Dt. Indiana Jones Fan Forum Summit 2019



#4201 15.12.2018, 19:04
horner1980 Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Kleine Ziege, sturer Bock

Story ist an sich nicht neu, und gab es in der Variante schon öfterst: Weil die Mutter ihrer Tochter erzählt, dass ihr Freund nun bei ihnen inkl. dessen zwei Söhne einziehen wird, wird diese trotzig und sagt ihr, dass sie endlich ihren Vater kennen lernen will. Dieser hat gar keine Ahnung, dass er ein 12jähriges Kind hat, und lebt sozusagen in einer anderen Welt als die beiden. Denn während die Mutter erfolgreich als Opernsängerin unterwegs ist, ist er jemand, der sich als Elvis Double über Wasser hält. Er erfährt aber genau zu dem Zeitpunkt von seiner Tochter, als er einen neuen Job bekommt, bei dem er eine Ziege nach Norwegen transportieren soll. So hat er also nicht nur eine Ziege an seiner Seite, sondern auch sein etwas zickiges Kind, von dessen Existenz er gar nichts wusste.
Wie gesagt.. wirklich neue Story ist das nicht, und klar, man weiß, wie die Geschichte endet, aber wenn diese so charmant erzählt wird, dann ist mir das persönlich mehr als nur egal. Hier stimmt einfach alles.. beginnend von den großartigen Schauspielern, allen voran natürlich Wotan Wilke Möhring als "Loser" mit dem Herz am richtigen Fleck und Sofia Bolotina als seine Tochter. Die Chemie zwischen den beiden ist einfach wunderbar. Diese Natürlichkeit, welche die beiden so ausstrahlen. Man könnte denken, die Rollen wurden nur für sie geschrieben. Klasse. Auch Julia Koschitz, welche ich schon aus dem Film "Hin und Weg" kenne, spielte ebenfalls ihre Rolle überzeugend. Übrigens "Hin und Weg" ist auch ein Film, den ich sehr gerne weiterempfehle. Zwinkernder Smiley
Natürlich auch gelungen ist die Filmmusik von Christoph Zirngibl, einer meiner liebsten deutschen Filmmusikkomponisten. In seinem so herrlichen Stil untermalt er die Szenen wirklich sehr passend, und gibt dem Film noch mehr von dieser Leichtigkeit und dem Charme, welche er eigentlich schon von Haus aus besitzt. Dazu hat er auch an so gut wie alle Songs mitgeschrieben, und war auch beim Arrangement der Elvis-Songs mit an Bord.
Ja, ein Road-Movie mit traumhaften Bildern, der unterhaltsam und auch gefühlvoll ist, und das ohne sich in irgendwelche Rührseligkeiten zu verlieren. Gefällt mir.
"Music is the most direct path to the human heart."

Steven Spielberg
 

#4202 16.12.2018, 18:39
FloW Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Sully Drama 2016

Regisseur Clint Eastwood beweist wieder das US-amerikanische Helden ihm sehr am Herzen liegen. Pilot Chesley „Sully“ Sullenberger ist so ein Held. Ihm und seinem Co-Piloten gelingt im Jahr 2009 mit einem Airbus A320 nach beidseitigem Triebwerksausfall eine Notwasserung auf dem Hudson River. Alle 155 Personen an Bord überleben. Zu diesem Zeitpunkt ist der erfahrene Pilot 57 Jahre alt. Die Flugaufsichtsbehörden ermitteln und kommen zu der Überzeugung, dass Sully auf einem der umliegenden Flughäfen hätte notlanden können. Das ist fast schon die ganze Story. Selbstverständlich wird das Ermittlungsergebnis noch hinzugefügt, aber dann ist wirklich Schluss, Abspann, immerhin 96 Minuten. Eastwood versteht es, mit dem Drehbuch von Todd Kormanicki (Vorlage von Sullenberger / Zaslow) aus der kurzen Geschichte einen spannenden Spielfilm zu schaffen. Geschickt wechselt Eastwood zwischen Gegenwart, Ermittlungen, Vergangenheit sowie Notwasserung und stellt die seelische Belastung des als Helden verehrten und mit dem Vorwurf der Dienstverfehlung bezichtigten Flugkapitäns in den Vordergrund. Die Beziehung zu Ehefrau Lorrie und zu den Kindern zeigt auch deutlich die herzliche, schützende Art Sullys. Fast zu einfach und zu kurz ist der Abschluss des Ermittlungsverfahrens geraten, wenn auch aus weiteren Perspektiven. Der Meister dieser Perspektiven ist Eastwoods Stammkameramann Tom Stern. Das Spiel mit Licht und Schatten sieht wie gewohnt spitze aus. Clint Eastwood ist mit „Sully“ ohne Glorifizierung ein top solides Werk gelungen. Erwähnenswert ist noch das Indy Produzent Frank Marshall Sully mitproduzierte.
 

#4203 16.12.2018, 19:53
horner1980 Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
ROCKY V

Auch nach dieser erneuten Sichtung muss ich immer noch sagen, dass ich den Teil mag. Irgendwie fühlt er sich auch wenig back to the Roots an, nachdem die anderen Teile davor immer recht großes Spektakel waren, geht dieser hier wieder den stilleren Weg. Warum das für mich funktioniert, liegt vor allem an Stallone. Man kauft ihm einfach diese Rolle 100% ab. Gut finde ich, dass sein Charakter wieder vermehrt die Züge annimmt wie aus den ersten Teilen. Teilweise wirkt er wieder wie der sympathische Verlierer aus genau diesen Teilen, und irgendwie auch verloren, nachdem man ihm das weggenommen hat, was ihn ausmacht. Einziges Manko ist die Musik.. hätte mir da weniger 90er Hip Hop Beats gewünscht bei manchen Szenen. Das funktionierte dann nur im Finale gut, als Bill Conti dann über diese Beats die Rocky-Fanfaren legte. Ja, ein doch immer noch guter Teil, und irgendwie finde ich ihn sogar besser als Teil 3 und 4. Nun freue ich mich aber auf den nächsten Teil.

