FloW
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Wohnort: Rheinhessen
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Betreff: Sammlung für Produktionen zum Thema: Sternenhimmel, Seidenstraße & Schifffahrt
Der Turm der Winde (auch Horologion des Andronikos) in Athen ist die älteste Wetterstation der Welt. Das achteckige Bauwerk aus pentelischem Marmor wurde im 1. oder 2. Jahrhundert v. Chr. vom Astronomen Andronikos von Kyrrhos errichtet. Quelle: Wikipedia https://share.google/3QqoOSM9nEbGvD4UH
Besonderheiten des antiken Bauwerks
Multifunktionale Zeitmessung: Er vereinte neun Sonnenuhren an den Außenwänden mit einer wasserbetriebenen Uhr (Clepsydra) im Inneren, die auch nachts oder bei Bewölkung funktionierte.
Acht Windgötter: Unter dem Dachrand befindet sich ein Fries mit Reliefs der acht Windgottheiten (Anemoi), die jeweils ihrer Windrichtung zugeordnet sind.
Wetterfahne: Auf dem Kegeldach befand sich ursprünglich ein bronzener Triton, der sich mit dem Wind drehte.
Astronomische Anzeige: Im Inneren befand sich vermutlich eine durch Wasserdruck betriebene Armillarsphäre, die den Lauf der Gestirne anzeigte. Quelle: This is Athens https://share.google/YSJBvqQKiFd2n50VU
Nachbildung in Oxford: Auf der Spitze des Radcliffe Observatory in Oxford (das dem Turm der Winde nachempfunden ist) steht eine Statue, die den Titanen Atlas zeigt, wie er gemeinsam mit Herkules das Himmelsgewölbe trägt.
Kosmische Symbolik: Da Atlas in der Mythologie das Himmelsgewölbe stützt und der Turm der Winde ein Instrument zur Beobachtung des Himmels und der Gestirne war, teilen beide das Thema der astronomischen Weltordnung. Quelle: Heidelberg University https://share.google/mTcLxqmTkHrmLTE6a
Es gibt zudem einen Turm der Winde im Vatikan, der 1578 als Sternwarte erbaut wurde. Quelle: Wikipedia https://share.google/0ajUkNkutMDIhgV8E
Zitat:Der Titan Atlas trägt die Himmelssphäre (Globus) auf seinen Schultern (sogenannter Atlas Farnese)
Die stark beschädigte Marmorskulptur des Atlas, der die Himmelsspähre auf seinen Schultern trägt, war im 2. Jahrhundert n. Chr. nach einem griechischen Vorbild gearbeitet und im 16. und 18. Jahrhundert um Gesicht, Arme und Beine ergänzt worden (Abb. 117, 119). Der Globus (Sphaira/Armillarsphäre) ist mit den Linien des Äquators, der Polar- und Wendekreise, der Koluren, der Ekliptik und der Grenzen des Zodiakus versehen. Auch sind 41 Sternzeichen angegeben. Die Wiedergabe dieser Elemente ist präzise und belegt, dass den Künstlern die Forschung des griechischen Astronoms Hipparchos (um 190 - um 120 v. Cht.) bekannt war. Es ist nicht auszuschließen, dass die verlorene, bronzene (?) Urfassung des Atlas Farnese" im Turm der Winde von Athen aufgestellt war und eine motorisierte, aufrechte (koaxiale) und vermutlich deutlich größere Armillarsphäre trug, die die aktuelle Position der Planeten samt der 24-Stunden-Umdrehung der Fissternsphäre anzeigte. Im Marmorboden des Turms haben sich Vertiefungen für im Kreis angeordnete Rollenlager erhalten (Abb. 118). Da Atlas die Fixsterne mit der Hand hielt, muss er zusammen mit der Fixsternsphäre um die unbewegte Erde, die ja nach antiker Vorstellung das Zentrum der Welt bildet, kreisen.
... Quelle: Buchauszug: Maschinenraum der Götter. Wie unsere Zukunft erfunden wurde | Liebighaus Skulpturen Sammlung | Deutscher Kunstverlag 2023 | Seite 154 + 155
Sehr spannend, gerade weil das Thema: „Titan Atlas mit Globus“ in Indiana Jones und das Rad des Schicksals herausgenommen wurde um möglicherweise für ein neues Projekt in der Zukunft aufgespart zu werden.
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mal editiert, das letzte Mal am 08.03.2026, 17:52 von FloW.
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