FloW 08.06.2026, 21:39
Betreff: Re: reisen auf den Spuren von ...

Sehr schöner Reisebericht von José!

2012 hatte ich leider nicht die Muse hier mitzulesen. 14 Jahre später freue ich mich den Bericht zu lesen und die Bilder zu sehen.

Bereite mich selbst auf die Lagunenstadt vor. Werde allerdings ohne Fedora und Lederjacke reisen und im ältesten Teil der Stadt ganz entspannt mit meiner Frau übernachten und Venedig intensiv aber entschleunigt erkunden. Ich war bereits vor 20 Jahren für 6 Stunden in der Stadt und hatte mit einer Schulklasse fast nichts gesehen, weil wir jung waren und in der Mittagshitze im Kreuzfahrertrubel uns fast verlaufen haben. Diesmal sind es 5 Nächte und wir fahren fast komplett unter der Woche, um etwas dem Trubel zu entgehen. Ich möchte auf jeden Fall Morgens früh aufstehen, das morgendliche Venedig ohne großes Frühstück genießen, den Uhrturm von San Marco und das Arsenal besichtigen und einfach mit den Sinnen die Stadt wahrnehmen, also mit den Augen, Ohren, der Nase und dem Tastsinn. Die Tage gemeinsam in Ruhe und abseits des Markusplatzes in typischen Cafés und Restaurants verbringen. Mittags auch Mal Siesta halten. Freue mich alles bewusst wahrzunehmen und im Hier und Jetzt alles zu begutachten. Da kann ich auf die komplette Gear von Indy verzichten. Vielleicht trage ich die praktische MK VII Indybag oder auch ein Abenteuerkurzarmhemd, aber sonst bin ich eher leger und gemütlich unterwegs. Venedig - voller Respekt und Stolz auf deine Geschichte und mit angeeignetem Geschichtswissen - werden wir dich gerne besuchen.
❤️🌊🚤⛪🦁💋🌞

Propstar 09.06.2026, 05:35
Betreff: Re: reisen auf den Spuren von ...

Venedig ist sehr schön, wenn nicht all zu viele Touristen durch die Gassen ziehen. Und es gibt viele schöne, kleine Bars und Restaurants. Und manchmal kann man einen Snack genießen und trotzdem den Abenteurer nicht ganz aus dem Blickwinkel verlieren.
Letztes Jahr da gewesen und die Zeit sehr genossen.
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FloW 09.06.2026, 06:17
Betreff: Re: reisen auf den Spuren von ...

Klasse Blickwinkel Jürgen! So ähnlich möchte ich das dort auch erleben. Prima Inspiration! 🤠📸

Kukulcan 09.06.2026, 06:59
Betreff: Re: reisen auf den Spuren von ...

Morgens kann man tatsächlich Venedig noch ein wenig entspannter erkunden, Markusplatz von 7:45 Uhr und 11:15 Uhr
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FloW 23.07.2026, 08:39
Betreff: Re: reisen auf den Spuren von ...

Heute waren wir am malerischen Platz Campo San Barnaba im Stadtteil Dorsoduro. Er diente als Kulisse für „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“. Die gleichnamige Kirche stellte die Bibliothek dar, aus deren Untergrund Indy kletterte und sein berühmtes Zitat „Ah, Venedig!“ in die Menge rief.
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Pascal 23.07.2026, 09:17
Betreff: Re: reisen auf den Spuren von ...

Schöne Sache, da haben wir bei unserem Besuch lange nach suchen müssen. Ohne Navi in der Hand hätte ich es wohl nie gefunden. Ging es Euch da ähnlich?

FloW 23.07.2026, 09:28
Betreff: Re: reisen auf den Spuren von ...

War für uns wirklich einfach zu finden. Von der Rialto auf der Seite vom Ristorante Florida Richtung Südwesten immer am Canal Grande entlang bzw. parallel weiter im Insel Inneren über die zahlreichen Brücken und Plätze vorwärts. 30 Minuten einfacher Weg von dort aus. Beim Rückweg die Schilder lesen Richtung Rialtobrücke. Haben einen super Stadtplan, den wir aber nicht unterwegs aufschlagen mussten, weil die gemerkten Wegpunkte passten.

Kukulcan 23.07.2026, 17:20
Betreff: Re: reisen auf den Spuren von ...

Ich find Venedig eher winzig, wir sind einfach losgelaufen und innerhalb von ein paar Stunden hatten wir jeden Kanal und jede Ecke gesehen.

Darth72 23.07.2026, 20:04
Betreff: Re: reisen auf den Spuren von ...

Das geht außerhalb der Touristenzeiten.

Mit einer Familie braucht man meiner Erfahrung nach an einem normal vollen Sommertag Anfang September auch gerne mal über 2 Stunden vom Bahnhof zur Piazza San Marco - ohne irgendeinen Umweg über interessante Punkte.

FloW 23.07.2026, 20:30
Betreff: Re: reisen auf den Spuren von ...

Kann nicht bestätigen das man die Lagunenstadt mit allen dazugehörigen Inseln so schnell abhaken kann. Dazu gibt es zuviel verwinkelte Ecken und offene Kirchen und auch zuviel Stockwerke und ausgebaute Dachterrassen, die man dabei leicht übersehen könnte.

Außerdem können wir fast schon schlafwandelnde Massen bestätigen, die von 10 bis 18 Uhr durch die Hauptstadt Veneziens wandeln. Deshalb haben wir unsere Erkundungsaktivitäten auf 5 Uhr bis 10 Uhr verlegt. Da ist es angenehm ruhig und kühl. Ab 10 Uhr dann Museen und andere Sehenswürdigkeiten. Ab 12 Uhr Siesta im Hotel. Mittag ab 15 Uhr, da dann wieder mehr Auswahl an freien Tischen in Restaurants. Ab 18 Uhr bis 5 Uhr ist es auch wunderbar, wobei wir da die Zeit entspannt im Viertel und der Unterkunft verbringen.

