Kukulcan 15.05.2025, 14:01
Betreff: Re: Die letzte Serie

Manifest

Die Serie beginnt eher spannend und fühlt sich erstmal ein bisschen an wie Lost. man fragt sich, was passiert ist, Aliens, Götter oder was auch immer.

Während Lost aber bis zu 6. Staffel spannend bleibt (und erst mit dem Finale verkackt) zieht sich Manifest ab Staffel 2. Mit immer neuen "Berufungen" müssen die Charaktere sich beweisen, es gibt jede Menge Hokuspokus, der im Endeffekt auch wenig Spannung bringt.

Man weiß ab der zweiten Staffel ungefähr, wohin die Reise geht und das Finale (immerhin gibt es eins) ist wenig überraschend. Die Charaktere/Schauspieler liegen zwischen symphatisch und nervig, gehen aber gesamt gesehen in Ordnung.

Weil die Serie nicht wirklich schlecht ist gibt es 6 von 10 Passagieren

MichaelSop 15.05.2025, 17:49
Betreff: Re: Die letzte Serie

Andor Season 2

Ich muss sagen, ich bin sehr angenehm überrascht.
Andor ist in 4x 3 Folgen aufgeteilt. 3 Folgen spielen innerhalb eines Jahres, wobei die Zeitleiste hier 4 Jahre VOR der finalen Schlacht um Yavin (bevor the Battle of Yavin = BBY) anfängt.
Das erste Viertel, also 4BBY empfand ich eher schleppend und ich hatte Mühe mich zurechtzufinden in der Story und die Verknüpfung zu der ersten Staffel zu gewinnen.
Ich hatte aber im Vorfeld diese zur Erinnerung nicht angesehen. Es werden kleine Storysamen gesät, welche dann anfangen, zu wachsen. Und im weiteren Verlauf zusammen zu spinnen.
Ab 3BBY kommt die Sache aber so richtig in Fahrt und findet natürlich in den letzten 2 Folgen Ihr grandioses Finale.
Wobei das Wort Finale hier nicht so ganz korrekt ist.
Denn schließlich handelt es sich um Andor um das fehlende Puzzlestück zu Rogue 1 + A New Hope.
Es ist also der 1te Teile einer (von einem anderen Zeitpunkt losgezählten) Trilogie, welche mit der Zerstörung des 1 Todessterns ihren Höhepunkt findet.

Manchmal etwas ruhig aber dennoch grandios:
8 von 10 Kyber-Crystals.

switch Spoiler:

Cato Jones 18.12.2025, 20:21
Betreff: Re: Die letzte Serie

Breaking Bad
Ich weiß... ich bin ein paar Jahre zu spät, aber gestern habe ich die letzte Folge geschaut.
Vorher hatte ich Better call Saul geschaut und dachte mir dann, okay, schaue ich die andere auch und wurde nicht enttäuscht!
Alles in allem eine klasse Serie. Zwischendrin etwas langatmig, da stellenweise immer das gleich passiert und zum Ende hin wurde die Geschicht von W.W. etwas zu schnell zu Ende erzählt.
Aber sei es drum. Ich wurde gut unterhalten und die Serie ist definitiv zu empfehlen.
Also... wer sie noch nicht gesehen hat. Zieht eure Schutzanzüge und Brillen auf. Es wird gekocht!

9 von 10 Beutelchen mit blauem Zeug drin

Cato Jones 18.05.2025, 10:16
Betreff: Re: Die letzte Serie

Andor Season 2

Den Aussagen von Michael kann ich mich komplett anschließen.
Ich kann es noch gar nicht glauben, dass so eine Serie unter der Verantwortung von Disney läuft. Disney hat endlich mal etwas richtig gemacht.
Übrigens danke Michael für die Erklärung der bby-zeiten. Das hatte mich doch sehr verwirrt
Zwischenzeitlich zieht sich die Serie etwas aber es wird halt die Story entsprechend erst aufgebaut.
Eine absolut sehenswerte Must-Have Serie für alles Star Wars Liebhaber und Fans.
Hat bei mir definitiv Lust drauf gemacht mit Rogue one weiterzumachen und auch die Star Wars Serie in entsprechenden Zeitablauf zu schauen.
Von mir daher: 9 von 10 K2Droiden

