Dt. Indiana Jones Fan Forum Zum Summit 2026 in 'Schloss Brunwald'


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Umfrage: Wie findet ihr die Sache mit den Killerspielen?
Geschieht alles zurecht!
 
5 11,6%
Naja, ganz in Ordnug.
 
4 9,3%
Was soll das?
 
8 18,6%
Schwachsinn.
 
20 46,5%
Beschi**en.
 
6 14,0%
Abgegebene Stimmen: 43

#41 02.04.2009, 12:00
Last Crusader Abwesend
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Betreff: Re: Wie findet ihr die Sache mit den Killerspielen?
Was mich ricgtig wütend macht, ist dabei die Berichterstattung in den Medien. Und zwar in den öffentlich rechtlichen Programmen! Interessanterweise sind es nicht die privaten Sender, die das Thema derart reißerisch behandeln.
Ich erinnere mich an an Erfurth und die entsprechende "Frontal"-Sendung zum Thema Gewaltspiele. Da wurden Szenen aus GTA San Andreas gezeigt (Hot Cofee) die ja ohne entsrechenden Hack nichtg im Spiel vorkamen und behauptet, im Spiel ginge es darum, soviel Frauen wie möglich zu vergewaltigen um Punkte zu kriegen! Untermalt von "Rape me" von Guns´n Roses". Der Song ist bei GTA übrigens auch nicht enthalten. Da hörts dann entgültig auf.
Dann war vor einigen Wochen in "Hart aber fair" irgendein Kriminologe, der erzählte, es gebe ein Spiel in dem der Spieler von irgendwelchen Flüchtlingen ("Halbnackte Frauen in zerfetzten Kleidern") um Hilfe gebeten wird und statt zu helfen (wovor auch immer) ist es die Aufgabe des Spielers diese Flüchtlinge mit einer riesigen Foltermaschine einzufagen und auf möglichst grausame Weise abzuschlachten! Ergibt Sinn, oder?
Es gibt unzählige von diese geisteskranken Erfindungen irgendwelcher Kriminologen oder Psychologen und Medienwissenschaftlern, um im Fernsehen mal eben einen hochdramatischen und abstoßenden Beitrag zu leisten. Und Vater, Mutter, Opa, Oma, Onkel und Tante sitzen davor und sagen sich: "Sowas gehört verboten." Aber wer könnte denen das verübeln. Die können nur glauben, was die "seriösen" Öffentlich Rechtlichen ihnen erzählen.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 02.04.2009, 12:01 von Last Crusader.  

#42 02.04.2009, 12:18
Onkel Tuca
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Betreff: Re: Wie findet ihr die Sache mit den Killerspielen? [Debatte um Verbot]
Verfälschte Berichterstattung gehört auch bestraft! Erstaunter Smiley
 

#43 02.04.2009, 12:41
5IC Abwesend
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Betreff: Re: Wie findet ihr die Sache mit den Killerspielen? [Debatte um Verbot]
@LC: ja das ist wirklich das schlimmste von allen. Toll ist auch, wenn manche Politiker als "Beispiele für Killerspiele die die heutige Jugend spielt" total veraltete und harmlose Spiele nennen. Da war einer, der hat "Unreal 2" als absolutes Negativbeispiel an brutalen Games bezeichnet. Aber 1. ist Unreal 2 super alt und schlichtweg schlecht, so das viele der Teens heutzutage das wahrscheinlich gar nicht gespielt haben. 2. Ist das Spiel super harmlos. Das ist, als würde man nen netten Opi der sich beim Kreisliga-Fußball über ein Foul aufregt, mit einem randalierenden Hooligan zu vergleichen. Und 3. Ist auch dies eins der Games die (obwohl es eh schon echt harmlos war) nur krass geschnitten in DE auf den Markt kam.

Diese ganze Debatte wird geführt von Politikern, Journalisten und Lobby-Wissenschaftlern, die allesamt keine Ahnung haben wovon sie reden und keinen echten Kontakt oder Bezug zur Materie haben. Die sind wie so ein ur-klischeehafter Dorf-Bauer: "Was ich nicht kenne macht mir Angst - was mir Angst mache das hasse ich!"