ROCKY BALBOA

Ja, das ist mein absoluter Lieblings-Rocky-Teil. Ein Film, der weniger ein Box-Film ist, sondern ein Film über das Leben mit der einer Botschaft, welcher man gar nicht oft genug hören kann: Egal wie viele Schicksalsschläge du abbekommst, das Wichtigste ist immer, dass du wieder aufstehst.
Das Drehbuch ist meiner Meinung nach herausragend von Sylvester Stallone geschrieben, inkl. einiger großartigen Dialogen. Dazu auch noch die sehr gefühlvolle Musik von Bill Conti, der hier zwar nur bekanntes präsentiert, aber dieses sehr passend. Ja, ich bin Stallone sehr dankbar, der hier einer seiner besten schauspielerischen Leistungen zeigt, dass er seiner Figur doch noch ein würdiges, wenn auch "Gott sei Dank" nur vorläufiges Ende serviert.
"Music is the most direct path to the human heart."

Steven Spielberg
 

#4204 22.12.2018, 23:19
horner1980 Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Bei mir gab es heute diese beiden Filme.. einmal was eher unter dem Radar gelaufen ist, und einmal etwas, was Weihnachten als Thema hat. Dabei gerade jetzt bemerkt, dass beide Filme sogar eine Sache gemeinsam haben. Es sind beides Filme aus dem Jahr 2017. Zufälle gibt's... unglaublich Grinsender Smiley

THE HERO

Sam Elliott spielt hier einen alternden Schauspieler um die 70, der vor 40 Jahren mal einen großen Western namens "The Hero" gemacht hatte, der in Genrekreisen als einer der besten Western aller Zeiten gilt. Das war früher. Sein heutiges Leben beschränkt sich nur noch darauf, dass seine eindrucksvolle Stimme für Werbespots gebraucht wird. Dann erfährt er, dass er Krebs hat, und dabei merkt er aber, dass eigentlich zu müde ist, um dagegen zu kämpfen. Bei einer seiner Kiffer-Sessions bei einem alten Freund lernt er jedoch eine junge junge Frau kennen, welche ihm ein wenig mehr Frische bzw Leben einhaucht.
Das ist in etwa die Story dieses wirklich großartigen Films. Von Beginn an wird man dank Sam Elliott in den Film rein gezogen. Es fühlt sich so an, als ob er sich selbst spielt, denn es scheint so, als ob er Lee Hayden ist, dieser alternde Westernstar. Das merkt man in jeder Sekunde in dem Film. Nur dass Elliott immer noch gute Aufträge bekommt, wie eben diesen Film zum Beispiel. Aber hier zeigt er so gut wie in jeder Szene, warum er so ein guter Schauspieler ist. Hier darf er wieder seinen Charme versprühen, den man als Zuschauer nicht so schnell entkommen kann. Neben ihm, als die junge Frau sieht man Laura Prepon, und sie passt sich sehr gut seinem hohen Level an, denn sie besteht sehr gut neben Sam Elliott.
Der Film selbst hat ein sehr gemächliches Tempo, aber das passt, wie ich finde, sehr gut zur Geschichte. Der Film lässt sich Zeit, und das tut ihm gut. Das genügte mir, denn bei mir gab es diese Bindung gleich von Beginn an, so dass ich wissen wollte, was die Hauptfigur erlebt. Was ich auch gut fand, dass die Kamera konsequent bei der Hauptfigur blieb. Hier gibt es keine Nebenstorys.. es geht allein um Lee Hayden. Klar gibt es ein Klischee-Element in der Story, denn natürlich muss die Hauptfigur Probleme mit seiner Tochter haben, welche nicht mehr so recht was wissen will von ihrem Vater. Das wird zwar, wie auch die restlichen Momente des Films, schon mit einem nötigen Gefühl gezeigt, aber das geht zu keiner Sekunde ins Kitsch rüber. Der Film umschifft diese Momente sehr gut.
Die Musik von Keegan DeWitt besteht nur aus leichten Synthiesphären, und vereinzelte Instrumente wie Klavier und ich glaube ein paar Streicher. Das Ergebnis ist eine sehr ruhige, fast schon hypnotisierende Musik, welche zum richtigen Zeitpunkt mit dem Klavier für den emotionalen Punkt in der Musik sorgt. Im Film gefiel sie mir.. hatte was chilliges an sich die Musik.
Ja, ein wirklich sehr schöner Film mit einem grandiosen Sam Elliott und einer ebenso tollen Laura Prepon.

HEXE LILLI RETTET WEIHNACHTEN

Was für ein schöner Familienfilm, wie es sich zu Weihnachten auch gehört. Herz, Humor, der bis auf einer Stelle nicht albern ist, und natürlich ganz viel Abenteuer und Fantasie... hier hat man alles drin. Bei den Darstellern überzeugen ganz besonders Hedda Erlebach (Hexe Lilli) und (Aleyna Hila Obid). Die Veteranen Jürgen Vogel und Anja Kling sind natürlich auch gut. Zwinkernder Smiley
Bei der Musik bin ich ehrlich gesagt sehr froh, dass ich den Score von Anne-Kathrin Dern schon vorher kannte, denn sonst hätte ich mich gar nicht auf den Film konzentrieren können. Der Grund ist ganz einfach: Anne-Kathrin komponierte hier einen wundervoll gefühlvollen orchestralen Score mit Herz auf dem richtigen Fleck. Ganz bestimmt einer der besten Weihnachtsscores der letzten Jahre. Daher umso schöner, dass die Musik ja nun von MovieScoreMedia veröffentlicht wurde, also kann nun jeder diese Musik auch außerhalb des Films genießen. Das Schöne ist.. eine CD wird auch kommen, glaub von Kronos Records.
Ja, ein wunderbarer Film für die ganze Familie.
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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 22.12.2018, 23:21 von horner1980.  

