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#1 26.07.2009, 15:19
Pandora Abwesend
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Betreff: Knochenmarkspenden - schon mal darüber nachgedacht?
Hallo zusammen,

es gibt zwar keinen mir bekannten konkreten Fall, für den aktuell Knochenmarkspender gesucht würden (wie öfter per Ketten-Spam-Mail durchs Netz geschickt), aber es gibt genug Patienten, die nicht über die Medien an die Öffentlichkeit gehen und trotzdem einen Stammzellenspender suchen.

Deswegen mach ich mal Werbung für das Thema. Die Typisierung ist jetzt übrigens noch unkomplizierter als bisher - es geht alles vom Sofa aus! Man muss nicht mehr beim Arzt Blut abnehmen lassen und einschicken, sondern inzwischen macht man Wangenabstriche mit Wattestäbchen - kein Pieksen mehr. Einfach online das Typisierungsset anfordern, Wangenabstriche machen und ins Labor schicken.
Die Typisierung kostet 50 Euro, diese müssen nicht vom Spender getragen werden (können aber) - diese Kosten werden aus Geldspenden finanziert.

Die Wahrscheinlichkeit, dass man jemals wirklich spenden darf, ist leider sehr gering (2%), aber jeder neue Spender bedeutet eine kleine Chance.

Es geht nicht um Rückenmark, sondern um Knochenmark (Stammzellen). Das bildet sich immer wieder neu. Sollte wirklich jemand als Spender passen, gibt es zwei Verfahren:
bei 80% der Spender gibt man ein Medikament (Wachstumsfaktor), dann gehen Stammzellen ins Blut, dieses wird (jetzt kommt der Pieks) abgenommen und die Stammzellen gefiltert.
nur noch bei 20% ist eine Entnahme direkt aus dem Beckenknochen in Vollnarkose notwendig, dies ist man wenigen Tagen Krankenhausaufenthalt und den üblichen Narkoserisiken verbunden. Man wird selbstverständlich vorher gründlichst durchgecheckt und ständig ärztlich betreut, auch nach der Spende.

Alles im Detail und auch den Link, wo man das Typisierungsset online anfordern kann:

http://www.dkms.de

Dort findet man auch Infos, wo wann öffentliche Typisierungen stattfinden (dort wird allerdings noch Blut abgenommen, damit sichergestellt ist, dass die Typisierung ernst gemeint ist und der Spender keine Nadel- oder Spritzenangst hat).

Macht doch auch Werbung bei Freunden, Bekannten, Verwandten. Oder vielleicht hat der eine oder andere einen Arbeitgeber/ eine Firma, die sowas als größere Aktion durchführen will.
Ich bin selbst registriert, allerdings ist es mir aufgrund meiner Erkrankung (für die ich in absehbarer Zeit hoffentlich keine Stammzellenspende brauche!) nicht mehr möglich, Blut oder Knochenmark selbst zu spenden.

Knochenmarkspenden können Leben retten!
Claudia
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Dieser Beitrag wurde 4 mal editiert, das letzte Mal am 26.07.2009, 15:22 von Pandora.  

#2 26.07.2009, 15:29
azrael Abwesend
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Betreff: Re: Knochenmarkspenden - schon mal darüber nachgedacht?
bin seit jahren gemeldet und mache auch hin und wieder werbung dafür. leider können sich die wenigsten dafür begeistern. meistens geschieht es bei großen aufrufen.
ebenso bin ich im fall des falles organspender. hierfür mache ich auch werbung, aber hier bohre ich noch häufiger totes gestein an. nichtmal die hälfte derer die ich angesprochen habe wollten einen von den ausweisen haben oder infomaterial.
jeder sollte versuchen anderen das leben zu retten wenn es erforderlich ist. im gegenzug hoffen wir ja auch das uns einer hilft wenn es uns ans leder geht.
Ein Tippfehler kann alles urinieren...
 

#3 26.07.2009, 15:37
Pandora Abwesend
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Betreff: Re: Knochenmarkspenden - schon mal darüber nachgedacht?
Klar Organspender bin ich, das ist wohl das einzige, was noch geht - damit wollte ich aber noch viiieeele Jahrzente warten... Für die, dies noch nicht kennen: Organspenden ist noch viel einfacher: dafür gibt es keine Registrierung, man besorgt sich einfach einen Organspendeausweis und packt ihn sich ins Portemonnaie:

http://www.organspende-info.de/

Organspendeausweis entweder gleich ausdrucken oder online anfordern, kommt dann per Post.

