Dt. Indiana Jones Fan Forum Summit 2019



#4221 30.01.2019, 12:05
Hermi Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Zitat von Mile:
GlassDer Film ist wie gesagt ziemlich unspektakulär, aber verfolgt seinen Pfad auch konsequent ohne Abweichungen, bis zum bitteren Ende. Wem die ersten beiden Teile gefallen haben, sollte sich Glass auf jeden Fall anschauen, auch auf die Gefahr hin, dass man vielleicht etwas enttäuscht aus dem Kino geht. Denn die Qualität der beiden Vorgänger erreicht dieser Film nicht. Trotzdem noch 7 von 10 Glasscherben

Ein wenig ernüchternd, aber ich denke, ansehen muss ich mir ihn in jedem Fall. Wohl aber erst, wenn er auf Blu Ray raus ist. Ich fand Unbreakable damals klasse, Split dagegen super ausbaufähig. Als ich den Trailer zu Glass sah, dahcte ich mir schon, dass könnte spannend, aber auch heikel werden. Trotzdem super, dass die "Eastrail 177"-Trilogie abgeschlossen wurde. Ist ja viel Zeit verstrichen ...
 

#4222 03.02.2019, 23:10
Kayley Anwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
The Mule

Ich, als absoluter Clint Eastwood Fan, hatte hohe Erwartungen. Was ich bekam, war eine solide Geschichte, eine gute schauspielerische Arbeit von den wichtigsten Akteuren, einige „Schmunzelmomente“, weil Clint einfach immernoch so sehr Rowdy Yates / Harry Calahan und der Mann ohne Namen ist, dass man ihn einfach lieben muss!
Ausserdem erwähnenswert sind meiner Ansicht nach die wirklich schönen Roadtrip-Aufnahmen und ein sehr schöner Soundtrack.

Insgesamt ein guter Film, ganz in Eastwood-Manier, der aber sicherlich nicht an Werke wie Unforgiven oder Million Dollar Baby heranreicht!
Ein wenig schockiert hat mich, wie schmal und zerbrechlich Eastwood wirkt. Ich hoffe, das ist der Rolle geschuldet und nicht einem altersgerechten Abbau.

Von mir gibt‘s 7 von 10 Lilien.
"X" never, ever marks the spot.
 

#4223 04.02.2019, 09:25
Part-Time Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Zitat von Kayley:
Ein wenig schockiert hat mich, wie schmal und zerbrechlich Eastwood wirkt. Ich hoffe, das ist der Rolle geschuldet und nicht einem altersgerechten Abbau.

Nun ja, er ist Ende 80, da baut der Körper ab. Mit Anfang 40 hätte er die Rolle vermutlich weniger zerbrechlich interpretiert. Cooler Smiley
Now, if that's a fact, tell me, am I lying?
 

#4224 04.02.2019, 17:35
Kayley Anwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Zitat von Part-Time:
Zitat von Kayley:
Ein wenig schockiert hat mich, wie schmal und zerbrechlich Eastwood wirkt. Ich hoffe, das ist der Rolle geschuldet und nicht einem altersgerechten Abbau.

Nun ja, er ist Ende 80, da baut der Körper ab. Mit Anfang 40 hätte er die Rolle vermutlich weniger zerbrechlich interpretiert. Cooler Smiley


Ja, ich weiß ja.
Dennoch machte er die letzte Zeit auf mich einen immernoch agilen und fitten Eindruck bei Interviews, Fotos oder anderen öffentlichen Auftritten. In dem Film ist er einfach nur echt, echt alt. Die Schulterblätter treten schon hervor. Ich hoffe einfach, es ist wirklich die Rolle, die das so wollte. Clint wird 150! Ganz bestimmt!
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#4225 04.02.2019, 22:24
Kalmanitas Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Sorry, wenn ich das jetzt so sage, aber ich glaube nicht, dass es der Rolle geschuldet ist. Die letzten Aufnahmen, die ich so von Clint gesehen habe, zeigten einen ähnlich „alten“ und zerbrechlichen Clint. Ab einem gewissen Alter kommt halt die körperliche Veränderung und Clint hat es m.E. nach schon geschafft, diesen Zeitpunkt extrem lange hinauszuzögern. Ändert aber alles nicht an der Tatsache das Clint nach wie vor der coolste ist!
You only have one life! You can make it either chicken shit or chicken salad!
 