FloW 19.05.2025, 19:44
Betreff: Re: Die letzte Serie

Ransom Canyon

Die 10-teilige Netflix-Serie wirkt wie ein Western, sieht ein bisschen so aus, ist aber eine Country-Hochglanz-Romantik-Soap. Funktioniert gut! Tolle Landschaften, stimmungsvolle Sets und attraktive Schauspieler! Mir gefällt besonders Jack Schumacher, bekannt als Omaha aus Top Gun: Maverick, der nicht nur gebürtig aus Illinois kommt wie Harrison, sondern in der Serie sich auch gerne einen Whiskey in Gesellschaft gönnt. Er spielt einen jungen Cowboy, der neu anheuert. Ich würde sagen, die Serie ist auch wunderbar für Frauen geeignet, weil romantisch und nicht brutal. Wenn mich jemand fragen würde, dann hätte ich bereits einen Youth-Indy für eine neue Indiana Jones Serie gefunden. Ich mag Ransom Canyon auch wenn einiges offen gelassen wird. Eine Fortsetzung würde mich freuen. 7 von 10 Nachwuchsfedoras 🤠🤞🏻

Offizieller Soundtrack zur Serie:
„Ransom Canyon“ (Score von Jeff Cardoni): https://dzr.page.link/z6GxgckyVKxQgmvv7

Fabilousfab 21.05.2025, 06:59
Betreff: Re: Die letzte Serie

Andor Season 2

Ich schließe mich meinen Vorrednern an. Zieht sich teilweise schon und seeehr viel Dialog. Dafür hat man zwischendurch wirklich Star Wars Momente, die atmen können. Insgesamt finde ich sie auch runder als die erste Staffel, bei der für mich der Gefängnisblock irgendwie eingeschoben wirkte. Und immer noch sehr depremierend das Ganze. Ging nur auf mehrere Male kucken. Also nicht so leichte SW Kost und halt was für die "Großen". Zwinkernder Smiley

8 von 10 Sicherheitsdroiden

Kukulcan 21.05.2025, 07:55
Betreff: Re: Die letzte Serie

Star Wars muss erwachsen und anspruchsvoll sein, um bei den echten Star Wars Fans bestehen zu können. Deprimierend und manchmal zäh verstärkt den Anspruch, der weit über einfache Unterhaltung hinausgeht.

MichaelSop 21.05.2025, 09:00
Betreff: Re: Die letzte Serie

Zitat von Kukulcan:
Star Wars muss erwachsen und anspruchsvoll sein, um bei den echten Star Wars Fans bestehen zu können. Deprimierend und manchmal zäh verstärkt den Anspruch, der weit über einfache Unterhaltung hinausgeht.

Ich stelle mir nur die Frage, wieviel davon gut ist.
Schließlich hatten Filme wie Star Wars ihren besonderen Reiz darin, in diese „Realität“ zumindest für eine kurze Zeit von der wirklichen Welt entfliehen zu können.
Wenn aber auch da wieder reale Themen präsentiert und verarbeitet werden, kann das auf die Dauer nach hinten losgehen.
So zumindest meine Meinung.
Aber aktuell ist es ein willkommenes Novum, das auch in einer „weit entfernten Galaxie“ erleben zu können.

Kukulcan 21.05.2025, 09:33
Betreff: Re: Die letzte Serie

Ich habe überhaupt nichts dagegen, dass im Star Wars Universum ein großes Spektrum an Filmen und Serien produziert wird. Mich nervt höchstens, dass die achso erwachsenen Fans mit oh so hohen filmischen Ansprüchen alles "unter" Andor als Schrott bezeichnen.

Andor scheint mir ganz gut, leider habe ich es (nachdem Kerstin nach Folge 3 gelangweilt ausgestiegen ist) trotz dreier Anläufe noch nicht geschafft, Staffel 1 zu Ende zu schauen.

Kukulcan 22.05.2025, 10:31
Betreff: Re: Die letzte Serie

Shrinking

Neben dem Bonus Harrison Ford hat diese Serie unglaublich viel Witz und große Gefühle.

Schade, dass die Liz-Schauspielerin einfach nur unverändert ihre Rolle aus Scrubs weiterspielt. Das schwule Pärchen ist ähnlich rührend und witzig wie in Modern Family, leider ist Brian manchmal etwas zu anstrengend.

9 von 10 "Fuck you"s (die zum Leidwesen meiner Frau im US Sprachgebrauch anscheinend das "Hallo, wie geht's?" ersetzt haben)

Fabilousfab 01.07.2025, 10:25
Betreff: Re: Die letzte Serie

Squid Game Staffel 3

Eigentlich muss man ja Staffel 2 und 3 zusammen bewerten, aber seis drum. Mir haben jedenfalls beide wieder wirklich gut gefallen, nur das Ende irgendwie nicht. Auch die stoisch depressive Phase von Gi-Hun und den damit verbundenen Black Out Kills, damit er halt weiterkommt, fand ich leicht konstruiert.

Ansonsten waren wirklich gute neue Spiele und Twists dabei und auch die Sidestory, um den Polizisten ist in Ordnung.

