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Betreff: Marvel Omnibus Indiana Jones
Marvel hat mit den beiden Deluxe-Hardcover-Bänden „Indiana Jones: The Further
Adventures Book I & Book II“ (in Deutschland über Panini Comics erschienen) die
gesammelten Marvel-Comics des ikonischen Archäologen aus den 1980er-Jahren neu
aufgelegt.
Die zweibändige Sammleredition erscheint in edlem Kunstledereinband mit Tiefprägung und
Lesebändchen. Sie bündelt nicht nur die komplette 34-teilige Originalserie von 1983 bis 1986,
sondern auch die ofiziellen dreiteiligen bzw. vierteiligen Comic-Adaptionen der drei
ursprünglichen Kinofilme.
Übersicht der beiden Bände
Details Book I
Enthaltene US-Hefte Marvel Super Special #18 &
#30, The Further Adventures of
Indiana Jones #1–16
Umfang ca. 528 Seiten
Film-Adaptionen Jäger des verlorenen Schatzes
& Tempel des Todes
Details Book II
The Further Adventures of
Indiana Jones #17–34, Indiana
Jones and the Last Crusade
#1–4
Umfang 512
Hauptautoren John Byrne, David Michelinie,
Walter Simonson
David Michelinie, Christopher
Priest, Larry Lieber
Hauptzeichner John Byrne, John Buscema,
Butch Guice, Howard Chaykin
Herb Trimpe, Luke McDonnell,
Kerry Gammill
Beschreibung & Inhaltsangabe
Indiana Jones: The Further Adventures – Book I
Book I bildet den Auftakt und deckt die Entstehungsphase der Reihe ab. Neben den
großformatigen Film-Adaptionen zu Jäger des verlorenen Schatzes und Tempel des Todes liegt
der Schwerpunkt auf den ersten 16 Ausgaben der fortlaufenden Marvel-Serie.
● Die Film-Adaptionen: Walt Simonson, John Buscema und Howard Chaykin fangen die
Dynamik der ersten beiden Spielfilme im klassischen 80er-Jahre-Marvel-Stil ein.
● Die fortlaufende Serie (#1–16): Die Handlung knüpft zeitlich direkt an die Ereignisse von
Jäger des verlorenen Schatzes an. Indiana Jones reist zusammen mit Marion Ravenwood
und Marcus Brody um die Welt.
○ Eines der zentralen Handlungselemente ist der Arc „The Search for Abner“, in
dem Indy und Marion Hinweise nachjagen, dass Marions totgeglaubter Vater Abner
Ravenwood noch am Leben sein könnte.
○ Weitere Abenteuer führen Indy nach Griechenland auf der Suche nach dem
mystischen Ikon von Ikammanen, in geheime Tempelanlagen Südamerikas sowie in
Auseinandersetzungen mit verfeindeten Schatzsuchern und Geheimdiensten.
Indiana Jones: The Further Adventures – Book II
Book II schließt die klassische Marvel-Ära lückenlos ab und enthält die Ausgaben #17–34 der
fortlaufenden Serie sowie die vierteilige Miniserie zu Indiana Jones und der letzte Kreuzzug.● Die fortlaufende Serie (#17–34): In der zweiten Hälfte etabliert sich ein stark
episodisches Format. Indy wird vom National Museum oder alten Bekannten auf
Spurensuche geschickt:
○ In Storys wie „The Secret of the Deep“ und „Revenge of the Ancients“ muss er
versunkene Tempelruinen erkunden, verfluchte Relikte sichern und gegen
sowjetische Spione sowie lokale Geheimbünde antreten.
○ Der Handlungsstrang „Trail of the Golden Guns“ lässt Indy in ein Netz aus Verrat,
Söldnern und mystischen Artefakten geraten.
● Die Film-Adaption: Den Abschluss bildet die Comic-Umsetzung von Der letzte Kreuzzug,
in der Indy gemeinsam mit seinem Vater Dr. Henry Jones Sr. auf die Suche nach dem
Heiligen Gral geht.
Rezension & Bewertung
1. Aufmachung & Sammlerwert (9/10)
Verlegerisch bieten die Bände Sammlerqualität: Das edle Kunstleder-Artwork, die gestochen
scharfe Restaurierung der originalen Farbpaletten und die Vollständigkeit machen das
Zweier-Set zur ultimativen Werkschau der Marvel-Epoche.
2. Storytelling & Atmosphäre (6.5/10)
Inhaltlich muss man die Bände im Kontext ihrer Entstehungszeit betrachten:
● Stärken: Die Geschichten sprühen vor Nostalgie und fangen das klassische
Pulp-Serial-Feeling der Filme hervorragend ein. David Michelinie versteht es, Indys
sarkastischen Humor, seine Fehler und seinen ständigen Kampf gegen das Chaos
authentisch abzubilden.
● Schwächen: Die Handlungsbögen sind meist kurz (1–3 Hefte) und folgen einer
repetitiven Formel: Auftrag durch Marcus Brody -> Reise an exotischen Ort ->
Entdeckung des MacGufins -> Verfolgungsjagd/Falle -> knappe Flucht. Wirkliche
Konsequenzen für das Indiana-Jones-Universum bleiben aus.
3. Zeichnungen & Artwork (6/10)
Visuell zeigen die Bände ein schwankendes Bild:
● Die frühen Ausgaben von John Byrne (#1–2) und John Buscema glänzen mit
dynamischer Anatomie, starken Schattierungen und hervorragendem Cinematic-Flow.
● Im Verlauf von Book II wirken die Arbeiten von Zeichnern wie Herb Trimpe stellenweise
hektischer, mit teils uneinheitlicher Ausarbeitung der Gesichter und schwächeren
Inking-Ergebnissen.
Fazit
Die beiden Deluxe-Bände von „Indiana Jones: The Further Adventures“ sind kein
hochkomplexes modernes Comic-Meisterwerk, sondern ein charmantes Zeitdokument der
1980er-Jahre. Für Hardcore-Fans der Filmreihe und Liebhaber von Retro-Adventure-Comics
bieten die Bände kurzweilige Unterhaltungs-Happen im gewohnten Indy-Flair.
Miniaturansichten angehängter Bilder:
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Andreas
Ich glaube nicht an HokusPokus
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