinterwäldler, die ebenfalls hinter dem Schatz her sind und für zusätzliche Konflikte sorgen.

Besonders prägend für den Humor des Films sind wiederkehrende Running Gags, etwa die Begegnungen mit einem Bären, bei denen die drei Freunde regelmäßig in panische Überreaktionen verfallen, sowie Dans Handy mit der heroischen aber typischen Klingeltonmelodie aus Indiana Jones, die ausgerechnet in den unpassendsten Momenten ertönt und die Diskrepanz zwischen Abenteuerfantasie und tatsächlichem Ablauf komisch unterstreicht. Die Kanufahrt selbst bildet das Herzstück des Films und liefert eine Abfolge von slapstickartigen Szenen, in denen die Freunde kentern, sich verirren und immer tiefer ins Chaos geraten.

Insgesamt punktet der Film durch die spürbare Chemie zwischen den Hauptdarstellern, seinen leichten, zugänglichen Humor und die charmante Grundidee von Freundschaft und wiederentdeckten Kindheitsträumen. Gleichzeitig leidet er unter einer vorhersehbaren Handlung, klischeehaften Nebenfiguren und teilweise recht einfachem, gelegentlich überzogenem Humor. So bleibt Trouble ohne Paddel eine unterhaltsame, aber nicht besonders tiefgründige Komödie – vergleichbar mit einem missglückten Campingausflug: unerquicklich, chaotisch, aber im Rückblick doch ziemlich amüsant.

7/10 Indy Klingeltöne im teuren Jamba-Sparabo 🤠🎶

Musikvideoclip zum Song aus dem Abspann des Films: https://youtu.be/nU1VfYYKMDk

Kurzweilig, unterhaltsam und vom Niveau eher wie American Pie! Der nostalgische Indiana Jones Kompass hat von Anfang bis zum Ende Bestand, was irgendwie cool ist. Jetzt kein filmischer Meilenstein, aber durchaus ein lockeres Zeitzeugnis der frühen 2000er.

Streambar auf Netflix.

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#5024 09.05.2026, 22:45
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Betreff: Re: Der letzte Film
Das Glück hat acht Arme ist ein ruhiges, emotionales Netflix-Drama aus dem Jahr 2026, das auf sensible Weise von Verlust, Einsamkeit und der vorsichtigen Rückkehr ins Leben erzählt. Im Mittelpunkt steht die verwitwete Tova Sullivan, die nachts in einem Aquarium arbeitet und seit Jahrzehnten mit dem ungeklärten Verschwinden ihres Sohnes lebt. Dort entwickelt sie eine ungewöhnliche Verbindung zu dem hochintelligenten Oktopus Marcellus, der als stiller Beobachter der Menschen fast mehr über ihre Gefühle versteht als sie selbst. Parallel begegnet Tova dem orientierungslosen jungen Cameron, dessen Geschichte enger mit ihrer Vergangenheit verbunden ist, als zunächst sichtbar wird. Der Film lebt weniger von großen Wendungen als von seiner melancholischen Atmosphäre, den poetischen Bildern des Aquariums und der beeindruckend zurückhaltenden Darstellung von Sally Field. Besonders gelungen ist die psychologische Darstellung von Trauer: Tova wirkt wie ein Mensch, der gelernt hat weiterzuleben, ohne jemals wirklich geheilt zu sein. Gleichzeitig gerät der Film stellenweise etwas vorhersehbar und gelegentlich zu sentimental, wodurch einige Szenen kitschig wirken. Dennoch überzeugt Das Glück hat acht Arme durch seine warme, stille Menschlichkeit und seine Botschaft, dass Heilung oft nicht laut beginnt, sondern in kleinen Momenten von Nähe, Zuhören und Verständnis entsteht. Der Film ist ein melancholisches, poetisches Drama über Menschen, die sich hinter ihren eigenen Glaswänden verstecken – und darüber, wie selbst tiefster Schmerz durch Verbindung langsam wieder Licht bekommen kann.

Von mir 16 von 16 Oktopus Arme! Sehr starker, unaufgeregter und intelligenter Film in ruhiger, beschaulicher Umgebung. Klare Empfehlung!
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#5025 10.05.2026, 16:15
Kukulcan Anwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Michael

Ein Coming of Age Drama, in dem der Held sich vom Vater abnabelt, der im Film der Bösewicht ist (und es wohl im Leben auch war).

Der Film zeigt Michael Jackson als den Ausnahmekünstler, der er sicher war und gleichzeitig die Ursprünge eines verkorksten Lebens. Da es nur Teil 1 ist („Die Geschichte von Michael geht weiter“) kann man ihm auch nicht vorwerfen, dass er etwas verschweigt (kann man dann ja ggfls. bei Teil 2 oder 3 tun).

