| Leusel | 04.12.2014, 09:13 |
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Betreff: Re: Der kleine Hobbit Es soll ja auch Spaß machen, und nicht alle Filme an einem Abend verheizt werden, vor allem wenn man am Ende wirklich am Ende ist... |
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| Sandmann | 22.12.2014, 05:26 |
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Betreff: Re: Der kleine Hobbit Nun, ich habe mir mittlerweile alle 3 Teile angesehen und finde nach wie vor, dass sie bei weitem nicht an HdR ranreichen. Das war einfach ein Meisterwerk, auch viel mehr Emotionen als beim Hobbit. Die Extended-Versionen sind wirklich eine Spur besser, aber die machen das sprichwörtliche Kraut auch nicht fett. HFR kann man getrost vergessen, das vergleiche ich gerne mit Augenkrebs. Das nimmt dem Film den letzten "Film" drin. Martin Freeman finde ich nach wie vor nicht als Idealbesetzung, aber ich konnte mich mit ihm mittlerweile anfreunden. Die englische Originalversion finde ich auch um einiges besser als die deutsche Synchro, vor allem Thorin, respektive Armitage. Beorn finde ich leider auch fehlbesetzt, den habe ich mir ganz anders vorgestellt. Aber ich bin ja auch nicht der Regisseur. Warum alle so vom Cumberbatch schwärmen frage ich mich auch, der hat ja -außer dass er am Boden herumgerobbt ist und versucht hat einen Drachen zu "spielen"- nicht wirklich viel gemacht. Seine Stimme hätte gereicht, ich frage mich ob es wirklich notwendig ist, seine Mimik und seine Bewegung (!) mittels Motion Capturing aufzuzeichnen...? Als ich gehört habe, dass der Hobbit in drei Teile aufgeteilt wird, habe ich mich gefreut, retrospektiv gesehen, hätten 2 lange Filme gereicht. Aber da hat ja dann wohl das Finanzielle den Ausschlag gegeben. Im dritten Teil hätte ich mich über ein wenig mehr Emotionen gegen Ende hin gefreut, auch Smaug hat man mir-nix-dir-nix den Gar ausgemacht. Originell fand ich nur Thorins Vetter, Dain Eisenfuß... Leider nicht wirklich der große Wurf - also für mich halt. |
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| azrael | 22.12.2014, 11:18 |
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Betreff: Re: Der kleine Hobbit was ich wirklich gelungen fand, war die gewaltige schatzkammer und die darstellung von smaug. das waren wirklich feste für die augen... aber da hatte es mich schon. |
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| Indy2Go | 22.12.2014, 11:36 |
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Betreff: Re: Der kleine Hobbit Am besten war Radagasts Hasenschlitten |
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| Pascal | 22.12.2014, 11:47 |
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Betreff: Re: Der kleine Hobbit Ich fand im letzten Film am Besten, als Gandalf sich zum Schluss die Pfeife angezuendet hat. Am Besten von allen drei Filmen fand ich das Zwergenlied in der Hobbitwohnung. |
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| Sandmann | 22.12.2014, 17:58 |
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Betreff: Re: Der kleine Hobbit Meine absolute Lieblingsszene (da fand ich Martin Freeman RICHTIG gut) war, als er beim Kampf gegen die Spinnen den Ring verliert, er am Boden landet und plötzlich wie verrückt auf eines dieser Spinnentiere mit seinem Schwert einsticht und man kurz erkennen kann, was der Ring (auch jetzt schon) mit Bilbo macht. Nachdem er das Vieh kaltblütig umgebracht hat, sitzt er kurz auf einem Baumstumpf und ist geschockt über sich selbst. Da hat man kurz gesehen, was stimmungstechnisch möglich gewesen wäre, das hat Freeman richtig gut gespielt. Irgendwie hat Jackson ihn da zum ersten und einzigen Mal richtig böse sein lassen, sonst im Film ist er ja immer handzahm und auch in der Schlacht der 5 Heere darf er ja nicht berserkern. Was ich so aus den Interviews rausgehört habe, wollte Freeman Bilbo ohnehin ein wenig anders anlegen, Jackson war aber dagegen. |
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| Aldridge | 31.12.2014, 18:25 |