#4205 23.12.2018, 19:56
FloW Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Downsizing 2017

Matt Damon ist ein super Schauspieler. Oceans 11, der Marsianer uvm. war stark, aber Downsizing was bitte ist da los!? Der Film wusste denke ich selbst nicht was er werden wollte. Von Logiklücke zu Logiklücke. Eine Sciencefictiondramakomödie trifft es. Die Idee war grandios, da hätte man echt was draus machen können, da gab es noch nicht, hier können wir uns richtig auslassen, nichts von dem bietet der Film. Eine Aneinanderreihung von Handlungen ohne jegliche Logik. Naturgesetze werden nicht beachtet. Wie verhält sich zum Beispiel Schwerkraft auf kleine Objekte, warum waren am Ende auf der Wiese keine Insekten oder Spinnen, tatsächlich gibt es genug, die Grashalme waren nicht überdimensioniert wie es eigentlich hätte sein sollen und und und, da hat sich aber einer sooo gar keine Gedanken gemacht. Stattdessen bekommt man eine Pseudoromanze die zu keinem Zeitpunkt nachvollziehbar ist mit einer,sorry, nervigen Person mit nerviger Stimme. Meine Güte, da hätte man soviel mit Spezial Effekten machen können. Schlussendlich ist Downsizing holprig und traurig.
 

#4206 24.12.2018, 17:39
Kalmanitas Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Also uns hat Downsizing gefallen... über Logik darf man doch bei solch einem Film nicht nachdenken. Und am besten die Filme immer im Original anschauen, dann nervt auch keine Stimme. Allerdings ist die ganze Werbung um den Film sehr „misleading“. Wir hatten wirklich mit einer Komödie gerechnet, wurden dann aber mit einem sozialkritischen Drama mit einem Hauch von Comedy und Romanze konfrontiert. Und dennoch, uns hat er gefallen.
Just my two cents...
You only have one life! You can make it either chicken shit or chicken salad!
 

#4207 26.12.2018, 20:14
horner1980 Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
ALLES IST LIEBE

Ich bin ja ein riesiger Fan von Nora Tschirner, und kannte die wirklich sehr schöne Musik von Annette Focks schon vorher, daher war der Blindkauf der DVD vor ein paar Jahren von dem Film eigentlich fast schon selbstverständlich. Warum es aber nun so lang gedauert hat, bis er dann in meinem Player gelandet ist, kann ich ehrlich nicht sagen, aber irgendwie war es dann doch der richtige Moment diesen Film über die Liebe zu Weihnachten zu sehen.
Zuerst hat der Film echt einen überragenden Cast: Wotan Wilke Möhring, den ich vor kurzem auch in einem anderen Film gesehen habe, Elmar Wepper, Heike Makatsch, Katharina Schüttler, Fahri Yardım, Christian Ulmen, Inez Björg David, Friedrich Mücke, den ich ehrlich gesagt nicht kenne und halt Nora Tschirner. Alle Schauspieler waren wirklich perfekt gewählt für die Rollen, und füllten sie wirklich komplett aus. Man nimmt ihnen die Gefühle ab, und gerade das ist so wichtig für so einen Film. Was nützt einem ein Weihnachtsfilm, bei dem es um die Liebe geht, und nicht nur zwischen zwei Liebenden, wenn man den Schauspieler das nicht abnimmt.. rein gar nichts.
Die Story dieses Episodenfilms handelt von verschiedenen Pärchen, welche in der Vorweihnachtszeit ihre Probleme mit der Liebe haben.
Die Geschichte ist wirklich mit ganz viel Herz erzählt, aber hat auch einige lustige Momente, bei dem ich das eine oder andere Mal schon laut lachen musste. Der Humor geht aber niemals in die alberne Schiene, sondern passt sich der Geschichte wirklich sehr gut an. Gerade bei Episodenfilme ist es ja auch wichtig, dass die Story das Ganze nie aus dem Augen verliert, und das schafft der Film definitiv. Gut, natürlich muss ich zugeben, dass die Geschichte von Anfang an vorhersehbar ist, aber all die Charaktere mit ihren Geschichten haben mich von Beginn an in ihren Bann, und wenn sowas der Fall ist, dann ist es mir total egal.
Natürlich muss ich noch ein paar Sätze zur Filmmusik von Annette Focks sagen. Sie sorgt mit ihren gefühlvollen Klängen, welche meist aus Klavier und Streicher bestehen, genau für das i-Tüpferchen, was der Film auch braucht, um zu funktionieren. Das Schöne dabei ist, dass die Musik auch ihre herzerwärmende Wirkung außerhalb des Films hat. Toll.
An Ende des Films steht, dass das ein Remake eines niederländischen Film ist, welcher wiederum als Vorbild einen der Weihnachtsfilme überhaupt hatte: "Love Actually". Ich kenne das Original aus den Niederlanden nicht, daher kann ich nicht sagen, wie eigenständig diese deutsche Neuverfilmung ist. Nur so viel: Mir hat der Film sehr gut gefallen, und einer, der die Botschaft hat, dass Liebe niemals out ist und diese mit ganz viel Herz erzählt, hat bei mir eh schon gewonnen.
"Music is the most direct path to the human heart."

