Der Szenarist 30.06.2023, 13:58
Betreff: Re: Dial of Destiny - Reviews auch mit Spoilern

Zitat von Kukulcan:
- Indy opfert sich und stirbt. Das hätte aber sehr vielen nicht gefallen, darum denke ich, hat man es von vornherein nicht in Betracht gezogen.

Ich denke, dass dieses spezielle Ende wirklich nie geplant war, weil man einfach wusste, dass es beim Publikum wohl am schlechtesten ankommen würde. Vielmehr glaube ich, dass man Indys Schusswunde bewusst als Red Herring eingebaut hat, um die Spannung aufrechtzuerhalten, dass es eben doch dieses Ende werden könnte. Und das vor allem für Durchschnitts-Kinogänger, die Indy noch aus ihrer Vergangenheit kennen. Denn wenn man die Interviews um den Film verfolgt hat, wusste man ja bereits, dass er nicht sterben würde.

Im Nachhinein wünschte ich, mir den Film noch einmal ohne Spoiler ansehen zu können. In irgendeiner anderen Timeline ist es bestimmt noch möglich. Wo ist nochmal mein Dingsi... Zwinkernder Smiley

Zitat von treasurelane:
@Szenarist: Für abwegig halte ich es nicht, aber ich kann mir gefühlt durchaus vorstellen, dass die Wahrheit wie gesagt in der Mitte liegen kann. Was/ab wann definiert man dann etwas als Nachdreh? Wurden nicht mehrere Enden per se kategorisch ausgeschlossen oder sehe ich das falsch? ich kann mir vorstellen, dass da jemand etwas mitbekommt davon, dass es "Ärger" oder Ungewissheiten um das Ende gibt, dass man experimientiert, noch nicht fertig ist etc. Daraus macht dann jemand: Chaos, Nachdrehs bis zur letzten Sekunde usw. Nicht ganz korrekt und nicht falsch...

Zur Erinnerung nochmal die (mittlerweile gelöschte) Nachricht von Mangold im Dezember 2022:

https://web.archive.org/web/20221221012206/https://twitter.com/mang0ld/status/1604718058144411648

Zitat von James Mangold:
We’re not shooting & never shot any new scenes or "alt endings".

Ich kaufe ihm das nicht so ganz ab und bin bei dir. Die Wahrheit wird irgendwo in der Mitte liegen. Und das hauptsächlich, weil ich im Film wirklich den Moment fühlen konnte, an dem mehrere alternative Enden möglich gewesen wären (der Szene mit Indy, Helena und Archimedes). Da finde ich viel unglaubwürdiger, dass man ein 40-Jahre-Franchise übernimmt und ohne jeden Zweifel weiß, wie man die Serie zum Ende bringen soll. Mit Disney und den Fans im Rücken. Ha ha ha. Dreimal laut gelacht.

Zitat von Mile:
Zitat von Kukulcan:

Der Schlag war perfekt! In beiden Vorstellungen, die ich gesehen habe, gab es Szenenapplaus, weil kam einfach so trocken überraschend rüber.

In Berlin hat das Publikum auch getobt (vor Begeisterung), kam richtig gut an. Besser war da nur der "Hutgriff".

Schon alleine deswegen will ich mir den nochmal in der Synchro-Fassung ansehen. Wegen den Publikumsreaktionen. Wie hieß Helenas "Guten Tag, meine freunds!" denn in der Synchro? Ging da der Saal ab?

Kukulcan 30.06.2023, 14:03
Betreff: Re: Dial of Destiny - Reviews auch mit Spoilern

Umso mehr ich darüber nachdenke, um so weniger Sinn ergibt ein Ende, bei dem Indy als gebrochener Mann in der Vergangenheit bleibt. Der ganze (1969) Anfang mit den Scheidungspapieren, das Gespräch über Mutt, alles ergibt nur Sinn, wenn er am Ende mit Marion wieder zusammenkommt. Diese beiden "Bookends" sind für mich zu rund, als dass sie das Ergebnis von (panischen) Nachdrehs oder größeren Diskussion während des Drehs hätten sein können.

Ich denke, jedes andere Ende hätte in einem Aufschrei und finanziellen Desaster geendet, so dumm ist Mangold nicht. Man fängt einen Film nicht deprimierend an und beendet ihn ebenso. Man könnte jetzt mit Wolverine argumentieren, aber ich sehe da eine ganz andere Erwartungshaltung, Wolverine war ein "dunkler", brutaler Film und ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass Mangold Indy annähernd ähnlich angeht.

treasurelane 30.06.2023, 14:40
Betreff: Re: Dial of Destiny - Reviews auch mit Spoilern

Off-Topic:
@Szenarist: Ja, wenn der tweet gelöscht wurde...ein Schelm, wer sich was dabei denkt? ;-) Ich denke auch nicht, dass er beim Drehbuch mit einer blanken Seite angefangen hat...

