| Pascal | 21.05.2025, 14:02 |
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Betreff: Re: Artefakte und ihre realen Hintergründe Das Ding ist der Hammer, die Details, der Gesamteindruck,... ganz große Kunst |
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| Fabilousfab | 21.05.2025, 14:03 |
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Betreff: Re: Artefakte und ihre realen Hintergründe Ja, schließe ich mich an. Wirklich ein tolles Teil. |
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| Fabilousfab | 28.05.2025, 15:14 |
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Betreff: Re: Artefakte und ihre realen HintergründeEndgamespoiler "Indiana Jones and The Great Circle"
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| Fabilousfab | 11.02.2026, 10:02 | ||||||||
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Betreff: Re: Artefakte und ihre realen HintergründeAssyrische StatuenIm Film ![]() Auf der Kommode in Venedig, steht eine Statue als Dokoration. Im Spiel
Im Marshall College steht ebenfalls die geflügelte Statue und im Irak die Nabustatue Realität
Vom neunten bis zum siebten Jahrhundert v. Chr. regierten die Könige von Assyrien über ein riesiges Reich, das sich im Nordirak konzentrierte. Der große assyrische König Ashurnasirpal II (r. 883–859 V. Chr.), unternahm ein umfangreiches Bauprogramm in Nimrud, dem alten Kalhu. Bis es unter Ashurnasirpal Hauptstadt wurde, war Nimrud nicht mehr als eine Provinzstadt. Die neue Hauptstadt nahm eine Fläche von etwa neunhundert Hektar ein, um die Ashurnasirpal eine Schlammziegelmauer baute, die 120 Fuß dick, 42 Fuß hoch und fünf Meilen lang war. In der südwestlichen Ecke dieses Gebiets befand sich die Akropolis, in der sich die Tempel, Paläste und Verwaltungsbüros des Reiches befanden. Im Jahr 879 V. Chr. Ashurnasirpal veranstaltete ein Fest für 69.574 Menschen, um den Bau der neuen Hauptstadt zu feiern, und das Ereignis wurde durch eine Inschrift dokumentiert, die lautete: "die glücklichen Menschen aller Länder zusammen mit den Menschen von Kalhu - zehn Tage lang habe ich sie geschlemmt, getrunken, gebadet und geehrt und sie in Frieden und Freude in ihre Heimat zurückgeschickt." Die sogenannte Standardinschrift, die über die Oberfläche der meisten Reliefs lief, beschrieb Ashurnasirpals Palast: "Ich habe darauf [einen Palast mit] Hallen aus Zeder, Zypresse, Wacholder, Buchsbaum, Teakholz, Terebinth und Tamarisk gebaut [?] als meine königliche Wohnung und für das dauerhafte Freizeitleben meiner Lordschaft." Die Inschrift fährt fort: "Tieren der Berge und der Meere, die ich aus weißem Kalkstein und Alabaster geformt hatte, hatte ich in ihren Toren aufgestellt. Ich habe es [den Palast] angemessen imposant gemacht." Unter diesen Steintieren ist der hier abgebildete geflügelte Löwe mit menschlichem Kopf. Die gehörnte Kappe zeugt von seiner Göttlichkeit, und der Gürtel signalisiert seine Kraft. Der Bildhauer gab diesen Wächterfiguren fünf Beine. Nimrud Nimrud ist der moderne Name der altorientalischen Stadt Kalchu. Deren Ruinen liegen 30 km südsüdöstlich von Mossul (heutiger Irak) am mittleren Tigris im Gouvernement Ninawa. Im 13. Jahrhundert v. Chr. gegründet, wurde Nimrud im 9. Jahrhundert unter König Assurnasirpal II. Hauptstadt des Assyrischen Reiches. 612 v. Chr. wurde es von Medern und Chaldäern zerstört. Der Name Nimrud wird von dem biblischen König Nimrod abgeleitet. Wann die Ruine diesen Namen erhielt, ist nicht bekannt. Die erste schriftliche Erwähnung Nimruds geht auf Carsten Niebuhr zurück, der die Stadt 1766 besuchte. Ausgrabungsgeschichte: Bereits 1846 machte Sir Austen Henry Layard erste Ausgrabungen vor allem auf der Akropolis. Es kamen Reste großer Palast- und Festungsbauten zum Vorschein. Man fand ebenso zahlreiche Alabasterreliefs und Elfenbeinschnitzereien sowie Obelisken und monumentale Figuren. 1955 wurden bei Grabungen von Max Mallowan im Nabû-Tempel von Nimrud Keilschrifttafeln mit Eiden für Vasallen und assyrische Machtträger aus dem Jahr 672 v. Chr. gefunden, die für die assyrische Vertragsrhetorik aufschlussreich sind und damit auch für die israelitische Bundestheologie, die sie nachahmt. Zerstörungen durch den Islamischen Staat: Anfang März 2015 wurde bekannt, dass Terroristen des Islamischen Staats begonnen hätten, die archäologischen Stätten Nimruds mit Baggern zu zerstören. In der Ideologie der Terrororganisation gelten die Statuen und Abbildungen als Abgötterei, die nicht mit dem Islam vereinbar sei. Archäologen und Altertumswissenschaftler reagierten weltweit mit Empörung und Entsetzen. Am 12. April 2015 wurde ein Video verbreitet, das die Sprengung und wohl vollständige Zerstörung der antiken Stadt zeigt. Im Zuge der Schlacht um Mossul eroberte die irakische Armee im Herbst 2016 Nimrud zurück. Am 13. November wurde die Befreiung Nimruds offiziell bestätigt. Die Antikenstadt gilt als fast völlig zerstört. Tempel und Ziqqgurat Der Nabû-Tempel, einer oder der Ezide, befindet sich im Südosten der Akropolis von Nimrud. Es handelt sich dabei um einen großen, trapezförmigen Komplex von etwa 70 m Seitenlänge, der sowohl Kulträume als auch einen Thronsaal und Räume mit vielen anderen Funktionen enthält. Der Ninurta-Tempel und die vermutlich zugehörige Ziqqurrat befinden sich auf der Zitadelle nördlich des Nordwestpalastes. Der Tempel bestand aus einer breiträumigen Vorcella, mit den Maßen 6 × 13,60 m und einer langräumigen Cella von 7 × 20 m Größe, sowie aus mehreren Wirtschaftsräumen. Mallowan nimmt außerdem an, dass ein Nebenheiligtum in dem an die Vorcella nördlich angrenzenden Raum existierte. In diesem wurde von Layard eine Stele Assurnasirpals II. und ein runder Opfertisch mit drei Löwenfüßen gefunden. Die Tür der Vorcella säumten zwei menschenköpfige, geflügelte Torlöwen, die circa 4,5 m lang und 5 m hoch waren. Die Vorcella selbst war mit Wandbemalungen und der Innenraum der Cella mit glasierten Ziegeln geschmückt. Angeschlossen an die Tempel erhob sich die Ziqqurrat mit einer quadratischen Grundfläche von 60 m Seitenlänge. Die ursprüngliche Höhe des Tempelturms wurde von Layard auf 60 m geschätzt. Archäologisch ist er allerdings nur schlecht erschlossen worden, weshalb über seine genaue Verbindung mit dem Tempelgebäude nur wenig bekannt ist. Der Aufgang auf die Ziqqurrat konnte bis heute ebenfalls nicht sicher rekonstruiert werden. Sie stand auf einer Terrasse aus Lehmziegeln, das Fundament bestand aus Steinquadern. Es wird angenommen, dass der gesamte Tempelkomplex zusammen mit anderen Gebäuden auf der Akropolis gegen Ende der neuassyrischen Zeit (entweder 614 oder 612 v. Chr.) zerstört wurde.