Ist der Film jetzt glorifizierender Konzertfilm oder ein ernstes Biopic? Ersteres finde ich etwas unfair, zweites trifft es durchaus. Dabei ist kein filmisches Meisterwerk gelungen, grade in den wenigen ruhigeren Szenen berührte er mich wenig oder wirkte ein wenig oberflächlich. Schlecht ist er aber auch nicht, man darf eben keine Wunder erwarten.

Der Hit war eher der Darsteller von Michael als Kind, aber auch sein Neffe als älterer Michael hat sein bestes gegeben. Da kam es dann eher zu einem „Uncanny Valley“ Problem, ganz nah dran aber eben nicht perfekt. Da funktioniert etwas weiter weg wie Rami Malik als Freddy ein bisschen besser für mich.

Als Wertung möchte ich wohlwollendes solide hinterlassen, für Fans dürfte der Film prima funktionieren. Für mich als objektiver Betrachter eines wie gesagt Ausnahmekünstlers und durchaus Fan des Thriller Albums hat er gut genug funktioniert, um mich 2 Stunden zu unterhalten.
Dieser Beitrag wurde 6 mal editiert, das letzte Mal am 10.05.2026, 16:29 von Kukulcan.  

#5026 14.05.2026, 21:48
FloW Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Ich fand Send Help von 2026 auf Disney+ überraschend unterhaltsam, weil der Film Horror, schwarzen Humor und Survival-Elemente auf eine ziemlich verrückte Art miteinander kombiniert. Die Geschichte dreht sich um die Angestellte Linda Liddle und ihren arroganten Chef Bradley Preston, die nach einem Flugzeugabsturz auf einer einsamen Insel stranden. Besonders interessant fand ich, wie sich die Rollen der beiden im Laufe des Films verändern: Während Bradley immer hilfloser wird, übernimmt Linda zunehmend die Kontrolle und entwickelt sich zu einer unberechenbaren Figur.
Vor allem Rachel McAdams hat mich überzeugt, weil sie Linda gleichzeitig sympathisch, seltsam und bedrohlich spielt. Auch Dylan O’Brien passt gut in die Rolle des überforderten Firmenchefs. Typisch für Regisseur Sam Raimi gibt es viele schräge Kamerafahrten, übertriebene Gore-Effekte und absurde Szenen, die den Film gleichzeitig spannend und lustig machen. Manche Szenen waren zwar etwas zu chaotisch oder überdreht, aber genau dieser Wahnsinn macht den Reiz des Films aus.
Insgesamt hat mir Send Help gut gefallen, weil der Film sich nicht zu ernst nimmt und trotzdem spannend bleibt. Wer schwarzen Humor, skurrile Figuren und ungewöhnliche Horrorfilme mag, dürfte hier definitiv Spaß haben.

Meine Bewertung: 9 von 10 🐗
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#5027 15.05.2026, 07:47
Lacombe Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Sam Raimi ist ein verrückter Regisseur, der sich nicht scheut, selbst in großen Studiofilmen mit trashigen Elementen für Genrefans zu flirten. Das macht ihm sichtlich Spaß. Ich mag es, wenn ein Filmemacher eine eigene Handschrift hat.
 

#5028 Heute, 08:32
Indy2Go Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Lee Cronin's The Mummy

Statt als Abenteuerfilm mit Horrorelementen erzählt Lee Cronin "Die Mumie" als reinen Besessenheitshorror à la "Evil Dead" - womit er ja schon seine Erfahrungen sammeln durfte. Das funktioniert größtenteils auch erstaunlich gut und macht den Film zu einer erfrischenden Neuinterpretation. Ein paar Griffe in die Klischeekiste ändern daran wenig. Allerdings ist der Film für so einen Stoff deutlich zu lang geraten, und der Hauptdarsteller scheint über die komplette Laufzeit hinweg zwischen exakt zwei Gesichtsausdrücken zu variieren.
Marc S.
Bismarck biss Marc, bis Marc Bismarck biss.
 

#5029 Heute, 11:46
Kukulcan Anwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Zitat von Indy2Go:
... hinweg zwischen exakt zwei Gesichtsausdrücken zu variieren.

...und das kann Harrison ja bekanntlich gleichzeitig Zwinkernder Smiley
 

#5030 Heute, 11:47
Kukulcan Anwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Glenkill

Ein betulicher Film ohne Biss, aber ganz OK.

6-7 von 10 Schafen
 

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