Kukulcan 30.06.2023, 15:05
Betreff: Re: Dial of Destiny - Reviews auch mit Spoilern

Off-Topic:
Ahhh...back to the uncharted roots

Was mich wirklich am meisten gestört hat, war, dass sie die Szene mit dem Steinglobus weggelassen haben und generell die Möglichkeiten, die Wasserbecken- und Archimedes Grab Sets für etwas mehr Abenteuer zu nutzen. Mit den Spiegel hätte man was machen können, für die Spiegel ist Archimedes ja berühmt.

Die Kugel hätten den Wassermechanismus auslösen können...fast. Die letzten Brocken hätten sie dann ins Wasser hieven können, während sie vom Methangas fast erstickt auf dem Boden liegen. das hätte den letzen "Schwapp" so viel spannender gemacht. Ich denke nicht mal, dass man dafür Spielberg heißen muss, um sich solche Dinge auszudenken und sie umzusetzen.

...und mir fehlte ein "Nuke the fridge" oder "Jump the raft" Moment Zungestreckender Smiley

treasurelane 30.06.2023, 15:15
Betreff: Re: Dial of Destiny - Reviews auch mit Spoilern

Off-Topic:
Jo, das nicht-Kartographierte Abenteuer :-)

@Kukulcan: Wenn wir uns mal in etwas einig sind, muss man das auskosten. Hatte ich da recht, wie angesprochen in der Kritik, dass diese Kugelszene rausgenommen wurde? Ganz ernsthaft: Ist doch schade, oder? Warum schneidet man das raus? Ich verstehe es auch nicht.

Der Szenarist 30.06.2023, 15:22
Betreff: Re: Dial of Destiny - Reviews auch mit Spoilern

Deleted Scenes sind auf den Heimvideo-VÖs von Indiana Jones nicht mit drauf, oder? Vor allem die würden mich jetzt interessieren, nachdem die Serie zum Abschluss gekommen ist. Vor allem die ursprüngliche Barszene zwischen Indy und Marion in Raiders, die länger ging und die Kasdan für das Beste hält, was er je geschrieben hat (wenn ich ihn richtig im Ohr habe). Bei Indy 5 vermute ich auch, dass eine ganze Menge rausgefallen ist, nicht nur die Atlas-Statue. Mangold hatte bestimmt noch viel, viel mehr im Kasten und es schmerzt ihn sicher, dass er auf 2,5 Stunden runterkürzen musste...

Kukulcan 30.06.2023, 15:22
Betreff: Re: Dial of Destiny - Reviews auch mit Spoilern

Ich würde annehmen, sie wurde speziell für den Trailer gedreht, ohne einen Zusammenhang im Script zu haben. Aber es könnte auch jede andere Erklärung sein.

Indy2Go 01.07.2023, 16:52
Betreff: Re: Dial of Destiny - Reviews auch mit Spoilern

Ich will jetzt gar nicht nörgeln, vor allem weil ich es ja auch gigantisch finde, dass John Williams wider Erwarten tatsächlich den gesamten Score komponiert hat... Mit 91 Jahren... Aber offen gesagt ist bei mir von der Musik - ausgenommen die altbekannten Stücke - nicht viel hängengeblieben. War aber auch schon bei KotCS so. Ändert sich vielleicht aber auch, wenn ich mir den Score mal so anhöre.

treasurelane 30.06.2023, 15:33
Betreff: Re: Dial of Destiny - Reviews auch mit Spoilern

Off-Topic:
Wie toll wäre es gewesen, wenn Indy eine Motivation für dieses Abenteuer gehabt hätte? Wenn (wie schonmal gemutmaßt) Marion zu Anfang entführt/gestorben wäre (wenn man schon so einen Narren an ihr gefressen zu haben scheint) und Indy dann nach einem Ausweg gesucht hätte. Das Dial als letzte Chance sie wieder zurückzuholen bzw. Dinge ungeschehen zu machen. Helena (wäre sie denn aufgetaucht) hätte er davon nichts gesagt oder sowas und so hätten beide ein falsches Spiel gespielt. Am Ende vielleicht auch mit Marion dann in irgend einer Zeit zu bleiben, als Lösung. Cameo mit Mutt dann auch dort oder was weiß ich. Das wäre nur ZUM Bleistift viel stärker gewesen.
...Ich glaube, da bräuchte man mal einen extra Thread. Lachender Smiley