Quellen: metmuseum.org/Wikipedia |
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| Fabilousfab | 17.08.2025, 16:13 |
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Betreff: Re: Artefakte und ihre realen HintergründeChamunda StatueIm Film: ![]() Als Dr. Jones und seine Begleiter eine Statue im Dschungel von Indien finden, fliehen seine einheimischen Mitreisenden in Panik. Realität: ![]() ![]() Die Göttin ChamundaChamunda auch bekannt unter den Namen Chamundi, Chamundeshwari oder Charchika, ist der grauenvolle und Furcht einflößende Aspekt von Devi oder Mahadevi, der 'Großen Göttin' des Hinduismus und steht somit in engem Zusammenhang mit den Göttinnen Kali, Durga aber auch mit der gütigen Parvati. Gleichzeitig ist sie häufig eine der so genannten Matrikas ('Mütter'), einer Gruppe von sieben (Sapta Matrikas) oder acht (Ashta Matrikas) weiblichen Gottheiten. In Teilen ist die Ikonographie Chamundas angelehnt an die Darstellungen Kalis und die Attribute Shivas bzw. Bhairavas. Wie bei indischen Göttern üblich, so existieren auch für Chamunda mehrere Ursprungsmythen. Urspungslegenden: Eine der wichtigsten Schriften über die Göttin, das Devi Mahatmya, erzählt folgende Legende: Die beiden Asuras (Dämonen) Sumbha und Nisumbha hatten wegen ihrer strengen asketischen Übungen als Belohnung von Shiva das Versprechen erhalten, dass sie unverletzlich sein würden. In der Gewissheit ihrer Unverletzlichkeit erhoben sie sich fortan sogar gegen die Götter. Der zornigen Stirn der Göttin Ambika (auch Kaushika genannt) entsprang daraufhin Chandika Jayasundari, eine Göttin von überirdischer Schönheit. Die Diener bzw. Generäle der beiden Asuras, Chanda und Mundi, berichteten Sumbha davon, woraufhin er diese Göttin zur Frau nehmen wollte. Sie stimmte zu, bestand jedoch auf einem Zweikampf mit Sumbha vor der Hochzeit. Während des Kampfes entsprangen ihrem Haar bewaffnete Götter und sie brüllte so laut, dass die Dämonen scharenweise vernichtet wurden. Ambikas zorniger Stirn entsprang zu ihrer Unterstützung eine weitere Gestalt – eine schreckliche Form der Durga, von grauenhafter Erscheinung. Diese tötete alle Dämonen einschließlich der beiden Diener Chanda und Mundi; aus den beiden Namen der beiden Diener entstand ihr Name Chamunda (auch Chamundi). Eine andere Fassung derselben Legende berichtet, dass Chandika Jayasundara der Kaushika/Ambika die abgeschlagenen Köpfe der beiden Dämonen Chanda und Munda überbrachte. Diese zeigte sich darüber hocherfreut und verlieh ihrer Kreatur den Ehrentitel 'Chamunda'. In anderen – wahrscheinlich späteren – Fassungen derselben Legende, in der ebenfalls Dämonen niedergemetzelt werden, wird Chamunda mit der Göttin Kali gleichgesetzt. Kampf gegen Andhaka Im Matsya Purana (Das Matsya Purana ist eines der achtzehn großen Puranas und gehört zu den ältesten und am besten erhaltenen Puranas der Sanskrit-Literatur. Der Text ist ein Vaishnava-Text, benannt nach dem Fisch-Avatar von Vishnu.) wird der Mythos von Chamunda anders dargestellt: Zusammen mit anderen weiblichen Gottheiten, den Matrikas, half sie Shiva in dessen Kampf gegen den Dämon Andhaka. Dieser hatte die Kraft, aus seinem zur Erde herabtropfenden Blut immer neue Dämonen entstehen zu lassen, was ihn letztlich unzerstörbar machte. Chamunda trank – je nach Fassung dieser Legende mit oder ohne Hilfe der anderen Matrikas – das Blut Andhakas, wodurch ihr Körper eine blutrote Farbe annahm. Nach dem siegreichen Kampf begann Chamunda einen die ganze Welt zerstörenden Tanz. Dabei spielte sie auf einem Musikinstrument, dessen Schaft der Berg Meru, dessen Saiten die kosmische Schlange Shesha und dessen Bauch bzw. Klangkörper ein Halbmond war. Sie stimmte dieses gewaltige Instrument während einer Flut, die die Welt zerstörte, und spielte darauf während der Nacht des Weltuntergangs. Bedeutung: Chamundas Ursprünge liegen wahrscheinlich im vorarischen, ländlichen Indien, wo in hohem Maße Naturgottheiten und Dämonen verehrt wurden. Als Form der Mahadevi ist sie eng mit der Schöpfung verbunden, die jedoch – nach der Auffassung Kinsleys und anderer Forscher – nur in Gang gehalten werden kann, wenn die eigene, sich selbst verzehrende Energie der Göttin immer wieder durch Blut von Menschen- und Tieropfern erneuert wird. Wie Shiva ist Chamunda Schöpferin und Zerstörerin in einem; beide Aspekte sind unauflöslich miteinander verbunden: „Leben und Tod bilden einen Prozeß von Geben und Empfangen, einen Prozeß, durch den die Energie der Mahadevi fortwährend wieder erneuert wird.“ Quelle: wikipedia/vyasaonline.com |
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| Fabilousfab | 28.01.2026, 10:20 | ||||||
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Betreff: Re: Artefakte und ihre realen HintergründeDie KhmerIm Spiel Die Khmer werden im Level Sukhothai als alte Zivilisation eingeführt, die beeindruckende Tempel mit Fallen und Puzzle hinterlassen hat.
