Dt. Indiana Jones Fan Forum Zum Summit 2026 in 'Schloss Brunwald'


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#1 11.09.2022, 10:27
burnoutsyndrome Abwesend
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Betreff: Suizidprävention und Selbsthilfegruppe
Hallo zusammen,

falls es jemanden interessiert, der Gründer und Initiator der Selbsthilfegruppe, die ich regelmäßig besuche, war gestern Abend im HR in der Hessenschau.
Wer es sich mal anschauen möchte, findet den Beitrag hier HR-Mediathek.

Fand es ganz gut gemacht...
Frank
Die Feder ist mächtiger als das Schwert.
 

#2 12.09.2022, 06:08
dervogt Abwesend
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Betreff: Re: Suizidprävention und Selbsthilfegruppe
Danke für den Link. Das Thema wird wirklich totgeschwiegen. Ich habe schon einige gekannt, mal mehr und mal weniger gut, die Ihrem Leben ein Ende bereitet haben.
Thilo Vogt
 

#3 12.09.2022, 09:39
burnoutsyndrome Abwesend
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Betreff: Re: Suizidprävention und Selbsthilfegruppe
Sehr gern! Ja, leider... Deswegen habe ich mich über den Bericht umso mehr gefreut, wenn man das so sagen kann. Das tut mir sehr, sehr leid...
Frank
Die Feder ist mächtiger als das Schwert.
 

#4 12.09.2022, 13:31
azrael Abwesend
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Betreff: Re: Suizidprävention und Selbsthilfegruppe
Ich leide selber auch unter psychischen Problemen. Kurzzeitig auch mit Suizitgedanken.
Depressionen, Stimmungsschwankungen, impulsives Verhalten.
Gott sei dank bin ich momentan sehr gefestigt und habe es unter Kontrolle. Habe gelernt damit umzugehen.
Ein Jugendfreunt hat es nicht geschafft und hat sich vor ein paar Jahren das Leben genommen, was mich sehr beschäftigt hat.
Immer wenn ich ihn sah, die übliche Floskel, das man sich doch mal treffen soll auf einen Kaffee, was aber nie geschah, Oft ftage ich mich, hätte es verhundert werden können, wenn wir den Kaffee hinbekommen hätten?

Den meisten ist dieses Thema unangenehm und es wird nicht darüber gesprochen. Um so schwerer ist es, wenn es zu einem Vorfall kommt.
Die meisten in meinem Umkreis wissen von meinem Problemen und können daher auch damit umgehen, wenn ich mal von der Rolle bin.
Ich bin mir auch nicht zu schade, mich "wenn ich wieder in der Schiene bin", mich für mein Verhalten zu entschuldigen. Wobei ich mich manchmal frage, ob ein Asthmatiker sich auch für einen Anfall entschuldigen würde?!

Ich wollte mich vor ein paar Jahren einer Selbsthilfegruppe anschließen. Allerdings ging nie jemand ans Telefon, einen AB gab es nicht und ich bekam auch keinen Ruckruf.
Meine Anfragen per E-Mail wurden leider auch nicht beantwortet.
Aber ich habe es auch so geschafft.
Ich habe gelernt mich selber zu schützen indem ich Nein sage, wenn ich etwas nicht will und mich auch nicht unter Druck setzen lasse.
Wenn es mir mal nicht gut geht, entlastet mich mein Arbeitgeber. Umgekert brauche ich aber auch etwas Stress und die Verantwortung.
Ein Tippfehler kann alles urinieren...
 

#5 12.09.2022, 14:36
burnoutsyndrome Abwesend
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Betreff: Re: Suizidprävention und Selbsthilfegruppe
Danke Dir für Deine offenen Worte. Und ich freue mich sehr für Dich, daß Du so gut damit umgehen kannst.
Wichtig ist, Dir nicht die Schuld daran zu geben, was Deinen Freund angeht. Meine Freundin macht sich im Moment auch Sorgen um mich, bin derzeit in einer Phase, in der es mir sehr schlecht geht.
Ich versuche ihr klar zu machen, das sich jeder um sich selbst kümmert. Natürlich ist es normal, das man sich als Partner, Freund, sorgt. Aber Schuldgefühle sind fehl am Platz.

Letzten Endes kannst Du nicht wissen, ob es geholfen hätte, sich mit ihm zu treffen. Das darf Dich nicht belasten.

Ja, den meisten ist es tatsächlich sehr unangenehm. Um so wichtiger, daß darüber gesprochen wird. Es ist eine Krankheit, und da sollten sich viele mal drüber bewusst werden. Durch Mitglieder aus meiner Gruppe hat sich nun eine neue Selbsthilfegruppe, speziell für Angehörige, gebildet. Erstes Treffen ist heute Abend, und meine Freundin nimmt teil. Schade, daß Du solche Erfahrungen mit einer Selbsthilfegruppe gemacht hast, das sollte nicht sein...

Wichtig auch, das ein Arbeitgeber darüber Bescheid weiß und gegebenenfalls für Entlastung sorgen kann. Ich habe in meinem letzten Job, 2018, leider ziemliche schlechte Erfahrungen mit meiner Offenheit gemacht.
Bei mir hat sich aber nun, nach der langen Zeit, eventuell eine Jobmöglichkeit ergeben, und der potentielle Chef weiß von Anfang an Bescheid, auch hat seine Frau selbst Depressionen. Ich bin gespannt...
Frank
Die Feder ist mächtiger als das Schwert.
 

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