Dt. Indiana Jones Fan Forum Zum Summit 2026 in 'Schloss Brunwald'


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#1 06.08.2010, 15:14
Valeska Abwesend
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Betreff: Club der Milliardäre
http://cinemaxx.de/...Uebersicht :

_____

Star Wars-Mastermind George Lucas hat Milliarden verdient. Mindestens die Hälfte davon will er nun spenden - und ist damit in guter Gesellschaft
Ein neuer Club der Milliardäre will Gutes tun: 40 Superreiche trennen sich von mindestens der Hälfte ihres Vermögens. Prominentester Spender: Star Wars-Erfinder George Lucas.
In den 70er Jahren machte George Lucas einen Deal, für den er in der Filmwelt milde belächelt wurde: Um "Krieg der Sterne" überhaupt drehen zu können verzichtete er auf Gage und ließ sich dafür die Rechte am "Merchandising" garantieren.
Spielzeug und Kleidung an Filmfans zu verkaufen war kein Geschäftsmodell - bis dahin. Der Rest ist Geschichte und die Kontoauszüge von George Lucas haben seither Überbreite. Jetzt verzichtet "Mr. Star Wars" wieder, für einen guten Zweck.
George Lucas hat sich einem von Bill Gates und Warren Buffett gegründetem neuen Club der Milliardäre angeschlossen. Wer hier dazu gehören möchte, muss mindestens die Hälfte seines Vermögens für wohltätige Einrichtungen spenden.
Die Spende erfolgt am besten noch zu Lebzeiten und öffentlich. 40 Superreiche machen bereits mit, geschätzte 100 Milliarden Dollar werden zusammenkommen. Vorerst. Microsoft Gründer Bill Gates und Finanz-Superstar Warren Buffent bringen gemeinsam ein Vermögen in dieser Höhe auf die Waage - und haben bereits über die Hälfte davon gespendet. Paris Hiltons Opa will sich von 97 Prozent seines Reichtums trennen und auch Ebay-Gründer Pierre Omidyar ist dabei.
Grundsätzlich bleibt es jedem Milliardär selbst überlassen, für welche Einrichtung er spendet. Das meiste Geld wird jedoch an die 'Bill-and-Melinda-Gates-Foundation' gehen, die sich für Gesundheits- und Bildungsprojekte in Entwicklungsländern engagiert. Die Spendenaktion ist beispiellos in der Geschichte, aber noch lange nicht beendet: Gates und Buffet wollen jetzt die asiatischen Milliardäre überreden, ebenfalls ganz noble Gesten zu zeigen. George Lucas sei für seine Grosszügigkeit jedenfalls hiermit "Jar Jar Binks" verziehen ...
___

Wollen wir mal nicht so sein, seine Ausrutscher bei Indy auch! Zungestreckender Smiley
HG
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#2 06.08.2010, 15:29
Aldridge Abwesend
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Betreff: Re: Club der Millionäre
Oh, der böse, böse, nur Geschäfte machende, immer geldgeile, wie Onkel Dagobert Dollars hortende und wie Jabba the Hutt skrupellos agierende George Lucas. Da steckt doch bestimmt ein ganz hinterhältiger Plan dahinter... Zwinkernder Smiley
 

#3 06.08.2010, 17:36
mola-ram Abwesend
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Betreff: Re: Club der Millionäre
Bei der Kohle, die zusammen kommt, sollte man wirklich Ergebnisse erkennen können Erstaunter Smiley . Schauen wir mal, ob sich was spürbar ändert Unentschlossener Smiley .
 

#4 06.08.2010, 18:34
Aldridge Abwesend
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Betreff: Re: Club der Millionäre
Laut Welt (die heute ganzseitig darüber berichtet hat auf Seite 12 mit Foto auch von GL) kommen mindestens 150 Mrd. Dollar zusammen:

http://www.welt.de/...ueber.html

Jedoch bleibt es den Teilnehmern freigestellt, ob das Geld jetzt oder nach ihrem Ableben gespendet wird.

GL ist übrigens die einzige Hollywood-Größe, die bei der Aktion mitmacht. Dabei brächten ein Spielberg oder ein Cameron (von einigen Produzenten, Agenten, Studiobossen ganz zu schweigen) sicherlich genauso viel auf die Waage.
 

#5 06.08.2010, 19:26
Dark Hunter Abwesend
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Betreff: Re: Club der Millionäre
Imagepflege eben. Aber irgendwo auch ein Armutszeugnis, wenn Privatleute nun aus eigener Tasche das tun, wozu eigentlich ein Staat, bzw. eine soziale Gemeinschaft als solche da sein sollte.

Was mich ein bissel wundert ist, dass Bill in letzter Zeit solche Aktionen mit so großem TamTam und viel Aufmerksamkeitsgehasche tut. Das bestätigt eigentlich auch nur eher meine Ansicht, dass es hier ums Imagepolieren geht. Früher hat er auch im Stillen seine Stiftungen mit Milliardenbeträgen ausgerüstet und betreiben lassen, ohne gleich weltweit selbst noch im Ruhm mitzubaden.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 06.08.2010, 19:27 von Dark Hunter.  

