| Kukulcan | 31.01.2018, 21:21 |
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Betreff: Die Zukunft von Harrison Ford (oder Nicolas Cage) als Indiana Jones Digitale Schauspieler? Nicht mehr nötig, wir könnten Fords (Indys) Gesicht auf jedem „Stand In“ Schauspieler sehen. http://uproxx.com/...echnology/ Wir reden hier nicht über Multi-Millionen Aufwand, sondern „Hacker“-Tech, die obwohl noch in den Kinderschuhen, verblüffende Ergebnisse zeitigt. Die Diskussion über Rogue One dürfte damit nur der Anfang gewesen sein, da diese Technik mit der entsprechenden Finanzierung bald schnelle und perfekte Ergebnisse liefern dürfte. Wann man per Software auch die Mimik von Indy perfekt kopieren kann, bleibt abzuwarten, aber die Technik dürfte schon sehr bald nicht mehr die Grenzen setzen. |
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| Pascal | 01.02.2018, 00:40 |
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Betreff: Re: Die Zukunft von Harrison Ford (oder Nicolas Cage) als Indiana Jones Ja, noch ein paar Jahre, dann wird das Verfahren wohl glaubhafte Ergebnisse bei einzelnen Szenen bringen. Aber ein Schauspieler besteht ja nicht nur aus seinem Gesicht. Bei Körpersprache, Bewegungsroutinen und ähnlichem bin ich da noch weitaus skeptischer für die nächsten 10-20 Jahre. |
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| Kukulcan | 01.02.2018, 06:38 |
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Betreff: Re: Die Zukunft von Harrison Ford (oder Nicolas Cage) als Indiana Jones Die Mimik und Körpersprache ist etwas, dass man trainieren kann, dafür ist keine KI nötig...beim Gesicht ist das schon schwieriger. Kurze Szenen und erst in einigen Jahren glaubhaft sehe ich nicht so. Noch sind die Ergebnisse durchwachsen, aber Nicolas Cage als Amy Adams in der Interview-Szene ist sehr glaubhaft. Die Technik benötigt deutlich weniger händische Nachbearbeitung als das, was wir in Rogue One gesehen haben und beschränkt sich eben nicht auf kurze Szenen. |
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| Aldridge | 01.02.2018, 07:47 |
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Betreff: Re: Die Zukunft von Harrison Ford (oder Nicolas Cage) als Indiana Jones Wollt ihr wirklich einen Indiana Jones mit einem Fake-Harrison Ford in der Hauptrolle sehen? Vor allem, wenn ihr wisst, dass der echte Ford als Geronte daheim sitzt und ne Gehhilfe braucht (nicht aktuell, aber in zehn Jahren vielleicht)? Ich glaube nicht, dass das Publikum das mitmachen würde, es sei denn, da wächst gerade eine Generation heran, die total abgestumpft ist (bzw. es einfach nicht anders kennt). Als Gimmick sind animierte Schauspieler ja (technisch) ganz nett, so wie etwa Tarkin in Rogue One. Aber ich würde mir ungern einen Film anschauen, wenn ich weiß, dass der Schauspieler selbst dort gar nicht schauspielert. Beispiel Tom Hanks in Captain Phillips: Der Gute bringt ja gerade in seinen letzten Szenen eine Hammer-Performance. Hätte das in der Rezeption die gleiche Wirkung, wenn man wüsste, dass die Leistung von einem Algorithmus erbracht würde? |
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| Pascal | 01.02.2018, 08:06 |
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Betreff: Re: Die Zukunft von Harrison Ford (oder Nicolas Cage) als Indiana Jones Zitat von Aldridge: Wollt ihr wirklich einen Indiana Jones mit einem Fake-Harrison Ford in der Hauptrolle sehen? Ich? Nein. Aber wenn ich richtig verstanden habe, zählt dabei auch nicht die persönliche Meinung alter Säcke aus Zentraleuropa, sondern die des typschen 12- bis 18-jährigen in den USA, weil dort der auszwertende Umsatz generiert wird. Und ob der sowas sehen will? Keine Ahnung |
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| Aldridge | 01.02.2018, 08:19 |
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Betreff: Re: Die Zukunft von Harrison Ford (oder Nicolas Cage) als Indiana Jones Als alten Sack würde ich mich (noch) nicht bezeichnen, aber das ist es ja, was ich mit abgestumpfter Generation meinte. Naja, sollte es mal irgendwann so kommen, gibt es genug "alte" Filme, die man schauen kann. |
