burnoutsyndrome
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Dabei seit: 10.10.2013
Wohnort: Rodgau
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Betreff: Re: Suizidprävention und Selbsthilfegruppe
Danke Dir für Deine offenen Worte. Und ich freue mich sehr für Dich, daß Du so gut damit umgehen kannst.
Wichtig ist, Dir nicht die Schuld daran zu geben, was Deinen Freund angeht. Meine Freundin macht sich im Moment auch Sorgen um mich, bin derzeit in einer Phase, in der es mir sehr schlecht geht.
Ich versuche ihr klar zu machen, das sich jeder um sich selbst kümmert. Natürlich ist es normal, das man sich als Partner, Freund, sorgt. Aber Schuldgefühle sind fehl am Platz.
Letzten Endes kannst Du nicht wissen, ob es geholfen hätte, sich mit ihm zu treffen. Das darf Dich nicht belasten.
Ja, den meisten ist es tatsächlich sehr unangenehm. Um so wichtiger, daß darüber gesprochen wird. Es ist eine Krankheit, und da sollten sich viele mal drüber bewusst werden. Durch Mitglieder aus meiner Gruppe hat sich nun eine neue Selbsthilfegruppe, speziell für Angehörige, gebildet. Erstes Treffen ist heute Abend, und meine Freundin nimmt teil. Schade, daß Du solche Erfahrungen mit einer Selbsthilfegruppe gemacht hast, das sollte nicht sein...
Wichtig auch, das ein Arbeitgeber darüber Bescheid weiß und gegebenenfalls für Entlastung sorgen kann. Ich habe in meinem letzten Job, 2018, leider ziemliche schlechte Erfahrungen mit meiner Offenheit gemacht.
Bei mir hat sich aber nun, nach der langen Zeit, eventuell eine Jobmöglichkeit ergeben, und der potentielle Chef weiß von Anfang an Bescheid, auch hat seine Frau selbst Depressionen. Ich bin gespannt...
Frank
Die Feder ist mächtiger als das Schwert.
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