Dt. Indiana Jones Fan Forum Summit 2019



#4161 20.10.2018, 19:22
horner1980 Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
THE JUDGE



Wenn meine Tränen beschließen, dass sie, während ich einen Film schaue, gerne zum Einsatz kommen wollen, dann wird mir meist sehr nachhaltig bewusst, dass ich gerade einen wirklich besonderen Film mir anschaue. Genau das war gerade der Fall.
"Der Richter", wie der Film hier in Deutschland heißt, ist eine ganz wunderbar erzählte Geschichte um einen Vater und einem Sohn. Klar ist das alles nicht neu, aber darum geht es hier nicht. Es geht darum, wie sie erzählt wird.
Sehr gute inszenierte emotionale Szenen wechseln sich mit anderen ab, die sehr locker dargestellt sind, und einem sogar das eine oder andere Mal ein ehrlich gemeintes Schmunzeln auf das Gesicht zaubern. Dazu wird hier auch das Familiendrama sehr gut mit dem Geschehen im Gericht vermischt. Es fügt sich alles wirklich zu einer ganz tollen Geschichte zusammen, welche trotz einer Länge von ca. 140 Minuten zu keiner Sekunde langweilt. .
Einen Großteil des Lobes für den Films muss man auch den Darsteller zugestehen. Robert Downey Jr. spielt hier einer seiner besten Rollen überhaupt, meiner Meinung nach, und der große Robert Duvall zeigt auch eine grandiose Darstellung. Aber auch der Nebencast wie Vincent D'Onofrio, Jeremy Strong, Billy Bob Thornton und Vera Farmigo spielen ganz wunderbar. Selbst Emma Tremblay, welche die Tochter von Downey Jr. in dem Film darstellte, spielte eindrucksvoll.
Dann gibt es noch den Score von Thomas Newman. Der Komponist ist für mich einer der Größten überhaupt. Ähnlich wie James Horner schafft er es immer die richtige Musik für einen Film zu komponieren. Wenn man die Musik von Newman im Film hört, dann fügt sich das alles zusammen, als ob er jedesmal die Aufgabe hat, diese ganzen Elemente in einem Film zusammenzuführen. Ja, das schafft er auch hier auf wirklich eindrucksvolle Art und Weise. Dafür hat er wohl einen der schönsten Scores der letzten Jahre geschrieben, und das nicht nur, wenn es um die Werke von ihm allein geht. Man kann sagen: 100% Thomas Newman. Wer die Musik von ihm liebt, der wird auch diese Musik lieben, welche leider bis heute nicht auf CD erschienen ist.
Ja, es war richtig, heute die DVD einzulegen, und mir zum ersten Mal diesen Film anzuschauen, welche schon ziemlich lange in meinem Besitz ist. Bisher hatte ich nur keine Muse, sie auch mal in den Player zu legen.. na ja bis heute, und ich hab keine Sekunde davon bereut.
"Music is the most direct path to the human heart."

Steven Spielberg
 

#4162 21.10.2018, 22:15
Pascal Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Solo - Eine Star Wars Story

Ich habe mir den Film nun endlich auf dem heimischen Sofa angeschaut.

Die erste Hälfte fand ich relativ vielversprechend. Die Story wurde nett aufgebaut und man hatte das Gefühl, dass es gleich handlungsmäßig richtig zur Sache gehen wird. Alleine der Hauptdarsteller hat mich schon da etwas irritiert, weil er irgendwie in jeder Situatuon nur einen einzigen Gesichtsausdruck zeigte, der zudem seltsam aufgesetzt wirkte.

Dann kam die zweite Hälfte und wurde enttäuschend: Es wurden extrem viele Zitate aus den alten Filmen und aus den Disney-Fernsehserien gebracht, die mich mehr abgelenkt haben, als dass sie irgend etwas sinnvolles zur Handung beigetragen hätten, ganz im Gegenteil. Es wurde von einfach von Minute zu Minuten immer langweiliger und beliebiger. Dass der Hauptdarsteller auch weiterhin knallhart immer seine Standardmiene zeigte, hat dann den letzten Rest von jeglicher Dramatik völlig zerstört.