Traurig traurig. Ich finde auch die dt. Spiele-Presse sollte viel aktiver werden! Die schrieben nur mal hier und da Hass-Kolumnen auf ihren Webseiten, aber lesen tut das von den Anti-Spielern auch keiner.

Die richtig harten Spiele sind alle ab 18. Das hat seinen Grund. Kein Mensch fragt sich warum Eltern ihre Kinder sowas spielen lassen, oder warum die Kassen-Madamme jedem Milchgesicht alles verkauft wo ein roter "keine jugendfreigabe"-Aufkleber drauf ist. Hab mal ne Mutter gesehen, die hat GTA San Andres (ab 18) ihrem Sohn im Saturn gekauft und dann lächelnd in die Hand gedrückt. Dann heißt es immer Medienkompetenz braucht es bei Mama und Papa. Es braucht einen SCHE**SS um zu wissen, was "Nur ab 18 geeignet" heißt. :/ Nee nee lieber alles verbieten wollen. Deswegen fand ich es auch so lachhaft, dass Kaufhof alle ab 18 Spiele aus dem sortiment nahm. Einfach den kassiererinnen in den ars** zu treten, damit sie ihren Job richtig machen hätte es wohl nicht getan.

Und das ist nur der Teil zum Thema games verbieten. Der Bezug Killerspiele führen zu Amokläufen ist nochmal eine Lachgeschichte für sich selber.
Chris
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#44 02.04.2009, 13:04
Dark Hunter Abwesend
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Betreff: Re: Wie findet ihr die Sache mit den Killerspielen? [Debatte um Verbot]
Zitat:
Traurig traurig. Ich finde auch die dt. Spiele-Presse sollte viel aktiver werden! Die schrieben nur mal hier und da Hass-Kolumnen auf ihren Webseiten, aber lesen tut das von den Anti-Spielern auch keiner.

Genau das ist es, was mich eben auch immer wieder wundert. Aber vielleicht sind sie auch einfach nur zu schlau und dieser Stammtischdeppen müde. Im Grunde ist es ja bislang immer nur heiße Luft gewesen und gesetzgeberisch lässt sich ohnehin nichts machen. Mehr als Wahlkampfgedöns ist es ja nicht und das wissen die Unternehmen eben. Warum also Gelder verschwenden und PR Abteilungen stören, bzw. beauftragen, wenn sich das von selbst wieder verzieht? Einfach diese Typen reden lassen, zurücklehnen und wissend grinsen, wie sagte man mir immer beim Bund (da wo sie wirklich militärische Trainingsmethoden lehren), Ruhe bewahren, Schock bekämpfen!

Bleibt eben nur die Sache mit dem sich beleidigt fühlen und dass unwissender Plebs auf diese Hetze reinfällt, sprich man gesellschaftlich stigmatisiert wird. Es wird zwar nie wirklich zu ernsthaften Maßnahmen kommen, aber als "Spieler" wird man eben von Oma, Opa und dem Plebs auf der Straße schief angesehen. Das geht vielleicht einigen von uns mehr auf die Nerven, als das Gehetze selbst.
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#45 02.04.2009, 13:13
Pr.L.Jones Abwesend
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Betreff: Re: Wie findet ihr die Sache mit den Killerspielen? [Debatte um Verbot]
Man sollte die Killerspiele nicht verbieten,sondern einfach strenger auf die FSK achten.Z.B. sollten die Verkäufer in Multimedia-Märkten strenger drauf achten ob der Käufer schon älter ist als die FSK des Spieles.Nicht jeder Killer-Spiel-Zocker ist gleich ein Amokläufer.Es gibt Leute,die wollen einfach gerne nur Killerspiele spielen,da sie "Stress" abbauen wollen.Außerdem ist es nicht immer so das jemand der Amokläuft gleich ein Killer-Spiel-Zocker ist.Es kann auch daran liegen,das er einfach Pschychische Probleme hatte oder in der Schule gemobbt wird.