Mile 30.06.2023, 17:05
Betreff: Re: Dial of Destiny - Reviews auch mit Spoilern

Sieht gut aus für den Film, bei IMDb steht er bei soliden 7.0 und bei den vergammelten Tomaten:
Dateianhänge:
Bildschirmfoto 2023-06-30 um 18.04.05.png (Dateigröße: 66,59 KB)

Phil-KS 30.06.2023, 17:30
Betreff: Re: Dial of Destiny - Reviews auch mit Spoilern

Hallo zusammen, es war der erste Indiana Jones den ich im Kino gesehen habe, ich war im imax in Kassel.
Den Film fand ich sehr gut, würde ihn auf Platz 3 nach Last Crusade und Raiders platzieren. Danach ToD und am Ende die Aliens.

Schön fand ich die Referenzen zu den alten Filmen, sei es als Erwähnung, direktes Zitat oder bildliches Zitat.
Sind euch die Anspielungen auf Back to the future aufgefallen?

Was ich wirklich schade fand, war dass der Film meinem Gefühl nach nicht bzw. kaum öffentlich stattfindet. Im Kino in Kassel hing ein Plakat rum, keinerlei andere Aufsteller oder ähnliches.
So hatte ich dann gestern Abend auch ein fast leeres imax Kino vorgefunden.

Sonntag werde ich ihn mir nochmal in 4Dx anschauen, bin mal gespannt wie sich der Film da macht :-)

Gruß aus Kassel,
Phil

SpielbergFan 30.06.2023, 17:54
Betreff: Re: Dial of Destiny - Reviews auch mit Spoilern

Das Tick-Tack gleich zu Beginn hat mich auch stark an Zurück in die Zukunft erinnert. Zwinkernder Smiley

Und ich war erstaunt, wie wenig Anspielungen an die alten Filme es "on the nose" gab. Ganz schlimmes Beispiel ist da der der letzte "Jurassic World"-Film, der gefühlt alle zwei Minuten eine Anspielung an einen der vorherigen Filmen bringen musste. Bei Indy 5 hab ich das als deutlich subtiler empfunden, und wenn es Anspielungen gab, dann haben die auch in die Szene gepasst.

Markus 30.06.2023, 18:27
Betreff: Re: Dial of Destiny - Reviews auch mit Spoilern

Bei mir geht es bald los,... 20:45 Filmstart (zzgl. vermutlich 20min Werbung :-D)
Um 19:45 geht es los Richtung Cineplexx Innsbruck IMAX 2D.

Gemeinsam mit meinen beiden Töchtern, die haben sich vom Indy Hype anstecken lassen.

Ich habe die letzten Tage u. Wochen viele Reviews gelesen, mit Spoilern, ohne Spoiler, den Wikipedia Artikel gelesen, den englischen Komplett Spoiler nach Canes hier im Forum bereits gelesen und trotzdem freue ich mich gerade riesig.
Auf der Anlage läuft gerade das Theme in Endlosschleife, auf der höchstmöglichen Lautstärke, die gerade noch möglich ist, ohne die Nachbarn zu stören und wir werfen gerade alle drei die Dial of Destiny T-Shirts über die wir tragen werden.

Hoffentlich gibts auch hierzulande die Popcorn Becher und nicht nur in UK:

Bild1
Bild2

Egal wie der Film werden wird, es ist die letzte Chance einen Indiana Jones Film im Kino zu erleben und ich werde jeden Moment genießen, so und anders.
Bin schon sehr gespannt, was ich berichten kann!

Urlag 30.06.2023, 18:46
Betreff: Re: Dial of Destiny - Reviews auch mit Spoilern

Komme gerade in voller Indy-Montur aus dem Kino ... ich stand dem ganzem im Vorfeld ja eher sehr skeptisch gegenüber, wurde aber doch positiv überrascht.

Es ist ein guter Indiana Jones Film, gefällt mir deutlich besser als Teil 4, aber hat natürlich auch ein paar Schwächen.
Wir haben unsere Nachbesprechung filmisch Festgehalten, den Link reiche ich für interessierte noch nach.

Der Szenarist 30.06.2023, 18:49
Betreff: Re: Dial of Destiny - Reviews auch mit Spoilern

Nur her damit. Schön, wie nach und nach alle über die Ziellinie laufen und sich zu den anderen setzen, die schon da sind. Grinsender Smiley

Kukulcan 30.06.2023, 19:19
Betreff: Re: Dial of Destiny - Reviews auch mit Spoilern

Zitat von Kukulcan:
Off-Topic:
Ahhh...back to the uncharted roots

Was mich wirklich am meisten gestört hat, war, dass sie die Szene mit dem Steinglobus weggelassen haben und generell die Möglichkeiten, die Wasserbecken- und Archimedes Grab Sets für etwas mehr Abenteuer zu nutzen. Mit den Spiegel hätte man was machen können, für die Spiegel ist Archimedes ja berühmt.

