Plissken 19.04.2011, 16:45
Betreff: Re: Cowboys and Aliens...

Na wo laufen sie denn? Zwinkernder Smiley (Neues Bild, Ford sieht top aus)
Bild

Plissken 27.04.2011, 12:03
Betreff: Re: Cowboys and Aliens...

Ford über den Film und Regisseur:

Zitat:
“It’s been really gratifying, I have to say,” Ford said. “A lot of that is because of Jon, who has surprised me with his spirit and his insight, and I only say that I was surprised because I knew him better as an actor than as a filmmaker. He’s a very clever actor but as a director he’s shown that he can solve the problems that come up every day and not become mechanical.”

Zitat:
“I think what a lot of action movies lose these days, especially the ones that deal with fantasy, is you stop caring at some point because you’ve lost human scale,” Ford said. “With the CGI, suddenly there’s a thousand enemies instead of six – the army goes off into the horizon. You don’t need that. The audience loses its relationship with the threat on the screen. That’s something that’s consistently happening and it makes these movies like video games and that’s a soulless enterprise. It’s all kinetics without emotion. I don’t have time for that.”

Quelle (+Bilder)

Valeska 27.04.2011, 13:29
Betreff: Re: Cowboys and Aliens...

Das übersetz ich mal für mich zur Übung.

Ford über den Film und Regisseur:

"Ich muss sagen, es ist sehr erfreulich" sagte Ford. "Hauptsächlich wegen Jon, der mich mit seinem Mut und Verständnis überrascht hat und ich sage nur, dass ich überrascht war, weil ich ihn besser als Schauspieler als als Filmschaffenden kenne. Er ist ein sehr intelligenter Schauspieler, aber als Regisseur hat er gezeigt, wie er täglich auftauchende Probleme lösen kann, ohne dabei in ein simples Schema zu verfallen."

"Ich glaube das Manko vieler Action-Filme heutzutage, gerade bei Filmen aus dem Fantasy-Bereich ist, dass einem das Schicksal der Filmhelden irgendwann egal ist, weil man den menschlichen Maßstab verloren hat. Mit Unterstützung von Computeranimationen sind dort plötzlich tausend Feinde anstatt sechs - eine Armee, die bis zum Horizont reicht. Das tut nicht Not. Das Publikum verliert das Gefühl zu der auf der Leinwand dargestellten Bedrohung. Das ist etwas, was mittlerweile ständig passiert und es macht Filme zu einer Art Videospiel, und das ist gefühllose Unterhaltung. Es sind Bewegungsabfolgen ohne Emotionen. Dafür hab ich nichts übrig."

Ob der seine im zweiten Abschnitt aufgeführte Meinung auch schon mal gegenüber George Lucas erwähnt hat?

Edit: Dank Relink die Übersetzung besser angepasst (Bedrohung)
Edit2: dank Laserschwerts Eintrag hab ich versucht, die Übersetzung nochmal zu optimieren. (irgendwann egal)

Laserschwert 27.04.2011, 19:24
Betreff: Re: Cowboys and Aliens...

Das hast du aber ziemlich frei übersetzt Zwinkernder Smiley

5IC 27.04.2011, 20:28
Betreff: Re: Cowboys and Aliens...

Also von dem was Harrison sagen will ist die Übrsetzung ziemlich korrekt.

IndyTom 27.04.2011, 20:32
Betreff: Re: Cowboys and Aliens...

Also ich finde Mr. Ford hat recht.
Gerade aus diesen Gründen she ich mir kaum mehr moderne Filme an. Spätestens in den 90er Jahren ist bei mir schluss.

Aldridge 27.04.2011, 23:13
Betreff: Re: Cowboys and Aliens...

Ich finde das zweite Zitat von Ford unlogisch. Keine Ahnung, warum er so etwas verzapft. Massenszenen und Schlachtengemälde waren immerhin die Domäne vergangener Kinozeiten. Solche Aufnahmen waren lange Zeit von der Leinwand verschwunden, weil es einfach zu teuer wurde, unzählige Komparsen durchs Bild zu jagen. Erst der Computer hat die Massenszenen wieder zurückgebracht. Und wenn ich mir "Episode II" (da werden nun viele murren) oder "Die zwei Türme" (da werden wenige murren) anschaue, dann wirkt die "Bedrohung" dort nicht weniger real als in der "guten, alten Zeit".

Wenn Ford einen Film promoten will, in dem massenweise CGI vorkommt, dann sollte er andere Töne anstimmen...

Reling 28.04.2011, 09:57
Betreff: Re: Cowboys and Aliens...

Ford spricht von "threat on the screen", also von der "Bedrohung auf der Leinwand".
Damit hat Ford völlig recht. Schauspieler und Regie sorgen für die Bedrohung, durch Interaktion der beteiligten Akteure und geschicktes Filmen dieser Interaktion.
Bei CGI fehlt diese Interaktion und somit ist die Bedrohung nicht so präsent wie bei realen Menschen, die den Gegner darstellen.