#4226 06.02.2019, 11:29
Kayley Anwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
*seufz*
Ich will das nicht, will das nicht, will das nicht, will...

Vermutlich sollte man sich nach einer 60 Jahre andauernden Karriere und unzähligen guten, superguten und auch manchen weniger guten Filmen nicht beschweren. Er wird der Welt schon viele, wunderbare Erinnerungen hinterlassen.
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#4227 06.02.2019, 17:35
Pascal Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Beschweren sollte man sich eh nicht, nur weil jemand alt (oder jung) ist. Das ist ja schliesslich ganz normal ab einem gewissen Ater.
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#4228 09.02.2019, 19:43
horner1980 Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
FIRST BLOOD

Absolut zu Recht einer der besten Filme mit Sylvester Stallone, der ja diesen Film eigentlich gar nicht machen wollte, wie er im Audiokommentar erzählt. Ich hatte nach dem Film mal kurz reinhören wollen, was Sly da so erzählte.
So fing er an, dass auf dem Film ein Fluch lag, da er schon seit sieben Jahren sich in Produktion befand und er selbst eigentlich nicht so überzeugt davon war, und daher auch eigentlich nicht mitmachen wollte. Zum Beispiel als schon die Produktion begonnen hat, dachte er sich, als er mal bei Burt Reynolds zu Besuch war: "Ich könnte ja einfach meine Hand zwischen der Tür einklemmen, und mir die Finger brechen. Dann wäre ich raus aus dem Film." Burt meinte aber zu ihm: "Es geht nur um deine Darstellung. Wie der Film ist, ist dann eigentlich egal, solange du gut warst." Sly dann im Audiokommentar: "Schlechter Rat, Burt. Aber Danke."
Auch was er über den brillianten Schlussdialog, welchen er ja selbst geschrieben hat, erzählte, war höchst interessant, u.a. dass er da echte Geschichten von traumasierte Vietnam-Veteranen eingebaut hatte.
Weiterer Punkt, der mir komplett neu war: Die Macher inkl. Sly hassten den Film nach dem ersten Schnitt. Sly wollte sogar das Negativ kaufen und es dann verbrennen. Jedoch dann wurde er von den Cuttern nochmal von 3 1/2 Stunden auf eine erheblich kürzere Testvorführung zusammengeschnitten. Sly, der immer noch dachte, dass der Film absoluter Mist war, da er diesen Cut noch nicht kannte, sollte am Anfang das Testpublkum anlügen und ihnen sagen, was für ein großartiger Film das sei, und dass er sowas wie ein zweiter Rocky ist. Sly wehrte sich dagegen, aber als er dann den Cut gesehen hat, war er hin und weg, und sich absolut sicher, dass sie mit diesem Teil etwas ganz Besonderes geschaffen haben, was auf mehrere Ebenen funktionierte. Ich hörte so richtig den Stolz in seiner Stimme über diesen mittlerweile Klassiker des Actiongenres. Ich glaube irgendwann, wenn ich mir den Film wieder mal anschaue, dann lasse ich die Untertitel des Audiokommentars mitlaufen.
Warum ich das nu alles niederschreibe?
Ich wollte mal etwas Neues machen, anstatt über bereits beschriebene Filme wieder mal zu schreiben wie großartig der Film ist. Sei es das Skript, die Darsteller, der Cut und natürlich auch die fantastische Musik von Jerry Goldsmith, welche genau zu den richtigen Momenten seinen Einsatz hatte. Was in dem Fall bedeutet, dass sogar zwei Verfolgungsjagden komplett ohne Musik belegt waren, und es funktionierte perfekt, und auch dann der Zeitpunkt, an dem dann Jerrys Musik einsetzte, war hervorragend gewählt.
Ja, ein echter Klassiker eben, der dieses Prädikat auf jeden Fall aus meiner Sicht verdient hat.
"Music is the most direct path to the human heart."