Realität Die Khmer sind die größte Ethnie in Kambodscha und stellen mit mehr als 15,5 Millionen Einwohnern über 97 Prozent der Bevölkerung dar. Auch in Thailand (nördliche Khmer / Khmer Surin in den südlichen Provinzen des Isan, sowie auch vereinzelt in Ostthailand) und Vietnam (Khmer Krom im Mekongdelta) leben Khmer. Vor der Südmigration der Viet Kinh aus der Deltaregion des Roten Flusses war die Region des Mekongdeltas hauptsächlich von Khmer besiedelt, sie stellen hier die einheimische Bevölkerung dar. Auch in Thailand stellen die Khmer, gemeinsam mit den Mon und kleineren Volksgruppen, die ursprüngliche Bevölkerung der Region vor der Migration der Tai-Völker dar. Dennoch wurden etliche in vergangenen Jahrhunderten auch als Arbeitskräfte in die benachbarte Staaten Thailand, Laos und Vietnam umgesiedelt, mitunter mit Gewalt. Etwa drei Millionen Khmer leben im benachbarten Ausland von Kambodscha. Eine relativ große Gruppe der Khmer, die vor den Roten Khmer und der anschließenden Besatzung der kommunistischen Vietkong fliehen musste, lebt heute im Land des ehemaligen Kolonialherren Kambodschas, in Frankreich, aber auch in den USA. Die Khmer errichteten Tempel und Tempelstädte, die zu den größten der Welt zählen, wie Angkor im heutigen Kambodscha sowie Prasaat Hin Khao-Phnom-Rung und Prasaat Hin Phimai im heutigen Thailand.
Die Khmer sind eng verwandt mit dem Volk der Mon, deren Nachfahren in Thailand im Wesentlichen als Reisbauern und Fischer leben. Zahlreiche Minoritäten in Laos, in Nordostkambodscha und Zentralvietnam (z. B. Khmu, Kuy, Bru) sprechen ebenfalls verwandte Sprachen. Sprache: Die Khmer sprechen Khmer, das zur Familie der Mon-Khmer-Sprachen gehört. Die Khmer-Schrift leitet sich von den indischen Silbenschriften her. Religion: In der ethnischen Religion sind Berge, Hügel, Quellen, Bäume und Felder von Geistern bevölkert (→ Animismus), die die Geschicke der Erde lenken und heute Neak-Ta heißen. Wischnu selbst war hier der „große Geistkönig“ Neak-Ta-Moha-Reach. Diese Geister müssen ständig gnädig gestimmt werden. Gefährlich sind die Arak, Krankheitsgeister, und die Geister der unzeitig Verstorbenen, die Khomorchhav. Dämonenglaube ist verbreitet. Heute sind die Khmer fast ausschließlich Anhänger des Theravada-Buddhismus, der simultan mit Elementen der ethnischen Religion praktiziert wird. Vor der Verbreitung des Buddhismus in Südostasien waren die Khmer Hindus, was sich in den vielen Tempelruinen, die oftmals Hindugöttern wie Vishnu oder Shiva gewidmet sind, bemerkbar macht. ![]() Geschichte: Wahrscheinlich im 3. Jahrhundert v. Chr. wanderten Proto-Mon-Khmer aus China nach Süden, doch entstand erst 802 das erste Reich der Khmer unter dem Herrscher Jayavarman II., nachdem dieser Chenla niedergerungen hatte. Nach dessen Tod 850 übernahm sein Sohn Jayavarman III. in der Hauptstadt Hariharalaya den Thron. Die Khmer errichteten 893 das erste Kultzentrum der Khmer-Monarchie in Angkor, Yasodharapura, und griffen mehr als fünfzig Jahre später das Reich Champa im heutigen Südvietnam erfolgreich an. Im 12. Jahrhundert übernahm König Jayavarman VII. den Theravada-Buddhismus und begann mit dem Bau von Angkor Thom. Ende des 12. Jahrhunderts waren praktisch alle Khmer vom Hinduismus zum Buddhismus konvertiert. Mit der Eroberung von Angkor durch die Thai (Siam) aus Ayutthaya im 14. Jahrhundert endete die Geschichte des gleichnamigen Reiches. Die Hauptstadt wurde im Jahr darauf verlassen. In der Folge waren die Khmer über die meiste Zeit ein Zankapfel zwischen dem vietnamesischen Reich Annam und dem siamesischen Reich von Ayutthaya. Nachdem 1620 eine vietnamesische Prinzessin in die Khmer-Monarchie eingeheiratet hatte, erhielten die Vietnamesen das Siedlungsrecht auf dem Gebiet der Khmer. Dies führte zur Vietnamisierung der östlichen Küstenregion des ehemaligen Kambodschas, heute um Saigon (Ho-Chi-Minh-Stadt) gelegen. König Norodom I. führte die Khmer 1863 in die französische Kolonialherrschaft, als er um den Schutz Frankreichs vor den Übergriffen seiner Nachbarn bat. War das Gebiet der Khmer zunächst ein französisches Protektorat, wurde es 1887 in die Kolonie Französisch-Indochina eingegliedert. Erst 1953 wurde Kambodscha unabhängig. Die rote Khmer: Die Roten Khmer waren eine kommunistische Terrorgruppe, die 1975 die Macht im Land Kambodscha übernahm. Knapp vier Jahre dauerte ihre Schreckensherrschaft, etwa zwei Millionen Menschen starben. Die Geschichte der Roten Khmer beginnt in der französischen Hauptstadt Paris. Hier entdecken einige kambodschanische Studenten Anfang der 1950er den Kommunismus für sich. Sie entschließen sich, eine eigene kommunistische Partei zu gründen: die "Vereinigten Khmer-Studenten". Nach ihrer Rückkehr nach Kambodscha bleiben sie in engem Kontakt. 1963 gibt es einige Studentenrevolten in Kambodscha. Einige der Paris-Rückkehrer fliehen vor der Regierung in den kambodschanischen Urwald, darunter Ieng Sary, Son Sen und Saloth Sar, der sich später "Pol Pot" nennt. Im Urwald beginnen sie, die Einheimischen für ihre kommunistischen Ideen zu gewinnen und eine Guerillatruppe aufzubauen. Zu diesem Zeitpunkt ist Kambodscha keine französische Kolonie mehr, sondern seit fast zehn Jahren unabhängig. Doch die Lage der Bevölkerung ist schlecht und die Wut auf die reiche und korrupte politische Elite des Landes groß. In den verarmten Bauern sehen die Roten Khmer mögliche Verbündete. Mit großer militärischer Hilfe der kommunistischen Nordvietnamesen, die auch die Roten-Khmer-Kämpfer ausbilden, gelingt es der unerfahrenen Guerillatruppe Ende der 1960er Jahre, große Teile Kambodschas unter ihre Kontrolle zu bringen. ![]() Die neue Regierung um Pol Pot, der weitgehend im Hintergrund agiert, beginnt sofort mit der völligen Umgestaltung der Gesellschaft zu einem autarken radikal-kommunistischen Bauernstaat und nennt das Land "Demokratisches Kambodscha". Die Ideologie: bedürfnislose Gleichheit der Menschen. 