Steven Spielberg
 

#4208 29.12.2018, 00:07
Mile Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Sad Hill Unearthed

Tolle Dokumentation darüber, wie ein paar spanische Filmfans einen der tollsten Drehorte aller Zeiten wiederentdeckt, ausgegraben und wiederhergestellt haben: Den Friedhof aus „The Good, the Bad & the Ugly“ (Zwei glorreiche Halunken). Was man in dieser Doku sieht, übertrifft alles, was ich jemals im Indy-Fandom oder auch bei jedem anderen Film-Kult gesehen habe. Hier geht es nicht um irgendwelche Requisten oder Gear, das ist was größeres. Man spürt es beim ansehen dieser Doku und beim „Finale“ ist man tatsächlich berührt und kann die Freude, die Tränen der Beteiligten sehr gut nachvollziehen.
Absolute Empfehlung! Und die Doku hat sogar einen eigenen, stimmungsvollen Score spendiert bekommen.
André
 

#4209 30.12.2018, 21:12
horner1980 Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Gestern und heute waren zwei Filme von Ryan Coogler bei mir auf dem Programm.

BLACK PANTHER

"In Krisenzeiten bauen die Weisen Brücken, während die Narren Mauern errichten."
Was für eine letzte tolle Dialogzeile in diesem unglaublich guten Film, besonders in einer Zeit, in der es da in unserer realen Welt auch einen großen Narr gibt, bei dem es auch um eine Mauer geht.
Eigentlich bin ich ja eher in meinem eigenen Tempo in dieser Filmreihe unterwegs, und da hätte es wohl noch 1-2 Jahre gedauert, bis ich den schwarzen Panther angeschaut hätte. Aber irgendwie war gerade auf diesen Film die Neugier größer als auf die anderen Marvel-Filme. Das könnte daran liegen, dass ich die Filmmusik dazu schon richtig klasse fand, aber auch Annes positiver Bericht über den Film, die ihre Marvelabstinenz extra für diesen Film unterbrochen hatte, ist ein Grund dafür gewesen.
Ich kannte ja Ryan Coogler und Göransson schon durch "Creed", und da war ich schon von ihrem Tun sehr begeistert, und ich bin echt froh, dass Coogler mich wiederum nicht enttäuscht hat. Zuerst ein großes Lob für die Wahl des Bösewichts. DAS nenne ich mal einen Gegenspieler, dessen Gründe für sein Handeln sogar nachvollziehbar sind. Am Ende, als doch Black Panther gewinnt, was nun kein Spoiler ist, denn wir alle wissen ja, wie die Filme meistens enden, tat es mir dann auch ein wenig leid um ihn.
Zur Story: Die Geschichte um Wakanda ist interessant, und wird sehr spannend und auch sehr harmonisch erzählt. Das ist eine echt runde Sache, die Story. Dazu braucht man auch keine Marvel-Vorkenntnisse, und wenn man will, muss man danach auch keine weiteren Marvel-Filme schauen. Die Story wirkt in sich abgeschlossen. Es gibt zwar den eienn
Die Schauspieler sind auch durch die Bank grandios, auch wenn ich etwas verwirrt war, dass Forest Whittaker mal nicht seine Stammstimme hatte. Besonders Chadwick Boseman und Michael B. Jordan zeigen hier eine ganz besondere Leistung.
Aber auch ein Lob an die Kamera, besonders bei der Kampfszene in dem einen Club. Da kommt einem eine lange Szene, in der mehrere Geschehnisse abgeklappert werden, und ehrlich.. man könnte fast glauben, dass diese in enem Take gefilmt wurde. Ob es nun echt nur einer war, kann ich nicht sagen. Aber die Wirkung war da, und
Aber ok.. kommen wir zum bisher besten Marvel-Score für mich. Ludwig Göransson macht da weiter, wo er mit "Creed" aufgehört hatte. Eine fantastische Kombination von orchestralen Sound inkl. Bläsern, sehr interessant gestaltene Percussions und es wurde auch wieder ein cooler moderner Hip Hop Beat teils verwendet. Da muss ich unbedingt die Musik zur Verfolgungsjagd loben.. wie sich die Musik da immer von dem House-Beat zum orchestralen Score wechselt und wieder zurück.. das ist musikalisch der Hammer. Dazu gibt es fantastische Hauptthema, welches absolut eine Ohrwurmgefahr hat. Einfach nur klasse.. genau wie der ganze Film. Vielleicht schaue ich mir sogar den zweiten Panther-Film im Kino an.. das ist echt nicht auszuschließen. Danke Ryan Coogler für diesen Film, der nun mein liebster Film aus der Marvel-Reihe wurde, und ehrlich gesagt könnte ich mir nun von allen Komponisten am besten Ludwig Göransson für Avatar vorstellen.

CREED

Ich hab schon beim ersten Mal, als ich diesen wirklich großartigen Film gesehen habe, viel über Story, Darsteller, etc geschrieben.
Daher schreibe ich dieses Mal mal über das, was mir bei der Inszenierung aufgefallen ist, was besonders interessant war, da ich ja gestern mit "Black Panther" einen weiteren Ryan Coogler-Film gesehen habe. So scheint Coogler zwischendurch immer wieder gerne lange Kamerafahrten zu bevorzugen, wie hier zum Beispiel, als die Kamera beim ersten großen Kampf die Protagonisten bei ihrem Gang durch die Katabomben in die Halle verfolgt hat. Das fiel mir auch das eine oder andere Mal beim Panther so auf, und ich finde damit erreicht er beim Zuschauer das Gefühl, dass dieser sich so fühlt, als wäre er mit dabei.
Auch hervorheben muss man hier die perfekte Symbiose zwischen den Hip Hop-Songs und dem Score, was beides ja aus der Feder von Göransson stammt. Genial die Trainingssequenz, als sich die Musik plötzlich zu einem Song verwandelt, aber durch die Drums man immer noch den Score dabei hat, und dann geht es zurück zum reinen Scoretrack. Das ist mir bei der Verfolgungsjagd auch beim schwarzen Panther aufgefallen, und ehrlich gesagt finde ich das sehr gelungen.
Ich muss mir unbedingt mal das Filmdebüt von Coogler anschauen, um zu sehen, ob sich diese Merkmale in Sachen Kamera und Musik auch dort wiederfinden.
Ja, ansonsten.. der Film hat mir fast noch mehr gefallen als beim ersten Mal schauen. Ich freue mich schon sehr, in den letzten Wochen im Januar dann "Creed 2" im Kino zu sehen. Wird dann auch das erste Mal, dass ich Stallone im Kino sehe. Das wird toll.. ja, richtig toll.
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Steven Spielberg
 