Steven Spielberg
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#4229 10.02.2019, 18:47
horner1980 Abwesend
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Avatar von horner1980

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Betreff: Re: Der letzte Film
RAMBO: FIRST BLOOD PART II

Ein guter unterhaltsamer Actionfilm, der zwar nicht perfekt ist, und eigentlich alle Stärken des ersten Teils vermissen lässt, aber wie gesagt pure Unterhaltung mit einen Hauch Tiefgang ist. Aber okay, wem erzähle ich da irgendwas Neues. Zwinkernder Smiley
Ich hab übrigens die um 4 Minuten gekürzte Fassung gesehen, und da gefiel mir, dass die Cuts gar mir gar nicht aufgefallen sind. Der Film lief schon flüssig.
Weniger gefiel mir, dass die Dialoge öfters etwas zu leise abgemischt waren, aber, und das gefiel mir wiederum, dadurch kam mir die tolle und sehr passende Musik von Jerry Goldsmith lauter vor.
Ich hab auch wieder kurz im Audiokommentar des leider mittlerweile schon verstorbenen Regisseurs George Pan Cosmatos reingehört. Da erzählte er, dass er der Taufpate von Jerrys Sohn Aaron ist. Ich finde es schön, wenn Mitwirkende mehr erzählen als nur "Ja, hier haben wir das so gedreht und das wiederum so".
Dazu erzählte er auch, wie sie Vietnam in Mexiko nachgebaut hatten inkl. dem Bau von echten Reisfeldern, und er meinte ganz sympathisch dazu, dass er hofft, dass er dem Zuschauer nicht den Spaß mit diesen Geheimnissen verderbe. Mir verdirbt er mit sowas den Spaß nicht.
Ja, das war nun Teil 2, und ich denke dass ich eventuell am Dienstag dann den dritten Teil anschauen werde.
"Music is the most direct path to the human heart."

Steven Spielberg
 

#4230 10.02.2019, 21:05
Mile Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Rambo habe ich auch schon ewig nicht mehr gesehen. Ich mochte damals die Blaupause „Ruckus - Die Kampfmaschine“ sehr gerne, weil ich großer Fan von Dirk Benedict war/bin. Zwinkernder Smiley

Ich war gestern im Kino. Es gab Green Book

Ganz toller Film, nicht ganz so „dramatisch“ wie ich dachte. Die Schauspieler waren super, allen voran Viggo und Mahershala. Aber auch die Nebenrollen waren sehr stimmig besetzt. Letztendlich ist es doch mehr ein „Feel Good“-Movie mit sehr positiver Aussage, was ja nicht schlimm ist. Trotzdem haben einige Szenen doch sehr viel Gewicht und zeigen den (Alltags)Rassismus sehr eindringlich. Die „Wandlung“ von Viggos Cahrakter kam mir ein wenig zu leicht, zu plötzlich, gerade nach der Einführung in der er echt ultra-rassistisch rübergekommen ist (mit einer sehr „leisen“ unauffälligen Szene). Aber das ist meckern auf hohem Niveau. Ein Film, dem ich wirklich noch viele Preise wünsche. Und auf jeden Fall noch sehr viel Aufmerksamkeit.