3,5 Millionen Kambodschaner werden von den Roten Khmer aufs Land vertrieben – damit sie für die Partei keine Gefahr darstellen und in der landwirtschaftlichen Produktion eingesetzt werden können. Bald sind die Städte des Landes wie ausgestorben. Der Privatbesitz wird abgeschafft, ebenso das Geld und der freie Handel. Alle Kambodschaner, die nicht unmittelbar politisch verfolgt werden, müssen unter strengster Bewachung auf den Reis- und Baumwollfeldern sowie im Straßenbau unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten. Dabei verhungern und verdursten viele, sterben an Krankheiten oder werden von den Aufsehern erschlagen. So entstehen die so genannten "Killing Fields": Die Getöteten werden direkt neben den Feldern, auf denen sie gearbeitet haben, begraben. Nachdem anfangs die angeblichen politischen Gegner von den Roten Khmer umgebracht werden, sind es später auch die eigenen Leute, von denen zahlreiche plötzlich als Gefahr für das System gelten. Innerhalb von knapp vier Jahren lassen die Roten Khmer fast alle Angehörigen des bürgerlichen Mittelstandes ermorden sowie die religiösen und kulturellen Institutionen des Landes zerstören – bis auf die alte Hauptstadt Angkor. Dann marschierten die Vietnamesen ein. Die Roten Khmer kämpfen noch jahrelang im Untergrund weiter. Der lange Weg zum Tribunal Die Forderung der Opfer und Flüchtlinge nach einem internationalen Tribunal wird danach von westlichen Ländern lange nicht beachtet. Sogar ihren UN-Sitz dürfen die Roten Khmer noch bis zum Pariser Friedensabkommen von 1991 behalten. Einige Mitglieder werden vom damaligen König Sihanouk (bis 2004) begnadigt, sodass hohe Funktionäre noch längere Zeit unbehelligt in ihren Villen leben können. Nach langwierigen Verhandlungen beginnt 2006 das so genannte Völkermordtribunal. Es folgen Skandale und Schwierigkeiten, die das Verfahren mehrfach fast zum Scheitern bringen. Erst im November 2007 wird der erste Angeklagte öffentlich angehört. Die Prozesse gegen ranghohe Führungsmitglieder der Roten Khmer gingen 2022 zu Ende. Insgesamt wurden nur drei Angeklagte zu lebenslangen Freiheitsstrafen verurteilt, zwei weitere Angeklagte verstarben vor Beginn ihres Prozesses. Quelle: wikipedia/Planet-wissen.de |
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| Fabilousfab | 23.10.2025, 11:23 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Betreff: Re: Artefakte und ihre realen HintergründeKreuzritter und KreuzzügeIm Spiel ![]() Im Spiel werden die Nephilim als Kreuzfahrer dargestellt Realität Die Kreuzzüge "Deus lo volut" – Gott will es so. Unter diesem Leitspruch versammelten sich im Mittelalter Tausende christliche Ritter und Soldaten aus Europa, um in den "Heiligen Krieg" zu ziehen. Ziel dieses Krieges: Die heilige Stadt Jerusalem aus den Fängen der aus christlicher Sicht heidnischen Muslime zu befreien. Diese sogenannten Kreuzzüge, mündeten aber schließlich in einem rund 200-jährigen Konflikt zwischen Christen und Muslimen, der viele Tote forderte. Definition: Als "Kreuzzüge" bezeichnet man die religiös motivierten militärischen Feldzüge der europäischen Christen vom 11. bis zum 13. Jahrhundert zur Befreiung der "heiligen" Stadt Jerusalems von den Muslimen. Die Kreuzzüge dienten neben der Eroberung der Stadt Jerusalem vor allem auch der Verbreitung und der Verteidigung des christlichen Glaubens – der Einflussbereich der Muslime sollte zurückgedrängt werden. Diejenigen, die sich auf Kreuzzug begaben, nannte man auch Kreuzritter oder Kreuzfahrer. ![]() Kreuzzüge – Übersicht Ausgangssituation Die Kreuzzüge wurden durch verschiedene Ereignisse ausgelöst: Im 11. Jahrhundert war der türkische Reiterstamm der Seldschuken auf dem Vormarsch. Von Osten her eroberten sie unter anderem byzantinische Gebiete in Kleinasien (wie Anatolien) und auch Territorien in der Levante. (Levante: Bezeichnung für die Gebiete östlich des Mittelmeeres, unter anderem auch das Heilige Land Jerusalem war damals eine beliebte Pilgerstätte für die Christen.) Durch die Vorherrschaft der Seldschuken waren Pilgerreisen dorthin nun nicht mehr möglich. Der konkrete Anlass für den Ersten Kreuzzug war dann der Hilferuf des byzantinischen Kaisers Alexios I. Komnenos, da die Seldschuken immer weiter auf die byzantinische Hauptstadt Konstantinopel vorrückten. Alexios I. wandte sich dabei nicht an die weltlichen Herrscher Europas, sondern konkret an den Papst. Das Byzantinische Reich und sein Kaiser waren orthodoxe Christen – da die Seldschuken ein muslimisches Volk waren, erhoffe sich Alexios I. die Unterstützung des Papstes und der katholischen Christen im Kampf gegen die "Heiden". Und tatsächlich erhörte Papst Urban II. den Hilferuf des byzantinischen Herrschers und rief im Jahr 1095 zum "Heiligen Krieg" auf, um die Seldschuken zurückzudrängen