Oxygen1982
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Betreff: Konzeptdiskussion: Eine düstere Indiana-Jones-Geschichte im frühen Kalten Krieg
Konzeptdiskussion: Eine düstere Indiana-Jones-Geschichte im frühen Kalten Krieg
Ich arbeite derzeit an einem Indiana-Jones-Fanfiction-Projekt mit dem Titel:
Indiana Jones and the Last Division
Dieses Projekt ist nicht als Neuinterpretation, Reboot oder „Korrektur“ der bestehenden Filme gedacht.
Es handelt sich um eine eigenständige Fan-Geschichte, die versucht, Ton, Atmosphäre und innere Logik der klassischen Indiana-Jones-Abenteuer beizubehalten, die Handlung jedoch in einen etwas späteren historischen Kontext zu verlegen.
Die Geschichte spielt im Jahr 1952, in der frühen Phase des Kalten Krieges. Der Zweite Weltkrieg ist offiziell vorbei, doch viele seiner Folgen sind ungelöst:
Vertriebene Menschen, verdeckte Netzwerke, nicht abgeschlossene Programme – und Ideologien, die mit der Kapitulation nicht einfach verschwunden sind.
Mich interessierte besonders die Frage, wie eine Indiana-Jones-Geschichte aussehen könnte, in der die zentrale Bedrohung nicht mehr göttliche Strafe oder uralte Magie ist, sondern unvollendete Geschichte:
Was geschieht, wenn Relikte der Vergangenheit bewusst bewahrt, geschützt und für eine spätere Nutzung vorbereitet werden?
Im Folgenden findet sich eine kurze Zusammenfassung der Handlung sowie eine Betrachtung der zentralen Motive und Themen.
Ich würde mich sehr über Feedback anderer Indy-Fans freuen – insbesondere dazu, ob sich diese Geschichte stimmig in Welt und Figur der klassischen Filme einfügt.
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Indiana Jones and the Last Division
Handlungszusammenfassung
Im Jahr 1952, sieben Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, wird Indiana Jones in eine Untersuchung hineingezogen, die scheinbar harmlos beginnt: während des Día de los Muertos in Mexiko-Stadt stößt er auf eine unscheinbare akademische Spur.
Was zunächst wie eine Randnotiz wirkt, entpuppt sich bald als Teil einer weit größeren Operation – Überreste eines nationalsozialistischen Programms, das 1945 nicht beendet wurde.
Als das Dritte Reich zusammenbricht, genehmigt Heinrich Himmler eine letzte, streng geheime Mission: die Evakuierung und Verlagerung eines Forschungsprojekts als ultimative Rückversicherung. Dieses Projekt steht in Verbindung mit einer alten südamerikanischen Legende – El Dorado.
Über Rattenlinien und verdeckte Seerouten werden Personal, Dokumente und Ausrüstung nach Südamerika geschmuggelt, bevor alliierte Kräfte eingreifen können.
Am Fuß der Anden entsteht ein massiver Bunkerkomplex – halb Forschungsanlage, halb Festung –, ausgelegt auf Isolation und Tarnung.
Ein in die Basis integrierter Zeppelin dient als Transportmittel und Ablenkung, während ein U-Boot eine verborgene logistische Verbindung zur Außenwelt sicherstellt.
Die Verantwortlichen dieser Operation werden als die Letzte Division bekannt. Es handelt sich nicht um fanatische Okkultisten, sondern um disziplinierte Überlebende der nationalsozialistischen Führungsebene. Sie sind überzeugt, dass der Krieg militärisch, nicht aber ideologisch verloren wurde. Ihr Ziel ist klar: die Vollendung von Himmlers letzter Mission.
Indiana entdeckt schließlich die wahre Natur von El Dorado:
keine Stadt, kein Gold – sondern eine Substanz, deren Energiepotenzial der Vernichtungskraft einer Materie-Antimaterie-Reaktion nahekommt und selbst die Atombomben der USA übertreffen würde. Ihre Raffinierung würde das nukleare Gleichgewicht bedeutungslos machen.
Während Indy tiefer in die Verschwörung vordringt, kreuzen sich seine Wege mit einer parallelen Jagd des Mossad, der dieselben Fluchtrouten aus völlig anderen Motiven verfolgt.
Mal arbeiten beide Seiten unbeabsichtigt zusammen, mal behindern sie sich – gefangen zwischen Gerechtigkeit, Prävention und Geheimhaltung.
Die Handlung eskaliert in gefährlichen Konfrontationen:
Lastwagenverfolgungsjagden auf andinen Bergstraßen, Infiltrationen des Bunkerkomplexes, Zwischenfälle in der Luft und knappe Fluchten, während die Letzte Division kurz davorsteht, die Substanz zu weaponisieren.
Am Ende geht es nicht darum, El Dorado zu besitzen, sondern darum, seine Vollendung zu verhindern.
Indianas Rolle ist nicht länger die des Entdeckers, sondern die des Hüters: Die Vergangenheit muss erinnert werden – darf aber nicht zur Waffe der Zukunft werden.
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Zentrale Motive und Themen
1. El Dorado als Missverständnis
El Dorado ist kein Schatz, sondern eine Fehlinterpretation.
Der Mythos überlebt, weil er die Wahrheit verdeckt: Gold ist begreifbar – eine annihilierende Substanz nicht. Die Legende wirkt wie eine Tarnschicht, die die Nazis zu entfernen versuchen.