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| Kukulcan | 01.02.2018, 10:24 |
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Betreff: Re: Die Zukunft von Harrison Ford (oder Nicolas Cage) als Indiana Jones Zitat von Aldridge: Wollt ihr wirklich einen Indiana Jones mit einem Fake-Harrison Ford in der Hauptrolle sehen? Vor allem, wenn ihr wisst, dass der echte Ford als Geronte daheim sitzt und ne Gehhilfe braucht (nicht aktuell, aber in zehn Jahren vielleicht)? Mein Favorit ist es nicht. Aber ehe ich Remakes/neue Abenteuer zur Nazizeit mit einem neuen Schauspieler sehe, würde ich es bevorzugen. Es wird nicht passieren, aber würde mich nicht wundern, wenn wir neue Filme mit James Dean, Bogart oder John Wayne sehen. Ich gehe davon aus, dass das in den 20er Jahren keinerlei technische Herausforerung mehr ist. Zitat von Aldridge: Hätte das in der Rezeption die gleiche Wirkung, wenn man wüsste, dass die Leistung von einem Algorithmus erbracht würde? Für mich hat es eine ähnlich große Wirkung, wenn in einem digitalen (zurzeit Trickfilm) besonders gute schauspielerische Leistungen zu sehen sind - das kann einen auch berühren. Auch wenn die Leistung eine andere ist, als seine Gesichtsmuskeln selber zu kontrollieren. |
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| Aldridge | 01.02.2018, 10:31 |
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Betreff: Re: Die Zukunft von Harrison Ford (oder Nicolas Cage) als Indiana Jones Die Entwicklung beschleunigt sich jedenfalls. Schauspieler zu verjüngen, ist inzwischen perfekt möglich. Schauspieler komplett zu animieren, noch nicht gaaaaaaanz überzeugend. Final Fantasy versprach vor immerhin schon 17 Jahren die erste virtuelle Schauspielerin, und wenn ich mir Tarkin in Rogue One anschaue, dann fehlt da immer noch der letzte Kick, um das Uncanny Valley vollständig zu überwinden. Hinzu kommt die wirtschaftliche Überlegung: Die Zielgruppe im Kino sind |
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| Plissken | 01.02.2018, 10:39 |
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Betreff: Re: Die Zukunft von Harrison Ford (oder Nicolas Cage) als Indiana Jones Diese "Befürchtung" tote Darsteller wieder auf die Leinwand zu bekommen, gab es ja schon in den 90ern, als CGI großflächig Einzug hielt. Ganz so schlimm wurde es dann nicht. Auch denke ich, dass Ford und Indy für die Zielgruppe jetzt schon keine Relevanz mehr haben. Das würde ein digitales Facelift auch nicht ändern. Von längst verstorbenen Stars ganz zu schweigen. |
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| Kukulcan | 01.02.2018, 13:47 |
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Betreff: Re: Die Zukunft von Harrison Ford (oder Nicolas Cage) als Indiana Jones Die eigentliche Zielgruppe natürlich eine ganz andere, aber es würde mich wundern, wenn wir nicht trotzdem im normalen Filmbusiness davon hören und sehen werden. |
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| Aldridge | 01.02.2018, 14:13 |
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Betreff: Re: Die Zukunft von Harrison Ford (oder Nicolas Cage) als Indiana Jones Oder es eben nicht sehen werden, zumindest nicht bewusst. Naja, prinzipiell gab es das ja schon vorher, etwa bei Jurassic Park (das Gesicht von Ariana Richards auf dem der Stuntfrau), bei Revenge of the Sith (die coolen Moves von Christopher Lee) oder auch in der Werbung (als Jopi Heesters für Sixt steppte). Aber das lässt sich ja noch alles steigern... |
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| Kukulcan | 01.02.2018, 14:36 |
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Betreff: Re: Die Zukunft von Harrison Ford (oder Nicolas Cage) als Indiana Jones Ja, in der Werbung werden wir das sicher sehen. |