und im selben Zug Jerusalem für die Christenheit zurückzuerobern. Gründe des Papstes: Kirchenunion: Urban II. war an einer (Wieder-)Vereinigung der christlich-orthodoxen und der christlich-katholischen Kirche in Europa interessiert. Da das Byzantinische Reich unter Alexios I. christlich-orthodox war, erhoffte sich Urban II. eine Annäherung in dieser Angelegenheit und die Unterstützung des byzantinischen Kaisers. Die Heilige Stadt Jerusalem für die Christen zurückerobern: Durch einen erfolgreichen Kreuzzug und die Rückeroberung Jerusalems würden die Christen nicht nur eine ihrer heiligsten Pilgerstätten zurückerhalten, auch das Ansehen und die Macht des Papstes würden größer werden. Muslime zurückdrängen: Durch die Rückeroberung Jerusalems konnten die Muslime geschwächt werden. Kirchlichen Einfluss in Europa stärken: Im Zuge des sogenannten "Investiturstreits" kam es im 11. Jahrhundert zu einer Spaltung der weltlichen und kirchlichen Macht im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Und auch in anderen Nationen gewannen die weltlichen Herrscher zunehmend an Macht. Durch den Aufruf zum Kreuzzug wollte Urban II. den kirchlichen Einfluss auf die weltlichen Herrscher wieder verstärken. Der Papst hatte also nicht nur religiöse, sondern auch politische Gründe für den Ausruf des "Heiligen Krieges". Durch den Kreuzzug erhoffte er sich eine erneute macht-politische Stärkung der Kirche und des Papsttums. 1. Kreuzzug (1096–1099) Einige Monate nach Papst Urbans II. Aufruf zum "Heiligen Krieg" versammelten sich 1096 Streitkräfte aus unterschiedlichen europäischen Ländern vor den Mauern der byzantinischen Stadt Konstantinopel, um sich dort auf den weiteren Kreuzzug in Richtung Jerusalem vorzubereiten. Bei ihrem Vorstoß nach Kleinasien gelang es den Kreuzfahrern, die Seldschuken zu schlagen und sich einen Weg in Richtung Jerusalem freizukämpfen. Doch innerhalb des Heeres kam es immer wieder zu Streitigkeiten, und einige Truppen setzten sich von der Hauptstreitmacht ab und verfolgten eigene Interessen – zusätzlich zu den Verlusten in den Schlachten, wurde die Streitmacht so zunehmend kleiner. 1098 erreichten nur noch rund 20.000 Kreuzritter die Stadt Antiochia (heute die Stadt Antakya in der Türkei). Es kam zu einer monatelangen und schlecht organisierten Belagerung der Stadt, die die Kreuzfahrer nur mit Not und unter hohen Verlusten gewannen. Von Antiochia aus schlugen sich die Kreuzfahrer bis nach Jerusalem durch und belagerten die Stadt im Jahr 1099. Und auch bei Jerusalem gelang es den Kreuzrittern, den Sieg zu erringen. Damit hatten sie ihr Ziel erreicht: Sie hatten Jerusalem für die Christenheit zurückerobert. Doch die Einnahme der Stadt verlief sehr blutig. Bei der Plünderung durch die Kreuzritter wurden zahlreiche muslimische und jüdische Menschen getötet – schätzungsweise gab es rund 70.000 Opfer. Die vier Kreuzfahrerstaaten Neben der Stadt Jerusalem und seinem Umland, gab es noch drei weitere Gebiete, die die Kreuzritter im Zuge des Ersten Kreuzzuges im Küstengebiet des Heiligen Landes erobert hatten. Aus diesen Territorien wurden dann die sogenannten vier "Kreuzfahrerstaaten". Zu den Kreuzfahrerstaaten zählten: das Königreich Jerusalem das Fürstentum Antiochia die Grafschaft Tripolis die Grafschaft Edessa 2. Kreuzzug (1147–1149) Im Jahr 1144 wurde die Grafschaft Edessa angegriffen und von den Muslimen zurückerobert. Um diese Aktion zu rächen, rief Papst Eugen II. 1147 zum Zweiten Kreuzzug auf. Dieser scheiterte jedoch schnell, hauptsächlich an der mangelnden Organisation und schlussendlich blieb Edessa muslimisch. 3. Kreuzzug (1189–1192) Doch die Muslime gaben sich nicht nur mit der Rückeroberung Edessas zufrieden. Im Jahr 1187 gelang es Saladin, dem Sultan von Ägypten und Syrien, Jerusalem einzunehmen – die Heilige Stadt wurde wieder muslimisch. Papst Gregor VIII. rief daraufhin zum Dritten Kreuzzug auf. Viele namentlich bekannte europäische Herrscher schlossen sich diesem Kreuzzug an, so etwa der römisch-deutsche Kaiser Friedrich Barbarossa, der französische König Philipp II. und der englische König Richard Löwenherz. Doch trotz des Aufgebotes scheiterte auch dieser Kreuzzug. Barbarossa starb auf dem Weg nach Jerusalem und ein Großteil seiner Streitmacht kehrte um. Und auch Philipp II. und Richard Löwenherz konnten sich nicht gegen die Muslime behaupten. Schlussendlich war der einzige Erfolg des Dritten Kreuzzuges ein Waffenstillstand (ausgehandelt durch Richard Löwenherz) zwischen den Kreuzfahrern und den muslimischen Truppen unter Sultan Saladin. 4. Kreuzzug (1202–1204) Anders als bei den ersten drei Kreuzzügen gab es für den Vierten Kreuzzug keinen akuten Anlass. Ziel dieses Kreuzzuges war es, Gebiete in Ägypten anzugreifen, um dort die Macht des muslimischen Sultans zu schwächen. Doch die Kreuzfahrer gelangten gar nicht bis nach Ägypten. Stattdessen endete der Kreuzzug mit der Plünderung der Stadt Konstantinopel durch die christlichen Kreuzritter. Durch diesen Angriff verschlechterte sich die Beziehung zwischen der katholischen Kirche unter dem Papst und der orthodoxen Kirche in Konstantinopel gravierend. 