Kukulcan 23.07.2026, 21:24
Betreff: Re: reisen auf den Spuren von ...

Ist schon ein paar Jahre her, aber da beschränkte sich der Trubel auf Markusplatz und Umgebung. Westlich und nordnordöstlich des Canale Grande war es geradezu gespenstig ruhig.

Darth72 23.07.2026, 21:36
Betreff: Re: reisen auf den Spuren von ...

Ich weiß ja nicht, was Du unter ein paar Jahren verstehst, Kukulcan.

Mein persönliches Erlebnis datiert jedenfalls auf einen Mittwoch im Sommer 2018 - ein wahrhaft echter Albtraum.

FloW 23.07.2026, 22:53
Betreff: Re: reisen auf den Spuren von ...

„Geister“ können dir zu jeder Zeit und in Venedig wirklich überall und auch sehr zahlreich begegnen. Die Ghostbusters hätten hier ordentlich was zu tun. Zum Beispiel geführte Reisegruppen von 40 Personen im absoluten Nirvana, weil der Guide die Touren in schattigere und ruhigere Viertel wegen der Mittagshitze verlegt oder auch die Einheimischen große Feste auf ihren Plätzen wenig überraschend feiern. Zur Hauptsaison ist es vor allem zu den Stoßzeiten sehr voll. Im Zentrum natürlich eher konzentrierter als in den entfernten Bereichen der Lagunenstadt. Große Kreuzfahrtschiffe dürfen aktuell nicht direkt im alten Venedig anlegen. Das bedeutet die Last zum Beispiel auf der Rialtobrücke als Knotenpunkt ist zeitlich und örtlich besser verteilt. Früher sind die Massen vom alten Kreuzfahrthafen zur Rialtobrücke geströmt. Das ist so nicht mehr der Fall.

Kukulcan 24.07.2026, 05:24
Betreff: Re: reisen auf den Spuren von ...

Wir waren zuletzt 2014. Da gab es noch Kreuzfahrschiffe, unser Vaporetto wurde von so einem fahrenden Hochaus gekreuzt.

Ansonsten weit weg von Alptraum, geschoben praktisch nirgendwo. Die Hauptwege etwas voller, aber kaum ein paar Kanäle oder Sträßchen seitwärts war es erholsam ruhig. Zum Bahnhof sind wir mal gelaufen, hatten aber nicht das Gefühl, dass der übermäßig touristisch genutzt wird.

Also so wie es auch auf Flows Bildern aussieht, es sei denn er hat die Menschenmassen per KI entfernt.

Edit: Darf ich fragen, warum man zu Fuß vom Bahnhof zum Markusplatz laufen will? Wir sind zwar mit dem Bus angekommen, nicht mit der Bahn, aber es schien uns selbstverständlich, das Vaporetto zu nehmen.
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Darth72 24.07.2026, 08:35
Betreff: Re: reisen auf den Spuren von ...

Ganz einfach: wenn man Venedig mit Familie und einigen Kindern besucht, muss man auch auf die Kosten achten damit noch Geld für das eine oder andere Eis übrig bleibt. Da sind Gondelfahrten und Schiffsanreisen eher außerhalb des Rahmens.

Deshalb Anreise vom Urlaub am Gardasee für einen Tagesausflug mit dem Auto, Parken auf dem Festland, Umsteigen in den recht günstigen Linienzug - damit steigt man am Bahnhof aus.

Wenn man nun (eigentlich) etwas von der besonderen Aura der Lagunenstadt erleben möchte, dann muss man mMn zwangsläufig zu Fuss durch die Stadt gehen.

Mit dem Vaporetto zum Markusplatz und dann mit dem selben Fortbewegungsmittel wieder zurück erfüllt nicht ganz meinen Anspruch an ein persönliches Erleben.

Außerdem wäre das dann Venedig in 60 Minuten gewesen, denn wer erstmal die Touristenmassen rund um Dogenpalast und Markusplatz sieht, möchte eigentlich nur noch schnellstmöglich raus aus der Stadt.

Kukulcan 24.07.2026, 14:14
Betreff: Re: reisen auf den Spuren von ...

Vaporetto sehe ich eher als Busticket, kein Vergleich zu den Preisen für Gondelfahrten. Wir finden eigentlich Venedig vom Wasser aus mit am schönsten, darum hatten wir letztes Mal ein 3-Tagesticket.

Ist halt schade, wenn man 2 Stunden geschoben wird auf dem Hauptweg, sich über die Massen am Markusplatz ärgert, um sich dann womöglich wieder 2h zurückschieben zu lassen um Venedig als Horrortrip zu verbuchen.

Den Tagestrip vom Gardasee haben wir mit Schwiegereltern gemacht. Statt Bahn zu fahren sind wir ins Parkhaus (ordentlich Parkgebühren statt 4 Bahntickets) und von da direkt mit dem Vaporetto zum Markusplatz, wo man dann auch 90min früher ankommt. Konkret war es 11 Uhr und der Markusplatz war zwar bereits gut besucht, aber wir waren entspannt und sind dann wunderbar durch teils leere Gassen zu Fuß zurück - hatten ja viel Zeit.

An Sankt Barnaba kommt man ohne zu schieben ran, wenn man es an der Accademia vorbei geschafft hat, muss man halt die Hauptwege verlassen. Ja, Venedig ist überlaufen, aber 3 entspannte Besuche in diesem Jahrtausend zeigen, dass man da ganz viel Aura abseits der Massen erleben kann. Nach den Fotos zu urteilen, gelingt Flow das auch recht gut.
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