Zitat:

Pipi-Kaka Sprüche

Looool

lg Pr.L.Jones
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#46 02.04.2009, 13:14
5IC Abwesend
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Betreff: Re: Wie findet ihr die Sache mit den Killerspielen? [Debatte um Verbot]
Ich fidne ncith, dass man das so einfach abtun sollte mit "Ach die Verbieten ja eh nichts" oder "Ist ja nur Wahlkampfgerede". Das mag ja sein, aber ich finde dass der Anti-Spiele-Aktionismus mittlerweile eine "Qualität" erreicht hat, wo das unwissende gros der Bevölkerung wirklich nachhaltig beeinflusst wird. Und das ist politisch sowie gesellschaftlich in meinen augen langfristig schlichtweg brandgefährlich.
Chris
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#47 02.04.2009, 13:56
Das Brötchen Abwesend
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Betreff: Re: Wie findet ihr die Sache mit den Killerspielen? [Debatte um Verbot]
Zitat von Kahnert:
Na dann hat der ganze Medienrummel ja mal wieder was gepracht.
Die polemische Diskussion über das Verbot von killerspielen ist da wo sie hinmuss, in aller munde...und das so kurz vor der Landtagswahl in Bayern...
"Woast, den Scheiß mit denen Spuiln, die k'ern verboten. Treff mer uns am Sonntag bei Sepp und genge dann ins Schütznhaus, oda?"
Ich wohn übrigens in Bayern.
Der Begriff Killerspiel wurde übrigens in den 90ern für Gotcha geprägt und erst nach Collumbine auf PC-Games bezogen.
Aber hat der Amokläufer in Lyon oder der in Amiland, im altenheim, eigentlich auch CS gespielt?
Und wann läuft Bernhard HOecker Amok? Der bakanntermaßen ein sehr guter CS spieler ist.
Und warum rennt von uns keiner los und erwürgt und schlitzt mit seiner Whip irgendwelche Rechten auf?
Ich seh das genaus so, wer ein erhöhtes Gewaltpotential in sich trägt, der spielt auch Shooter, etc.
Dort haben diejenigen die Möglichkeit ihre Aggresionen hinzutragen und als Ventil zu verarbeiten, reicht das nicht, zünden sie Katzen an oder so. Und wenn das immre noch nicht reicht,...
Ich finde man sollte die wirklichen Ursachen suchen und nicht alibihaft auf Games losgehen.
Aber mei, damit macht man Stimmung, und Eltern, denen ich sage, dass ihre Erziehehung in die Hose ging, die werden die anderen wählen.

just my 5 cents

Der Begriff Killerspiel ist schon viel älter, bzw. die Assoziation wurde schon viel früher gezogen... 1982: http://www.songtexte.com/...810e2.html

Doch wie etwas genannt wird, tut letztlich ja nichts zur Sache. Vor 2000 wurden für Amokläufe u.ä. eher Gewaltvideos verantwortlich gemacht, das Prinzip ist ähnlich, wobei die Computerspiele hier durch die aktive Einbindung der Person eine Steigerung darstellen.

Es gibt inzwischen MRT-Untersuchungen die zeigen, daß beim Spielen von Killerspielen das Gehirn durchaus darauf darauf trainiert wird, die Aktivität seiner emotionalen Zentren, bzw. des lymbischen Systems herunterzufahren. Eine der Voraussetzungen um kalt und berechnend einen Tötungsplan durchzuführen (und dabei keine Reue zu verspüren).
In anderen Worten: das Gehirn wird bei dafür empfänglichen Personen darauf trainiert, schneller in diesen kritischen Zustand zu kommen.

Das hat imho Ähnlichkeiten mit einem Hundehalter, der seinen Hund "scharf macht". Natürlich geht das nicht mit jedem Hund gleichermaßen, ebenso kann der Hund in ganz alltäglichen Situationen ein völlig liebes Tier sein - bis der entsprechende Auslösereiz gesetzt wird, dann läuft das erlernte (Beiß-)Programm ab. Bei manchen Hunden früher, bei andern später, wieder andere lernen nie mehr als nur zu knurren.
Ein Hund wird nicht alleine durch Schläge Scharf gemacht, es muß dafür ein Programm aus vielen Einzelkomponenten durchlaufen. Viele dieser Komponenten für sich alleine gesehen sind nicht weiter bedenklich - doch wenn sie zusammenkommen trägt jede ihren Teil zum Ergebnis bei.

Es ist richtig, daß der Beitrag der Killerspiele an den School-Shootings vermutlich überbewertet wird. Doch ich halte es für wahrscheinlich, daß diese Spiele einen Beitrag leisten - und sei es nur, daß sich auf einmal das Verhältnis von Verletzten zu Toten zum negativen hin verändert.
 