5. Kreuzzug (1217–1221 / 1228–1229) In der deutschen Geschichtsschreibung werden zwei einzelne Kreuzzüge zum Fünften Kreuzzug zusammengefasst. Einmal der sogenannte Kreuzzug von Damiette 1217–1221, der die strategische Eroberung der ägyptischen Stadt Damiette vorsah, jedoch scheiterte. Und zum anderen der Kreuzzug unter dem römisch-deutschen Kaiser Friedrichs II. 1228–1229. Nach dem Ersten Kreuzzug war der unter Friedrich II. wohl der einzige, den man zumindest teilweise als Erfolg werten konnte. Kreuzzug Friedrichs II. Anstatt erneut blutige Schlachten gegen die Muslime zu führen, die viele Opfer gefordert hätten, wählte Friedrich II. den Weg der Diplomatie. Er trat in Verhandlungen mit dem Sultan al-Kamil und konnte 1229 tatsächlich ein Abkommen aushandeln – den "Frieden von Jaffa". Der Friede von Jaffa besagte Folgendes: Die Christen erhielten die Städte Jerusalem, Bethlehem, Lydda und Nazareth. Dafür durften Muslime aber auch frei in diesen Gebieten leben und erhielten eine eigene Gerichtsbarkeit. Die Muslime hingegen behielten die Herrschaft über den Tempelberg in Jerusalem. Dafür durften Christen den Tempelberg aber zum Gebet und der Andacht frei betreten. Zusätzlich verpflichtete sich Friedrich II. dazu, sein Heer, die Ritterorden und auch die Kreuzfahrerstaaten davon abzuhalten, andere Gebiete unter der Herrschaft von Sultan al-Kamil anzugreifen. Bis zum Jahr 1244 befand sich Jerusalem unter der Herrschaft der Christen, dann jedoch wurde die Stadt erneut von den Muslimen zurückerobert. 6. und 7. Kreuzzug (1248–1254 / 1270) Als Folge der Rückeroberung Jerusalems 1244 kam es vier Jahre später, 1248, zum Sechsten Kreuzzug unter Führung des französischen Königs Ludwig XI. Ziel des Kreuzzuges war es, die ägyptischen Städte Damiette und Kairo anzugreifen, um die Muslime zu schwächen. Danach sollte der Kreuzzug weiter in Richtung Heiliges Land ziehen und Jerusalem zurückerobern. Doch auch dieser Kreuzzug scheiterte. Bis zum Jahr 1270 gelang es den Muslimen, weite Teile der Kreuzfahrerstaaten zu erobern. Und auch die letzten verbliebenen christlichen Gebiete um Antiochia und Tripolis drohten nun an die Muslime zu fallen. Und erneut war es der französische König Ludwig XI., der den Siebten und letzten Kreuzzug anführte. Doch aus heute unerfindlichen Gründen griff das Kreuzfahrerheer nicht das Heilige Land an, sondern die nordafrikanische Stadt Tunis. Der Angriff scheiterte verheerend, Ludwig XI. starb und damit war auch der Siebte Kreuzzug gescheitert. Ende der Kreuzzüge Nach dem gescheiterten Siebten Kreuzzug wurden die letzten Teile der ehemaligen Kreuzfahrerstaaten vollständig durch die Muslime zurückerobert. Alle durch die Kreuzfahrer erbauten Festungen und Verteidigungsanlagen wurden zerstört, um zu verhindern, dass sie bei eventuellen weiteren Kreuzzügen genutzt werden konnten. Die letzte christliche Bastion im Heiligen Land war die Stadt Akkon, die im nördlichen Teil des Königreichs Jerusalems lag. Doch auch diese fiel im Jahr 1291 an die Muslime und damit hatten die Kreuzfahrer auch ihr letztes Gebiet verloren. Folgen der Kreuzzüge Die Kreuzzüge zählen als eine der dunkelsten Stunden des Mittelalters und hatten weitreichende Folgen. Die Christen führten Kriege im Namen Gottes, im Zuge derer zahlreiche Andersgläubige unterdrückt, verfolgt und getötet wurden. Kreuzzüge – Tote Aufgrund der Blutrünstigkeit der Kreuzzüge und der hohen Anzahl de Toten können diese Kriege nicht als die glorreichen Schlachten gesehen werden, die sie in den Augen vieler Kreuzfahrer waren. Viel mehr waren die Kreuzzüge eine humanitäre Katastrophe. Genaue Daten zu den Opferzahlen sind nicht überliefert, doch laut Schätzungen sind durch die Kreuzzüge 1–3 Millionen Menschen ums Leben gekommen. Folgen für Europa und den Nahen Osten Die Europäer im Mittelalter konnten durch die Entwicklungen der Kreuzzüge tatsächlich profitieren. Es waren neue Handelsnetzwerke in den Nahen Osten entstanden und ein kultureller Austausch fand statt – die Medizin im Nahen Osten war damals sehr viel fortschrittlicher als in Europa. Im Nahen Osten hingegen brannten sich die Kreuzzüge als ein Trauma in das gesellschaftliche Gedächtnis ein – noch heute werden beispielsweise westliche Staaten oft als "Kreuzfahrer" betitelt. Übersicht der Kreuzzüge
![]() Quelle: Thorau, Peter (2012). Die Kreuzzüge. C. H. Beck Verlag./Studysmarter |
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| Stephan | 23.10.2025, 11:43 |
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Betreff: Re: Artefakte und ihre realen Hintergründe Super Recherche und Vergleich. Du hast es ja auch selber schon geschrieben. Im deutschen Spiel wird von Kreuzfahrern gesprochen. Das war wahrscheinlich eine absichtliche Irreführung und eine künstlerische Freiheit der deutschen Übersetzung. Da ja als Statuen im Spiel Kreuzritter zusehen sind. Im englischen wird "Crusader" im Zusammenhang mit Kreuzrittern benutzt, die natürlich auch Segelschiffe für ihre Reisen benutzten. Wie "Indiana Jones and the last Crusade". Auf deutsch bedeutet das Wort "Crusader" Kreuzritter und Kreuzfahrer. Google- KI: "Kreuzfahrer" kann je nach Kontext zwei Bedeutungen haben: im historischen Sinne sind es Teilnehmer an den mittelalterlichen Kreuzzügen, die mit dem Ziel Jerusalem zu erobern, in die Region des heutigen Israel und Palästina reisten. Heutzutage bezeichnet der Begriff eine Person, die eine Kreuzfahrt unternimmt, oft an Bord eines großen Kreuzfahrtschiffes. |
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| Kukulcan | 23.10.2025, 12:55 |