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Betreff: Re: Der kleine Hobbit Der Hobbit: Eine unerwartete Reise (Extended Edition) - Der Auftakt des Zwergen-Quests kommt einfach nicht so richtig von der Stelle. Das wird nun in der Zweitsichtung besonders deutlich. Der Grund dafür ist recht einfach ersichtlich: Auch wenn Peter Jackson und seine Ko-Autoren, darunter Guillermo del Toro, die Geschichte des Hobbits mit vielen Details anreichern, so bietet der erste Reise-Abschnitt inhaltlich doch recht wenig. Um den Film auf die knapp dreistündige Laufzeit zu bringen, muss jede Etappe (Abendessen bei Bilbo, Geplänkel mit den Trollen, Aufenthalt in Bruchtal, der Abstecher ins Nebelgebirge und schließlich das Zusammentreffen mit Azog) unheimlich zerdehnt werden. Das wiederum hat zur Folge, dass allen Handlungen ein wenig an Drang und Spannung fehlt. Hinzu kommen dann ein bisschen Rülps- und Furzhumor sowie ein paar musikalische Einlagen, die vielleicht der Vorlage entsprechen, aber im Film fehl am Platze wirken. Ansonsten wechselt Jackson auch beim Hobbit wieder mühelos zwischen epischem Größenwahn und intimem Kammerspiel, auch wenn er weder der Inszenierung der neuseeländischen Landschaft noch den Szenen mit Gollum neue handwerkliche Aspekte hinzufügen kann. Doch nicht falsch verstehen: Für den geneigten Zuschauer bietet die unerwartete Reise wieder Bilder zum Schwelgen und reichlich Gelegenheit, sich ganz wunderbar in die verschwenderisch ausgestattete Welt von Mittelerde zu versenken. Die Spannung und Epik der Herr der Ringe-Trilogie erreicht der Film aber nicht. Vielleicht noch eine Bemerkung zum Gebrauch von CGI: Jackson greift beim Hobbit noch mehr auf CGI zurück, als er das bereits bei HdR getan hatte. Zwar sind Fabelwesen und Actionsequenzen perfekt animiert. Allerdings fällt gerade in der Zweitsichtung auf, dass der Regisseur darüber ein bisschen vergessen hat, seine Computergestalten sorgfältig in die Handlung zu integrieren. Wenn die Zwerge durch die Massen an Goblins rennen und ihre Gegner dabei zur Seite fegen, als wären sie leicht wie Federn, dann ist das zwar sehr elegant und rasant in Szene gesetzt, geht aber auf Kosten von Plausibilität und Spannung. Weniger wäre da sicherlich mehr gewesen. |
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| Sandmann | 01.01.2015, 04:06 |
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Betreff: Re: Der kleine Hobbit @ Aldrige + Extended Version: also ich weiß nicht so recht... ich finde nicht, dass es schwierig gewesen wäre, die 3 Stunden Laufzeit zu erfüllen, auch ohne die dazuerfundenen Sachen die Peter Jackson (PJ) dramaturgisch und aus Mangel an Handlung braucht. Ich sehe wirklich kein Problem dabei, das Buch 1:1 zu verfilmen. Mir kommt vor - da ich ihn gerade eben wieder gelesen habe - dass im Hobbit der Schwerpunkt schon eindeutig auf Bilbo liegt (und dessen Entwicklung), während PJ eher Thorin die Hauptrolle einräumt und ihm viel mehr Beachtung schenkt. Keine Frage, Thorin ist der König der sein Königreich wiederhaben möchte, aber es ist von Anfang an eine Bilbo-zentrierte Handlung. In HdR hat PJ es tausend Mal besser geschafft die Atmosphäre des Auenlandes zu vermitteln, durch viele Sequenzen die vielleicht nicht gerade voll mit Action waren (z.B. Bilbos Geburtstagsfest, die Fahrt Gandalfs durch das Auenland) aber einfach Atmosphäre geschaffen haben. Nicht umsonst ist der erste HdR-Teil mein Liebster, weil es da nicht nur um Schlachten und Kämpfe geht, sondern auch zeigt, wo die Charaktere herkommen. Diesmal hat PJ ja ungleich viel mehr Geld in das Auenland gesteckt, teilweise richtige Häuser bauen und alles begrünen und anpflanzen lassen. Eine wunderbare Natur-Kulisse! Und wieviel sieht man davon? - Kaum etwas, weil Bilbo eigentlich nur durch Hobbitingen läuft, als er zu den Zwergen stoßen will. Gerade als ich das Buch gelesen habe, ist mir aufgefallen, dass PJ ruhig auch etwas mehr mit Rückblenden arbeiten hätte können, speziell im ersten Teil, wo Bilbos Herkunft beschrieben wird. Das hätte sicher auch Gelegenheit gegeben, den einen oder anderen witzigen Gag einzubauen. (wie das Golfspiel erfunden wurde). |