Ich hoffe ja, dass durch die vereinfachte Typisierung (Gang zum Arzt entfällt) sich mehr Leute aufraffen können, Knochenmarkspender zu werden.
Claudia
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#4 26.07.2009, 15:42
azrael Abwesend
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Betreff: Re: Knochenmarkspenden - schon mal darüber nachgedacht?
bei der organspende kommt aber noch hinzu das man das thema mit seinen nächsten verwanten besprechen sollte. eltern, partner, kinder, ehepartner. im falle des falles wird nämlich bei denen nachgefragt ob man selber es gewollt hätte. bei einigen kommt es nicht zustande weil sich die angehörigen nicht sicher sind und es dann verneinen. ich bin auch für eine veränderung der organspende in deutschland. nämlich umkehr des aktuellen systems. jeder ist potentieller spender und die, die es nict wollen lassen sich registrieren und bekommen einen ausweis.
Ein Tippfehler kann alles urinieren...
 

#5 26.07.2009, 15:50
IndyfanBO Abwesend
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Betreff: Re: Knochenmarkspenden - schon mal darüber nachgedacht?
Zitat von azrael:
bei der organspende kommt aber noch hinzu das man das thema mit seinen nächsten verwanten besprechen sollte. eltern, partner, kinder, ehepartner. im falle des falles wird nämlich bei denen nachgefragt ob man selber es gewollt hätte. bei einigen kommt es nicht zustande weil sich die angehörigen nicht sicher sind und es dann verneinen. ich bin auch für eine veränderung der organspende in deutschland. nämlich umkehr des aktuellen systems. jeder ist potentieller spender und die, die es nict wollen lassen sich registrieren und bekommen einen ausweis.

Wozu?!? Das ist schon ok so wies ist... Jeder der Organe spenden will, soll dazu auch sein Einverständnis geben, und den Ausweis tragen... Da die wenigsten wohl Organspender sind ist das wohl finanziell weniger aufwendig als andersrum... Das wäre ja, als wenn man sich als Nicht-Rentner einen "Nicht-Renter" Ausweis machen muss, oder sich als arbeitender Mensch beim Arbeitsamt "arbeitend" melden muss, während Arbeitslose das nicht müssen... Grinsender Smiley

Oder erhoffen sich da welche mehr Organspender davon, wenn welche zu faul sein sollten, sich zu melden... Zumal die gesundheitlichen Checks bei Nicht-Spendern ja erstmal garnicht nötig sind...

Von daher wohl bürokratisch nicht so aufwendig, es sei denn wir wollen n paar Arbeitsplätze schaffen... Lachender Smiley
 

#6 26.07.2009, 15:54
azrael Abwesend
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Betreff: Re: Knochenmarkspenden - schon mal darüber nachgedacht?
einige länder (jetzt bloß nicht fragen welche) nutzen dieses system und haben nicht, wie deutschland, einen organmangel.
Ein Tippfehler kann alles urinieren...
 

#7 26.07.2009, 16:03
Pandora Abwesend
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Betreff: Re: Knochenmarkspenden - schon mal darüber nachgedacht?
Leute, hier wird etwas verwechselt: Knochenmarkspenden (registierungspflichtig) und Organspenden (keine Registierung, nur Willensbekundung mittels Ausweis oder zur Not auch handschriftl. Erklärung, auch durch nächste Angehörige).

Für Knochenmarkspenden ist ein finanzieller Aufwand notwendig (Laboranalysen, ggf. später medizinischer Checkup) - erst dann ist man offizieller Knochenmarkspender. Bei Organspenden sieht das anders aus: man kann sagen: ja, im Falle des Falles würde ich meine Organe (oder auch nur einzelne) freigeben. Hier wird nur im Falle des Hirntodes (wenn man nämlich herztot ist, ist der Kreislauf zusammengebrochen und die Organe nicht mehr durchblutet, damit nicht mehr brauchbar) bei Organspendern das entsprechende Prozedere durchlaufen.

Bei Knochenmarkspenden handelt es sich - wenn es denn wirklich zur Spende kommt, sehr selten - um einen medizinischen Eingriff mit theoretischen Risiken, den niemand über sich ergehen lassen muss. Das sollte nur der tun, der dies selbst will und sich bewußt dafür entschieden hat.

Im Falle einer Organspende ist man (hirn)tot und kann sich in diesem Moment nicht mehr bewußt dafür oder dagegen entscheiden. Deswegen sollte jeder für sich zu Lebzeiten entscheiden. Nun bin ich auch für das Modell, wie z. B. in Österreich (jeder ist Spender, man kann jederzeit widersprechen): denn jeder, der für sich im Krankheitsfall ein Spenderorgan akzeptieren würde, sollte auch fairerweise Organe geben. Da dieses Thema mit dem Tod unmittelbar verbunden ist, machen sich zu viele Menschen darüber eben keine Gedanken - durch die Widerspruchslösung wäre man dazu mehr oder weniger gezwungen. Viele Menschen würden Organspender werden, aber sie denken gar nicht drüber nach.