#6 07.08.2010, 11:11
Norman Abwesend
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Betreff: Re: Club der Millionäre
Indem er das an die große Glocke hängt und der Öffentlichkeit mitteilt setzt er andere Geldsäcke etwas unter Druck.
Wenn ich Milliarden verschenken würde, wollte ich aber auch, dass die Leute das wissen, ist ja nicht selbstverständlich!
Also echt!
Norman Eschenfelder
Schemes heru nefer s:mech mech*
*altägyptisch für:
Folge den schönen Tagen und vergiss die Sorgen!
 

#7 07.08.2010, 13:13
Dark Hunter Abwesend
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Betreff: Re: Club der Millionäre
Zitat von Norman:
Indem er das an die große Glocke hängt und der Öffentlichkeit mitteilt setzt er andere Geldsäcke etwas unter Druck.
Wenn ich Milliarden verschenken würde, wollte ich aber auch, dass die Leute das wissen, ist ja nicht selbstverständlich!
Also echt!

Warum? Ging auch schon ohne (zumindest eben bei Herrn Gates und anderen seiner Art). Diese Selbstdarstellung zeugt eigentlich nur von Narzissmus, was keine sonderlich tolle Charaktereigenschaft des Menschen ist.
Bislang hielt man sich da zurück und die Superreichen verteilten ihre Reichtümer auch ohne große Gala und Publicity reichlich (es fiel halt Ottonormalo nur nicht so auf, wie wenn man das vor den Augen aller Weltsjournalistik ausbreitet). Allerdings ist es auffällig, dass man in wirtschaftlich schwierigen Zeiten in solchen Kreisen diesen auch immer wieder herauskehrt und dem Geltungsbedürfnis allzu offen fröhnt. Fast scheint es mir, als brauchen sie das imemr dann, um sich vielleicht auch selbst über Probleme hinwegzuhelfen, oder gar sich und ihrer Umwelt etwas vorzumachen.

Ich bezweifel ernsthaft, dass sich jemand unter Druck gesetzt fühlt, wenn die reichsten Männer der Welt offen amüsante Clubabende und Auftritte geben, um Perlen vor den (Welt-)Plebs werfen. Allenfalls animiert es vielleicht den einen oder anderen geltungsbedürftigen Menschen, da mit aufzuspringen. Wer aber bisher auch sein Geld verteilt hat und vor allem steuerliche Vorteile durch diverste Spendenaktionen bekam, wird das auch weiterhin tun. Egal, ob man da nun eine Show drumherum gibt, oder nicht. Diejenigen, die Reichtum des Reichtums wegen horten, sind sowieso resistent gegen jede Form von Öffentlichem Druck geblieben, um sich von solchen Sachen beeindrucken zu lassen. Ebenso gilt sicher auch, dass wer bisher nicht auf Galatournees und -shows aufgetreten ist und seinem Ego dort nicht schmeicheln lassen musste, da sicher auch jetzt keinen Wert drauf legen dürfte.

Übrigens ist es in anderen Kulturen seit jeher selbstverständlich (insbesondere im angloamerikanischen Raum), dass wohlhabende Menschen ihren Reichtum auch immer wieder verteilen. Die wenigsten Länder haben eine Mentalität wie in Deutschland, wo man sicher sein kann, dass sich der Staat um alle Bürger auch im Notfall kümmert und private Förderung sozialer Projekte somit nicht unbedingt von Nöten sind oder schnell Argwohn und Neid hervorrufen. So gilt es in den Staaten als Selbstverständlich, dass erfolgreiche Absolventen im besseren Karriereverlauf ihrer alten Uni gedenken und dort allerlei Projekte bis hin zu Stipendien für Arme stiften. Bei uns käme wohl keiner auf solche Ideen, da Unis Staatssache sind.
Allerdings darf man sich nichts vormachen, öffentliches Spenden wird seit einigen Jahren tendenziell auch überm Teich fiskalpolitisch mit Steuervorteilen stark gefördert und ist da schon lange nicht mehr der soziale Selbstzweck und die Gutmütigkeit, die es früher teilweise einmal war.
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#8 07.08.2010, 17:12
Aldridge Abwesend
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Betreff: Re: Club der Milliardäre
Meine Güte, da spendet ein Haufen Milliardäre die Hälfte ihres Vermögens, sammelt die immense Summe von 150 Mrd. Dollar, und dann findet immer noch jemand ein Haar in der Suppe. DAS ist typisch deutsch. Genauso wie die Spekulationen in der "Welt", dass die Herren damit nur die Erbschafts- oder Vermögenssteuern umgehen wollten. Lächerlich!