8 von 10 Hot-Dogs
André
 

#4231 10.02.2019, 22:36
Pascal Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Ich war heute ebenfalls in Green Book fand ihn allerdings deutlich besser als Mile. Da ich jeden Moment mit dem großen Knall gerechnet habe, fand ich ihn auch durchgängig sehr spannend. Ein Feel-Good-Feeling hat sich bei mir aufgrund des permanenten düsteren Untertons dabei nicht eingestellt. Ich fand die Rolle von Viggos Charakter auch niemals ultra-rassistisch, sondern zum Beginn eher typisch "rassistisch-mittläuferig ohne Reflexion".

10 von 10 Hähnchenteile
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#4232 11.02.2019, 09:04
Mile Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
@pascal: Die Szene ziemlich am Anfang mit den schwarzen Handwerkern? Viggos Handlung dort hatte nichts mit "Mitläufer-Tum" zu tun, dass war seine ganz ureigene Motivation, kein anderer hat das mitbekommen. Das war schon ziemlich deutlich, dass der Charakter ein Problem mit dunkelhäutigen Menschen hat. Und dafür kam mir seine "Wandlung" dann irgendwie zu leicht.
André
 

#4233 11.02.2019, 17:04
Toth Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
A Quiet Place

Solider Sci-Fi-Schocker, der sich bei großen Vorbildern bedient, aber noch genügend Eigencharakter hat, um für sich selbst zu stehen. Wer nach Logiklöchern sucht, wird ganz sicher welche finden. ;-)
Some bad hat, Harry!
 

#4234 11.02.2019, 18:25
Pascal Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Zitat von Mile:
@pascal: Die Szene ziemlich am Anfang mit den schwarzen Handwerkern?

ja genau diese Szene bewerte ich etwas weniger scharf als Du.
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#4235 11.02.2019, 18:47
horner1980 Abwesend
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Avatar von horner1980

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Betreff: Re: Der letzte Film
Zitat von Mile:
Rambo habe ich auch schon ewig nicht mehr gesehen. Ich mochte damals die Blaupause „Ruckus - Die Kampfmaschine“ sehr gerne, weil ich großer Fan von Dirk Benedict war/bin. Zwinkernder Smiley

Ich hab noch nie was von Ruckus gehört.. ist das etwas, was man kennen sollte? Zwinkernder Smiley

Ach ja, der dritte Teil kam doch heute schon in den Player.

RAMBO III

Ich hatte ihn schlechter in Erinnerung.. muss sogar ehrlich sagen, dass er um einiges runder wirkt als der zweite Teil, und damit auch für mich besser. Ich mag es sehr, dass er sich zu Beginn etwas Zeit nimmt, bevor er mit der großen Action startet. Okay, bis auf dem Stockkampf zu Beginn, über den Peter MacDonald im Audiokommentar, in dem ich nach dem Film noch mal kurz reinhörte, erzählte: Dieser Dreh des Stockkampfes war sehr schmerzhaft für ihn, da er den Kampf mit einer Handkamera filmte, damit der Zuschauer mittendrin ist. Das Ding ist nur, dass die Stöcke ab und zu auch ihn trafen, und er sagte dann, dass er sich dann mal rächte und Sly mit der Kamera schlug, aber das konnte er leider nicht so oft machen. Ich hoffe das mit der Kamera war nicht ernst gemeint, aber er schien gleich zu Beginn eine schöne Art von Humor zu haben. So scherzte er auch mal kurz über die angebliche Hörschwäche von Sly, die zu Beginn des Films doch von Vorteil war. Auch kurz, als der Name Jerry Goldsmith eingeblendet wurde, kam er auf die Filmmusiklegende zu sprechen, und sagte, dass die Arbeit mit ihm sehr gut funktionierte, obwohl MacDonald eigentlich keine große Erfahrungen habe, mit Komponisten seines Kalibers umzugehen.
Ja, soweit der Audiokommentar..
Zurück zum Film: Es ist mir bewusst, dass die Dialoge nicht das Gelbe vom Ei waren und die Story sehr oberflächlich ist. Aber es funktioniert bei mir, und ja.. auch dass Rambo nun plötzlich den einen oder anderen lustigen Spruch von sich gab, ohne aber die komplette Ernsthaftigkeit zu verlieren. Das harmonierte mit den ganzen Film recht gut, und teilweise kam hier sogar etwas Spannung auf, als sie ins Lager der Bösen eingedrungen sind.
Ja, ich bin gerade selber etwas überrascht, wie gut ich den dritten Teil fand. Tja.. ist so. Zwinkernder Smiley
Ach ja, und ich muss auch über die Musik reden. Ich finde es gut, dass Goldsmith schon wieder ein neues Thema für die Reihe geschrieben hat, welches ich sehr mag. Auch wie er damit dann spielte, in dem er es immer leicht steigerte, wie zum Beispiel in der Szene, als Rambo das Spiel der Leute dort kennen lernte. Auch gut, dass er hier die beiden Stile der ersten zwei Teile sehr gut miteinander verknüpfte. Ich mag den Score sehr.
"Music is the most direct path to the human heart."