#48 02.04.2009, 14:42
Dark Hunter Abwesend
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Betreff: Re: Wie findet ihr die Sache mit den Killerspielen? [Debatte um Verbot]
@Brötchen zumindest wird behauptet, dass diese Studien dies bei einigen Probanden gezeigt haben. Bloß wird oft unterschlagen, dass es bei anderen nicht so wirkte. Man kann also im Grunde nur sagen, bei manchen wirkt es so und bei anderen so. Generalisieren und pauschalisieren kann man gar nicht. Bei manchen wirkt auch ein anschnauzen schon provozierend und sie hauen gleich zurück, bei anderen wirkt es eher umgekehrt und sie ziehen kleinlaut davon. Im Grunde lässt sich nicht wirklich sagen, Spiele mit Gewaltszenen oder generell derartige Medien machen Menschen zu Mördern und Verbrechern. Auch besteht kein Zusammenhang zwischen der kurzzeitigen Abstumpfung gegenüber Gewalt und einer langfristigen Wirkung. Gerade die ist es doch, welche aber eine Person braucht die berechnend ein Verbrechen im Vorraus plant (dass in dem Zusammenhang der Begriff Amok ohnehin ein Witz ist, weil er das genaue Gegenteil beschreibt, sei dahin gestellt und auch wieder nur auf die Unwissenheit der Schreihälse zurückzuführen). Nur genau das behauptet derzeit so manch ein Politiker, eben dass ja Medien mit Gewaltdarstellung ganz automatisch und allein Schuld daran tragen und Menschen zu deratigen Taten und Planungen treiben und diese Unkenntnis, ja Ignoranz ist insofern wirklich gefährlich, weil eben viele diesen Leuten glauben und zuhören, damit also die Gesellschaft gespalten und aufeinander gehetzt wird.

Wegen Wirkungen und Studien kann ich dir diese Seite ans Herz legen:
http://stigma-videospiele.de/...page_id=23
http://www.e110.de/artikel/detail.cfm?pageid=271&id=82485&include=no&drucken=yes
http://www.iaslonline.de/...ng_id=1850

Zitat:
Ich fidne ncith, dass man das so einfach abtun sollte mit "Ach die Verbieten ja eh nichts" oder "Ist ja nur Wahlkampfgerede". Das mag ja sein, aber ich finde dass der Anti-Spiele-Aktionismus mittlerweile eine "Qualität" erreicht hat, wo das unwissende gros der Bevölkerung wirklich nachhaltig beeinflusst wird. Und das ist politisch sowie gesellschaftlich in meinen augen langfristig schlichtweg brandgefährlich.

Deswegen ja auch mein zweiter Abschnitt unter meiner Ansicht, warum sich die Spieleindustrie und Presse zurückhält. Ich selbst teile da deine Meinung und finde es aus selbigen Gründen bedenklich. Wenn das so fortgeführt würde, käme es schon bald zu einer Art Hexenjagd für jeden Spielekonsumenten und man müsste sich in der Öffentlichkeit schämen. Aber zum Glück distanzieren sich ja noch einige gebildetere Politiker von solchen Auswüchsen ihrer Kollegen und es bleibt zu hoffen, dass diese mehr oder ausreichend Gehör finden, um die Wogen zu glätten und das ganze in geordnete Bahnen zu lenken.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 02.04.2009, 14:45 von Dark Hunter.  

#49 02.04.2009, 15:07
Onkel Tuca
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Betreff: Re: Wie findet ihr die Sache mit den Killerspielen? [Debatte um Verbot]
Zitat von Das Brötchen:

Bei manchen Hunden früher, bei andern später, wieder andere lernen nie mehr als nur zu knurren.
Das zeigt es doch: Schlechte Erziehung und mangelnde Bildung sind die Instrumente die Amokläufe verursachen. Ein klarer Verstand läuft nicht Amok.
 

#50 02.04.2009, 15:25
5IC Abwesend
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Betreff: Re: Wie findet ihr die Sache mit den Killerspielen? [Debatte um Verbot]
Zitat von Onkel Tuca:
Das zeigt es doch: Schlechte Erziehung und mangelnde Bildung sind die Instrumente die Amokläufe verursachen. Ein klarer Verstand läuft nicht Amok.