Es bleibt ein Film mit ganz netter Action und schicken optischen Effekten, der irgendwie vergessen hat, dass zu einer guten Gangster-Geschichte nicht nur
switch Spoiler:
, sondern auch eine packende Handlung mit emotional agierenden Schauspielern gehört.

ein durchschnittliches Filmchen mit viel Budget und leider qualitativ kein Vergleich zum gut gemachten "Rogue One": 4 von 10 explodierenden Raumjägern
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#4163 22.10.2018, 17:45
Toth Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Zitat von horner1980:
THE JUDGE

Ja, es war richtig, heute die DVD einzulegen, und mir zum ersten Mal diesen Film anzuschauen, welche schon ziemlich lange in meinem Besitz ist. Bisher hatte ich nur keine Muse, sie auch mal in den Player zu legen.. na ja bis heute, und ich hab keine Sekunde davon bereut.

Spielbergs Stammkameramann Janusz Kaminski war ebenfalls an der Produktion beteiligt, was man den Bildern auch ansieht!
Some bad hat, Harry!
 

#4164 22.10.2018, 20:41
Kayley Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Zitat von horner1980:
THE JUDGE

Ein absolutes Meisterwerk! Stimme voll und ganz zu!
"X" never, ever marks the spot.
 

#4165 27.10.2018, 18:44
horner1980 Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
CONSPIRACY THEORY

Das ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme mit Mel Gibson, der hier meiner Meinung nach einer seiner besten Leistungen zeigt, und das obwohl der Jerry Fletcher-Charakter beleibe nicht einfach ist. Den ganzen Wahnsinn, Paranoia, Selbstzweifel bringt Gibson einfach perfekt rüber, und wirkt dabei so liebenswürdig. Das ist einfach großartig, aber auch Julia Roberts ist hier für mich in einer ihrer besten Rollen zu sehen, denn auch sie bringt ihren Charakter sehr glaubhaft rüber. Ansonsten.. obwohl ich den Film bestimmt schon 20 Mal oder mehr gesehen habe, fesselt mich an den Fernseher, und entlockt mir immer noch die eine oder andere Träne. Ja, mein absoluter Lieblingsfilm von Regisseur Richard Donner, für den ich einfach nur "Geronimo" empfinde.
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#4166 30.10.2018, 14:57
Mile Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Split

nach langer Zeit habe ich es mal wieder geschafft, einen Film von Shyamalan anzusehen, nach der Enttäuschung, die ich mit "The Village" hatte. Aber bei Split kehrt er wieder zur alter Form zurück, was natürlich auch der grandiosen Leistung von James McAvoy zu verdanken ist. Die Story ist relativ simpel, aber packend und man wird auch sofort in die Story hineingesogen. Das Finale war einerseits erwartbar, aber dennoch verstörend, mit welcher Konsequenz The Beast zu Werke geht. Und die abschließende "End Credit" Szene ist ein sehr schöner WTF-Moment und lässt einen freudig auf die Fortsetzung warten.
André
 

#4167 30.10.2018, 17:21
Leusel Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Fand seine Filme mit der Zeit generell anstrengend. Immer dieses obligatorische Pseudo-WTF-Ende, welches spätestens beim dritten Film absolut vorhersehbar war. The Village fand ich aber noch ganz gut.
Das lausigste Mitglied des deutschen Indy Forums
 

#4168 31.10.2018, 23:27
Mile Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Bohemian Rhapsody