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Betreff: Re: Artefakte und ihre realen Hintergründe Warum soll das eine absichtliche Irreführung sein? Um die Leute glauben zu lassen, es geht um Luxuskreuzfahrten? Man könnte ja vielleicht noch glauben, jeder Kreuritter war ein Kreuzfahrer, aber nicht jeder Kreuzfahrer ein Kreuzritter, aber anscheinend ist ein Kreuzritter kein kreuzfahrender Ritter. Und nur weil das Kreuzzüge heißt, sind die trotzdem nicht mit der Bahn gefahren |
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| Stephan | 23.10.2025, 13:02 |
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Betreff: Re: Artefakte und ihre realen Hintergründe Die Belagerung von Antiochia war Teil des Ersten Kreuzzugs. In diesem Zusammenhang mit der Geschichte und dem DLC sind Kreuzritter gemeint. Kreuzfahrer laufen nicht mit einer Ritterrüstung herum. Die Allgemeinheit nutzt das Wort Crusade eben in diesem Zusammenhang mit Kreuzrittern, auf englisch, wie auf deutsch. Ein Grab eines Kreuzritters ist nicht unbedingt ein Grab eines Kreuzfahrers. :-) Siehe Statue. Sonst was du sagt, Kukulcan. :-) Historisch gesehen sind beide Begrifflichkeiten richtig. |
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| Kukulcan | 23.10.2025, 14:05 |
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Betreff: Re: Artefakte und ihre realen Hintergründe Mir ging es eher darum, ob es (weil ja im englischen) nicht, tatsächlich einen realen Unterschied zwischen Kreuzfahrer und Kreuzritter gibt. Ob die Fußsoldaten, die unter einem "Kreuzritter" in den Kampf gezogen sind, tatsächlich Kreuzfahrer waren bzw. Crusader. |
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| Stephan | 23.10.2025, 14:12 |
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Betreff: Re: Artefakte und ihre realen Hintergründe Dazu eine Antwort aus dem Internet. Man müsste das Wort nochmal genau recherchieren, aber es klingt erstmal glaubwürdig, dass das Wort zur Zeit der Kreuzzüge entstand. Das Wort Crusader könnte seinen Ursprung aus dem Holländischen haben "kruiser". Der heutige Begriff "Kreuzfahrer" stammt ursprünglich von den christlichen Kämpfern des Mittelalters ab, die ein Kreuz auf ihre Rüstung oder Kleidung malten. Die Bedeutung hat sich jedoch erweitert und umfasst heute auch Teilnehmer von "Kreuzfahrten" (Reisen auf dem Wasser), was sich vom niederländischen Wort "kruiser" (schweben/sich kreuzen) ableitet. Ursprung als mittelalterlicher Krieger Die Kreuzzüge: Im Mittelalter waren dies militärische Expeditionen christlicher Kämpfer in den Nahen Osten, um heilige Stätten zu erobern oder zu verteidigen. Das Kreuz als Symbol: Die Bezeichnung "Kreuzfahrer" entstand, weil diese Krieger ein großes Kreuz auf ihrer Kleidung, ihren Schilden und Schiffen trugen. Synonyme: Diese Kämpfer wurden auch als "Kreuzritter" oder "Kreuzzügler" bezeichnet. Ursprung als Reisender Die Kreuzfahrt: Im 18. Jahrhundert entstand das Wort für eine Schiffsreise, die von einem Hafen zum anderen führt. Das Wort "Kreuz": Der Ursprung des Begriffs "Kreuzfahrt" liegt im niederländischen Wort "kruiser", das ein Schiff beschreibt, das "kreuzt" (hin- und herfährt). Die heutige Bedeutung: Heute bezeichnet "Kreuzfahrer" entweder einen historischen Krieger oder einen Passagier auf einem Kreuzfahrtschiff. . |
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| Fabilousfab | 26.10.2025, 20:56 |
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Betreff: Re: Artefakte und ihre realen Hintergründe Dieser Beitrag enthält Spoiler zum Ende des DLCs von Indiana Jones und der große Kreis Spoiler:
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| Fabilousfab | 07.12.2025, 16:49 | ||
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Betreff: Re: Artefakte und ihre realen HintergründeDer Naga BuddhaIm Spiel:
Spoiler:
Realität: ![]() Der Naga Buddha ist eine spezielle buddhistische Darstellung, die den historischen Buddha Siddhartha Gautama zeigt, wie er unter dem Schutz einer mächtigen, mehrköpfigen Schlange namens Mucalinda meditiert, die ihn vor einem heftigen Sturm schützt. Naga (Schlange) bezeichnet in der indischen Mythologie ein Schlangenwesen oder eine Schlangengottheit. Es gibt verschiedene Darstellungsformen: Entweder mit vollständiger Schlangengestalt, als Mensch mit Schlangenkopf oder mit menschlichem Körper, der in einer Schlangengestalt ausläuft. Häufig sind auch Darstellungen mit mehrköpfigen Schlangen, beziehungsweise einer mehrköpfigen Kobrahaube. Im Nordosten Indiens existiert eine spezielle Schlangengöttin mit Namen Manasa. Nagas in der indischen Mythologie Nagas sind als Wesen mit magischen Fähigkeiten bekannt und können jederzeit menschliche Gestalt annehmen. Gelegentlich sollen sie ihr Reich verlassen und sich unter die Menschen mischen. Sie gelten als Wächter von Übergängen, Schwellen und Türen, besonders auch im symbolischen Sinn. Erzfeind der Nagas ist Garuda, das Begleittier von Vishnu. Darstellungen des Riesenvogels zeigen diesen oft mit Nagas in seinen Klauen. Sehr oft werden die Wörter für Schlangen, Schlangendämonen, Nagas, halb-menschlichen, halb-schlangenhaften Wesen nicht unterschieden. Mehrere wichtige Schlangen jedoch tragen Namen. In der hinduistischen Mythologie etwa ist es Shesha („der Bleibende, der Rest“), der die Erde trägt, ein anderes Wort ist Ananta („der Unendliche“), die auf dem Wasser liegende