#4210 06.01.2019, 17:58
horner1980 Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Gestern und heute habe ich das angeschaut:

Gestern: INSIDE MAN

Keine Ahnung, warum ich den erst jetzt gesehen habe, obwohl hier zwei meiner absoluten Lieblingsschauspieler mitspielen: Denzel Washington und Jodie Foster. So oder so... jetzt hab ich den hinter mir. Yeah.. ist der cool. Story ist rasant, spannend, nicht ganz humorlos und mit jede Coolness erzählt. Gut, dass die Darsteller gerade bei so einer Ansammlung von Stars großartig waren, muss ich nicht mehr sagen. Die Musik von Terence Blanchard hat so einen gewissen 70s Charakter, und damit unterstreicht sie diese Coolness. Glaube, dass der Score irgendwann mal in meine Sammlung kommen darf. Ja, eigentlich muss ich hier gar nicht mehr dazu schreiben. Der Film ist einfach eine richtig coole Socke, und absolut gelungen.

Heute: SPREEWALDKRIMI: FEUERENGEL

Das war nun mein allererster Spreewaldkrimi, und ich bin immer noch teilweise hypnotisiert von der ganzen Atmosphäre des Films. Die wirklich überragende Kameraführung, dazu die sehr wirkungsvolle Musik von Ralf Wienrich und die wirklich sehr gezielt eingesetzten Rückblenden heben den eigentlich recht normalen Fall in seiner Darstellung qualiativ weit nach oben. Auch wie man die Überlegungen von Kommissar Krüger visuell gezeigt hat, in dem sich seine Ideen, was da passiert ist, auc wirklich vor ihm auch passierte, passten da wunderbar ins Gesamtbild. Natürlich auch ein großes Lob an die Schauspieler wie Anja Kling, Roman Kni¸ka, Rike Schäffer und natürlich den großartigen Christian Redl, der mit ganz viel Ruhe seine Rolle spielt. Dank ihm wurde ich auch ein Fan von seiner Figur des Kommissar Krüger. Ja, der Feuerengel im Spreewaldkrimi gefiel mir wirklich sehr gut. Der ist übrigens noch bis März in der ZDF-Mediathek zu sehen.
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Steven Spielberg
 

#4211 06.01.2019, 18:22
Kukulcan Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Paddington 2

Es gibt kaum Filme, bei denen der Ausdruck „Tränen lachen“ besser passt.
 

#4212 07.01.2019, 19:07
Mile Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Mission Impossible - Fallout

Joa, ein ganz netter Action-Film. Aber eben auch nicht mehr. Seit dem wirklich guten Ghost Protocol geht es mMn mit dem Franchise wieder bergab. Rogue Nation hatte auch schon diese Tendenz.
Henry Cavill war in seiner Rolle ein wenig unterfordert und verschenktes Potential. Meistens musste er nur herumstehen und stoisch gucken. Na ja, schade drum. Beste Szene des Films war noch der "Waschraum-Fight". Das Finale war dann trotz solider Hubschrauber Action öde, vorhersehbar und – wie es sich für einen ordentlichen Agentenfilm gehört – total over the top. Daran ist nichts auszusetzen, passte aber nicht ganz zu vorherigen Tonalität des Films.

7 von 10 Gummigesichtern
André
 

#4213 08.01.2019, 20:40
horner1980 Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Ich war heute das erste Mal im Jahr im Kino, und hab mir die Entscheidung echt nicht einfach gemacht, welchen Film ich anschaue, jedoch am Ende entschied ich mich für...

MARY POPPINS RETURNS

Hmm.. ich bin echt erstaunt, dass es noch so einen Film in der heutigen Zeit gibt, denn ehrlich gesagt, wirkt es so, als ob er nur ein paar Jahre nach dem ersten Teil gedreht wurde. Klar schauen die Effekte um einiges besser aus, aber sonst.. man hätte den Film auch locker in den 60er rausbringen können.
Aber ja, die Story erst einmal spielt viele Jahre nach den Ereignissen des ersten Teils. Die damaligen Kinder sind mittlerweile erwachsen, und der damalige Junge hat nun selber Kinder. Mitten in der Wirtschaftskrise droht die Zwangsräumung. Natürlich ist das für die ganze Familie ein herber Schicksalsschlag, besonders da sie eh erst vor einem Jahr mit dem Tod der Mutter einen hinter sich hatten. Ja, und solche Momente ruft die berühmteste Nanny der Welt auf den Plan, und so erscheint sie wieder auf ihre einzigartige Art und Weise.
Mehr zu verraten wäre blöd Zwinkernder Smiley
Die Story ist nicht so herzensergreifend, wie ich mir sie vielleicht erhofft habe, aber es gibt die eine oder andere Szene, die einem schon sehr nahe geht. Ansonsten ist die Geschichte, genau wie der vorherige Film, eine Ansammlung an wunderbaren Songs, wunderbaren Tanzchereographien, und ganz viel Fantasie.. so geht es natürlich auch, genau wie im ersten Teil, wenn auch etwas anders, in eine Zeichentrickwelt, in der ich Elemente von Don Bluth mit großer Freude entdecken durfte. Aber mehr verrate ich nicht.
Die Darsteller sind durch die Bank überragend. Man merkt es ihnen echt an, wie viel Leben sie in die Figuren gesteckt haben, und da kann ich echt keine Namen irgendwie bevorzugen. Okay.. wenigstens zu Emily Blunt.. ich kann verstehen, warum die originale Julie Andrews diese Entscheidung, diese Rolle mit Blunt zu besetzen, sehr befürwortet hat, denn sie ist einfach wunderbar in der Rolle, und trägt den Film locker auf ihren Schultern.
Von den Charakteren ist mir neben Mary Poppins am liebsten der Jack, der in seiner Art ähnlich seinen damaligen Lehrer Bert ist, der auch damals im ersten Teil mein Liebling war.
Die Musik von Marc Shaiman und Scott Wittman ist grandios.. Da steckt soviel Liebe zu der originalen Musik drin, ohne sie irgendwie einfach nur zu adaptieren. Die neuen Themen, und natürlich die große Anzahl an Songs sind wunderbar, und ja.. selbst in Deutsch, obwohl es beim ersten Poppins-Song etwas befremdlich war, dass jemand anders sie spricht, wenn sie singt, aber das hat ein Grund: Der Song beginnt mit einer anderen Stimmlage, und daher fällt das dann etwas auf. Im Grunde sind sich die Stimmen sehr ähnlich. Ansonsten sind die Stimmen sehr gut gewählt, und hey ich wusste gar nicht, wie schön Tobias Näth singen kann.
Fazit: Ich habe es nicht bereut, mich doch für den Film zu entscheiden. Es wurde ein sehr ganz wunderbarer Musicalfilm in der Tradition der alten Klassiker inkl. des ersten Mary Poppins-Films. Wer weiß. vielleicht wird der in vielen Jahren auch selbst zum Klassiker. Vorstellen kann ich es mir.
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#4214 12.01.2019, 16:12
FloW Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Non-Stop
von 2014 mit Liam Neeson in der Hauptrolle

