Dark Hunter
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Betreff: Re: Glaubt ihr an Außerirdische?
Es spricht sogar einiges dafür, dass es die innerhalb unseres Sonnensystems geben könnte. Wie Al schon schrieb, sind Aminosäuren anscheinend nicht unbedingt auf der Erde entstanden, sondern hierher mittels Meteoren gekommen. Insofern spricht einiges dafür, dass auch andere Planeten, bzw. vor allem Monde damit "infiziert" wurden. Einigen der Jupiter- und Saturnmonde spricht man ja die Möglichkeit nicht ab, hinreichende Lebens- und Entwicklungsbedingungen für Kleinstorganismen zu haben. Es mögen jetzt vielleicht nicht gerade Monolithenerbauer sein, aber so eine kleine Mikrobe aus einem fremden Ökosystem ist ja schon was nichtirdisches und damit "Außerirdisch".
Ansonsten denke ich durchaus, dass es bei der schieren Größe des Universums schlicht wahrscheinlich ist, dass es auch höher entwickeltes Leben geben kann. Unter Umständen sogar weiter entwickelt, oder irgendwie mit einem Vorsprung behaftet. Man muss auch bedenken, dass die ersten stabilen Sterne mit Sonnenähnlichkeit bereits vor 10 Milliarden Jahren, also fünf eher als unsere Sonne, entstanden. Sollte sich in einem dieser frühen Systeme Leben entwickelt haben, dann hat dieses einen Vorsprung von mindestens 5 Milliarden Jahren und könnte es zu einer Zivilisation gebracht haben, als sich unser Sternensystem gerade erst bildete. Wenn die also nicht inzwischen ausgestorben sind, wer kann da schon sagen, zu was die sich heute entwickelt haben?
Aber an das UFO-Gedöhns mag ich nicht recht glauben, erst recht nicht diese ganzen Dänikenverschnitte. Egal wie früh und wo sich Leben gebildet hat, spätestens, wenn die es mit Raumfahrt probieren, stehen sie alle vor dem selben Problem: Energie ist rar gesät und man braucht jede Menge davon. Antimaterie kommt im Universum (zum Glück) zu selten vor und man müsste sie erst erzeugen, was aber wieder so viel Energie braucht, wie die freisetzt und es also eine Milchmädchenrechnung wird. Kernfusion ist nett, aber auch damit kommt man nur langsam voran, weil die Ausbeute zu gering ist. Solarsegel sind toll, wenn ein Stern da ist, aber zwischen den Sternen wird es nix. Wurmlöcher zu erzeugen, braucht nicht nur Unmengen an Energie (die man ja nicht hat), sondern vor allem dann auch exotischere Materialien, um es stabil zu bekommen, welche, wenn überhaupt, in der Nähe von stellaren Objekten entstehen, die kein Leben unterstützen. Zu denen muss man also erst mal hinkommen und dann einen Weg finden da etwas abzubauen, ohne von diesen Gebilden (Schwarzes Loch, rotierende Neutronensterne) selbst vernichtet zu werden.
Eher wahrscheinlich ist es, dass sie Sonden ins All schicken, die ewig brauchen können und es nicht stört, wenn der Flug Jahrtausende währt. Wenn die sich noch selbst reproduzieren können, erleichtert das die Erforschung. Ansonsten wären Generationenschiffe noch eine Möglichkeit, aber so einem möchte ich lieber nie begegnen. Nach Jahrtausenden eingepfercht in einer Stahlbüchse, der Strahlung ausgeliefert, dem Mangel an Rohstoffen und allerlei anderen Gefahren auf dem Wege ausgesetzt, dürften die auf der ersten und womöglich für weitere Jahrtausende einzigen lebensfähigen Welt sicher nicht zimperlich mit Ureinwohnern sein, zumal sie genetisch derart anders aufgebaut sind, dass sie mit einem fremden Ökosystem einerseits kaum klar kommen dürften und andererseits auch für uns der schiere Kontakt bedrohlich wäre. Da macht dann nur tabula rasa und anschließende Neubesiedelung einen Sinn.
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mal editiert, das letzte Mal am 01.07.2011, 09:41 von Dark Hunter.
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