Naja das wiederum finde ich nicht weniger polemisch, als zu sagen Killerspiele führen zu Amokläufen. Steinhäuser war Gymnasiast. Vielleicht kein sonderlich guter - aber "ungebildet" ist wahrlich was anderes. Zwinkernder Smiley Auch ust mir "schlechte Erziehung ist schuld" viel zu eindimensional. Da spielen so viele Faktoren rein.
Chris
 

#51 02.04.2009, 15:30
Onkel Tuca
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Betreff: Re: Wie findet ihr die Sache mit den Killerspielen? [Debatte um Verbot]
Schlechte Erziehung und mangelnde Bildung.
 

#52 02.04.2009, 17:00
Tai Fei Abwesend
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Betreff: Re: Wie findet ihr die Sache mit den Killerspielen? [Debatte um Verbot]
Zitat von 5IC:

Die richtig harten Spiele sind alle ab 18. Das hat seinen Grund. Kein Mensch fragt sich warum Eltern ihre Kinder sowas spielen lassen, oder warum die Kassen-Madamme jedem Milchgesicht alles verkauft wo ein roter "keine jugendfreigabe"-Aufkleber drauf ist. Hab mal ne Mutter gesehen, die hat GTA San Andres (ab 18) ihrem Sohn im Saturn gekauft und dann lächelnd in die Hand gedrückt. Dann heißt es immer Medienkompetenz braucht es bei Mama und Papa. Es braucht einen SCHE**SS um zu wissen, was "Nur ab 18 geeignet" heißt. :

Also, ich geh mal davon aus, dass DU keine Kinder in dem Alter hast. Deine Argumentation hat nämlich auch ´ne Schwachstelle. Kinder von 11/12 Jahren wissen ziemlich genau was cool ist. GTA ist hier z.B. ein heißer Anwärter. Diese Spiele bekommen die Kids heute absolut problemlos, auch wenn die Eltern diese NICHT kaufen. Allein schon durch Tauschaktionen in der Schule ist das für die meißten kein Problem.
"Stellt Euch den Tatsachen, DANN handelt danach!"
Quellcrist Falconer
 

#53 02.04.2009, 18:15
5IC Abwesend
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Betreff: Re: Wie findet ihr die Sache mit den Killerspielen? [Debatte um Verbot]
Zitat von Tai Fei:
Zitat von 5IC:

Die richtig harten Spiele sind alle ab 18. Das hat seinen Grund. Kein Mensch fragt sich warum Eltern ihre Kinder sowas spielen lassen, oder warum die Kassen-Madamme jedem Milchgesicht alles verkauft wo ein roter "keine jugendfreigabe"-Aufkleber drauf ist. Hab mal ne Mutter gesehen, die hat GTA San Andres (ab 18) ihrem Sohn im Saturn gekauft und dann lächelnd in die Hand gedrückt. Dann heißt es immer Medienkompetenz braucht es bei Mama und Papa. Es braucht einen SCHE**SS um zu wissen, was "Nur ab 18 geeignet" heißt. :

Also, ich geh mal davon aus, dass DU keine Kinder in dem Alter hast. Deine Argumentation hat nämlich auch ´ne Schwachstelle. Kinder von 11/12 Jahren wissen ziemlich genau was cool ist. GTA ist hier z.B. ein heißer Anwärter. Diese Spiele bekommen die Kids heute absolut problemlos, auch wenn die Eltern diese NICHT kaufen. Allein schon durch Tauschaktionen in der Schule ist das für die meißten kein Problem.