Bei einem Transatlantikflug empfängt Air Marshall Bill Marks SMS von einem Unbekannten, mit denen er ihn zwingt zu handeln. Wenn nicht 150 Millionen US Dollar auf ein spezielles Konto fließen, droht der Erpresser alle 20 Minuten einen Passagier umzubringen. Die Geschehnisse verschärfen sich und Marks gerät unter Verdacht. Ihm bleibt nur wenig Zeit, um eine völlige Katastrophe abzuwenden und das Leben der 200 Passagiere zu retten.

Liam Neeson ist ein guter Charakterkopf, hat aber mehr und mehr die Freude am harten Thriller gefunden. Warum nicht, die Werke die dabei rauskommen (die beiden "Taken" Filme sowie "Unknown Identity") stellen super spannende und geradlinige Werke da - und da reiht sich dieser Film dann auch ein. Eigentlich ist nix neu daran, da aber all die bekannten Komponenten erfrischend neu und interessant in Szene gesetzt werden mischt sich das zu einem großartigen Streifen. Die Verschleierung des Täters, das Auslegen falscher Fährten etc. findet man so auch in anderen Filmen wie z.B. Mord im Orientexpress, aber was macht das schon … es funktioniert nämlich hier wirklich prächtig. Die Figur des kaputten Helden, das Theaterbühnenszenario, und all das Spiel mit verdächtigen Momenten, Ahnungen … alles ist altbekannt und doch schon lange nicht mehr so effektiv auf den Punkt gebracht worden. Zumal es zwar Action gibt, aber diese in absolut überschaubarer Menge gehalten wird, von unnötigen Szenen wird Abstand genommen und so bleiben anderthalb extrem spannende Filmminuten die man mit gesteigertem Puls durchlebt. Das Genre wird hier nicht neu erfunden – wohl aber um ein besonders gelungenes Exemplar erweitert. In einer Zeit der übertriebenen 3D Effektgewitter eine angenehme Ausnahme. Fazit: Hochgradig spannender Thriller, konzentriert, auf den Punkt und stark verrätselt!
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 12.01.2019, 16:44 von FloW.  

#4215 12.01.2019, 20:36
Kayley Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
AQUAMAN

Joa, DC halt. Obwohl er von der Farbgebung und dem Spaßfaktor auch gut ein Marvel Film hätte sein können.

Ein bisschen was für den Action-Fan, ein bisschen was zum Spaß haben, ein bisschen was für's Herz und ganz, ganz viel für's Auge ;).
Hat Spaß gemacht, aber reiht sich jetzt nicht in die 10 besten Filmen aller Zeiten ein.
"X" never, ever marks the spot.
 

#4216 12.01.2019, 21:23
horner1980 Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Heute gab es bei mir eine Komödie aus 1984 und einen Horrorfilm aus 2018. Gute Mischung Zwinkernder SmileyGrinsender Smiley

THE LONELY GUY

Herrlich böse Parodie auf das Singleleben, also auf das Leben von Singles, die eben nicht gerne Singles sind.
Wie es eben in einer Parodie ist, wurde hier halt Elemente des realen Lebens von einsamen Singles genommen, und extrem übertrieben dargestellt.. ich sag nur Manhatten Bridge. Zwinkernder Smiley Sowas muss man schon mögen, und der Film hatte Glück, dass ich damit keine Probleme habe, auch wenn besonders das Ende schon ein "Really" bei mir erzeugte. Das war dann doch etwas zuuu verrückt... um sicher zu stellen: Ich meine die letzten Szenen auf der Brücke, als Larry Iris auffängt.
Wirklich zugute halten muss ich aber den Film, dass trotz dieser bösen Gags auch die Einsamkeit und die verbundene Traurigkeit schon zu spüren war. Trotz der Gags war es dann auch schön, was da zwischen Larry und Iris geschah.
Zu den Darstellern: Steve Martin ist hier einfach Steve Martin, und das ist wirklich gut so, denn keine Ahnung.. diese Rolle wirkt einfach komplett auf Martin zugeschniten. Genau in dieser Art sah man ihn in vielen anderen Filmen ebenfalls agieren. Ach ja.. schön, dass er hier dieselbe Synchronstimme hat, welche er ebenfalls in den beiden Vater der Braut-Filmen hatte, welche ja meine Lieblingsfilme mit ihm sind. Erwähnen muss man hier auch Charles Grodin, der hier übrigens ganz schön alt wirkt. Er spielt seine Rolle echt überzeugend und ist neben Martin ein echtes Highlight im Film. Die Musik von Jerry Goldsmith gefiel natürlich auch. Der Score war echt eine tolle Mischung aus Orchester, der sich sehr gut mit den flotten 80er Beats harmonierte. Das Stück, als Larry Richtung Kirche eilte, hat echt Spaß gemacht.
Ja, der Film schoss zwar ein paar Mal über das Ziel hinaus, aber das störte nur ganz gering den Unterhaltungswert des Films. Hat mir gefallen.