Aber eigentlich gings ja um Knochenmarkspenden - das schöne daran: da muss keiner sterben, um jemand anderem das Leben zu retten.
Claudia
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#8 26.07.2009, 16:40
Harry Jones Abwesend
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Betreff: Re: Knochenmarkspenden - schon mal darüber nachgedacht?
Das Thema war bei mir mal relativ aktuell da es bei uns in der Stadt einen Fall gab wo dann auch zu so einer Typisierungsaktion aufgerufen wurde. Das Problem war nur das ich nicht dran teilnehmen konnte weil der Andrang so groß war und ich schlicht und ergreifend nicht die Zeit dafür hatte.
Und wie das dann so ist aus denn Augen aus denn Sinn.
Aber es ist ja bekanntlich niemals zu Spät oder?
Ich wundere mich allerdings warum man so eine Typisierung nicht einfach beim Blutspenden mitmacht Einverständnis des Spenders natürlich eingeschlossen, ich meine das würde sich doch anbieten.
 

#9 26.07.2009, 16:46
azrael Abwesend
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Betreff: Re: Knochenmarkspenden - schon mal darüber nachgedacht?
sorry pandora, haben nichts verwechselt, sind nur vom thema ab. bin nun still.

ne, eins noch... wenn du eine diskusion zur knochenmarkspende willst versuch es mal bei med1.de. ist ein forum für laienmedizin. ist klasse (nicht so klasse wie hier, hier ist klasser... besser... wie auch immer). bin auch dort.
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#10 26.07.2009, 16:56
Pandora Abwesend
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Betreff: Re: Knochenmarkspenden - schon mal darüber nachgedacht?
ich könnte mir vorstellen, dass die blutspendedienste ihre abläufe rein auf blutspenden abgestimmt haben - die knochenmarktypisierung muss wohl was spezielles sein, was man dann gesondert macht (und was eben 50 euro kostet). vielleicht gibts da auch konkurrenz um spenden, einmal z. B. das Rote Kreuz, dann auf der anderen Seite DKMS...

zu spät für eine typisierung ist es eben nie und grad für solche fälle, wo man es zeitlich nicht zu einer öffentlichen aktion schafft, ist das "heim-set" ideal. andererseits hört man natürlich gerne, dass der andrang so groß ist.

@azrael: mein posting mit der organspende bezog sich auf das posting von IndyfanBO mit dem Einwurf gegen die Widerspruchslösung, die ich auch absolut bevorzugen würde.

eine tiefgründige diskussion suche ich dazu nicht, da wäre hier wirklich das falsche forum. geht eigentlich nur um werbung bzw. fragen und erfahrungen zu den themen. und wo knochenmarkspende auftaucht, sind blut- und organspenden (und ggf. auch das spenden anderer blutbestandteile wie plasma) nicht weit.
Claudia
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#11 26.07.2009, 17:02
Indiana Quin Abwesend
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Betreff: Re: Knochenmarkspenden - schon mal darüber nachgedacht?
Bin sowohl das eine, als auch das andere.
 

#12 26.07.2009, 17:57
Indypendent Abwesend
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Betreff: Re: Knochenmarkspenden - schon mal darüber nachgedacht?
Bin Knochenmarkspender, da bei uns an der Schule eine große Typisierungsaktion durchgeführt wurde. Es gab einen sehr konkreten Fall an unserer Schule und nur durch einen Knochenmarkspender ist die Person heute noch am Leben.
Jan
 

#13 26.07.2009, 18:34
azrael Abwesend
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Betreff: Re: Knochenmarkspenden - schon mal darüber nachgedacht?
einer der bekanten meiner eltern erkrankte mit 25 an krebs und die spende rettete ihm das leben. ist jetzt 10 jahre her. das war einer der gründe das ich die typisierung so befürworte.
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#14 27.07.2009, 09:50
quantumgirl Abwesend
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Betreff: Re: Knochenmarkspenden - schon mal darüber nachgedacht?
Ich wollte mich schon mal anmelden, aber die wollen nur Leute über 50kg. Wieso auch immer...
 

#15 27.07.2009, 10:59
azrael Abwesend
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Betreff: Re: Knochenmarkspenden - schon mal darüber nachgedacht?
mußt eben zunehmen.
um ehrlich zu sein, das wuste ich auch nicht. wird aber sein um einen eventuellen spender nicht zu gefährden.
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