Fakt ist doch, dass eine ganze Reihe an vermögenden Menschen nicht bei der Aktion mitmachen wollte. Diese werden zwar nicht namentlich genannt, ich finde es dennoch gut, dass die Initiatoren der Aktion davon erzählen. Wo sollen sie das sonst tun als in der Öffentlichkeit? Wenn dadurch noch ein paar Geldsäcke unter Druck gesetzt werden, umso besser. Beispiel Hollywood-Prominenz: Ein Spielberg oder Cameron oder Bruckheimer oder Eisner muss sich dann nämlich tatsächlich fragen lassen, warum er da nicht mitmacht.

Fakt ist auch, dass man nicht einfach die Hälfte seines im ganzen Leben geschaffenen Vermögens "wegschmeißt", um kurzzeitig Publicity zu bekommen. Die Berichterstattung über diese Sache wird nun eine punktuelle Sache sein, dann vergessen die Medien den Club der Milliardäre wieder, bis mit dem Geld vielleicht wirklich die ersten Projekte umgesetzt werden. Wenn es den Beteiligten nur auf Publicity ankäme, dann hätten sie sich einen Medienberater ins Haus geholt, der weitaus billiger gewesen wäre, oder hätten die Medien direkt zum Interview gebeten. Die kommen bei bekannten Namen wie Bill Gates oder George Lucas nämlich auch und räumen eine Zeitungsseite oder fünf Minuten Sendezeit frei, ohne dass solch eine Aktion dahinter steht.

Börsenlegende George Soros unterstützt seit Jahren - wohlgemerkt öffentlich - rund zwei Dutzend gemeinnützige Stiftungen und gilt seitdem als Wohltäter. Das wirft ihm auch keiner vor. Die Aktionen der Bertelsmann-Stiftung sind Liz Mohn auch nie vorgeworfen worden. Warum auch?

Um das mal konsequent weiterzudenken: Viele von uns verdienen mehr, als sie zum Leben brauchen. Wir raffen Uhrensammlungen zusammen, kaufen uns die x-te Lederjacke, stecken die Kohle ins Hobby Auto oder verprassen sie im Urlaub. Aber wären wir bereit, einen großen Teil unserer Vermögen (es muss ja nicht die Hälfte sein) für einen guten Zweck zu spenden (ohne Spendenquittung fürs Finanzamt)? Zwinkernder Smiley

Wäre übrigens schön, wenn mal jemand den Threadtitel anpassen könnte...
 

#9 07.08.2010, 23:25
Valeska Abwesend
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Betreff: Re: Club der Milliardäre
Aldridge, mit beidem hast du in meinen Augen Recht. Der Titel sollte natürlich Club der MILLIARDÄRE sein (Habe ich nun geändert) und ich finde auch, dass du Recht hast, mit dem was du geschrieben hast.
HG
 

#10 09.08.2010, 10:45
Aldridge Abwesend
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Betreff: Re: Club der Milliardäre
Vielleicht noch ganz interessant, um auch mal einen kritischen Gesichtspunkt reinzubringen:

http://www.spiegel.de/...06,00.html

http://www.spiegel.de/...34,00.html

Vom Spiegel, der schon immer ein recht linkes Blatt war, eigentlich nicht anders zu erwarten. Schade, dass der zweite Bericht eher kommentierend als berichtend ist.
 

#11 09.08.2010, 17:31
Dark Hunter Abwesend
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Betreff: Re: Club der Milliardäre
Zitat von Aldridge:
Meine Güte, da spendet ein Haufen Milliardäre die Hälfte ihres Vermögens, sammelt die immense Summe von 150 Mrd. Dollar, und dann findet immer noch jemand ein Haar in der Suppe. DAS ist typisch deutsch. Genauso wie die Spekulationen in der "Welt", dass die Herren damit nur die Erbschafts- oder Vermögenssteuern umgehen wollten. Lächerlich!

Fakt ist doch, dass eine ganze Reihe an vermögenden Menschen nicht bei der Aktion mitmachen wollte. Diese werden zwar nicht namentlich genannt, ich finde es dennoch gut, dass die Initiatoren der Aktion davon erzählen. Wo sollen sie das sonst tun als in der Öffentlichkeit? Wenn dadurch noch ein paar Geldsäcke unter Druck gesetzt werden, umso besser. Beispiel Hollywood-Prominenz: Ein Spielberg oder Cameron oder Bruckheimer oder Eisner muss sich dann nämlich tatsächlich fragen lassen, warum er da nicht mitmacht.

Fakt ist auch, dass man nicht einfach die Hälfte seines im ganzen Leben geschaffenen Vermögens "wegschmeißt", um kurzzeitig Publicity zu bekommen. Die Berichterstattung über diese Sache wird nun eine punktuelle Sache sein, dann vergessen die Medien den Club der Milliardäre wieder, bis mit dem Geld vielleicht wirklich die ersten Projekte umgesetzt werden. Wenn es den Beteiligten nur auf Publicity ankäme, dann hätten sie sich einen Medienberater ins Haus geholt, der weitaus billiger gewesen wäre, oder hätten die Medien direkt zum Interview gebeten. Die kommen bei bekannten Namen wie Bill Gates oder George Lucas nämlich auch und räumen eine Zeitungsseite oder fünf Minuten Sendezeit frei, ohne dass solch eine Aktion dahinter steht.