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| Aldridge | 01.01.2015, 12:50 |
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Betreff: Re: Der kleine Hobbit Der Hobbit: Smaugs Einöde (Extended Edition) - Der zweite Teil der Trilogie ist deutlich besser geraten. Die grundsätzlichen Schwächen, nämlich die epische Zerdehnung der einzelnen Etappen der Zwergenreise, sind zwar noch vorhanden. Doch ohne den unnötig komplizierten Beginn, den die unerwartete Reise im Auenland genommen hatte, geht es gleich von Anfang an ordentlich zur Sache. Bei der Abfolge der Reisestationen - Beorn, Düsterwald, Elbenfestung, Esgaroth und schließlich der Einsame Berg - wird nun auch viel besser der klassische Quest-Charakter spürbar. Die Handlungsorte werden so detailliert porträtiert, dass tatsächlich eine lebendige Fantasie-Welt entsteht. Das ist schon Eskapismus in Vollendung. Dabei fügen sich die neuen Figuren nahtlos in die Handlung ein und bereichern das Werk sogar um einige interessante Aspekte. Allerdings gerät der Hobbit ausgerechnet immer dann am fesselndsten und spannendsten, wenn in der Nebenhandlung mit Gandalf die Rückkehr des alten Feinds thematisiert und damit schon der Ausblick auf die Handlung der Herr der Ringe-Trilogie gewährt wird. Und das verdeutlicht vielleicht auch am besten, woran es beim Hobbit hapert: Es gibt keinen wirklichen Gegenspieler und damit auch keine wirkliche Gefahr, gegen die unsere Helden zu Felde ziehen müssen. Die Reisegruppe rund um den jungen Zwergenkönig, der sein Reich zurückerobern will, liefert zwar nette Impressionen aus Mittelerde, doch allzu zwingend ist das alles nicht. Selbst der Titelgeber Smaug taugt da als handlungsübergreifender Antagonist wenig, schließlich taucht er nur im letzten Drittel unter seinen Goldbergen auf. Insofern kann man sich auch denken, dass die finale Schlacht, die im dritten Teil folgen wird, automatisch unter "viel Lärm um nichts" rangieren muss. Bin gespannt auf den Kinobesuch... @Sandmann: Ja, das ist sicherlich auch ein wichtiger Aspekt: Es wird nicht wirklich klar, wer die Hauptfigur ist. Tatsächlich kommt Bilbo Beutlin hier so eine Beobachter- und Erzählerrolle zu - vielleicht am besten vergleichbar mit dem Droiden-Duo aus Star Wars. Diese Figuren verfolgen die Handlung zwar, doch der eigentliche Konflikt spielt sich zwischen anderen Parteien ab. Das merkt man auch sehr stark in der unerwarteten Reise, wo die Aktionen von Bilbo wie etwa mit den drei Trollen oder das Kammerspiel mit Gollum ein bisschen wie Fremdkörper in der eigentlichen Handlung wirken. Dies alles ist zwar durch das Buch vorgegeben, aber da wird halt deutlich, dass der Hobbit eben doch nur eine fantastische Märchenstunde darstellt und keinen epischen Konflikt wie der Herr der Ringe. Peter Jackson und Warner kann das bei dem bisherigen Einspiel natürlich egal sein... |
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| Aldridge | 01.01.2015, 21:15 |
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Betreff: Re: Der kleine Hobbit Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere (Kinofassung) - Abgerechnet wird bekanntlich zum Schluss, und so lässt es Peter Jackson zum Finale der Hobbit-Trilogie ordentlich krachen. Dabei kommt dem Film die kürzere Laufzeit sehr zugute: Kurz ist er zwar nicht, spult die verbleibende Handlung aber deutlich straffer ab als die beiden Vorgänger. Etwa 80 Minuten lang gibt es einige Volten und Wirren und werden die Fronten abgesteckt, bevor dann knapp eine Stunde nur noch gehackt und geschlachtet wird. Und das auch gar nicht mal schlecht: Jackson hat schon beim HdR gezeigt, dass er monumentale Schlachtplatten übersichtlich und auch packend anrichten kann. Und auch wenn das Gekloppe vor allem in der Schlacht in Thal etwas redundant gerät, so ist das Gebotene durchaus unterhaltsam. Das Effektgewitter und das pathetische Blut-und-Tränen-Gekämpfe täuschen dann