Komme gerade aus dem Kino zurück und habe natürlich noch den Soundtrack im Ohr. Ein wirklich sehr guter Film, mit ein, zwei kleinen Dingen die mich (ganz leicht) gestört haben. Aber der Reihe nach. Das Freddie Mercury Biopic ist trotz der leicht turbulenten Produktionsgeschichte super gelungen. Rami Malek als Freddie ist einfach genial, da gibt es nichts. Eine Oscarnominierung würde mich nicht wundern, eigentlich ist sie sogar Pflicht. Ein toller Besetzungscoup ist auch Mike Myers, der den Plattenlabelchef Ray Foster spielt (und dabei kaum zu erkennen ist) und einige seiner Sätze einen unwillkürlich an Waynes World denken lassen. Zwinkernder Smiley Ebenfalls genial besetzt ist Gwiylm Lee als Brian May, die Ähnlichkeit und die ganze Gestik ist verblüffend.
Storymäßig wird einiges gerafft, ausgelassen oder zusammengefasst, aber für „Normale“ Fans wohl ganz ok. Wenn man die Band, die Songs und vor allem die Veröffentlichungsdaten einigermaßen kennt, wundert man sich schon an einigen Stellen ( We will rock you). Vor allem weil Brian May und Roger Taylor ja komplett in die Produktion involviert waren. Wahrscheinlich hatte das alles dramaturgische Gründe, aber für „Kenner“ wirkt es halt etwas störend. Aber wenn am Ende der Live Aid Auftritt den Film als Höhepunkt beschließt, ist alles vergessen. Der legendäre Auftritt wurde perfekt nachgestellt, überträgt eine ganz tolle Stimmung und reißt mit. Einfach ganz großes Kino.
Dadurch, dass der Film FSK 6 ist wird vieles aus Freddies ausschweifenden Leben nur angedeutet, aber auch das ist ok. Für Queen-Fans ein Pflichttermin, aber auch alle anderen kommen auf ihre Kosten.

9 von 10 „AY-OH“s
André
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#4169 02.11.2018, 12:13
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Betreff: Re: Der letzte Film
Laßt und töten, Companeros (Vamos a matar, compañeros)

Sergio Corbuccis Revolutionswestern mit Franco Nero, Tomas Milián und dem großartigen Jack Palance gelingt beinahe über die gesamte Laufzeit ein perfekter Spagat zwischen einer ernsthaften Episode aus der mexikanischen Revolution, voll von Kapitalismuskritik und politischem Symbolismus, und einem unterhaltsamen Klamauk. Zwar schrammt der Film mit einigen Momenten nur dicht an einer Parodie vorbei, so etwa auch mit der Schurkenfigur Jack, verliert dabei aber als Unterhaltungsfilm nie seine Glaubhaftigkeit. Um besagten Symbolismus als solchen wahrzunehmen, bedarf es schon eines genaueren Hinsehens, jedoch ist die generische Mischung insgesamt runder als etwa Sergio Leones "Todesmelodie", der für seinen Regisseur vergleichsweise salopp beginnt, auch die ein odere andere Schelmerei enthält, sich dann aber zunehmend in ein äußerst zähes, bedeutungsschwangeres Revolutionsepos entwickelt, das keinen Raum mehr für Späße lässt.

Corbucci gibt sich wenig Mühe, die Parallelen zu seinem "Die gefürchteten Zwei" ("Il mercenario") zu verschleiern, setzt sogar auf dieselben Haupt- und Schurkendarsteller, doch als Remake sehe ich den Film nicht. Eher als Variation, als andere Interpretation derselben Prämisse - ähnlich wie sich Orson Welles' "Herr Satan persönlich!" zu seinem Debüt "Citizen Kane" verhält. 8 von 10 Punkten
Marc S.
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#4170 02.11.2018, 16:01
Pascal Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
"Laßt uns töten, Compañeros" hatte ich bislang noch garnicht auf der Kette. Erstaunter Smiley

Schon der Soundtrack klingt ja ziemlich genial.

YouTubehttps://www.youtube.com/watch?v=81Nbo0iVGbU


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#4171 02.11.2018, 18:17
Kukulcan Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Ihr seid ein paar Rechtschreibprofis, das heißt: "Lasst uns töten, Compañeros"
 

#4172 03.11.2018, 00:49
Indy2Go Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
"Laßt und töten, Companeros" - in eben dieser Schreibweise - ist der offizielle deutsche Titel des Films. Sicher, das Eszett ist inzwischen überholt und "Companeros" ohne Tilde über dem "n" ist schlicht falsch, aber da musste dich beim Verleiher beschweren. Zwinkernder Smiley

@Pascal: Stimmt, der Score von Ennio Morricone ist stark, vor allem das recht heroisch gehaltene Titelthema (für eine solch martialische Botschaft). Thumbs up
Marc S.
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#4173 03.11.2018, 06:36
Kukulcan Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Warum gibt es dann nicht ein Filmplakat mit „ß“?