2. Der Krieg, der nie endete
Die Letzte Division verkörpert die Idee, dass Kriege nicht mit Kapitulation enden, sondern mit Erschöpfung. Diese Männer sind keine Geister – sie sind Konsequenzen. Ihre Existenz wirft die Frage auf, ob Ideologien wirklich besiegt oder nur verdrängt werden können.
3. Wissenschaft ersetzt Mythos
Im Gegensatz zu früheren Indy-Abenteuern steht hier keine übernatürliche Macht im Zentrum, sondern Wissenschaft ohne moralische Grenzen.
Der Schrecken kommt nicht von Göttern, sondern von menschlicher Genialität ohne Kontrolle.
4. Erinnerung versus Wiederbelebung
Der Día de los Muertos rahmt die gesamte Erzählung.
Die Toten zu erinnern ist notwendig – ihre Ambitionen wiederzubeleben ist es nicht. Die Letzte Division verwechselt Erinnerung mit Verpflichtung. Indy nicht.
5. Der Mossad und moralische Reibung
Die Präsenz des Mossad verankert die Geschichte fest in der Nachkriegsgeschichte.
Sein Handeln ist persönlich, absolut und nicht verhandelbar. Indys Ziel ist Prävention, nicht Vergeltung. Die Spannung zwischen beiden Ansätzen verleiht der Geschichte moralische Tiefe.
6. Indiana Jones als Hüter, nicht als Eroberer
Dies ist ein älterer Indy. Sein Sieg liegt in der Zurückhaltung.
Er gewinnt nicht durch Besitz, sondern durch Verweigerung – indem er sicherstellt, dass manche Entdeckungen niemals vollendet werden.
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Charaktere
Indiana Jones (Protagonist)
• Erscheinung: Anfang 50, wettergegerbtes Gesicht, athletischer Körperbau. Zunächst im Urlaubsoutfit (weißes Leinenhemd, Khakihose, Sandalen), später klassisch: braune Lederjacke, Fedora, Peitsche, .455-Webley-Revolver im Schulterholster (den er ungern trägt, aber für praktisch hält).
• Persönlichkeit: Trockener Humor, mutig, intelligent, skeptisch (besonders gegenüber manipulativen Frauen), moralisch gefestigt, nachdenklich in Bezug auf Alter und Verlust. Hasst Schlangen und U-Boote, setzt auf Cleverness statt Gewalt.
• Hintergrund: Amerikanischer Archäologieprofessor und Abenteurer, ehemaliger OSS-Agent, Kämpfer gegen die Nazis im Zweiten Weltkrieg. Gezeichnet von Verlusten wie Marcus Brody und Elsa Schneider.
• Rolle: Widerwilliger Held, der aus dem Urlaub gerissen wird; findet den Codex, arbeitet mit Helga zusammen, konfrontiert die Nazis, stiehlt den Schlüssel und führt Flucht und Verfolgungsjagd an.
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Helga Bergen (Femme Fatale / Verbündete)
• Erscheinung: Späte 30er/frühe 40er, schlank, disziplinierte Haltung, strenge Frisur, elegante, funktionale Kleidung. Inspiration: Cate Blanchett oder Uma Thurman.
• Persönlichkeit: Ruhig, intelligent, kontrolliert, flirtend ohne Emotionalität, pragmatisch. Moralisch ambivalent – Indy vermutet Verrat wie bei Elsa, doch Helga ist aufrichtig.
• Hintergrund: Tarnidentität als Schweizer Journalistin; Mossad-Agentin seit 1949, deutschsprachig, spezialisiert auf Nazi-Infiltration. Platzierte den Codex gezielt für Indy.
• Rolle: Kontaktiert Indy, baut Vertrauen auf, hilft bei Flucht und Kampf. Ihre Mossad-Zugehörigkeit wird erst am Ende offenbart.
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Baron von Kaltstein (Antagonist)
• Erscheinung: Groß, schlank, aristokratisch, heller tropischer Uniformstil, Scharfschützengewehr. Inspiration: Christoph Waltz.
• Persönlichkeit: Höflich, kultiviert, tödlich. Sieht Jagd als Spiel, kombiniert Fanatismus mit Charme.
• Hintergrund: Ehemaliger NS-Offizier, über Rattenlinien entkommen, Teil der Letzten Division.
• Rolle: Konfrontiert Indy und Helga, nimmt sie gefangen, führt Verfolgungsjagden und wird schließlich selbst zur Beute.
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General von Falkenhorst (Hauptantagonist)
• Erscheinung: Eleganter, fanatischer Offizier mit Augenklappe. Inspiration: John Barrowman.
• Persönlichkeit: Visionär, skrupellos, strebt nicht Sieg, sondern historische Bedeutung an.
• Hintergrund: Ehemaliger Wehrmachtsgeneral, entkam der Hinrichtung, führt die Letzte Division mit Himmlers letzten Ressourcen.
• Rolle: Kommandiert vom Zeppelin „Walküre“ oder der Basis aus, treibt das Projekt bis zur selbstzerstörerischen Eskalation.
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Jean Moreau (Nebenfigur)
• Erscheinung: Älterer Franzose, Brille, Forscherkleidung, gezeichnet von Gefangenschaft.
• Persönlichkeit: Intelligent, idealistisch, mutig, besessen von verlorenen Relikten.
• Hintergrund: Französischer Archäologe, entdeckte die Nazi-Spur zu El Dorado, übergab den Codex an den Mossad.
• Rolle: Köder für Indy, liefert Hinweise, wird gerettet und hilft bei der Flucht.
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mal editiert, das letzte Mal am 01.02.2026, 22:38 von Oxygen1982.
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