aber tatsächlich (erfolgreich) darüber hinweg, dass die schwache Story den gebotenen Aufwand eigentlich nicht rechtfertigt. Denn worum geht es im Endeffekt? Einigen Parteien geht es um den Schatz. Und den Orks geht es um einen strategisch wichtigen Standort, um die Rückkehr Saurons vorzubereiten - was lediglich in einem kurzen Dialog erwähnt wird. Der geneigte Kinozuschauer wird sich dann natürlich fragen, warum die böse (und natürlich wenig hübsche) Fraktion nicht schon früher mit diesen überwältigenden Heerscharen zu Land und in der Luft (und den anscheinend recht aktiven Nazgul) angerückt ist, um den einen Drachen zu erschlagen und den Erebor einzunehmen, anstatt sich ausgerechnet einen Zeitpunkt auszusuchen, an dem gerade vier andere Parteien in voller Mannstärke aufmarschieren. Aber ok. Lobend zu erwähnen bleibt dann, wie harmonisch sich die zugedichteten Figuren wie Thauriel oder Legolas in das Geschehen einfügen. Und Azog ist immerhin zu einem netten Endfight nütze. Dem gegenüber steht das recht abrupte Ende (während Jackson beim Rückkehr des Königs kein so rechtes Ende finden konnte ). Unterm Strich aber ein guter und kurzweiliger Abschluss der Hobbit-Trilogie.Wurde hier nicht irgendwo gefragt, wer denn nun die fünf Heere stellte? Also ich komme auf fünf: Zwerge, Menschen, Elben, Orks und die Tiere (inkl. Adler und Beorn) unter Führung von Radagast. |
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| Sandmann | 02.01.2015, 02:00 |
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Betreff: Re: Der kleine Hobbit Ohne dass ich die Hintergründe kenne, aber so vermute ich doch eine gewisse Lethargie seitens PJ. Erstens wollte er sich ja so ein Riesen-Projekt gar nicht mehr antun. Das hat er nach HdR immer wieder gesagt. Der Umstand, dass del Toro ursprünglich als Regisseur vorgesehen war, reicht ja hier schon fast als Beweis. Nolens volens musste sich PJ dann nach dem endgültigen Aus von del Toro doch wieder selbst dem Hobbit widmen. Für alle Fans sicher eine Riesen-Freude, nun, nachdem alles im Kasten ist und auch die Filme draußen sind, bin ich schon ein wenig enttäuscht. Er hat sicher viel Mühe in das Projekt gesteckt, aber der Umstand dass die Filme schon vornherein als Kassenschlager feststanden, war sicher hauptverantwortlich dafür, dass er nicht Mal annähernd soviel Akribie und Hingabe in das Projekt gesteckt hat, wie ich mir das gewünscht hätte und wie er es bei HdR getan hat. Alleine wenn ich mir da so manche Stories durchlese, wie sein Casting teilweise war (oder besser: sein hätte können): Jamie Oliver soll Hobbit werden Ab und zu -vor allem beim Schauen der Making-of-Teile - kam es mir so vor, als hätte man bei der Besetzung gehörige "Freunderlwirtschaft" (sagt man in Österreich so) betrieben: Peggy und Mary Nesbitt kann man auch gleich eine Rolle geben, wenn sie schon am Set bei Papa sind. Die eigene Tochter darf dann auch schon mal mitspielen und den erfundenen Hans-Wurst-Part (Alfrid) bauen wir gleich einmal aus, weil alle am Set so über ihn gelacht haben. Diese Rolle war absolut unnötig, gecastet wurde der Typ für alle möglichen Rollen und nachdem er anscheinend irgendwem gefallen hat, hat man ihm einfach eine Szene ins Drehbuch geschrieben und das dann noch unnötig aufgeblasen in Teil 3. Damit dann wieder wer auf der Gehaltsliste steht, als ob nicht 15 Hauptrollen reichen würden. Mir kommt vor, dass Regisseure die einmal den Durchbruch mit irgendwelchen Filmen hatten, sich dann bei den verschiedenen Fortsetzungen nur mehr auf technischen Firlefanz stürzen und das Projekt versauen (z.B. die neuen Star-Wars-Teile von George Lucas). Besser weniger Budget und dafür einen weniger computer-lastigen Film! |
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| Aldridge | 02.01.2015, 10:45 |