Die Kugel hätten den Wassermechanismus auslösen können...fast. Die letzten Brocken hätten sie dann ins Wasser hieven können, während sie vom Methangas fast erstickt auf dem Boden liegen. das hätte den letzen "Schwapp" so viel spannender gemacht. Ich denke nicht mal, dass man dafür Spielberg heißen muss, um sich solche Dinge auszudenken und sie umzusetzen.

...und mir fehlte ein "Nuke the fridge" oder "Jump the raft" Moment Zungestreckender Smiley
Dateianhänge:
IMG_0164.jpeg (Dateigröße: 116,73 KB)

Lacombe 30.06.2023, 19:47
Betreff: Re: Dial of Destiny - Reviews auch mit Spoilern

Der neue Film überrascht im Grunde wenig. Das Steven Spielbergs Meisterschaft der Mise-en-Scene unerreicht ist, wusste man vorher. Gerade in seinen neuesten Filmen "West Side Story" und "The Fabelmans" konnte man dies wieder einmal bewundern. Vor allem in Actionszenen zeigte sich der visuelle Einfallsreichtum deutlich, auch in Indiana Jones 4. Man denke nur an die hervorragende Eröffnungssequenz. Da Indy 5 von James Mangold inszeniert wurde, musste man in dieser Hinsicht Abstriche nicht nur befürchten, sondern regelrecht erwarten. Diese Erwartungen wurden dann auch voll erfüllt. Die Action ist durchaus solide, aber auch bieder und bemerkenswert unbemerkenswert.
Was die Geschichte angeht, so bleibt Kathleen Kennedy dem Kurs treu, den sie schon bei den Star Wars Fortsetzungen eingeschlagen hat. Es geht um die teilweise schon brutale Entglamouisierung der alten, liebgewonnenen Helden von einst. Auch Indy muss da jetzt durch. Während die Studetinnen ihm früher ein LOVE YOU zuzwinkerten, würde es auf den Augenlidern seiner heuitigen Schülerinnen bestenfalls für ein fettes FUCK YOU reichen. Ist es denn wirklich nötig, selbst die ikonografischsten Charaketere der Filmgeschichte derart gnadenlos durch den Wolf zu drehen? Ich denke nicht. Gut, dass Harrison Ford da ist, der selbst einem abgehalfterten Indy (und damit dem Film) würde verleiht.
Fazit: für sich selbst ein solider Abenteuerstreifen. Nicht weniger, aber auch nicht mehr. Definitiv klein Klassiker.

Fabilousfab 30.06.2023, 22:05
Betreff: Re: Dial of Destiny - Reviews auch mit Spoilern

Zitat von Lacombe:
Der neue Film überrascht im Grunde wenig. Das Steven Spielbergs Meisterschaft der Mise-en-Scene unerreicht ist, wusste man vorher. Gerade in seinen neuesten Filmen "West Side Story" und "The Fabelmans" konnte man dies wieder einmal bewundern. Vor allem in Actionszenen zeigte sich der visuelle Einfallsreichtum deutlich, auch in Indiana Jones 4. Man denke nur an die hervorragende Eröffnungssequenz. Da Indy 5 von James Mangold inszeniert wurde, musste man in dieser Hinsicht Abstriche nicht nur befürchten, sondern regelrecht erwarten. Diese Erwartungen wurden dann auch voll erfüllt. Die Action ist durchaus solide, aber auch bieder und bemerkenswert unbemerkenswert.
Was die Geschichte angeht, so bleibt Kathleen Kennedy dem Kurs treu, den sie schon bei den Star Wars Fortsetzungen eingeschlagen hat. Es geht um die teilweise schon brutale Entglamouisierung der alten, liebgewonnenen Helden von einst. Auch Indy muss da jetzt durch. Während die Studetinnen ihm früher ein LOVE YOU zuzwinkerten, würde es auf den Augenlidern seiner heuitigen Schülerinnen bestenfalls für ein fettes FUCK YOU reichen. Ist es denn wirklich nötig, selbst die ikonografischsten Charaketere der Filmgeschichte derart gnadenlos durch den Wolf zu drehen? Ich denke nicht. Gut, dass Harrison Ford da ist, der selbst einem abgehalfterten Indy (und damit dem Film) würde verleiht.
Fazit: für sich selbst ein solider Abenteuerstreifen. Nicht weniger, aber auch nicht mehr. Definitiv klein Klassiker.