Schlange, auf welcher Vishnu in seiner Form als Narayan in kosmischem Schlaf ruht. In ganz Indien ist außerdem die häufig dargestellte Legende von Krishna und Kaliya bekannt. In der buddhistischen Mythologie hingegen beschützte der Nagakönig Mucalinda den Buddha in seiner mehrere Wochen dauernden Meditation vor Regen und Unwetter, indem er seine vielen Köpfe wie einen Schirm über ihn breitete. Nepal und Tibet Durch den Kulturaustausch zwischen Indien und seinen nördlichen Nachbarn Nepal und Tibet im Rahmen der Verbreitung des Buddhismus wurden Nagas ebenfalls in die dortige Mythologie integriert. In Tibet sind sie unter dem Namen klu bekannt. Sie zählen zu den acht Grundformen der Geister und Dämonen und gehören zu den ältesten dieser Formen. Der größte See Tibets, der Yamzhog Yumco, gilt als eine Wohnstätte der Naga-Könige. Südostasien Nagas sind auch in Südostasien bekannt, wohin sie mit der Ausbreitung der hinduistischen Religion spätestens im 6. Jahrhundert gelangt sind. In der thailändischen Mythologie sind die unzähligen horizontalen Ebenen des mythischen Berges Meru, der Achse des Universums, die Wohnstatt von himmlischen, irdischen und unterirdischen Wesen. Dort hausen in der Unterwelt neben den Yakshas, den dämonischen Wächtern, auch Nagas, die als Schlangen und zugleich als Drachen verstanden werden. In unserer Welt bewohnen die Nagas auf dem Grund von Flüssen, Seen und Meeren großartige Paläste, die mit Perlen und Edelsteinen reich geschmückt sind. Am Mekong sollen sie jedes Jahr als Naga-Feuerbälle bekannte Irrlichter erzeugen, die Anlass für eine Festveranstaltung bieten. Nagas werden auch als Beschützer geistiger Schätze angesehen. Aus Laos ist bekannt, dass Naga-Motive in unterschiedlichste Stoffe eingewebt werden. Damit sollen zum Beispiel Ehen gesegnet, Neugeborene beschützt und der eigene Eintritt in den Himmel garantiert werden. 2023 wurde das „traditionelle Handwerk der Naga-Motivweberei in laotischen Gemeinden“ in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen. Unter den vielen visuellen Darstellungen des Buddha in buddhistischen Kulturen sind nur wenige genauso dramatisch und spirituell aufgeladen wie die Meditation Buddha von der Naga geschützt, oft als die bezeichnet "Mucalinda Buddha." Dieses Bild wird in der frühen buddhistischen Legende verwurzelt und durch Khmer, thailändische und laotische Kunst neu gestaltet. Dieses Bild fängt einen tiefgreifenden Moment von göttlicher Schutz, Belastbarkeit und Erleuchtung inmitten von Widrigkeiten. ![]() Naga-Buddha in Sukhothai ( Die Legende von Mucalinda: Wächter des Buddha Die Geschichte des von Naga geschützten Buddha stammt aus alten buddhistischen Texten und erzählt von einem entscheidenden Ereignis in den Tagen nach der Erleuchtung des Buddhas. Als der neu erwachte Buddha in tiefer Meditation unter dem Bodhi -Baum saß, zog ein großer Sturm herauf. Von unter der Erde kam Mucalinda, König der Nagas, der seinen massiven Schlangenkörper schützend hinter dem Buddha aufbaute und hob seine Siebenköpfige Kapuze über den Buddha, um ihn vor dem Regen zu schützen. Sieben Tage und Nächte blieb die Naga in stiller Hingabe beim Buddha. Als der Sturm vorbei war, nahm Mucalinda die Form eines jungen Mannes an, verbeugte sich vor dem Buddha und kehrte in sein unterirdisches Reich zurück. Bei dieser Geschichte geht es nicht nur um göttliche Interventionen - es symbolisiert die Harmonie zwischen spirituellem Erwachen und der natürlichen Welt und den Kosmische Kräften, die den Weg des Dharma schützen. Symbolische Bedeutung des von Naga geschützten Buddha Das Bild des von der Naga geschützten Buddha ist reich an geschichteten Bedeutungen: 1. Spiritueller Schutz Mucalinda repräsentiert die natürliche und übernatürliche Vormundschaft. Das entsteht, wenn man den Weg der Wahrheit geht. Die gewickelte Schlange gilt als Fundament der Stille, während der Kopf ein Baldachin der Zuflucht darstellt 2. unerschütterliche Meditation Trotz des Chaos des Sturms bleibt der Buddha gelassen. Dies betont geistige Widerstandsfähigkeit und die Fähigkeit, inneren Frieden aufrechtzuerhalten, ungeachtet der äußeren Umstände. 3. Natur als Verbündeter In der buddhistischen Kosmologie sind Tieren und Geister oft die Unterstützer der erleuchteten Wesen. 4. Erde und Wasser Die Schlange, oft mit Wasser, Unterwelt und Fruchtbarkeit verbunden, vereint mit dem sitzenden Buddha Erde und Wasser, physisch und spirituell, Beschützer und Lehrer. Bei Naga Buddha Figurenhandelt es sich um die seltensten buddhistischen Artefakte der Erde. Diese speziellen Buddhafiguren sind nicht so verbreitet, wie die Shakyamuni Buddha Figuren. Aus diesem Grund sehen viele buddhistische und antike Kunstsammler die Naga Buddha Figuren als die Juwelen ihrer persönlichen Sammlungen an. Die Naga Buddha Figuren werden von vielen Anhängern des Buddhismus als sehr wichtiges religiöses und spirituelles Objekt angesehen, da es den Buddha als von der Schlange geschützt darstellt. Quellen: HDasianart/Wikipedia/originalbuddhas |
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| Copilot | 08.12.2025, 20:29 |
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Betreff: Re: Artefakte und ihre realen Hintergründe Wieder ein schöner Beitrag Fab! Danke fürs Sammeln und Aufbereiten der Informationen. |
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