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#3921 14.02.2018, 17:06
Mile Anwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Off-Topic:
Wenn ich mich aufrege, dann vielleicht ... Lachender Smiley

André
 

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#3922 14.02.2018, 20:44
Pascal Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Zitat von Aldridge:
Irgendwie kriegen die es nicht hin, mal eine vollständige Poirot-Edition in HD zu bringen.

Ist die Fernsehserie denn mittlerweile überhaupt schon auf Scheibling zu haben?
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#3923 14.02.2018, 21:00
Aldridge Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Ja, aber die meine ich nicht. Wäre schön, wenn die genannten Filme in HD erhältlich wären.
"Never tell me the odds!" - Han Solo
 

#3924 14.02.2018, 21:17
Pascal Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Ich schaue gerade die aktuelle Folge auf One - deshalb komme ich drauf
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#3925 17.02.2018, 20:00
horner1980 Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
ESCAPE PLAN

Schnörkelloser Actionfilm, der unterhaltsam und sogar spannend ist. Beim Cast war ich neben einer kleinen Rolle von Sam Neill (wusste nicht, dass er da auch mitspielte), leicht überrascht von Jim Caviezel, der mit sichtbaren Vergnügen die Rolle des Bösewichten gespelt hat. Arnie war auch gut, auch wenn die Synchronstimme nicht nur leicht unpassend war, sondern an einigen Stellen seltsam emotionslos wirkte. Irgendwie fehlte mir da der leicht freche Unterton, den Arnie immer durch die Stimme von Danneberg bekam und den er im Original (hab mal kurz geswitcht) auch hatte. Das Schauspiel von Stallone war eher auf Autopilot, aber das reichte auch aus für seine Rolle. Die Musik von Alex Heffes war solide und ich fand, sie passte auch gut in den Film. Schön, dass er die kompletten End Credits vertonen durfte. Heutzutage ja leider eine Seltenheit. Ja.. es wurde genau der Film, den ich mir erhofft habe. Gefiel mir wirklich sehr gut.

HITCHCOCK

Wundervolle, leichtfüßige Verfilmung, die sich aber dann doch nur indirekt um die Entstehung von "Psycho" handelt. Viel mehr geht es hier eher um die Beziehung zwischen Hitch und seiner Frau Alma. Jedoch gerade das macht den Film für mich so gut und auch unterhaltsam. Dadurch zeigt er auch mehr von der privaten Seite von Hitch, welcher sehr gut von Anthony Hopkins gespielt wird. Man muss da aber echt vier Mal hinsehen, um Hopkins in der Rolle zu erkennen. Auch der restliche Cast ist überzeugend, wie Jessica Biel und, natürlich, Scarlett Johansson. Aber am meisten hat mich hier Helen Mirren überzeugt, die irgendwie die wahre Hauptrolle inne hatte. Sie spielt hier wirklich ganz wunderbar.
Als Filmmusikfan fand ich übrigens gut, dass man auch Bernard Herrmann in der Story nicht vergessen hat, inkl seiner Duschmusik, die man hier übrigens, wie der Abspann verriet, in der McNeely-Einspielung zu hören bekam. Wenn wir schon mal bei der Filmmusik sprechen, auch der sehr klassische Score von Danny Elfman war sehr gut. Es gab sogar für einen kurzen, fast 10 Sekunden andauernden Moment in der Musik, welche mich ein wenig an Sommersby erinnert, was ja mein Lieblingsscore von ihm ist.
Ja, hier passte einfach alles.. sehr guter Film.
"Music is the most direct path to the human heart."

Steven Spielberg
 

#3926 Gestern, 17:42
horner1980 Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
RED 2

Manchmal muss man schon gewisse Abzüge bei einer Fortsetzung eines wirklich tollen Films machen und ich dachte eigentlich, dass ich das bei RED 2 auch machen müsste. Jedoch genau wie der erste Teil ist auch der hier der pure Spaß. Die recht einfache Geschichte wird wirklich, wie im ersten Teil, sehr unterhaltsam erzählt. Sämtliche Darsteller sind auch scheinbar mit sehr viel Freude bei der Sache gewesen, allen voran wieder mal John Malkovich und Helen Mirren. Musikalisch hat es auch gepasst, was mich eigentlich wunderte. Ich kannte 2-3 Tracks daraus und fand die eigentlich belanglos und vor allem irgendwie lustlos, jedoch im Film passt die Musik wie die Faust aufs Auge, auch wenn sie nur selten wirklich nach Silvestri klingt.
Fazit: Das waren wieder sehr unterhaltsame 2 Stunden mit Bruce Willis & Co.
"Music is the most direct path to the human heart."

Steven Spielberg
 

#3927 Gestern, 17:51
Leusel Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
RED 2 gefiel mir ehrlich gesagt um einiges besser als der erste. Teil 1 war direkt langweilig...
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#3928 Gestern, 21:56
Aldridge Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Hell or High Water - Klassische Westerngeschichte in modernem Setting. Drehbuchautor Taylor Sheridan breitet im zweiten Teil seiner "Frontier-Trilogy" eine recht archetypische Geschichte rund um zwei Männerpärchen aus: auf der einen Seite ein Bruderpaar, das Banken ausraubt, um die Farm der verstorbenen Mutter zu bewahren, auf der anderen Seite ein Paar altgedienter Texas Rangers, das sich kurz vor dem Ruhestand um eben diese Bankräuber kümmern darf. Diese vier Charaktere sind dann so sorgfältig gezeichnet und bekommen so lakonisch-pointierte Dialoge in den Mund gelegt, dass man mit beiden Seiten mitfiebert und ihnen eigentlich nichts Böses wünscht - auch wenn die zugrunde liegende Konstellation das natürlich nicht zulässt. Ben Foster macht seine Sache als hartgesottener Drecksack, der es nicht besser weiß, gewohnt gut und harmoniert auch perfekt mit Chris Pine. Die heimlichen Stars sind für mich aber Jeff Bridges - ebenfalls in einer gewohnten Rolle als altersmüder Gesetzeshüter - und Gil Birmingham als sein Partner, die sich wie ein altes Ehepaar permanent anzicken. Nebenbei zeichnet Sheridan dann noch ein, nun, nicht gerade freundliches, aber irgendwie doch recht bodenständiges Porträt von West-Texas, wo alle Welt arbeitslos und gottesfürchtig ist, aber SUV fährt und mit Knarre im Hosenbund herumläuft. Eigentlich ein netter Kommentar auf Trumps Amerika, wenn Trump denn zur Entstehungszeit des Films schon gewählt gewesen wäre. Fand ich insgesamt deutlich besser, weil eben deutlich lebendiger und mit etwas Humor gesegnet, als Sheridans Sicario. - 9 / 10


