| Aldridge | 19.08.2015, 21:35 |
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Betreff: Re: Die Macht des (nörgelnden) Fans Quasi als Vorbereitung auf den Comic Terminator - Die Erlösung: Die letzte Schlacht, den ich nun endlich mal angehen will, habe ich mir heute Abend den zugehörigen Film noch mal angeschaut. Und ich bleibe dabei: Terminator 4 ist ein ziemlich geiler Endzeitstreifen mit tollen Effekten, einer netten Story, gelungenen Anspielungen auf die Vorgänger und einem Score von Danny Elfman, den ich richtig gut finde, auch wenn er nicht nach Danny Elfman klingt. Übrigens für mich die damalige Entdeckung: Moon Bloodgood. Aber sei´s drum. Ich habe mich anlässlich der Neusichtung nur an einen alten Spiegel-Artikel erinnert, den ich damals schon recht treffend fand in der Grundaussage und der hier ganz gut reinpassen dürfte. Und da auf das Spiegel-Archiv Verlass ist... Et voila, vom 18. August 2008 (also beinahe auf den Tag genau 7 Jahre her): Zitat: KINO Quelle: http://www.spiegel.de/...99410.html Im Link kann man übrigens auch den Artikel als .pdf abrufen inkl. eines der letzten Interviews von Heath Ledger anlässlich The Dark Knight. |
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| Leusel | 20.08.2015, 07:50 |
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Betreff: Re: Die Macht des (nörgelnden) Fans Zitat: KINO Na toll, wegen diesen "Experten" traut sich Hollywood nicht an neues Material, und die Fans beschweren sich, das ständig Remakes und Reboots kommen, in die sie aber häufiger reingehen als in neue Franchises, ein Teufelskreis. In meinen Augen läuft in einer Welt, in der Produzenten Angst um ihre Sicherheit haben müssen, weil sie auf Cons Projekte vorstellen, irgendwas falsch... |
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| Plissken | 20.08.2015, 08:06 |
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Betreff: Re: Die Macht des (nörgelnden) Fans Danke für den Beitrag. Interessant wie lange diese Entwicklung schon läuft. So extrem hatte ich es 2008 noch nicht wahrgenommen. Es spiegelt aber sehr gut die aktuelle Situation wieder. Die sogenannten Fans halten sich meist selbst für die größten Experten und haben den wirren Gedanken mitreden zu können. Dann werden da alle möglichen Dinge verlangt und wenn die Macher sich dann drauf einlassen ist es am Ende eh wieder falsch. Hat man ja bei T4 gesehen. Alle Welt wollte den Endzeitkrieg sehen, der kam und alle fanden es doof. Filmemacher haben es heutzutage nicht mehr leicht. Um es möglichst vielen Recht zu machen bleibt irgendwann die eigene Kreativität auf der Strecke. Da muss man dann doch solche Sachen wie Sucker Punch loben, die versucht haben etwas eigenes zu schaffen. Laut den "Fans" war das aber auch falsch. Schrecklich. Ich muss aber ehrlich sagen, wenn ich mir manche Vorschläge so durchlese die Fans machen, wie Filme besser geworden wären oder wie Filme gemacht werden müssten, dann bin ich echt froh das die zum Glück (noch) keine Filme machen |
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| Leusel | 20.08.2015, 08:10 |
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Betreff: Re: Die Macht des (nörgelnden) Fans Zitat von Plissken: Ich muss aber ehrlich sagen, wenn ich mir manche Vorschläge so durchlese die Fans machen, wie Filme besser geworden wären oder wie Filme gemacht werden müssten, dann bin ich echt froh das die zum Glück (noch) keine Filme machen Die obligatorische "Es war alles nur ein Traum"-Szene nach jedem schwächeren Film zum Beispiel. Was ich aber nicht verstehe: Warum konnten diese Fans den neuen Ghostbusters-Film nicht verhindern? |