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Betreff: Re: Der kleine Hobbit Alfrid und auch die Rolle des Bürgermeisters von Esgaroth - so gerne ich Stephen Fry auch sehe - empfand ich sowieso als Fremdkörper in der Handlung. Ich weiß gar nicht mal, wie es im Buch war. Aber so schön Esgaroth auch dargestellt war, immer wenn die beiden durch die Szenerie wanderten, kam mir das so vor, als schaute ich eine Terry Pratchett-Verfilmung und befänden wir uns in einem winterlichen Ankh-Morpok. Ich habe auch nicht kapiert, warum Bard den Typen im dritten Teil so lange an seiner Seite behält. So wie ich im Film auch nicht kapiert habe, warum ein Fährmann und Familienvater plötzlich zum geborenen Heerführer und Schwertschwinger wird. Wurde in Smaugs Einöde oder in der Schlacht der fünf Heere mal irgendwo erwähnt, dass Bard Mitglied der Stadtwache (Pratchett! ) gewesen war? Muss dann wohl an mir vorbei gegangen sein. Ansonsten würde ich Jackson keine Lethargie unterstellen - wohl auch ein zu großes Selbstvertrauen. Man muss ihm zugute halten, dass er mit der Erweiterung der Story schon gute Arbeit geleistet hat. Das wirkt alles sehr passend und sinnvoll. Allerdings hat er sich ja im Vorfeld in Interviews schon beinahe als einzig legitimer Siegelring-Träger Tolkiens geriert. Jackson hatte mit der Verfilmung des Herrn der Ringe halt eine Großtat vollbracht und wurde von den Fans dafür auch zu Recht verehrt. Das ändert aber auch nichts daran, dass das Grundproblem beim Hobbit eben an der Story liegt: Sie gibt schlicht und einfach nicht so viel her wie der Herr der Ringe. Sie hat inhaltlich auch keine so große Bedeutung. Und ich denke, dass es da eben auch an der falschen Erwartungshaltung der Fans gelegen hat: Die kannten zwar das Buch und hätten mit etwas Nachdenken auch selbst darauf kommen können, dass die Hobbit-Verfilmung nicht die gleiche "Dringlichkeit" wie die epische Trilogie besitzen kann. Aber nein, da werden dann wieder riesige Erwartungen geschürt und im Nachhinein pupt man dann wieder im Internet rum, dass der doofe Jackson durch die neue Trilogie doch seinen eigenen Mythos (und die Hdr-Verfilmung gleich mit) zerstört habe. Blödsinn. Wäre der Hobbit zuerst verfilmt worden und dann HdR, wäre das ein grandioser Start gewesen und hätte sich dann nochmals steigern können. Was die Technik angeht: Peter Jackson gehört Weta. Der muss den Laden am Laufen halten. Seit HdR und Avatar umgibt die Effektschmiede ein ähnlicher Mythos wie auch Industrial Light & Magic durch die ersten Star Wars-Filme, Terminator 2 und Jurassic Park. Das ändert aber nichts daran, dass Weta ausgelastet werden und auch neue Technologien entwickeln muss, um sich dauerhaft im Geschäft zu halten (man vergleiche das Schicksal von Rhythm & Hues). Die neue Hobbit-Trilogie war da (wie auch schon King Kong) genauso Anlass, mal die eigenen Muskeln spielen zu lassen, wie es die Star Wars-PT für ILM gewesen ist. Aber wie ich schon geschrieben habe: Die Effekte an sich sind beim Hobbit gar nicht das Problem, sondern die Art und Weise, wie Jackson sie eingesetzt hat. Einerseits wirkt das alles super-dynamisch und elegant, andererseits aber auch weniger bedrohlich und spannend. |
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| Plissken | 02.01.2015, 10:51 |
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Betreff: Re: Der kleine Hobbit @Bard Der wird doch mehrfach als direkter Nachkomme von Girion, König von Thal beschrieben. Quasi der Aragorn des Hobbit. |
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| Aldridge | 02.01.2015, 10:55 |
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Betreff: Re: Der kleine Hobbit Ja, aber das allein macht ihn doch nicht zum Heerführer. Ein Opa von mir war mal bei der Polizei, macht mich das zum Anti-Terror-Kämpfer? |
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| Plissken | 02.01.2015, 11:02 |
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Betreff: Re: Der kleine Hobbit Zitat von Aldridge: Zwischen König und Polizist wird in Mittelerde wohl noch ein Unterschied gemacht Ja, aber das allein macht ihn doch nicht zum Heerführer. Ein Opa von mir war mal bei der Polizei, macht mich das zum Anti-Terror-Kämpfer? |
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| Aldridge | 02.01.2015, 11:05 |