Das weiß ich doch. Ich sage ja nicht, dass wenn Eltern aufpassen, dass die Kinder nicht dran kommen. Aber irgendwo muss man ja mal anfangen und da kann man sagen was man will, da sind die Eltern die erste Nummer. Und eine Mutter die einem maximal 12 Jahre alten Kind im Saturn Spiele für Erwachsene kauft - die auch groß und knallrot - als solche ausgezeichnet sind macht nun mal was verkehrt. Schulhoftausch hin, illegal Downloaden her. Und Eltern, die jedesmal mit einem "ach das spielen die ja eh alle" ausdruck am kinderzimmer vorbeigehen, in dem der spross seit 4 stunden vor ballergeräuschen sitzt, ist ja wohl offensichtlich auch nicht gerade das, was man unter liebevoller, guter Erziehung versteht.
Chris
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#54 02.04.2009, 18:47
Tai Fei Abwesend
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Betreff: Re: Wie findet ihr die Sache mit den Killerspielen? [Debatte um Verbot]
Zitat von 5IC:
Und eine Mutter die einem maximal 12 Jahre alten Kind im Saturn Spiele für Erwachsene kauft - die auch groß und knallrot - als solche ausgezeichnet sind macht nun mal was verkehrt. Schulhoftausch hin, illegal Downloaden her. Und Eltern, die jedesmal mit einem "ach das spielen die ja eh alle" ausdruck am kinderzimmer vorbeigehen, in dem der spross seit 4 stunden vor ballergeräuschen sitzt, ist ja wohl offensichtlich auch nicht gerade das, was man unter liebevoller, guter Erziehung versteht.
Tja aber genau hier liegt die Problematik. Die Kids kommen problemlos an diese Spiele ran. Wenn hier das Elternhaus mit Verboten und Abwehrreaktionen reagiert erreicht man eher das Gegenteil. Tatsächlich gewinnen diese Spiele dann noch viel mehr an Reiz. Dann erfolgt das Ganze heimlich und den Eltern entgleitet in diesem Punkt die Kontrolle und Aufsicht. Man wir wahren alle mein jung und Verbote meiner Eltern haben mich auch wenig gejuckt. Mein Sohn (11) hat z.B. GTA von ´nem Kumpel getauscht. Da er mir gegenüber ein gutes Vertrauensverhältnis hat, hat er mir das auch gezeigt und ich hab sogar teilweise mitgezockt. Und soll ich Dir was sagen. Nach knapp ´nem Monat war des Spiel völlig uninteressant und wurde wieder verscherbelt, jetzt ist Pokémon gerade mal wieder angesagt. Du siehst, Kinder in dem Alter können hier sehr wohl Spiel und Realität unterscheiden. Die AltersEMPFEHLUNGEN sind in vielen Punkten völlig fragwürdig. Für den Handel mag es als Richtlinie funktionieren, auch wenn die Praxis hier andere Ergebnisse zeigt, für die häusliche Umgebung ist jedoch ein vertrauensvolles Kind-Eltern-Verhältnis VIEL wichtiger.
Insofern kann ich sogar Dein Bsp. nachvollziehen. Vielleicht war es der Mutter eben wichtiger dem Kind das Spiel zu kaufen und dabei zu wissen WAS und WIE ihr Sohn spielt, als das Ganze eines Tages mal als Überaschungsei aufgetischt zubekommen.
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Quellcrist Falconer
 

#55 02.04.2009, 19:50
Toth Abwesend
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Betreff: Re: Wie findet ihr die Sache mit den Killerspielen? [Debatte um Verbot]
Da hast du absolut recht. Nur hat 5IC auch recht. Denn Interesse zeigen und mitzocken ist noch lange nicht das gleiche, wie resigniert und desinteressiert kaufen und dann das Kind damit alleine lassen.
The trick, William Potter, is not minding that it hurts!
 

#56 02.04.2009, 20:10
DR. Oberdick Abwesend
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Betreff: Re: Wie findet ihr die Sache mit den Killerspielen? [Debatte um Verbot]
Sorry Tai Fei, aber dein Sohn ist 11!
Mit 11 Jahren hab ich mich mit meinen Freunden im Wald getroffen und wir haben irgendwelche Staudämme im Bach gebaut!
Ich glaube wenn man den Kindern früh genug diese Spiele entnehmen würde, würden sie denen auch nicht nacheifern! Ich wollte damals immer eine Playstation1, aber meine Eltern haben mir einen n64 geholt wozu es solche "brutalen" Spiele eigentlich nicht gab! (Und ich war trotzdem zufrieden) Später bin ich natürlich auch an andere Spiele gekommen, aber da war ich schon wesentlich älter! Da kann ich von dir auch nicht verstehen wenn du GTA mit deinem Sohn zusammen zockst! (Es ist nunmal ab 18 oder 16 und wir brauchen uns auch nicht darüber zu unterhalten warum!)
Bei allem Respekt aber schick ihn lieber in den Wald! Da erlebt er bestimmt mehr als irgendwelche Passanten in einem Videospiel zu töten!
"Heute hast du verloren kleiner, aber das muss dir ja nich gefallen!"
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, das letzte Mal am 02.04.2009, 20:24 von DR. Oberdick.  