Börsenlegende George Soros unterstützt seit Jahren - wohlgemerkt öffentlich - rund zwei Dutzend gemeinnützige Stiftungen und gilt seitdem als Wohltäter. Das wirft ihm auch keiner vor. Die Aktionen der Bertelsmann-Stiftung sind Liz Mohn auch nie vorgeworfen worden. Warum auch?

Um das mal konsequent weiterzudenken: Viele von uns verdienen mehr, als sie zum Leben brauchen. Wir raffen Uhrensammlungen zusammen, kaufen uns die x-te Lederjacke, stecken die Kohle ins Hobby Auto oder verprassen sie im Urlaub. Aber wären wir bereit, einen großen Teil unserer Vermögen (es muss ja nicht die Hälfte sein) für einen guten Zweck zu spenden (ohne Spendenquittung fürs Finanzamt)? Zwinkernder Smiley

Wäre übrigens schön, wenn mal jemand den Threadtitel anpassen könnte...

Und dennoch stellt sich mir dennoch die schlichte Frage, warum das Theater? Herr Gates hat seit mehr als 2 Jahrzehnten auch ohne einen namensträchtigen Club Abermilliarden in einer gemeinnützigen Stiftung extra unter Hoheit seiner Frau am Laufen, zusammen mit Mr. Buffet, was anscheinend weitaus weniger in der medialen Aufmerksamkeit stand. Die Aktion jetzt ist ein Publicitygag, nicht mehr. Er hat bereits vor 2 Jahren (muss wohl eine Menge hier nicht bemerkt haben, was?) im Kleinen angekündigt sein Vermögen weitgehend in diese Projekte zu stecken. Da Herr Gates Ruf in letzter Zeit allerdings auch stark litt und sein Unternehmen zunehmend auch gerade in den Staaten und Europa dank diverser Prozesse in Verruf geriet, ebenso wie Börsianer im Stile Buffets und Co. aus naheliegenden Gründen, fällt es nun einmal auf, dass sie jetzt für etwas Öffentlichkeit suchen, was noch vor nicht allzu ferner Zeit von ihnen schlicht ohne das ganze Drumherum getan wurde.
Das soll nicht heißen, dass es schlecht ist, sondern ist nur eine simple Feststellung und Beobachtung, wie leicht Beeinflussung funktioniert. Für mich von Beobachterseite schlicht interessant zu sehen, wie der Plebs da funktioniert. Wenn du meinst, dass reine Beobachtung und Situationsanalyse eine deutsche Unart ist, sei dir das belassen. Für mich ist es nur belustigend Aktion und Reaktion bei menschlichem Gruppenverhalten zu betrachten und dieses Schauspiel ist da eine Glanzleistung, wie es sie in der Menschheitsgeschichte immer wieder gab.

Und wie auch gesagt, bezweifel ich, dass sich jemand, der bislang keine Ambition für öffentliche Aktionen hatte, wirklich unter Druck setzen lässt. So etwas funktioniert nur, wenn jemand es nötig hätte sich in irgendeiner Form oder vor einem bestimmten Publikum zu profilieren. Cameron, Spielberg und Co. betreiben vielleicht schon länger Projekte und helfen mit ihrem Vermögen, nur taten sie es bislang ebenso wenig medial, wie es bisher auch Herr Gates und Buffet taten.

Was unsere Bereitschaft angeht, kommt es wohl darauf an. Schlicht nämlich darauf, wie viele Möglichkeiten man hat. Selbst wenn Herr Gates und Buffet die Hälfte ihres Vermögens abgeben (und ob sie wirklich auf die steuerlichen Vorteile verzichten, bleibt zu beweisen, da Spenden in den Staaten steuerlich absetzbar ist), haben sie mehr, als sie in 10 Leben verbrauchen könnten. Wenn ich die Hälfte meines derzeitigen Vermögens spende, bleibt mir weniger, um damit auch nur ein Jahr zu überleben. Der Vergleich hinkt also. Dennoch spenden viele Deutsche eine ganze Menge jedes Jahr und sicher auch einige von uns, eben nach ihren finanziellen Möglichkeiten, für diverseste Gute Dinge. Verdienst du wirklich mehr, bzw. hast derzeit ein höheres Vermögen, als du für dein gesamtes restliches Leben brauchst? Dann Glückwunsch. Ich wette 99 % der hiesigen Forenmitglieder nicht. Zwinkernder Smiley
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#12 09.08.2010, 18:22
Aldridge Abwesend
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Betreff: Re: Club der Milliardäre
Zitat von Dark Hunter:

Und dennoch stellt sich mir dennoch die schlichte Frage, warum das Theater? Herr Gates hat seit mehr als 2 Jahrzehnten auch ohne einen namensträchtigen Club Abermilliarden in einer gemeinnützigen Stiftung extra unter Hoheit seiner Frau am Laufen, zusammen mit Mr. Buffet, was anscheinend weitaus weniger in der medialen Aufmerksamkeit stand. Die Aktion jetzt ist ein Publicitygag, nicht mehr. Er hat bereits vor 2 Jahren (muss wohl eine Menge hier nicht bemerkt haben, was?) im Kleinen angekündigt sein Vermögen weitgehend in diese Projekte zu stecken. Da Herr Gates Ruf in letzter Zeit allerdings auch stark litt und sein Unternehmen zunehmend auch gerade in den Staaten und Europa dank diverser Prozesse in Verruf geriet, ebenso wie Börsianer im Stile Buffets und Co. aus naheliegenden Gründen, fällt es nun einmal auf, dass sie jetzt für etwas Öffentlichkeit suchen, was noch vor nicht allzu ferner Zeit von ihnen schlicht ohne das ganze Drumherum getan wurde.

Naja, der Spruch "Tue Gutes und rede darüber" ist älter als die professionelle PR selbst. Das lege ich nun wirklich keinem mehr zum Nachteil aus...

Die Frage, warum die Herren das an die große Glocke hängen, ist für mich zunächst zweitrangig. Ich denke mal, sie machen es publik, weil es sich um eine konzertierte Aktion handelt und erstmals eine Summe zusammengekommen ist, die das BIP mehrerer Entwicklungsländer zusammen in den Schatten stellen kann. Bislang hat halt jeder für sich mit vergleichsweise (!) geringen Beträgen herumgewurschtelt. Wenn jetzt aber einige Herren auf einen Schlag die Hälfte ihres Vermögens raushauen, dann ist das grundsätzlich erstmal ein großer Schritt. Und: Es ist grundsätzlich eine Nachricht.

Man muss es mal so sehen: Allein Bill Gates wird wohl annähernd 25 Mrd. Dollar spenden. Das ist eine Summe, die im deutschen Bundeshaushalt schon ein nettes Loch reißen könnte. Ich würde die Aktion nicht damit begründen, dass der Ruf von Herrn Gates oder von Börsenmanagern allgemein angekratzt ist. Das Image von Bill Gates war schon immer schlecht, und Warren Buffet dürfte sich in seinem Alter und mit seinem Geld auch nicht darum scheren, ob die Finanzkrise das Bild der Börsianer in der Öffentlichkeit angekratzt hat. Wenn diese Herren Publicity wollen, dann ruft ihr Sprecher (wohlgemerkt: Ein Unternehmen wie Microsoft hat mehr Presseleute, als ein großer Haufen Zeitungen an Redakteuren zusammenbekommt) bei einem Leitmedium an, fragt: "Wollt ihr ein Exklusivinterview zum Thema XY?" und dann kriegt der Mann seine Seite. Und die Infos aus diesem Interview verbreiten sich dann durch verschiedene Nachrichtendienste und Newsportale automatisch im Netz.

Zitat von Dark Hunter:


Das soll nicht heißen, dass es schlecht ist, sondern ist nur eine simple Feststellung und Beobachtung, wie leicht Beeinflussung funktioniert. Für mich von Beobachterseite schlicht interessant zu sehen, wie der Plebs da funktioniert. Wenn du meinst, dass reine Beobachtung und Situationsanalyse eine deutsche Unart ist, sei dir das belassen. Für mich ist es nur belustigend Aktion und Reaktion bei menschlichem Gruppenverhalten zu betrachten und dieses Schauspiel ist da eine Glanzleistung, wie es sie in der Menschheitsgeschichte immer wieder gab.

Das habe ich nicht gesagt. Ich habe gesagt, dass es typisch deutsch ist, zunächst mal kritisch auf so etwas zu reagieren und selbst bei einer im Grunde positiven Nachricht das Negative zu suchen (doch dazu unten mehr). Reine Beobachtung findet nicht statt, vielmehr Interpretation. Und unterstell bitte nicht, dass ich durch solche Nachrichten beeinflussbar bin. Ich dürfte ganz gut wissen, wie die Mechanismen funktionieren.