Steven Spielberg
 

#4236 12.02.2019, 02:22
Indy2Go Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Sly stand bei mir in den letzten Tagen auch auf dem Programm - allerdings seine andere große Reihe. Zur Vorbereitung auf Creed II.

Rocky ist für mich - in einem Wort - perfekt. Er ist fantastisch gespielt, großartig geschrieben und somit - auch dank der semiprofessionellen Beleuchtung, die ihm diesen gewissen Doku-Look verpasst - vor allem eines: Authentisch. Die Charaktere, die Story; man merkt einfach, dass der Film sehr eng mit der persönlichen Geschichte seines Autors und Hauptdarstellers verbunden - teils sogar beinahe autobiografisch - ist.

Rocky II ist inhaltlich eine in faktisch jeden Punkt logische Fortführung des Erstlings - und diesem auch tonal sehr ähnlich. Denn auch das Sequel ist sehr character driven, quasi mehr Drama als reiner Boxerfilm. Der finale Kampf ist dieses Mal vielleicht sogar noch (!) ein kleines Bisschen fesselnder. Und dennoch: Ao ganz reicht er einfach nicht an die Brillanz seines Vorgängers heran und auch ein paar wenige Szenen halte ich nicht für ganz gelungen. Müsste ich es in Punkten ausdrücken, wäre Rocky für mich eine klare 10, Rocky II aber immer noch eine starke 8.

Mit Rocky III begann die Reihe ein wenig in den Wahn der 80er abzudriften, was sich etwa auch im ikonischen Titelsong von Survivor wiederspiegelt. Im Vegleich zu seinen Vorgängern stellt der dritte Teil tonal einen starken Kontrast dar. Doch obwohl Antagonist Clubber Lang relativ einfach gestrickt ist, um möglichst schnell die Antipathien des Zuschauer zu gewinnen, ist Stallones Umweg eigentlich bewundernswert: Statt am zweiten Teil anzuknüpfen und dem Publikum ein weiteres Mal zu geben, was sich bereits zweimal bewährt hat, konfrontiert er seinen Protagonisten mit einem neuen Problem. Statt ihm die Chance auf einen Aufstieg zu geben, lässt er den inzwischen gefeierten Star abstürzen. Er konfrontiert ihn mit Selbstzweifeln. Und dabei arbeitet er einmal mehr sehr charakterorientiert, obgleich Rocky III für mich mehr Genrefilm ist, als seine beiden Vorgänger. Ich würde den Film sogar knapp über dem zweiten Teil ansiedeln, etwa bei 8,5 Punkten.