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| Toth | 01.02.2018, 16:03 |
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Betreff: Re: Die Zukunft von Harrison Ford (oder Nicolas Cage) als Indiana Jones Ein Denkanstoß zu dieser Debatte. https://www.youtube.com/watch?v=vWtUdirdg9c |
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| Kukulcan | 01.02.2018, 17:33 |
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Betreff: Re: Die Zukunft von Harrison Ford (oder Nicolas Cage) als Indiana Jones Ich muss zugeben, dass ich die moralische Diskussion eher uninteressant finde. In dem Video wird gefragt, warum Tarkin aufleben lassen, ich frage mich eher, warum Mothma nicht. Ich finde die originales Schauspieler geben solchen Prequels Flair. Meinetwegen hätte man Solo komplett lassen können, aber wenn man mich fragen würde, würde ich einen degeageden Ford lieber sehen als sonst wen. Das ist nur dann unnötig, wenn so ein Prequel DEUTLICH früher spielt. Für Rückblenden sehe ich sowieso keine moralischen Probleme beim Deaging und diese Technik wird solche sehr glaubwürdigen Rückblenden wie bei Westworld ungemein beschleunigen und alltäglich machen. Dass Schauspilerinnen wie Gal Gadot unfreiwillig zu Pornostars werden ist für mich moralisch eine ganz andere Hausnummer, aber da werden moralische wie gesetzliche Bedenken so oder so scheitern. Von weiterem kriminellen Nutzen ganz zu schweigen. |
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| Plissken | 01.02.2018, 17:51 |
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Betreff: Re: Die Zukunft von Harrison Ford (oder Nicolas Cage) als Indiana Jones Das Problem für mich liegt eher darin, dass ich persönlich nicht ausblenden kann, wenn ein Darsteller bereist verstorben ist. So gut die Technik in Rogue One auch funktioniert hat, Tarkin sah für mich in keiner Szene echt aus. Bei solchen Sachen fänd ich ein Double mit Prothesen sinnvoller und realistischer. Warum man Wayne Pygram nicht zurückgeholt hat, frage ich mich noch immer. Schließlich haben sie für Mon Mothma ja auch Genevieve O’Reilly wieder vor die Kamera geholt. De-Aging halte ich dagegen auch für völlig unproblematisch. Da gibt es ja einige eindrucksvolle Beispiele. Fraglich ist nur, ob die Technik einen ganzen Film tragen könnte. Bislang kam das Verfahren ja nur in übersichtlichen Häppchen zum Einsatz. |
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| Aldridge | 01.02.2018, 17:55 |
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Betreff: Re: Die Zukunft von Harrison Ford (oder Nicolas Cage) als Indiana Jones Beim De-Aging ist das für mich im Grunde dasselbe: In Rückblenden ist das ok, wenn ein alter Darsteller in jungen Jahren gezeigt wird - siehe Michael Douglas in Ant-Man oder Anthony Hopkins in Westworld. Wenn man aber eine komplette Handlung auf einen verjüngten Darsteller abstellen würde, obwohl ich weiß, dass der Schauspieler eigentlich locker 40 Jahre älter ist, könnte ich das genauso wenig ausblenden. Ein neuer Indy oder Han Solo mit einem verjüngten Ford auf Spielfilmlänge würde für mich also nicht funktionieren - und das will ich auch gar nicht sehen. |
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| Leusel | 01.02.2018, 18:04 |
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Betreff: Re: Die Zukunft von Harrison Ford (oder Nicolas Cage) als Indiana Jones De- und Up-Aging funktioniert erstaunlich gut, passende Beispiele wurden ja schon genannt. Tarkin in Rogue One sah für mich schrecklich aus, hat den für mich eher öden Film noch mehr ins Negative gezogen. So lange draußen noch echte Menschen rumlaufen, bin ich weiterhin gegen CGI statt echten Darstellern, sollen sie doch ruhig den Nachwuchsdarstellern eine Chance geben. |
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| Indy2Go | 01.02.2018, 18:10 |