Und natürlich stellt sich mir die Frage: Warum macht ein Steve Jobs nicht mit (dessen Firma die Anwender seiner Produkte schlimmer knebelt als Microsoft)? Warum steckt ein Dietmar Hopp seine Millionen lieber in einen Fußballclub anstatt komplett in gemeinnützige Einrichtungen? Die Leutchen haben sicherlich ihre Stiftungen. Und ist doch schön, dass im Rahmen der Gates-Spenderei auch darüber mal geschrieben wird. Zwinkernder Smiley

Zitat von Dark Hunter:


Was unsere Bereitschaft angeht, kommt es wohl darauf an. Schlicht nämlich darauf, wie viele Möglichkeiten man hat. Selbst wenn Herr Gates und Buffet die Hälfte ihres Vermögens abgeben (und ob sie wirklich auf die steuerlichen Vorteile verzichten, bleibt zu beweisen, da Spenden in den Staaten steuerlich absetzbar ist), haben sie mehr, als sie in 10 Leben verbrauchen könnten. Wenn ich die Hälfte meines derzeitigen Vermögens spende, bleibt mir weniger, um damit auch nur ein Jahr zu überleben. Der Vergleich hinkt also. Dennoch spenden viele Deutsche eine ganze Menge jedes Jahr und sicher auch einige von uns, eben nach ihren finanziellen Möglichkeiten, für diverseste Gute Dinge. Verdienst du wirklich mehr, bzw. hast derzeit ein höheres Vermögen, als du für dein gesamtes restliches Leben brauchst? Dann Glückwunsch. Ich wette 99 % der hiesigen Forenmitglieder nicht. Zwinkernder Smiley

Mein Beispiel hinkt. Das gebe ich offen zu. Natürlich bleibt den Leuten selbst nach der Spenderei jeweils mehr Kohle, als viele von uns in ihrem ganzen Leben verdienen werden. Natürlich könnten diese Leute und selbst ihre Nachkommen bis in die x-te Generation auf der faulen Haut liegen und könnten noch von dem Geld leben. Was ich deutlich machen wollte: Bevor jemand eine Spendenaktion in dieser Größenordnung kritisiert und den Leuten, die für einen guten Zweck spenden, eine schlechte Absicht unterstellt (und damit bist nicht du persönlich gemeint), der muss sich fragen lassen: Was tut er in humanitäter/karitativer Hinsicht selbst in seinem Leben? Könnte er auf einen gewissen Teil seines Vermögens verzichten? Und jetzt bitte nicht so tun, als nage jeder in Deutschland am Hungertuch.

Aber: Natürlich kann man die Aktion auch kritisch sehen. So kann man hinterfragen, ob die teilnehmenden Milliardäre das richtige Zeichen setzen. Denn bei 150 Mrd. Dollar Spendengeldern hat man eine spürbare Verschiebung von Staatsgewalt (die bislang für das Gemeinwohl zuständig war) hin zum persönlichen Gusto Einzelner. DAS sollte man mal diskutieren... Zwinkernder Smiley

Grüße -
 

#13 10.08.2010, 08:49
MarionRavenwood Abwesend
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Betreff: Re: Club der Milliardäre
Der Spiegel, "schon immer ein linkes Blatt"?

Für eine solche Behauptung muss Mann entweder absolut Null Peilung besitzen oder schon sehr weit rechts stehen. ;-)))

Ein solcher Geist kann einen bestenfalls zu vorgerückter Stunde noch unter den alten Herren auf dem CSU-Parteitag im Wildbad Kreuth anwehen.

Dazu passt jedoch die vollmundige PR über den eigenen Laden in Tapetenlänge. Mega-peinlich, finde ich.

Dass Gelder,
egal in welcher Höhe, die andere für einen mühsam erwirtschaftet haben, nach Gutsherrenart mit viel Tamtam öffentlichkeitswirksam "gespendet" oder besser: zurückgegeben werden an diejenigen, denen sie eigentlich zustehen - meist mit erheblichen Steuervorteilen wiederum zu Lasten der Allgemeinheit, sprich: derjenigen, die das Vermögen ursprünglich bzw. ursächlich erwirtschaftet haben - liegt wohl im einen oder anderen Fall am schlechten Gewissen, kombiniert mit einer ganz perfiden Variante an Gerissenheit, die einer größtenteils nicht durchblickenden RTL-2-Sat-1-Unterschichten-TV-Medien-Gesellschaft am Ende sogar noch als gemeinnützig, sozial und lobenswert verkauft werden kann.
Sit venia verbo.
 

#14 10.08.2010, 09:29
Aldridge Abwesend
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Betreff: Re: Club der Milliardäre
Hey Marion,

was ist? Schlecht geschlafen, oder was sollen die Beleidigungen? Dreh den Ton etwas zurück, dann können wir drüber reden.

Ach, was soll´s. Ich versuch´s mal, ohne dass man mir hoffentlich rechtes Gedankentum unterstellt... Zwinkernder Smiley

1. Milliardäre: Ein Phänomen, das mir in Deutschland immer wieder auffällt, in virtuellen Foren genauso wie am realen Stammtisch, ist die Neiddebatte. Wenn über Reiche oder über Manager oder über Politiker geredet wird, dann findet da automatisch eine Vorverurteilung statt - die doch letztlich meist auf Neid basiert. Wo bitte steht denn geschrieben, dass sich ein Milliardär automatisch an der Gemeinschaft bereichert hat? Natürlich erzielen sie über die Tätigkeit ihrer Mitarbeiter einen Mehrwert. Aber so funktioniert´s nun mal.