Spätestens Rocky IV steht völlig im Zeichen seiner Zeit, ist durchweg komplett over the top und vernachlässigt mit seiner Minimalstory sogar seine Charaktere. Der orchestralische Score, der im dritten Teil noch durch einen Pop- bzw. Rock-Song ergänzt wurde, muss dieses Mal fast gänzlich für zeitgenössische Popmucke weichen - das Verhältnis kippt. Ein Drittel des 90-Minüters sind reine Montagen und die Prämisse ist so (!) sehr vom Ost-West-Konflikt geprägt: Die Sowjets wollen mit ihrem eigens hergezüchteten Box-Ass, der ultimativen Waffe den Boxsport infiltrieren. Das alles sollte mir eigentlich negativ aufstoßen, tut es aber nicht. Im Gegenteil, ich finde es supergeil. Rocky IV ist für mich zwar ganz klar der bis dato schwächste Teil der Reihe, das tut dem Unterhaltungswert und der Wirkung aber keinen Abbruch. In Punkten: 7,5.

Nach dem sehr abgedrehten vierten Teil war es nur logisch, mit Rocky V wieder einen Schritt zurückzugehen. Stallone ging sogar noch zwei, drei Schritte mehr zurück. Der Film ist in beinahe jeder Hinsicht eine Rückbesinnung, er schafft eine Grundlage, die der des ersten Teils sehr ähnelt. Nur schlüpft Rocky dieses Mal in die Mentorenrolle seines alten Trainers Mick. Der Film gilt als Rohrkrepierer, Stallone selbst hasst ihn, gab ihm in einem Interview sogar einmal 0 Punkte. Ich finde das nicht ganz fair. Die aufgesetzte Handlungshinführung ist komplett daher geschludert, ja. Einige Szenen sind hölzern, die Kämpfe lassen zu jeder Zeit die alte Klasse vermissen und einzelne Figuren sind komplett deplaziert. Und dennoch: Der Film steckt voller guter Ansätze, von denen er einige auch zufriedenstellend zu Ende führen kann. Er hat seine Momente, er ist mutig und er schafft nicht zuletzt auch die Grundlage für Rocky Balboa. Somit ist er für mich selbstverständlich Pflichtbestandteil der Reihe: 5 Punkte.

Rocky Balboa ist eigentlich in jeder Hinsicht der perfekte (vorläufige) Abgesang auf die Figur. Seit dem fünften Teil ist genug Zeit vergangen, um aus ihm nicht einfach eine weitere Fortsetzung zu machen, sondern ein Comeback und zugleich ein Schlusslied. Daher suggeriert auch der Titel Eigenständigkeit. Der höchst emotionale Film lässt seinen Helden ein letztes Mal in den Ring steigen um sich zu beweisen, ehe er würdig verabschiedet wird.
Marc S.
"Smoke me a kipper, I'll be back for breakfast." - Ace Rimmer
 

#4237 12.02.2019, 09:20
Mile Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Zitat von horner1980:
Zitat von Mile:
Rambo habe ich auch schon ewig nicht mehr gesehen. Ich mochte damals die Blaupause „Ruckus - Die Kampfmaschine“ sehr gerne, weil ich großer Fan von Dirk Benedict war/bin. Zwinkernder Smiley

Ich hab noch nie was von Ruckus gehört.. ist das etwas, was man kennen sollte? Zwinkernder Smiley


Na ja, ob man ihn kennen sollte Unschuldiger Smiley … aber vor allem als Vergleich zu "Rambo" durchaus sehenswert. https://www.imdb.com/...f_=nv_sr_1
André
 

#4238 13.02.2019, 00:08
IndyTom Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
POLAROID Spannender und auch recht gruseliger Horrorstreifen. Traf genau meinen Geschmack. Lieber nicht ganz so brutal und dafür ein paar ordentliche Jumpscares. Wer sowas mag sollte ihn sich ansehen.
Thomas
Rechtschreibfehler dürft ihr euch gerne behalten. Zwinkernder Smiley
 

#4239 14.02.2019, 18:30
horner1980 Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
WAR OF THE WORLDS