GHOST STORIES

Jemand, der gerne vermeintliche übernatürliche Ereignisse als Betruf aufdeckt, wird von seinem großen Idol gebeten, drei Fälle zu untersuchen, bei dem ein Idol sich nicht sicher ist, ob nicht doch etwas dran ist. Mehr zu erzählen wäre fatal bei diesem Film. Daher nur mal meine Beobachtung von den ersten Minuten, in dem die Geschichte wohl das Thema vorgibt, ob es das Übernatürliche nun gibt oder ob die Ereignisse nur eine Einbildung von aktuellen Situationen und Empfindungen sind.
Diese Geschichte wird von der ersten Minute an mit einer richtig spürbaren Spannung bzw Intensivität erzählt, und diese ist nicht mal den Horrormomenten geschuldet. Ich würde eher sagen, meinem eigenen Interesse, wie sich diese Geschichte entwickelt, und ich kann ehrlich sagen, so ganz ohne Spoiler, dass am Ende dieses Interesse wirklich belohnt wird. Natürlich müssen hier auch diese Horrormomente sehr gut eingefädelt sein, und das sind sie. Klar sind es teilwesie schon sehr klassische Schockszenen, aber mit der ganzen Intensivität der Geschichte störte das mich überhaupt nicht. Es hat mich echt das eine oder andere Mal richtig gerissen.
An dieser ganze Stimmung des Films sind auch die sehr guten Darsteller "Schuld", denn sie nahmen mit ihrer Leistung mit in die Geschichte. Den Einzigen aus dem Cast, den ich kannte, war Martin Freeman. Hauptdarsteller war aber Andy Nyman, der hier wirklich die Rolle des Parapsychologe Phillip Goodman sehr gut meisterte.
Großes Lob auch an die Musik von Frank Ilfman, der hier einen sehr klassischen Horrorscore komponierte, und das Orchester und auch den Chor sehr gut einsetzte. Das mag vielleicht für den einen oder anderen recht konventionell sein, aber ich fand es für den Film genau richtig. Mir gefiel die Musik auch schon auf CD sehr, und ist mit Sicherheit einer der Top-Scores 2018 für mich.
Ja, ich wurde echt nicht enttäuscht.. ein wirklich sehr interessanter, spannender Film mit einer genialen Atmosphäre. Bisher hab ich echt Glück mit den Filmen, die ich aus 2018 bisher gesehen habe. Zwinkernder Smiley
"Music is the most direct path to the human heart."

Steven Spielberg
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#4217 13.01.2019, 14:15
Tamanosuke Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Zitat von Kayley:
AQUAMAN

Joa, DC halt. Obwohl er von der Farbgebung und dem Spaßfaktor auch gut ein Marvel Film hätte sein können.

Ein bisschen was für den Action-Fan, ein bisschen was zum Spaß haben, ein bisschen was für's Herz und ganz, ganz viel für's Auge ;).
Hat Spaß gemacht, aber reiht sich jetzt nicht in die 10 besten Filmen aller Zeiten ein.

Ich fand den "Indy" Part super, das hat mich von den Schauplätzen und dem zusammen Spiel des Duos sehr an "Fate of Atlantis" erinnert. Daraus hätte man locker einen ganzen Film machen können. Ansonsten merkt man halt dass die DCEU Filme, die sich an Marvel orientieren (Wonder Women/Captain America; Aquaman/Thor) eindeutig die besseren sind. Zwinkernder Smiley
Auch unsere moderne Zeit ist voller Mysterien..und eins davon bin ich.
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#4218 18.01.2019, 11:57
Mile Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Glass

Tja, das war er nun, der Abschluss der "Eastrail 177"-Trilogie von M. Night Shyamalan. Und erstaunlicherweise is es sein vorhersehbarster Film geworden, kein großer Twist der alles auf den Kopf stellt, lediglich eine kleine Überraschung, die jedoch schon relativ schnell zu erahnen ist.
Der Film ist mit seiner ruhigen, fast schon gemächlichen Art und der kammerspielartigen Atmosphäre der Irrenanstalt in der der Film zum Großteil spielt, ein krasser Gegenentwurf zu den lauten, schrillen Superheldenfilmen der üblichen Verdächtigen Marvel und DC. Aber dennoch gerade in Bezug auf die Superhelden sehr "geerdet" und dadurch interessant. Schauspielerisch ist natürlich McAvoy ganz vorne, während Willis stoische Ruhe ausstrahlt und Samuel L. Jackson erst in der zweiten Hälfte richtig in Fahrt kommt, durch die Rolle bedingt. Sehr gut hat mir auch Sarah Paulson gefallen.
Der Film ist wie gesagt ziemlich unspektakulär, aber verfolgt seinen Pfad auch konsequent ohne Abweichungen, bis zum bitteren Ende. Wem die ersten beiden Teile gefallen haben, sollte sich Glass auf jeden Fall anschauen, auch auf die Gefahr hin, dass man vielleicht etwas enttäuscht aus dem Kino geht. Denn die Qualität der beiden Vorgänger erreicht dieser Film nicht. Trotzdem noch

7 von 10 Glasscherben
André
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#4219 19.01.2019, 22:38
horner1980 Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Danke für die Einschätzung, Mile. Der ist bei mir auch auf der "irgendwann schauen"-Liste, aber davor muss ich erst einmal "Split" sehen. Vielleicht mache ich das auch in einem Rutsch.. einen Tag "Unbreakable", den anderen Tag dann "Split" und einen weiteren Tag dann "Glass".