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| Aldridge | 20.08.2015, 08:35 |
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Betreff: Re: Die Macht des (nörgelnden) Fans Zitat von Plissken: Interessant wie lange diese Entwicklung schon läuft. So extrem hatte ich es 2008 noch nicht wahrgenommen. Der Artikel ist sicherlich in vielen Punkten überspitzt, aber die Entwicklung setzte schon deutlich früher ein. Dean Devlin lud zum Beispiel Harry Knowles bereits Ende der 90er auf das Set von Godzilla ein, um den neuen Kritikerpapst milde zu stimmen. Und aintitcoolnews waren dann dem Film gegenüber auch recht zahnlos, während andere ihn verrissen. Darüber gab es damals auch einen netten Focus-Artikel. Zitat von Plissken: Hat man ja bei T4 gesehen. Alle Welt wollte den Endzeitkrieg sehen, der kam und alle fanden es doof. Filmemacher haben es heutzutage nicht mehr leicht. Gerade nach der Neusichtung muss ich sagen, dass ich die Kritik an T4 echt nicht nachvollziehen kann. Der Film ist definitiv "dreckig", der leiht sich nicht zuletzt in einigen Szenen sogar die Optik von Apocalypse Now (Marcus´ Flucht aus der Basis des Widerstands). Die Welt ist kaputt, es werden zerstörte Städte gezeigt, der Film hat - im Gegensatz zu T3 - keinen Humor, dafür hat McG das Ding echt elegant gefilmt mit einigen wirklich gelungenen Plansequenzen, für die Alfonso Curón immer so gelobt wird. Ok, zugegeben, da fahren keine Panzer über Totenköpfe, aber die eine kleine Einstellung aus T1, die anscheinend so die Fantasie angeheizt hat, hätte auch keinen ganzen Film getragen. Zitat von Plissken: Die obligatorische "Es war alles nur ein Traum"-Szene nach jedem schwächeren Film zum Beispiel. Weil in Paul Feig-Filme mit Melissa McCarthy sowieso die breite Masse reinrennt. Allerdings habe ich inzwischen auch schon mehrere Fanstimmen gelesen, die die Kritik an der Frauenversion sexistisch finden. Und andere Stimmen setzen nun dazu an, auch die Originalfilme herunter zu machen, weil die nach 30 Jahren schon arg angestaubt seien. |
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| Pascal | 20.08.2015, 08:37 |
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Betreff: Re: Die Macht des (nörgelnden) Fans Bei all dem muss ich sagen: Ich bin froh, dass ich kein Fan bin (sollte ich mir eventuell mal auf ein T-Shirt drucken...). |
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| Aldridge | 20.08.2015, 08:38 |
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Betreff: Re: Die Macht des (nörgelnden) Fans Zitat von Pascal: Bei all dem muss ich sagen: Ich bin froh, dass ich kein Fan bin (sollte ich mir eventuell mal auf ein T-Shirt drucken...). Und das vom Moderator des deutschen Indy-Forums. |
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| Plissken | 20.08.2015, 08:57 |
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Betreff: Re: Die Macht des (nörgelnden) Fans Zitat von Aldridge: Und in Faculty hat er dann auch mitgespielt
![]() Naja, aber das waren Versuche angesagte Kritiker milde zu stimmen. Das waren erst die Anfänge. Da haben noch "professionelle" Kritiker als Sprachrohr der Fans agiert. Heute machen das die Leute selbst, ihre Meinung ins Netz zu blasen. Je destruktiver desto lauter und penetranter. Zitat von Aldridge: Ich oute mich mal und gebe zu, mich gefreut zu haben als McG damals als Regisseur bekannt gegeben wurde. Die beiden Charlies Angels Filme finde ich klasse. Überdrehter Spaß ohne Grenzen mit tollen Darstellern. Und Action hat McG auch drauf. Schade dass er dann so runtergemacht wurde.