Warum man sich für das Baby und einen solchen Ausgang entschieden hat, verstehe ich schon irgendwie, aber fand ich unnötig und auch nicht zufriedenstellend. 😅🤷🏼♂

Auch der Cliffhanger zum Schluss ist logisch für den Weitergang, aber schauen wir mal obs die Ammis nicht wieder superlativ versauen oder die Serie nicht zu sehr in die Länge gezogen wird. So kann sie auf jeden Fall noch ewig weiterlaufen.

Kann man machen, sind wieder viele gute Charaktere und Spiele dabei und ist auch eine gute Weitererzählung der Geschichte für mich. Nur hätte es für mich eben anders enden dürfen. Aber ist man bei koreanischen Produktion ja schon ein bisschen gewohnt, dass es selten gut endet. Die Gesellschaftskritik sitzt auf jeden Fall.

8 von 10 Tabletten

Fabilousfab 01.07.2025, 10:38
Betreff: Re: Die letzte Serie

Shrinking

Habe ich mich jetzt auch mal durch die erste Staffel „gequält“. Ich kann damit nicht wirklich was anfangen, einem fertigen Psychater dabei zuzuschauen wie er sein Leben wieder versucht auf die Kette zu kriegen und dabei durchgängig Aktionen zum Fremdschämen bringt, hat bei mir eher Schmerzen ausgelöst als Spaß. Ist halt Marshal aus How I met your mother, nur noch anstrengender und in der Hauptrolle. Aber zumindest Harry hat seine Rolle gefunden, in der er seine dauergenervte Interview Persona weiterspielen kann. Insgesamt macht es mir einfach keinen Spaß sich so eine depressive Serie anzuschauen und Jason Segel machts für mich auf Dauer unschaubar, auch wenn ich den Ansatz Patienten die „Wahrheit“ zu sagen ganz interessant fand.

4,5 von 10

Kukulcan 01.07.2025, 20:06
Betreff: Re: Die letzte Serie

Ted Lasso (Staffel 1-3)

Zu behaupten, ich hasse Fußball, trifft es nicht ganz, er ist mir nur völlig egal - daher habe ich lange gezögert, dieser Empfehlung von Kal zu folgen.

Um es gleich vorwegzunehmen, es geht zwar um Fußball, aber davon ist erfreulich wenig zu sehen. Es geht um Fußballer, Trainer und Manager, im Endeffekt also vor allem um Menschen und ihre Probleme (miteinander). Das ist unglaublich witzig, ergreifend und mitreißend inszeniert, jeder der vielen Charaktere macht Spaß und man spürt die Spielfreude aller Beteiligten.

Der Kulturclash USA - Großbritannien macht Spaß, wird aber auch nicht übertrieben.

Staffel 1 funktioniert schon prima, hat mich aber noch nicht 100% gepackt, Staffel 2 fand ich einfach nur perfekt (inkl. einer der wunderbarsten Weihnachstfolgen), Staffel 3 ist machmal etwas drüber, aber über alles ist die Serie der Wahnsinn.

9 bis 10 von 10 BBQ Saucen Trips

Kukulcan 21.07.2025, 10:06
Betreff: Re: Die letzte Serie

Father Brown

Ich weiß, der Bedarf an "betulichen" Krimiserien aus dem Vereinigten Königreich ist hier überschaubar, aber wir lieben die Serie.

Neben einem sympathischen Ensemble sind für mich vor allem die Herrenhäuser und Gärten, Kirchen, Landschaften und malerischen Örtchen sowie die 50er Jahre Autos die Hingucker, da jauchzt der Anglophile in mir.

Die Stories gehen völlig in Ordnung mit guter Abwechslung und kleinen betulichen Plot Twists hier und da. Der titelgebende Pfarrer Brown ist ein echter Christ und Gutmensch, der für die 50er Jahre zwar ein wenig unglaubwürdig weltoffen ist, aber das ist eigentlich sehr angenehm. Es gibt einiges an Stereotypen und manchmal ist es etwas überdramatisiert.

9 von 10 kreischenden Frauen

Indy2Go 21.07.2025, 10:46
Betreff: Re: Die letzte Serie

Kenne bloß die deutsche Version mit Ottfried Fischer. Meine Oma ist großer Fan, sieht Fischer aber lieber als "Bulle von Tölz".

Kukulcan 21.07.2025, 11:19
Betreff: Re: Die letzte Serie

Pfarrer Braun

Die deutsche Variante mit Ottfried Fischer schauen wir ebenfalls ganz gerne. Das Ganze ist noch ein wenig betulicher als das Original und Ottffried Fischer hat den Elan einer Kontinentalplatte. Das macht allerdings auch den Charme aus. Als katholischer Pfarrer darf er natürlich nicht so über die Kirche lästern wie der Bulle von Tölz, aber Fischers Meinung kommt doch klar durch.