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Betreff: Re: Der kleine Hobbit Also sind die Nachfahren von Königen automatisch begnadete Heerführer - auch wenn sie jahrelang als Fährmann gearbeitet haben? ![]() Das ist so wie in Collateral Damage, wenn Feuerwehrmann Schwarzenegger plötzlich zum großen Terror-Rächer wird. Nicht falsch verstehen: Ich erkenne dichterische Freiheit ja an und drücke da gerne ein Auge zu. Aber die innere Plausibilität darf man ja mal hinterfragen. Genauso wie bislang unbeantwortet blieb, warum die Orks ausgerechnet zu diesem Zeit den Erebor angreifen. |
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| Plissken | 02.01.2015, 11:11 |
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Betreff: Re: Der kleine Hobbit Vielleicht war Herrführen ein Hobby von ihm und er hat es jetzt zur Berufung gemacht ![]() Nein, ich verstehe deine Frage. Allerdings war das bei Aragorn ja nicht anders. Der war jahrelang Waldläufer und hat sich nur um sich gekümmert. Plötzlich dirigiert er eine Armee während einer Belagerung und führt dann die gesamte Menscheit gegen die dunklen Mächte in Mordor. Ist auch ein Aufstieg allein auf Bestimmung begründet. Andere Frage: Kann es sein dass im dritten Teil das großartige Action-Thema von Tauriel nicht mehr auftaucht? Der Soundtrack hat mich da etwas fragend zurückgelassen. |
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| Aldridge | 02.01.2015, 11:13 |
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Betreff: Re: Der kleine Hobbit Gute Frage. Der Score ist noch unterwegs zu mir (WOWHD, mal wieder mit Lieferverzögerung ). Allerdings habe ich mich mit den Hobbit-Scores auch nie großartig beschäftigt, das war eher so eine Komplettierungskiste. Was das Heerführen angeht: Ja, das ist ja auch so ein Thema solcher Filme - angesichts großer Herausforderungen über sich hinaus zu wachsen. Das könnte dann natürlich auf jeden Charakter zutreffen, selbst auf Alfrid, aber ok... |
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| Kukulcan | 02.01.2015, 11:29 |
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Betreff: Re: Der kleine Hobbit Mal abgesehen von der finanziellen Seite und dem Versuch eine HDR Prequel Trilogie herzustellen, verstehe ich in keiner Weise, warum man überhaupt groß erweitern musste. Ich stimme voll zu, dass der Hobbit als Buch nicht die epische Breitseite eines HDR liefert, also hätte man ihn eben als das verfilmen können, was es ist, eine Reise- und Abenteuerroman, der mit wenig Mühe in ein 3 Stunden Epos gepasst hätte, zumindest bis zu Smaugs Tod Temple of Doom, engl. für Tempel des Todes; Filmtitel Die Schlacht der 5 Heere wäre dann eine schöne Überleitung zum HDR, allerdings hätte dem dann mehr sinnvoller (Lore) Füllstoff gutgetan als ein überproportional aufgeblasener Comic Relief, oder sinnlose Love-Story, die absolut Null zur Story beitragen. Was mir kürzlich bei John Carter aufgefallen ist: auch mit vielen Computer generierten Charakteren und der daraus folgenden extremen Anzahl an Effect Shots kann man ein wesentlich durchgängigeres Produktions-Design hinbekommen, der Hobbit ist in dem Bereich für mich völlig Kraut und Rüben. Das Gleiche gilt für das 3D, bei Pacific Rim nat man mit Konvertierung ein deutlich einheitlicheres 3D hinbekommen als man mit dem Mix aus 3D Realaufnahmen mit Computer-3D hinbekommt. |
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| Aldridge | 02.01.2015, 12:44 |
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Betreff: Re: Der kleine Hobbit Nun, gerade die Erweiterungen fand ich überaus gelungen. Da kam so ein richtiges Gefühl von bevorstehender Bedrohung auf - mehr als beim Anblick der riesigen Ork-Armee. Vielleicht liegt´s an mir, aber Alfrid habe ich gar nicht als Comic Relief wahrgenommen. Dafür war er mir nicht witzig genug, sondern wirklich bösartig. Der wirkte auf mich so wie ein kleiner, deutlich weniger bedeutender Grima Schlangenzunge. |
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