Die Milliardäre, über die hier geschrieben wird, sind nicht alle mit einem goldenen Löffel aufgewachsen und haben auch keinen Sklavenhandel betrieben. Nehmen wir mal Bill Gates: Der hatte zwar reiche Eltern, aber auch eine gewisse Begabung. Jedem anderen hätte genauso freigestanden, genauso klein anzufangen und entsprechend erfolgreich zu wirtschaften. Man kann darüber diskutieren, wie das Unternehmen später auf dem Markt agierte. Aber so hätte jedes Unternehmen gehandelt, das seine Marktmacht behalten will. Jeder kann die Entscheidung treffen, sich auf diesem Markt selbstständig zu machen. Und er kann genauso gut die Entscheidung treffen, Mitarbeiter bei Microsoft zu werden mit allen Vergünstigungen, die das haben mag wie regelmäßiges Gehalt, Fortbildungen, Dienstwagen, Krankenversicherung, Absicherung im Fall der Arbeitslosigkeit, Betriebsrente etc. Die meisten dürften sich aus Bequemlichkeit oder wegen eines persönlichen Sicherheitsbedürfnisses für die zweite Variante entscheiden. Aber dann bitte nicht meckern, man werde ausgenutzt.

Bei einem George Lucas sieht es noch anders aus: Der Papa war Schreibwarenhändler, und Jung-Georg hatte nicht sonderlich viel Kohle zur Verfügung - dafür aber eine gute Idee.

Jegliche Diskussion zum Thema Managergehälter (die durchaus kritisch zu sehen sind) etc. halte ich mal hier raus. Sonst fasert die Diskussion komplett aus.

2. Spendenfreudigkeit und "Tamtam": Die Diskussion wird aus deutscher Sicht geführt. Und in Deutschland haben wir - im weitesten Sinne trotz HartzIV - einen Wohlfahrtsstaat. Das heißt: Es ist Staatsaufgabe, Steuern so umzuverteilen, dass die Schere zwischen Arm und Reich nicht zu weit auseinander geht und niemand durchs soziale Raster fällt (ja, inwiefern das glückt, kann man auch diskutieren, ich bin z.B. ein großer Kritiker von HartzIV, aber das ist ebenfalls ein anderer Kriegsschauplatz). In den USA haben wir das in diesem Maße nicht. Spenden gehört für Reiche ganz einfach dazu, sei es um der Gesellschaft etwas zurück zu geben, sei es auch um gesellschaftliche Anerkennung zu bekommen. Aber es ist doch eine irrige Annahme zu glauben, dass ein Bill Gates 25 Mrd. Dollar rauswirft, um seinen Laden abzufeiern. CSR gehört für viele Unternehmen eh dazu, etwa über Spenden, Sponsoring oder eigene Stiftungen. Das hätte er also viel billiger haben können. Oder mal andersrum argumentiert: Für 25 Mrd. Dollar hätte er auch die Leitmedien in den wichtigsten Staaten der Erde kaufen können.

Wie gesagt: Man kann es kritisch sehen, dass ein Milliardär die Aufgabe der Umverteilung nicht dem Staat überlässt. Ich kann aber auch verstehen, wenn er Steuern und damit die Subventionierung der Bürokratie umgehen will. Wer würde das nicht gerne tun? Zwinkernder Smiley

3. Der Spiegel: Naja, aus linker Sicht ist das Blatt vielleicht in der Mitte angesiedelt. Im Vergleich zu Focus oder - irgendwie - Stern ist er aber doch ein wenig linksseitig. Wenn ich mir allein die Berichterstattung seit Anfang des Jahres zur Bundesregierung (ok, ist ´ne Schießbudenveranstaltung) anschaue, dann hat das nichts mehr mit kritischer Berichterstattung, sondern mit Kampagnenjournalismus zu tun. Ich verweise mal auf den Titel mit Merkel und Westerwelle, wo groß "Aufhören!" drüberstand. Von einem Leitmedium dürfte man etwas mehr erwarten.

Grüße -
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, das letzte Mal am 10.08.2010, 13:38 von Aldridge.  

#15 10.08.2010, 11:14
Das Brötchen Abwesend
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Betreff: Re: Club der Milliardäre
Zitat von Dark Hunter:
Imagepflege eben. Aber irgendwo auch ein Armutszeugnis, wenn Privatleute nun aus eigener Tasche das tun, wozu eigentlich ein Staat, bzw. eine soziale Gemeinschaft als solche da sein sollte.

Was mich ein bissel wundert ist, dass Bill in letzter Zeit solche Aktionen mit so großem TamTam und viel Aufmerksamkeitsgehasche tut. Das bestätigt eigentlich auch nur eher meine Ansicht, dass es hier ums Imagepolieren geht. Früher hat er auch im Stillen seine Stiftungen mit Milliardenbeträgen ausgerüstet und betreiben lassen, ohne gleich weltweit selbst noch im Ruhm mitzubaden.