Ich hab den Film nun schon seit ein paar Jahren nicht mehr gesehen, aber davor schon einige Male. Zuerst übrigens im Kino, und seit diesem ersten Mal bin ich beeindruckt von dem Film, den ich persönlich übrigens viel besser finde als das Original. Jedes Mal beim Schauen werde ich in diese beklemmende spannende Atmosphäre reingezogen, und jedes Mal aufs Neue bin ich sehr postiv angetan von Spielbergs Entscheidung, den Fokus komplett auf die Familie und ihren Überlebungskampf zu setzen. Er hätte hier einige Möglichkeiten gehabt, einen voll epischen Kampf der Menschen gegen die Aliens zu zeigen, aber selbst an der offensichtlichsten Chance, kurz bevor sie Tim Robbins in die Story einführen, bleibt er sich treu und bleibt mit der Kamera auf die Familie. Der Zuschauer bekommt nur das mit, was die Familie mit bekommt. Daraus zieht dieser Film seinen Bann. Das Ende wirkt dann wie eine große Erlösung von dieser aussichtslos scheinenden Aufgabe, das ganze zu überleben. Ach ja, und ich muss sie natürlich wieder erwähnen: Einer der besten Szenen, die Spielberg je inszeniert hat: Ich sage nur die Schluss-Szene von Tim Robbins. Ganz große Kunst, wie Spielberg das inszeniert hat. Die Kamera lässt er komplett bei Dakota Fanning, so dass der Zuschauer erst mitbekommt, wer da aus dem Zimmer gekommen ist, wenn sie es erfährt.
Großes Lob auch an die sehr düstere und passende Musik von John Williams, welche meiner Meinung nach zu seinen besten gehört. Er fängt mit seiner Musik diese spannende beklemmende Atmosphäre perfekt ein, und lässt nur kurz mich als Zuschauer musikalisch da raus, nur um mich danach wieder reinzuziehen. Erst am Ende gibt es auch musikalisch die große Erleichterung. Ja, der Score hat es mir wirklich sehr angetan. Ja, war die richtige Entscheidung, den Film an meinem heutigen Geburtstag mal wieder in den Player zu legen.
"Music is the most direct path to the human heart."

Steven Spielberg
 

#4240 16.02.2019, 22:24
horner1980 Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Sooo bei mir war heute irgendwie 2 Mal Goldsmith dran.. einmal seine Musik aus einem Film in einen anderen Film, und das zweite Mal dann ein Film, für den er wirklich die Musik geschrieben hat. Klingt verwirrend... Erklärung folgt im ersten Review. Zwinkernder Smiley

THE CULPEPPER CATTLE CO.

