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#1 Gestern, 22:02
FloW Abwesend
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Betreff: Entschlüsselte Geheimschriften
Verschlüsselte Manuskripte
Geheimschriften nach Jahrhunderten entschlüsselt

Zitat:
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Ein bekanntes Beispiel ist die sogenannte Borg-Chiffre aus der Vatikanischen Bibliothek. Das Buch mit 408 Seiten kombiniert 34 Symbole mit einigen lateinischen Buchstaben und einer arabischen Titelseite und war mehr als 400 Jahre lang nicht zu entziffern. Ein Team um Beáta Megyesi, Professorin für Computerlinguistik an der Universität Stockholm, konnte den Code nun knacken.
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Zitat:
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Der Text enthält zunächst medizinische Ratschläge, darunter Rotwein gegen die Ruhr, eine Infektionskrankheit des Darms, so die Forscher. Solche Rezepte seien damals geheim gehalten worden, um dem Vorwurf der Hexerei zu entgehen.

An späterer Stelle wechselt das Buch das Thema und beschreibt Brandwaffen. Dieser Teil geht der Übersetzung zufolge auf das mittelalterliche "Liber ignium" zurück, das "Buch des Feuers", das einem Verfasser mit dem Decknamen Marcus Graecus zugeschrieben wird.

Der Abschnitt ist als Botschaft eines gewissen Nectanebo an Alexander den Großen verfasst, der seine Feinde zu Wasser und zu Lande mit Feuer vernichten solle. Es folgen mehrere Rezepte für Brandsätze. Einige davon sollen sich den Anweisungen zufolge nicht mit Wasser löschen lassen, ähnlich dem berühmten "griechischen Feuer" der Antike.
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Zitat:
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Neuere Systeme verbinden Transkription und Entschlüsselung. Megyesis Team entwickelte ein Chatbot-Werkzeug, das Entschlüsselungsalgorithmen mit großen Sprachmodellen kombiniert. Bei einem Test mit der Borg-Chiffre übersetzte es einen Ausschnitt aus 500 Symbolen in gut 29 Minuten ins Englische.
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Zitat:
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Vollständig automatisch funktioniert die Entschlüsselung jedoch nicht. Sprachmodelle können historische Zusammenhänge falsch deuten, weshalb die Systeme jeden Schritt dokumentieren, um Fehler auszuschließen. Michelle Waldispühl von der Universität Oslo beschreibt die Arbeit als "ein ständiges Hin und Her zwischen der Maschine und dem menschlichen Prüfer."
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Zitat:
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Künftig sollen die Werkzeuge auch bei Schriften helfen, deren Alphabet bislang unbekannt ist, etwa beim rund 4.000 Jahre alten Diskos von Phaistos aus Kreta und bei der frühen Schrift Linear A.
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Quelle: https://www.t-online.de/...sselt.html

Womit wieder die Brücke zu Linear A, Kreta und Archäologie geschlagen wäre. 🤠👍🏻
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