#57 02.04.2009, 20:49
Tai Fei Abwesend
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Betreff: Re: Wie findet ihr die Sache mit den Killerspielen? [Debatte um Verbot]
Zitat von DR. Oberdick:

Bei allem Respekt aber schick ihn lieber in den Wald! Da erlebt er bestimmt mehr als irgendwelche Passanten in einem Videospiel zu töten!
Sorry aber ich wohne nicht in der Pampa, mit Wald sieht´s bei mir nicht so dolle aus.

Wie ich außerdem schon sagte, hat er das ziemlich schnell überbekommen. Z.z. spielt er wieder viel lieber Pokémon oder Lego. Jetzt wo´s Wetter endlich besser ist, auch Fußball. Es ist lächerlich anzunehmen, dass man Kinder in einer urbanen Umgebung (mag ja auf dem Lande anders sein) vor solchen "Gefahren" beschützen kann. Ich finde es besser meine Kinder persönlich an diese Spiele heranzuführen, zumal auch DU nicht den kausalen Zusammenhang zwischen "Killerspielen" und Amokläufen darlegen kannst.
Übrigens bin ich schon mit 8 Jahren zusammen mit meinen Kumpels durch Abbruchhäuser gezogen und auf deren Dächer rumgeklettert. Da finde ich die Freizeitgestaltung meines Sohnes schon wesentlich entspannender. Wenn meine Eltern wüssten was ich damals alles angestellt habe. Du siehst es ist eher lächerlich neue Medien, wie Computerspiele allgemeinen und "Killerspiele" im besonderen für eine "Verrohung" der heutigen Gesellschaft verantwortlich zu machen.

Zitat von Toth:
Da hast du absolut recht. Nur hat 5IC auch recht. Denn Interesse zeigen und mitzocken ist noch lange nicht das gleiche, wie resigniert und desinteressiert kaufen und dann das Kind damit alleine lassen.
Das wurde aber auch nur gemutmaßt. Woher willst Du wissen, dass da der Vater/Mutter nicht auch mitspielt oder wenigstens auch mal mit zusieht.

Man sollte mit allgemeinen Pauschalisierungen halt immer vorsichtig sein, da niemand die persönliche Situation seiner Mitmenschen genau kennt. Mit dem Finger auf äußere Erscheinungsbilder zu zeigen ist leicht, Ursachen zu bekämpfen aber schon deutlich schwieriger.
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Quellcrist Falconer
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 02.04.2009, 21:01 von Tai Fei.  

#58 02.04.2009, 21:04
Dark Hunter Abwesend
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Betreff: Re: Wie findet ihr die Sache mit den Killerspielen? [Debatte um Verbot]
Wenn du meinst, dass dein Kind ein Spiel für ältere jugendliche oder Erwachsene spielen darf, frage ich mich ehrlich nicht, warum Kinder heute das als völlig normal ansehen. Nichts für Ungut, aber genau diese Art Eltern mit ihre laschen Erziehung sind dann auch selbst Schuld, wenn etwas schief läuft. Du sagst wir waren alle mal jung, stimmt, aber ich durfte als ich 11 war nicht unkontrolliert an den Rechner (damals C-64, später ein PC) und dort stundenlang zocken. Der stand im Raum meiner Eltern und damit unter deren Kontrolle und ohne Erlaubnis kam und ging ich da nicht ran, schon weil da ein Passwort im Wege war. Wenn Kinder heute zocken dürfen, um ruhig zu sein, dann wundert mich einiges nicht mehr. Selbst die Spielekonsole, ein SNES, stand im Wohnzimmer, wo der Fernseher war und damit ging es auch nicht unkontrolliert ab, ganz zu Schweigen davon, dass die passenden Spiele von der Verwandschaft gekauft wurden und die somit die Altereinschränkung beim Kauf beachten sollten, bzw. dies in meinem Fall auch taten. Du meinst die Kinder tauschen das untereinander, stimmt taten wir auch, nur wird es schwer ein eingetauschtes Spiel zu installieren, wenn ich, um es installieren zu können, an den Rechner nur mit Erlaubnis darf, also jemand auch hinguckt, was ich da eigentlich tue und auch jederzeit mal sieht, was ich da drauf anstelle. Ballerspiele habe ich schlicht und ergreifend so auch erst in einem Alter kennengelernt, in dem es des Alters wegen erlaubt ist. Genau dafür sind doch die Warenkennzeichen da und wenn Eltern ihren Sprösslingen dennoch erlauben das falsche zu tun und im Zweifelsfall nicht kontrollieren, bzw. ihren Nachwuchs ohne Kontrollmechanismen an die Technik ran lassen, wer liegt hier dann wohl in der Verantwortung? Der Gesetzgeber sicher nicht, denn der erzieht die Kinder nicht. Der kann nur darauf hinweisen, wie er es auch tut. Erziehen musst du deinen 11 Jährigen schon selbst.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 02.04.2009, 21:07 von Dark Hunter.  