„ß“ hinter einem kurzen Vokal war schon immer Schwachsinn
 

#4174 03.11.2018, 09:25
Pascal Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Zitat von Kukulcan:
Ihr seid ein paar Rechtschreibprofis, das heißt: "Lasst uns töten, Compañeros"

Ich habe von Wikipedia und IMDB abgeschrieben:

https://de.wikipedia.org/...Companeros

https://www.imdb.com/title/tt0066612/

Zitat von Kukulcan:
Warum gibt es dann nicht ein Filmplakat mit „ß“?

Wer achtet schon auf Text wenn lustige Bilder von Iris Berben zu sehen snd?
switch Spoiler:



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#4175 03.11.2018, 09:54
Kukulcan Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Zitat von Pascal:
Zitat von Kukulcan:
Ihr seid ein paar Rechtschreibprofis, das heißt: "Lasst uns töten, Compañeros"

Ich habe von Wikipedia und IMDB abgeschrieben:

https://de.wikipedia.org/...Companeros

https://www.imdb.com/title/tt0066612/

Die schreiben auch den Originaltitel mit Komma. Ist auf den Plakaten auch nicht zu finden.
 

#4176 03.11.2018, 10:33
Indy2Go Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Touché, das mit den Plakaten ist ein Argument. Ich hatte mich auch auf IMDb bezogen; in der Annahme, das sei eigentlich eine zuverlässige Quelle.

Deutsche Titel von Italowestern, das ist ohnehin ein leidiges Thema. Auf der DVD wird der Film mit der zweiten Synchronfassung (die weit originalgetreuer ist, als die ursprüngliche Kalamauk-Fassung) nur noch "Zwei Companeros" betitelt. OFDb listet all diese Titel für den Streifen:
switch Spoiler:


Wobei jeder Teil des Super-8-Dreiteilers einen eigenen Titel bekommen hat...
Marc S.
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#4177 03.11.2018, 11:01
Pascal Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Zitat von Kukulcan:
Ihr seid ein paar Rechtschreibprofis, das heißt: "Lasst uns töten, Compañeros"

Zitat von Kukulcan:
Die schreiben auch den Originaltitel mit Komma. Ist auf den Plakaten auch nicht zu finden.

...schreibt der Kommaprofi Zwinkernder Smiley
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Dieser Beitrag wurde 6 mal editiert, das letzte Mal am 03.11.2018, 11:19 von Pascal.  

#4178 03.11.2018, 18:30
horner1980 Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
THE COMMUTER

Ich mag ja Liam Neeson unglaublich gerne, und da war es nur eine Frage der Zeit, bis ich mir auch mal "The Commuter" genehmigen würde.
Die Story an sich ist nicht gerade originell, und man weiß in etwa was passieren wird, aber sie ist schön auf dem Punkt gebracht, und verliert sich dadurch nicht in unnötige Nebenhandlungen. Dazu hat sie auch ein gutes Tempo. Genau daraus bezieht sie auch die Spannung.
Lob bekommt der Film von mir auch für die kurze Einleitung.. sozusagen die Ablauf in der Früh für die Hauptfigur, welchen man immer wieder wiederholte, aber das zu verschiedenen Jahreszeiten, und mit kleinen Veränderungen in den Unterhaltungen zwischen der Familie. Das ergab sehr schnell auch einen guten Einblick in den Charakter. Dadurch fand ich schnell eine Bindung zu Michael, der Hauptfigur.
Gut, wenn man bestimmt danach suchte, würde man wohl zigfache Logiklöcher in der Story finden, aber ehrlich hab ich nicht danach gesucht. Ich habe einfach nur den Film genossen. Okay.. okay, nur einmal musste ich gegen Ende mal schmunzeln, als die Hauptfigur durch einen gewaltigen Ruck dem Tode entkam, aber fand ich nicht so schlimm, eher amüsant.
Die Darsteller gefielen mir in ihren Rollen, darunter besonders Liam Neeson, der den 60jährigen Ex-Cop für mich schon überzeugend darstellte.
Die gute Musik von Roque Baños kannte ich ja schon vor dem Film, denn hatte sie für die Cinema Musica besprochen, und vor ein paar Monaten war sie außerdem mal mein "Geheimtipp des Monats" in meiner Sendung war. Nun im Film fand ich sie sehr passend eingesetzt, nur bei den Actionszenen wirkte sie für mich zu leise. Da hätte man meiner Meinung nach mit ein klein wenig mehr Lautstärke bei der Musik noch etwas mehr Schwung für diese Szenen rausholen können. Wenigstens war das tolle Pianothema gut hörbar, und auch schön, dass der Film einen Abspann mit der Filmmusik bekam.
So, damit wäre auch dieser Film mit Neeson abgehakt, und bestimmt werde ich den irgendwann wieder mal anschauen, denn ich fand den schon sehr unterhaltsam.
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#4179 09.11.2018, 18:09
Maxi75 Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Erst gestern habe ich - erstmalig - den Ant-Man gesehen. Fand ich eigentlich super gelungen und hab mich neben aller Action auch mal in die Situation einer Ameise versetzt gefühlt.
 