Heute gab es bei mir einen Liam Neeson-Doppelpack

NON-STOP



Jaume Collet-Serra und Liam Neeson, da kann eigentlich nichts schief gehen, und so war es auch hier. Sehr spannender Thriller. Die Story macht alles richtig, in dem sie immer wieder kleine Gedankenspiele beim Zuschauer einstreut. Das sorgt sogar soweit, dass ich in dieser Rolle als Zuschauer das eine oder andere Mal doch leicht zweifle, ob nicht doch Liam Neeson hier der Bösewicht ist, obwohl eigentlich es klar sein sollte, dass er es eben nicht ist. Die Lösung der Story finde ich gelungen, und ein wenig Kritik am System des Air Marshalls kommt auch ein wenig durch. Getragen wird der Film aber klar von Liam Neeson und auch irgendwie von Michelle Dockery, welche die Flughelferin Nancy spielt. Sie wirkt fast wie die eigentliche weibliche Hauptdarstellerin. Wie die beiden spielt auch der restliche Cast seine Rollen sehr gut und glaubwürdig. Lob geht auch an die sehr wirkungsvolle Musik von John Ottman und Edwin Wendler, welche den Film in Sachen Spannung und Atmosphäre sehr unterstützt, und genau weiß, wann sie musikalisch auch das Tempo anziehen muss und wann sie eher auf "abwarten" setzen muss. Ja, das war wieder mal ein sehr spannender und unterhaltsamer Film. Gefiel mir sehr gut.

A WALK AMONG THE TOMBSTONES



Gelungener Film mit wirklich überzeugener Inszenierung.
Die Story ist teilweise ist eine klassische Detektiv-Story gemischt mit einem Serienkiller-Element, aber dann fühlt es sich doch irgendwie nach mehr an. Die Charaktere sind hier wirklich sehr gut geschrieben, und besonders Blick in den Charakter, den hier Neeson darstellt, ist recht tief genug geworden, so dass ich hier doch einen guten Blick auf seine Seele bekomme. Besonders merkt man es an den Augen von Neeson, welche die seelischen Qualen, die sein Charakter durchmacht, aber auch eine Art von Müdigkeit zeigen. Vordergründig versucht er weiterhin jemand zu sein, der alles im Griff hat, aber diese kleinen Momente zeigen dann doch, dass es eben nicht so ist. Daher gibt es auch den einen oder anderen Moment, bei der die Kamera sehr gekonnt genau seine Augen einfängt. Für mich schauspielerisch eine ganz große Nummer von Liam Neeson, der hier sehr auf seine Ausstrahlung und Mimik achten musste, um mit kleinen Gesten mich als Zuschauer in seinen Charakter blicken zu lassen. Auch hervorzuheben ist Brian Bradley, der den T.J. spielt. Sehr überzeugende Darstellung von ihm. Natürlich können auch David Harbour und Adam David Thompson als die psychopathischen Kiler sehr überzeugen, und auch der restliche Cast gefiel.
Die Musik von Carlos Rafael Rivera gefiel mir ebenso sehr, da sie ebenfalls eher versuchte, das zu unterzeichnen, was ich als Zuschauer von den Charakteren mitbekam, wie eben der Zustand der Seele bei Neesons Charakter. Da überwiegt hier meist der orchestrale Einsatz wie Streicher, Piano und etwas Chor an den richtigen Stellen, um genau das zu erreichen. Sehr toller Score, der bestimmt auch außerhalb des Films zu überzeugen weißt.
Meine letzten beiden Filme mit Neeson waren ja zwei Actionthriller von Jaume Collet-Serra (The Commuter und heute Non-Stop), daher war es mal schön, diesen großartigen Schauspieler auch mal wieder in einer etwas anderen Rolle zu sehen. Wenn da auch noch so ein klasse Film dabei herauskommt, ist das sogar noch besser.
"Music is the most direct path to the human heart."

Steven Spielberg
 

#4220 28.01.2019, 17:18
Mile Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Zitat von horner1980:
Danke für die Einschätzung, Mile. Der ist bei mir auch auf der "irgendwann schauen"-Liste, aber davor muss ich erst einmal "Split" sehen. Vielleicht mache ich das auch in einem Rutsch.. einen Tag "Unbreakable", den anderen Tag dann "Split" und einen weiteren Tag dann "Glass".


Gerne doch. Ja, ich hab#s ähnlich gemacht und die beiden anderen unmittelbar zuvor gesehen.

Gestern gab es bei mir POLAR.

Die Comic-Verfilmung über einen Auftragskiller, der von seinen eigenen Leuten gejagt wird, gewinnt sicherlich nicht den Preis für die innovativste Story. Aber auch der Comic zielte eher auf die Ästhetik ab, als auf ausgefeiltes Erzählen. Und wenn Mads Mikkelsen die Hauptrolle spielt, ist das ja schon die halbe Miete. Auch wenn man böse sagen könnte, er hat nur einen Gesichtsausdruck zu bieten. Zwinkernder Smiley
Die Action-Szenen sind teilweise großartig umgesetzt, die Besetzung der meisten Nebenrollen wurde gut gecastet (Mit Ruby O. Fee auch eine Deutsche an Bord), da stört das ein oder andere Logikloch nicht. Darf es auch nicht, weil in solchen Filmen nun mal "Style over Substance"-gilt und die handwerkliche Umsetzung des Films ist wirklich gelungen. Aber hinter der Kamera war mit Jonas Åkerlund ja auch ein Könner am Werk.
Fazit: macht Spaß, für einen verregneten Nachmittag genau das Richtige.

7 von 10 Knarren
André
 

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