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Betreff: Re: Die Zukunft von Harrison Ford (oder Nicolas Cage) als Indiana Jones Ich denke mal, Tarkin in "Rogue One" war in erster Linie ein Experiment. Vom moralischen Standpunkt aus betrachtet finde ich das auch schwierig, vom technischen allerdings schlicht faszinierend. Das Ergebnis war in diesem Fall sicherlich noch nicht ganz perfekt, aber ich fand es schon sehr beeindruckend zu sehen, was in dieser Hinsicht schon möglich ist. Ob ich das Ganze jetzt letzten Endes gut oder schlecht finden soll: Keine Ahnung. Als Peter-Cushing-Fan hat es mich einerseits gefreut, "ihn" in einem neuen Film zu sehen - aber es hat sich auch mindestens genauso falsch angefühlt. Zumal sich hinter der digitalen Visage ohnehin nur ein Imitator verbirgt. Ich finde, das Kino und die Schauspielerei verlieren dadurch etwas. Zumal Peter Cushing derart markante Gesichtszüge hat, dass ein Wayne Pygram mit entsprechenden Prothesen eigentlich ziemlich perfekt aussah. Im Allgemeinen habe ich zwar meine Probleme mit Recasts, bin sofern möglich - also jetzt mal abseits von "Star Wars", Indy und Co - sogar für Charaktertode, wenn der Schauspieler die Rolle nicht mehr spielen kann oder will und diese auch nicht von essentieller Wichtigkeit für das Franchise ist. Ist das aber unumgänglich, dann bin ich im Zweifelsfall immer für eine Neubesetzung. Selbst wenn etwa ein Daario Naharis in "Game of Thrones" über Nacht spontan Haarfarbe und Bartstil wechselt. ![]() Im Falle von Indy ist für mich aber beides absolut indiskutabel. Ich will weder einen digitalen Harrison Ford, noch einen anderen Darsteller innerhalb des bisherigen Filmkanons in der Hauptrolle sehen. Entweder Sequels mit Harrison, ein Reboot mit neuem Darsteller, quasi in einer neuen Timeline spielend (wobei ich bei einem solchen Ansatz auch noch zahlreiche Bedenken äußern könnte) oder eben gar nichts mehr. |
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| Leusel | 01.02.2018, 18:20 |
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Betreff: Re: Die Zukunft von Harrison Ford (oder Nicolas Cage) als Indiana Jones Off-Topic: Spätestens seit Doctor Who kann ich mich nicht mehr gegen Recasts wehren. Man muss im Leben auch mal loslassen können, statt Ford gibt es einige Schauspieler, die Indy spielen könnten. Und Karl Urban war eine ebenso toller McCoy wie Kelley, Holland ein guter Peter Parker, und jeder Doctor nach Hartnell hat die Rolle auf's Neue interpretiert, wenn auch dieser spezielle Fall natürlich ein schwieriger Vergleich ist. Will sagen: Meinetwegen hätten sie Ford schon lange absägen können, die Erde dreht sich weiter und ein mutiger, neuer Schritt Richtung Reboot kommt sowieso irgendwann bzw. ist längst überfällig.Ansonst dito, was die digitale Variante Fords angeht. |
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| Indy2Go | 01.02.2018, 18:38 |
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Betreff: Re: Die Zukunft von Harrison Ford (oder Nicolas Cage) als Indiana Jones Bei "Doctor Who" gibt es ja keine Recasts im eigentlichen Sinne. Die Rolle ändert sich ja mit jedem neuen Darsteller. Aber ich verstehe worauf du hinaus willst. Ich hätte es schön gefunden, wenn nach Indy IV - im Abstand von zwei bis vier Jahren - noch zwei Sequels gekommen wären. Dann hätten wir quasi eine Originaltrilogie, und eine "Comeback"-Trilogie. Hätte sich schön rund angefühlt und wäre auch im Hinblick auf Fords Alter weitaus unprobelmatischer geworden. Inzwischen muss ich sagen, ich würde die Figur zwar sehr gern nochmal von Harrison Ford verkörpert sehen, (mal ganz davon abgesehen ob das nicht vielleicht auch noch geschieht) zumal sich das nach zwölf Jahren dann nach einem Comeback-Comeback anfühlen würde, was auch etwas für sich hätte. Andererseits denke ich mir aber, ein Reboot wäre, wenn es richtig angegangen würde, vielleicht das Beste. Auch weil die Zukunft des Franchises dann in sicheren Händen wäre; wenn man jetzt tatsächlich bis 2020 noch ein Sequel mit Ford raushaut, was ist dann danach? |
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