#4180 10.11.2018, 18:35
horner1980 Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
PFAD DER GEWALT (Originaltitel: THE QUICK AND THE DEAD)



Seit ich die Sitcom "The Ranch" gesehen habe, ist meine Begeisterung für Sam Elliott wieder etwas gestiegen. Dann vor ein paar Wochen diesen alten TV-Film aus den 80er auf Prime entdeckt, der im Original genau wie der Sam Raimi-Film heißt. Dieser "Quick and the Dead" basiert auf einen Roman von einem gewissen Louis L'Amour basiert, dessen Name mir aber nichts sagt. Heute hatte ich die Lust, den mir mal anzuschauen.
Die Story des Films ist sehr einfach. Eine Familie kommt an einer fast verlassenen Siedlung vorbei, und erwecken da die Aufmerksamkeit von einer Ganovenbande, die dann auch sehr schnell zwei der Pferde von ihnen stiehlt. Dann taucht ein geheimnisvoller Fremde auf, welcher der Familie hilft. Der Vater kann die Pferde dank des Fremden wieder zurückholen, und beginnt daraufhin gleich die Flucht, denn die Ganoven sind nun hinter ihnen her. Während der Flucht ist der Fremde immer bei der Familie, und macht auch keinen Hehl daraus, dass er die Frau sehr schön findet, und auch die Frau scheint nicht ganz abgeneigt zu sein. Dazu erfahren sie, warum der Fremde wirklich in ihrer Nähe bleibt, denn mit einem der Ganoven, ein Halbblut, hat er noch eine Rechnung offen.
Mich erwartete ein klassischer Western, in dem Sam Elliott mich ein ganz kleines wenig an John Wayne erinnert. Charmant und voller Güte, aber auch sehr direkt, wenn ihm was gefällt. Die Rolle passt wirklich gut ihm, und er spielte sie auch sehr gut. Die anderen Schauspieler waren auch recht gut, besonders sah ich endlich auch mal Kate Capshaw in einer anderen Rolle als in der aus Indiana Jones, in dem sie ja die kreischende Sirene neben Indy war.
Die Inszenierung hat nun kein hohes Tempo, aber ehrlich.. gerade dadurch aber entwickelt sich der Charme des Films. Dazu habe ich auch sehr schnell eine gewisse Bindung zu dem Charakter Sam Elliott gefunden. Die restlichen Charaktere fand ich aber auch solide bis gut.
Was mir auch gefiel war der Score von Steve Dorff, der wohl bisher unveröffentlicht ist. Sie ist wirklich gut geworden, obwohl auch sie, wie auch der Film, eher ein gemächliches Tempo hat. Dazu hat sie ein schönes Thema und ist auch schön orchestral. Okay, ganz selten hört man mal einen kurzen Synthie-Effekt, aber die Stellen sind extrem selten.
Ja, man merkt, dass in dem Film viel Liebe steckt, und wirklich noch ein Western der ganz alten Schule ist, in dem es um mehr geht als um Schießereien. Gefiel mir wirklich gut.
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Steven Spielberg
 

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