Wie willst Du andere davon überzeugen, bei etwas mitzumachen, wenn sie weder von der Existenz der Aktion wissen, noch etwas darüber wissen, wie viele sonst noch mitmachen?
 

#16 10.08.2010, 12:19
Toth Abwesend
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Betreff: Re: Club der Milliardäre
Respekt, Aldridge. Bei solch plumpen Beleidigungen und offener Politagitation hätte ich mir nicht die Mühe gemacht, lange und differenziert zu antworten! Zwinkernder Smiley
The trick, William Potter, is not minding that it hurts!
 

#17 10.08.2010, 13:11
Aldridge Abwesend
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Betreff: Re: Club der Milliardäre
Hatte ich im Grunde auch nicht vor, aber bevor Missverständnisse aufkommen und ich hinterher noch als CSU-Rechtsaußen dastehe... Die Jugend soll ja auch was lernen... Zwinkernder Smiley
 

#18 10.08.2010, 16:04
Valeska Abwesend
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Betreff: Re: Club der Milliardäre
Tue Gutes und Rede darüber.
Milliardäre die sich ihr Imperium selbst aufgebaut haben, mit der richtigen Geschäftsidee und dem richtigen Geschäftssinn haben meine Symphatie. Natürlich wird es dann sehr kritisch, wenn deren Angestellte in irgendeiner Weise unmenschlich behandelt werden. Aber das gibt es auch bei kleinen Unternehmen.
Unternehmer schaffen Arbeitsplätze und gehen Risiken ein, wofür sie selbstverständlich auch belohnt werden dürfen. Die meisten Arbeitnehmer werden froh sein einen Arbeitsplatz in einem solchen Unternehmen zu haben.
Wachsen aber der Gewinn und dessen Zuwachs so extrem, dass der Unternehmer dadurch Milliardär wird, wird er einerseits expandieren, andrerseits einen gewissen Betrag zur Risikoabdeckung zurücklegen. Ist dann noch genügend vom Gewinn übrig, wird er sich und hoffentlich seinen Mitarbeitern und sicherlich auch für seine Nachkommen etwas zuzrücklegen. Und dann?
Extreme Überschüsse zu Spenden ist eine gute Sache. Denn rechnet man das Jahreseinkommen eines solchen Unternehmers als Stundenlohn um und vergleicht es mit einem typischen Durchschnittsverdiener, so wird dieses im Bereich weit über Faktor 100 hinaus sein.
Kann ein Mensch effektiv 100mal soviel Leisten wie ein anderer? Ist dieser Mensch dadurch 100mal mehr wert? Sicherlich nicht.
Das wissen die Millardäre auch und ich glaube, soviel Geld kann tatsächlich auch eine zusätzliche Belastung sein.
Viel Geld ist super, aber was machst du damit, wenn du schon alles hast?
Spende es sinnvoll, denn damit bekommst du etwas, was du sonst nicht kaufen kannst: ...
HG
 

#19 10.08.2010, 16:54
Norman Abwesend
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Betreff: Re: Club der Milliardäre
Ich beteilige mich bei Avaaz (http://www.avaaz.org/de/) an fast jeder Aktion und spende auch Geld, obwohl ich Zivi bin und eigentlich nichts für solch löbliche Ziele wie den Schutz der Meere und die Abschaffung von Steinigungen von "Ehebrecherinnen" (deren Mann seit Jahren tot ist).
Wenn ich Milliarden hätte, würde ich auch etwas bewegen wollen, mit soviel Geld hat man nicht nur finanzielle Macht, man hat Einfluss auf die Politik!
Ich erwarte sehr viel von dieser Aktion!
Mal mindestens die Abschaffung von Mädchenbeschneidungen und der Stopp der Ausbreitung von AIDS und Malaria.
Norman Eschenfelder
Schemes heru nefer s:mech mech*
*altägyptisch für:
Folge den schönen Tagen und vergiss die Sorgen!
 

#20 12.08.2010, 13:51
MarionRavenwood Abwesend
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Betreff: Re: Club der Milliardäre
Ich bin auch hier

http://kaernten.orf.at/stories/397058/

sowie hier

http://www.greenpeace.de/...r_service/

und hier

http://www.attac.de/...ztes-hemd/

und auch hier AKTIV engagiert

http://www.robinwood.de/...663.0.html

und nicht nur bei irgendwelchen Alibi- und Internet-Unterschriften-Aktionen „aktiv“ oder bei sonstigen fragwürdigen und nicht-überprüfbaren narzistischen Selbstbeweihräucherungen im Internet.

Noch Fragen, der Herr?

Oder wie die anderen tapferen Helden - oder soll ich besser "Platzhirsche" posten? - recht durchsichtig, künstlich aufgeregt und sofort eingeschnappt, wenn Frau es wagt Tacheles zu schreiben?
Sit venia verbo.
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