"Never tell me the odds!" - Han Solo
 

#3929 Gestern, 23:25
Indy2Go Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Blade Runner 2049

Ridley Scotts mit Stilmitteln des Film noir erzählte und inszenierte Science-Fiction-Dystopie "Blade Runner" bedeutete ein Jahr nach John Carpenters "Escape from New York" die endgültige Etablierung des Cyberpunks im Kino. Die Atmosphäre wurde düsterer, die Tonalität pessimistischer - nicht unbedingt etwas für den Mainstream. Und so schwer es der Kultfilm anfangs beim Massenpublikum hatte, hatte er es tatsächlich auch viele Jahre lang bei mir. Zweifellos ist der Film ein ästhetisches Meisterstück, doch mit dem gemächlichen Erzähltempo und der philosophischen Auseinandersetzung mit der Frage nach der Bedeutung von Menschlichkeit hat er mich immer etwas angestrengt. Das hat sich mit den letzten Sichtungen (vor wenigen Wochen und knapp einem Jahr) gänzlich geändert. Inzwischen kann ich mich vollends in den Bildern verlieren und in die in der Tat grandiose Welt eintauchen, die Scott seinerzeit geschaffen hat.

Und genau diese Welt nun in einem Sequel wieder aufleben zu lassen, ohne dass ihr an Reiz verloren geht, ohne dass die Bilder etwas von ihrer Schönheit verlieren oder die Handlung in Belanglosigkeit verkommt, schien mir in Zeiten, wo Sequels die Kinoprogramme dominieren und Reboots als solche ausgegeben werden, ein durchaus schwieriges Unterfangen zu werden. Jedoch ist Denis Villeneuve gewiss kein Regisseur, der unbedacht an ein solches Herzensprojekt herangeht. "Blade Runner 2049" steht zu seinen Wurzeln. Die Macher wussten zu jeder Zeit, in welchen Fußstapfen sie wandeln. Sie traten dabei aber nicht auf der Stelle, sondern haben nach vorne geschaut, sie haben die Geschichte weitergesponnen und bei ihrem Verlauf Wert auf eine wechselnde Erwartungshaltung des Zuschauer gespielt. Wie auch schon Villeneuves "Arrival" ist auch sein Sequel des Harrison-Ford-Klassikers ein Film voller Twists und roter Häringe, ein Film, der sich zu keiner Zeit anmerken lässt, wo er hin will.

Und dabei liefert Kameralegende Roger Deakins Bilder für die Ewigkeit. Ich will nicht pathetisch klingen, doch könnte beinahe jede Einstellung in "Blade Runner 2049" ein Gemälde sein. Ein Kunstwerk für sich. Schade ist nur, dass diese Bilder nicht von einem ähnlich unkonventionellen Score untermalt werden, wie ihn einst Vangelis lieferte. Die synthetischen Melodien des griechischen Komponisten trugen wunderbar zur Atmosphäre des Originals bei - und klangen so wunderbar nach den 80er Jahren. Für das Sequel setzten die Macher auf Hans Zimmer und dessen "Dunkirk"-Kollegen Benjamin Wallfisch. Zweifellos haben die beiden einen epochalen Soundtrach beigeseuert, der die Bilder perfekt antreibt. Doch ich erinnere mich an eine Zeit, wo ein Zimmer-Score wirksam war, ohne dass nur auf dröhnendes Sounddesign gesetzt wurde. Irgendwo schade.

Während sich Harrison Fords Figur im "Krieg der Sterne"-Reboot um keinen Milimeter weiterentwickelt hat, durfte Rick Deckard, seine Figur im Blade-Runner-Universum, sich die Jahre des Schmerzes, das Leben als Flüchtiger, vom Rest der Gesellschaft isoliert, auch anmerken lassen. Und dabei ließ Ford mal so richtig den verbitterten Drecksack heraushängen; eine Rolle die ihm mit zunehmendem Alter irgendwie besser steht. Und, zugegeben, mir den Glauben an eine Fortführung der Indiana-Jones-Reihe zurückgegeben hat. Die interessanteste Entwicklung macht aber wohl der von Ryan Gosling dargestellte Officer K durch. Mit dessen Freundin, der von Ana de Armas gespielten Joi, wurde neben den Replikanten sogar noch eine weitere synthetische Art eingeführt. Eine, deren Idee nebenbei bemerkt doch sehr an den Spike-Jonze-Film "Her" erinnert. Zwinkernder Smiley Jared Leto bekam überraschend wenig Screentime, dafür ist seine Figur in ihrer Konzeption die beinahe interessanteste des Sequels. Und auch irgendwo die tragischste.

10/10 Thumbs up
Marc S.
"Smoke me a kipper, I'll be back for breakfast." - Ace Rimmer
 

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