Ich hab mir die Westernfilme auf "prime" mal etwas näher angeschaut, und dabei diesen Film aus den 70er entdeckt. Schnell mal auf Wiki geschaut, was da so über den berichtet wird, und dabei was sehr interessantes entdeckt. Für den Film wurde die Musik von Jerry Goldsmith aus "The Flim-Flam Man" wiederverwendet. Das machte mich neugierig, und schon während des Vorspanns erklang das mir nurr allzu bekannte Thema von Goldsmith. Ich frage mich da echt, warum das so gemacht wurde. War hier Jerry für den Film im Gespräch, oder fand man einfach, dass die Musik so gut für den Film passte, was übrigens auch der Fall ist.
Regisseur ist Dick Richards, von dem ich bewusst nur "Marchier oder stirb" kenne. Kleine lustige Nebenstory: Bei beiden Filmen war ein gewisser Jerry Bruckheimer der (Associate) Producer, über den es ja das Gerücht gibt, dass er mal sagte: "Don't do that goldsmith-shit again". Zwinkernder Smiley
Somit hatte wenigstens der Film hier, bei dem Bruckheimer als Produzent debütierte, eine Musik von, tja.. Goldsmith. Grinsender Smiley
Die restliche Musik stammt von Tom Scott, aber ehrlich gesagt kann ich seine Musik nicht von der von Goldsmith auseinanderhalten. Erstens kenne ich den Score zu "Film-Flam" bis auf das Hauptthema nicht genug, um das in einem Film genauestens zu identifizieren und zweiten klang alles sehr einheitlich. Also musste sich wohl Scott an den Goldsmith-Sound halten. Aber ich kann sagen, dass die Musik von "Flim Flam" mit der von Scott sehr gut in den Film reinpasste.
So oder so.. In dem Film, der hier in Deutschland "Greenhorn" heißt, geht es um einen Jungen, der gerne Cowboy sein will, und sich daher einer Gruppe von Männern anschließt, welche eine Herde Rinder von A nach B bringen will. Das natürlich nicht als Viehführer, sondern nur als Küchenhilfe, aber er nutzt jede Chance, dem Chef zu zeigen, dass man sich auf ihn verlassen kann. Das geht natürlich nicht immer gut.
Die Story ist wunderbar und rasant erzählt. Es wird sehr gut gezeigt, dass das Leben als Viehführer nicht einfach ist, und man schnell Entscheidungen treffen sollte. Dazu kann es sein, besonders bei einer großen Herde, dass man immer die Gefahr haben muss, dass das Vieh in die Aufmerksamkeit von Viehdieben kommt.
Der Film hat auch die eine oder andere etwas härtere Stelle, also bei den Schuss-Wechsel wird auch viel Blut vergossen, auch wenn dieses nicht wirklich echt aussieht.
Die Darsteller, von denen ich nur ein paar Gesichter schon einmal gesehen habe (Geoffrey Lewis, Matt Clark und in einer sehr kleinen Nebenrolle Charles Martin-Smith), waren durch die Bank sehr gut. Visuell gab es auch einiges zu sehen. Das eine oder andere Bild könnte auch gut als Cowboy-Wallpaper herhalten. Schatten der Cowboys mit den Rinder im Sonnenuntergang, so als Beispiel. Ja, diesen mir komplett unbekannten Film eine Chance zu geben, hat sich echt gelohnt. Gefiel mir.

LONELY ARE THE BRAVE

Ein wahrhaftiger Klassiker des Neo-Western-Genres mit Kirk Douglas in seiner für mich besten Rolle, und mit einem großartigen Walter Matthau in einer weiteren Rolle. Was ich bei der sehr nachdenklichen Story wirklich klasse finde, dass sie nicht humorlos erzählt wird. Besonders in den Szenen mit Matthau gibt es die eine oder andere witzige Szene. Ansonsten stimmt hier auch natürlich das Tempo, was schon recht flott ist, aber auch die Spannung ist auch beim zweiten Mal schauen immer noch vorhanden. Irgendwie kann ich es auch nachvollziehen, dass Jack, der anstatt in der Welt des Fortschritts lieber in der Vergangenheit lebt, das alles gemacht hat. In dem Jahr Gefängnis, was vor ihm gelegen wäre, wäre er eingeganzen. Er braucht in dieser Welt der Grenzen umso mehr das Grenzenlose. Genau das alles verkörpert Kirk Douglas so perfekt. Ich als Zuschauer merke das in seinen Augen, in seiner Mimik. Er hat diese Rolle nicht nur gespielt.. es schien für mich, dass er John W. "Jack" Burns ist. Was für eine tolle Leistung!
Die Musik von Jerry Goldsmith war natürlich auch ein Grund, warum der Film so geworden ist, wie er nun eben ist. Jerry vertonte den Film wahrhaftig perfekt. Gefallen haben mir aber persönlich die nicht gerade wenigen Momente in der Musik, wenn es Richtung Westernmusik ging.
Das war echt toll, diesen Film ein 2. Mal gesehen zu haben.
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Steven Spielberg
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, das letzte Mal am 16.02.2019, 22:29 von horner1980.  

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