Wow klingt ja fast professionell. Zungestreckender Smiley Und ich finde hier wurde niemand durch den Wolf gedreht. Sogar Harry hat gemeint, dass es eine schöne Weiterentwicklung und ein Abschluss der Geschichte für in ist. Ich denke auch nur wer nostalgisch in der Vergangheit hängt kann den Film nicht eignständig betrachten. Messen hilft nie wenns um die Geschichte geht und es hat keiner einen Klassiker erwartet. Wayne interessieren Klassiker. Aber auch wenn er ein paar Schwächen hat war es doch ein richtig schöner Film. Dass der junge Indy die Stimme eines alten Mannes hat war aber schon etwas strange Lachender Smiley Lachender Smiley Und ich hatte die Gelegenehit mit meinem Sohn noch einen Indy im Kino zu sehen. Wir hatte eine tolle Zeit. Thumbs up

Kukulcan 30.06.2023, 22:24
Betreff: Re: Dial of Destiny - Reviews auch mit Spoilern

Sorry, klingt für mich nicht professionell, sondern wie die mit Fachbegriffen gewürzte gequirlte übliche Kennedy Hass Kacke.

Die Spielberg Vergötterung und negative Erwartungshaltung schlägt voll durch, Mangold konnte gar keinen guten Film abliefern, also ist es auch nicht passiert. Wie schon Luke entzaubert und demontiert wurde, konnte das bei Indy gar nicht anders sein.

Indy2Go 30.06.2023, 23:22
Betreff: Re: Dial of Destiny - Reviews auch mit Spoilern

nachdem ich ihn heute Mittag auch sehen konnte, hier mal ein paar Gedanken zum Film (sofern ich diese schon sortieren konnte):

- Das De-aging sah im Trailer fantastisch aus, gehört es über weite Teile zum besten, was ich bisher gesehen habe. Wenn einzelne Shots dann aber doch mal etwas heller und nicht ganz so unruhig sind, man ergo Indys Gesicht besser erkennen kann, schwimmt schon ein wenig Uncanny Valley mit. Trotzdem starkes Ergebnis.
- Der Prolog fühlte sich so an, als hätte Mangold uns eine Idee davon geben wollen, was hätte sein können, wenn wir einen Indy IV in den 90ern bekommen hätten. Entsprechend vollgepackt ist er natürlich mit Action und Zitaten. Ich finde es zwar ziemlich genial, einen Indy-Film zu beginnen, indem man den Zuschauer so brutal ins Geschehen hineinwirft, aber das alles hat sich für mich trotzdem ein bisschen komisch angefühlt. Liegt vielleicht aber auch an meiner Erwartungshaltung. Oft malt man sich im Kopf schon ein Bild aus, das nachher ganz anders aussieht und ist dann enttäuscht. Das Gefühl verschwindet aber genauso oft mit der zweiten Sichtung schon wieder, also... mal abwarten.
- Der Übergang ins Jahr 1969 hat mir gefallen. Kritikpunkt hier: Am "Mond-Tag" ist zufällig auch Indy letzter Arbeitstag und der Tag an dem Helena auftaucht? Das erschien mir doch recht konstruiert.
- Helena ist im Grunde Indy aus ToD und macht exakt dieselbe Charakter-Entwicklung durch. Sie hat sogar ihren eigenen Shorty. Für mich funktioniert die Figur, und das sage ich nicht nur, weil ich Phoebe Waller-Bridge mag. Allerdings nimmt ihre Überheblichkeit ihr auch ein wenig Sympathie.
- Ich habe ja die Theorien zum Teil verfolgt und war im Prinzip auf das Ende vorbereitet. So richtig vorstellen konnte ich es mir aber nicht, also gerade auch, dass der Film wirklich so konkret wird, und Indy auf Archimedes treffen lässt. Ich bin mir noch nicht sicher, was ich davon halten soll, im Endeffekt muss ich aber sagen, dass der Film mich neben vielen ruhigeren Charaktermomenten zwischen drinnen, vor allem zum Ende hin so richtig gepackt hat. Auch weil man sich da trotz Nazi-Recycling und vielen Zitaten da dann richtig was getraut hat. Komisch finde ich nur, dass man das Übernatürlich plötzlich mit Wissenschaft erklären will, dann aber nicht tut bzw. kann.
- Irgendwie hätte ich mir ja ein Doc-Brown-Ende gewünscht, in dem Indy wirklich zurückbleibt. Der gewählte Ausgang hat für mich dann aber glaube ich doch besser funktioniert, auch weil die Szene mit Marion sich einfach so passend anfühlt.