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| Pascal | 20.08.2015, 10:29 |
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Betreff: Re: Die Macht des (nörgelnden) Fans Zitat von Von Beier, Lars-Olav: Teil 1 bis 3, mit Arnold Schwarzenegger, ist dagegen filmgewordenes Testosteron, hartes Männerkino, düster, grau und brutal. Da müssen die einen anderen Teil 3 als ich gesehen haben. Zitat von Leusel: Na toll, wegen diesen "Experten" traut sich Hollywood nicht an neues Material, und die Fans beschweren sich, das ständig Remakes und Reboots kommen, in die sie aber häufiger reingehen als in neue Franchises, ein Teufelskreis. Aber andererseits auch irgendwie wurscht: es kommen ja nicht alle neuen Filme aus Hollywood. Aber wer die Filme mit dem höchsten Budget, sprich mit Staraufgebot, super Filmmusik, den tollsten Spezialeffekten und einer makellosen Synchronisation im Kino um die Ecke sehen will (und wer will das nicht, zumindest ab und zu?), dem bleibt schon seit Ewigkeiten nichts übrig, als sich hauptsächlich Filme mit langweiliger Einspielgarantie anzusehen. Und seien wir mal ehrlich: auch bei uns im Forum werden solche Filme dann anschließend eher gelobt. |
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| Leusel | 20.08.2015, 10:43 |
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Betreff: Re: Die Macht des (nörgelnden) Fans Zitat von Pascal: Aber andererseits auch irgendwie wurscht: es kommen ja nicht alle neuen Filme aus Hollywood. Wie überall in der Unterhaltungsindustrie muss man eben einen Mittelweg finden. Ich schaue auch gerne Blockbuster, nach ein, zwei Filmen solcher Art brauche ich aber hin und wieder eine Indie-Produktion, die vielleicht etwas anspruchsvoller daher kommt, oder zumindest innovativer ist. Das gilt für mich übrigens auch bei Videospielen. |
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| Aldridge | 20.08.2015, 11:02 |
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Betreff: Re: Die Macht des (nörgelnden) Fans Setzt ihr gerade Blockbuster automatisch mit schlechten Filmen gleich? Oder anspruchslosen Filmen? Wenn solche Filme gut gemacht sind, kann man sie natürlich loben. Das müssen ja nicht immer gleich Krzysztof Kieślowski oder Thomas Vinterberg oder Paul Thomas Anderson sein, von denen hier wohl sowieso die wenigsten Member Filme gucken dürften. Wohin der Forengeschmack tendiert, merkt man eher daran, wie lebhaft Avengers 2 diskutiert wurde (den ich übrigens wirklich nicht schlecht fand, trotz der Größer-Höher-Weiter-Attitüde). |
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| Leusel | 20.08.2015, 11:26 |
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Betreff: Re: Die Macht des (nörgelnden) Fans Zitat von Aldridge: Setzt ihr gerade Blockbuster automatisch mit schlechten Filmen gleich? Oder anspruchslosen Filmen? Nicht zwangsweise. Ich sag jetzt aber einfach mal, das man bei Blockbustern in der Regel weiß, was einen erwartet, während bei anderen Filmen mehr experimentiert wird. Brachte nicht irgendwer mal den Vergleich mit Fast Food oder aufwendigeren Speisen? |
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| Aldridge | 20.08.2015, 11:53 |
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Betreff: Re: Die Macht des (nörgelnden) Fans Der Fast Food-Vergleich war schon immer doof. Würde bedeuten, dass es auf Dauer total eintönig und "ungesund" wäre, nur "Blockbuster" zu schauen (was versteht man eigentlich darunter - nur Michael Bay & Co. oder auch z.B. Das Schicksal ist ein mieser Verräter, der ja auch die Blocks "gebustet" hat?). Ist schwierig, so pauschal zu urteilen. Das größere Problem ist eher, dass - wie Plissken schon sagte - potenzielle Blockbuster, die mal von der Norm abweichen wie Sucker Punch, eben auch nicht gesehen werden von der breiten Masse. Terminator 4 war auch nicht der übliche Sommer-Feel good-Film und wurde dann ja auch entsprechend abgestraft. |
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| Pascal | 20.08.2015, 13:08 |
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Betreff: Re: Die Macht des (nörgelnden) Fans Zitat von Aldridge: Setzt ihr gerade Blockbuster automatisch mit schlechten Filmen gleich? Oder anspruchslosen Filmen? Nein, sollte ich? |
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| Aldridge | 20.08.2015, 13:30 |
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Betreff: Re: Die Macht des (nörgelnden) Fans Dann bin ich ja beruhigt. |
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| Plissken | 20.08.2015, 17:35 |
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Betreff: Re: Die Macht des (nörgelnden) Fans Ich denke man kann, wie so oft im Leben, nicht verallgemeinern. Viele Blockbuster werden nach einem Schema produziert welches die meisten Leute anspricht. Da kann dann trotzdem was tolles dabei sein. Auf der anderen Seite ist nicht alles was aus der Indie- oder Arthouseecke kommt gleich super. Da gibt es dann auch oft genug verkopfte Langeweile. Am Ende natürlich eine Frage des eigenen Geschmacks. Trotzdem bieten beide Seiten objektiv gesehen viel Licht und Schatten. |
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