Ah, Rats!!
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Betreff: Re: "Winterjacke" (off topic)
Ich hab mal bei Jack Wolfskin gearbeitet, und eine gute "Northpants Men" in sandfarben begleitet mich auf meinen Outdoortouren genau so wie Lederjacke und Hut.
Du sagst erst, dass alle deutschen Anbieter amerikanischer Jacken "VIEL ZU HOHE PREISE" haben, und danach kommst Du mit "Die Jacken sind natürlich nur was für Leute die ausgewachsen sind und die ihre Gear nicht vom Taschengeld oder der Bettelei bei Oma finanzieren müssen...teueres Zeug". Was jetzt, so billig wie möglich an die Jacken kommen, oder sich ruhig mal teures Zeug kaufen? Oder teures Zeug so billig wie möglich kaufen? Irgendwie ist mir das ein bißchen viel Aufruferei...
Schau, wir alle hier wissen wie man Google bedient, und einige haben sogar ein wenig Erfahrung mit Fliegerjacken. Wenn ich eine Aero-Jacke will, dann kaufe ich mir eine Aero-Jacke. Ich weiß wofür die gut sind, und was ich da bekomme. Ich suche im Moment aber die Jacke von Schott, darüber unterhielten wir uns gerade - eine ganz bestimmte Jacke, nicht "eine Jacke so ungefähr in dieser Richtung".
Die deutschen Anbieter richten sich nicht nur an Mercedes-Fahrer. Es ist schwierig, ein Handelsunternehmen aufzuziehen, und ich bewundere die wenigen deutschen Vertriebe für hochwertige importierte Fliegerjacken dafür, dass sie sich die Mühe machen, und dieses Wagnis eingehen. Ich zahle gerne ein wenig mehr, um die Jacke bei denen zu kaufen, anstatt sie beim Hersteller zu kaufen, und dort nach Zoll und Fracht vielleicht 20 Euro zu sparen. Die 184 SM kostet bei Schott selbst 572,50 Dollar, bei dem deutschen Fliegerjackenladen 599,- Euro. Das ist nach Fracht und Steuern nicht so viel mehr, und ich kann die Jungs damit noch mehr unterstützen, als ich Schott unterstützen kann.
Denn es sind solche Leute, die mit ihrer Leidenschaft für Fliegerjacken dafür sorgen, dass mein jetziges 16jähriges Pendant in der heutigen Zeit solche Jacken in Deutschland finden kann, um sich seinen Traum von der Fliegerjacke zu erfüllen, anstelle auf überteuerte Karstadt-Kopien angewiesen zu sein, wie ich es früher war, als das Thema interessant wurde.
Ein Unternehmen zu führen ist in der heutigen Zeit schwierig - vor allem wenn man vom Verkauf lebt. Wenn man dann auch noch mit einem Nischenprodukt arbeitet, dass man wegen der eigenen Leidenschaft dafür importiert, und das jeder Andere auch im Ausland bestellen kann, dann ist das mutig, und gewiss nichts wo die sich an Mercedesfahrern eine goldene Nase verdienen. Sowas sollte irgendwo Anerkennung finden, und nicht mit solchen markigen Sprüchen niedergemacht werden.
Just my two cents...
Chris H.
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