#59 02.04.2009, 21:16
Tai Fei Abwesend
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Betreff: Re: Wie findet ihr die Sache mit den Killerspielen? [Debatte um Verbot]
Ich hatte als Kinder gar keinen Computer, kein Handy, von Ballerspielen usw. schon gar nicht zu reden. Ich verbitte mir außerdem persönliche Anmachen zu meinem Erziehungsstil, erst Recht von jemanden der überhaupt keine Kinder hat. Von lasch kann auch gar keine Rede sein, ich halte von Antiautoritär gar nichts. Außerdem weiß mein Sohn dass er bei Regelverletzungen ziemlich schnell Privilegien einbüßt, z.Z. hat er z.B. komplettes Internet-Verbot. Ich glaube auch nicht, dass Dein Name Nostradamus ist und Du die weitere Entwicklung MEINER KINDER beurteilen kannst. Vielleicht versuchts Du mal Deinen Kopf zu benutzen als immer und immer wieder blöde Propaganda nachzuplappern, die man inzwischen in fast jedem Thread von Dir zu hören bekommt, ich verweise auch "China - den Roten" "Rosa Luxemburg vs. Hitler" usw.
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Quellcrist Falconer
 

#60 02.04.2009, 21:36
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Wohnort: Nordhessen

Betreff: Re: Wie findet ihr die Sache mit den Killerspielen? [Debatte um Verbot]
Tai Fei natürlich obliegt es allein dir, wie du deine Kinder erziehst und hier darf und kann keiner da rein reden. Aber wir sind hier nun mal in einem Diskussionsforum und besprechen ein Thema wo es nun mal auch um solche Themen geht und du hast dich persönlich eingebracht und deine Situation da miteinbezogen. Da musst du auch damit leben, wenn jemand deine Aussagen für Argumentations- und Debattierpunkte heranzieht. Ich sehe hier keine wirkliche "Anmache", im Gegenteil scheinst du dich von Anfang an sehr angegriffen gefühlt zu haben, allein aus dem Grund das du ein Vater bist. Aber wenn bei dir und deiner Familie alles super läuft sei doch froh und gut ist. Aber es ist nun mal so, dass es nicht bei allen Familien so abläuft wie bei euch. Bei euch mag es vielleicht ein Idealfall sein, dass ihr in der Familie so offen und konstruktiv mit Themen wie Gewaltspielen umgehen könnt und das zur Reifung des Kindes nutzt. Aber es gibt tausende Familien da gibt's sowas nicht. Da beschäftigt sich der Vater nicht mal beim Frühstück mit dem Sohn, wenn es denn überhaupt noch einen Vater in der Familie gibt. Da ist die überforderte Mutter froh, wenn der "Rotzbengel endlich mal ruhig ist". Da beschäftigt man sich nicht zusammen mit dem Kind und einem Spiel, sondern das Spiel wird als äußerst günstiger, und effektiver Ganztags-Babysitter genutzt. Familien wo quasi alles im argen liegt und das Kind systematisch aller Chancen beraubt wird eine vernünftige Person zu werden. Natürlich kann man nie alles über einen Kamm scheren, aber soll man jetzt jedesmal wenn ich etwas sage, noch die Gegenseite erwähnen? "Mir gehen die Autofahrer morgens voll auf die Nerven! - Natürlich nicht alle, manche sind echt toll." Ich hoffe du verstehst was ich meine.
Chris
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