Auch hier ein symphatisches Ensemble, aber eher schmerzhaft stereotyp teilweise. Die Running Gags mit Brauns Vorgesetzten funktionieren gut, aber irgendwann nutzen sie sich ein wenig ab. Positiv auch hier, dass die Serie an vielen schönen deutschen Orten spielt, die der Serie vom guten Mittelmaß noch einen kleinen Schubs nach oben geben.

Viele deutsche Serien funktionieren für mich gar nicht wegen hölzerner Schauspieler oder unglaubwürdiger Charaktere. Ottfried Fischer, wenn auch schaumgebremst ist ein klarer Pluspunkt, weil sein Spiel für mich immer natürlich wirkt.

7 von 10 Nicht Bullen von Tölz

Kukulcan 07.10.2025, 20:59
Betreff: Re: Die letzte Serie

Fubar

Oh mein Gott, was ist das öde und schlecht. Idiotische Stories, schwachsinnige Dialoge, kaum Action und langweilige Charaktere.

Arnie ist nun nicht grad ein Schauspielgenie, aber man könnte vielleicht noch Spaß haben ihm zuzuschauen, wenn nicht alles drumherum so dämlich wäre.

4 von 10 Gnadenarnis

Zitat von Mile:
Ich hab die Serie irgendwann abgebrochen, weil mir das alles zu doof war.

Ich muss zugegeben, ich hatte es nicht bis zum Ende der 2 Folge geschafft. Gestern haben wir die Staffel 1 zuende geschaut. Also fast, bei der vorletzten Folge bin ich eingeschlafen. Das hat nicht direkt mit der Serie zu tun gehabt, aber bezeichnend ist, dass ich kein Verlangen danach habe, zu erfahren, wie die Staffel endet.

Allgemein muss ich aber sagen, dass die Serie im Verlauf etwas weniger grausam wurde, darum habe ich meine Bewertung verdoppelt. Bleibt der Fakt, dass die Serie ein paar Nebencharaktere abseits von Popkultur-Dummschwätz gebraucht hätte, die entweder witzig sein müssten oder um deren Schicksal einen irgendwie tangieren würde.

Mile 07.10.2025, 21:14
Betreff: Re: Die letzte Serie

Ich hab die Serie irgendwann abgebrochen, weil mir das alles zu doof war.

Kukulcan 08.10.2025, 09:20
Betreff: Re: Die letzte Serie

Downton Abbey

Nach dem finalen Film haben wir nochmal die komplette Serie gebingt und ich kann nur sagen, es ist die perfekte Telenovela mit gehobener Ausstattung und einem exzellenten britischen Cast (allen voran Dame Maggie Smith RIP).

Natürlich sind die Liebeswirrungen und Katastrophen alle etwas übertrieben und natürlich bekommt man trotz zwei Blickwinkeln nicht wirklich mit, wie 99% der Bevölkerung zu der Zeit gelebt habe.

Das ist mir egal, die Serie bekommt 10 von 10 guten alten Zeiten für das, was sie ist.

Kukulcan 23.10.2025, 08:36
Betreff: Re: Die letzte Serie

The Gilded Age Staffel 1

Da die Serie vom Downton Abbey Macher Juian Fewllowes kommt, hatte ich große Erwartungen. Aber auch, wenn die Serie nicht schlecht ist (gut ausgestattet und gespeilt) fehlen mir einfach die Figuren zum Mitfiebern. Auch hier geht es wieder um den Kontrast der Herrschaften zu den Bediensteten, aber viel mehr um altes Geld vs. neues Geld.

Der Snobismus auf beiden Seiten wird sehr stark plattgetreten, finanzielle Winkelzüge des Neureichen und der Schwierigkeiten seiner Frau, ihre gesellschaftliche Stellungen zu erhalten, sind auch nur bis zu einem gewissen Punkt glaubwürdig und interessant. Das alte Geld/die alte Gesellschaft vor allem in Form einer Person (die der Counterpart zu Maggie Smith sein soll) wird zu verbohrt dargestellt. Zum Glück zeigt es sich, dass sich Fronten aufweichen und unterwandert werden. Das lässt hoffen auf weitere Staffeln.

Rein optisch wirkt zwangsläufigerweise viel wie Sets, während in Downton noch fast alles echt ist (und darum auch so authentisch wirkt). Die Autos Anfang des 20. Jahrhunderts wirken auch einfach interessanter als Pferdekutschen und Gott, was trugen die Frauen in den USA Ende des 19. Jahrhunderts für scheußliche Klamotten.

Downton hat klar mehr Züge von Soap Opera, bei Gilded Age ist es mir nicht mal gelungen, zur Hauptperson eine Beziehung aufzubauen oder ihrem Schicksal viel Bedeutung beizumessen.

Für jetzt 8 von 10 entgleisten Waggons, weil die Serie wirklich gut produziert und kompetent gespielt ist.