Beim LoTR-Film findet gar keine Interaktion statt, dort sehen wir ein bewegtes Bild, bei dem Trickarmeen sich gegenüberstehen.

Laserschwert 28.04.2011, 14:35
Betreff: Re: Cowboys and Aliens...

Er spricht ja auch vom "human scale" (was ich übrigens als eine der nicht ganz richtigen Übersetzungen nennen würde Zwinkernder Smiley ). Das heißt durch die "großen Armeen" rückt das Einzelschicksal in den Hintergrund (der "menschliche Maßstab" wird also durch die Masse abgelöst). Dies bezieht sich natürlich auch auf die Bedrohung selbst... man sieht nicht mehr "den Schwertschwingenden Turbanträger" als Herausforderung für den Protagonisten, sondern irgendeine ganze Armee von Eingeborenen. Die Folge: Der Held wird zum Superhelden, man hat nicht das Gefühl, dass er überhaupt in Gefahr ist, wenn er es schon mit einer ganzen Armee aufnehmen kann. "You stop caring at some point"... ab einem gewissen Punkt ist es einem dann egal, da so keine wirkliche Spannung aufkommt.

"Der Herr der Ringe" ist ein schlechtes (Negativ-)Beispiel, da hier auch im großen Schlachtengetümmel immer wieder auf die Hauptfiguren eingegangen wird... die Einzelschicksale werden gezeigt.

Valeska 28.04.2011, 15:42
Betreff: Re: Cowboys and Aliens...

Zitat von Laserschwert:
...
"Der Herr der Ringe" ist ein schlechtes (Negativ-)Beispiel, da hier auch im großen Schlachtengetümmel immer wieder auf die Hauptfiguren eingegangen wird... die Einzelschicksale werden gezeigt.

Für mich gesprochen hab ich mich auch bei Herr der Ringe, besonders in Teil drei, bei den Massengetümmel irgendwann gelangweilt. Da musste ich dann regelrecht warten, bis von den bildgewaltigen epischen Schlachten-Szenen wieder zu den Protagonisten "umgeschaltet" wurde. Solche Szenen störten zum Teil wie Werbepausen, ohne zu wissen, wielange das geht.
CGI wird einfach überbewertet und darum werden oft Szenen gezeigt, die nicht der Handlung dienen, sondern dem reinen visuellen Effekt und um zu zeigen was mit CGI möglich ist.
Da stimme ich voll mit Ford überein.

Plissken 28.04.2011, 16:17
Betreff: Re: Cowboys and Aliens...

Off-Topic:
So gehen die Meinungen auseinander.
Ich fand persönlich die großen Schlachten in Herr der Ringe keinesfalls langweilig oder spannungsarm. Wenn der Film fesseln kann ist es in meinen Augen egal ob Menschen, Puppen oder Bits+Bytes gegeneinander kämpfen.
CGI zu verteufeln halte ich ebenso für falsch. Es gibt halt Filmschaffende die diese Technik gut und bewusst einsetzen und andere die es übertreiben. Das war allerdings schon immer so und keineswegs nur begrenzt auf CGI. Ausserdem muss man sich vor Augen führen was heutzutage schon aus dem Computer kommt und gar nicht bemerkt wird. Robert Rodriguez ist da sehr groß drin (Einschußlöcher, Rauch usw.) Auch denke ich das CGI Szenen (die sehr wohl der Handlung beitragen) verwirklichen kann die mit praktischen Effekten unmöglich wären. Achtung Spoiler:

YouTube https://www.youtube.com/watch?v=EoAHO4_jPzQ


Ich kann Fords Standpunkt nachvollziehen, finde aber das er es etwas zu verallgemeinert.

"Indy" Hans 28.04.2011, 16:50
Betreff: Re: Cowboys and Aliens...

Zitat von Plissken:
Off-Topic:
So gehen die Meinungen auseinander.
Ich fand persönlich die großen Schlachten in Herr der Ringe keinesfalls langweilig oder spannungsarm. Wenn der Film fesseln kann ist es in meinen Augen egal ob Menschen, Puppen oder Bits+Bytes gegeneinander kämpfen.

Off-Topic:
Yup, sehe ich ganz genauso. Mit gut gemachten Massenszenen habe ich gar keine Probleme - eher im Gegenteil. Finde das einige Filme, wie gerade auch HdR, zu einem guten Teil davon leben das es diese Massenszenen gib. Wüsste auch gar nicht wie man sonst SO eine Buchvorlage umsetzen sollte.

Laserschwert 28.04.2011, 17:20
Betreff: Re: Cowboys and Aliens...

Ich finde es sowieso unsinnig, CGI oder visuelle Effekte im Allgemeinen zu verteufeln. Man siehe sich nur mal "Forrest Gump" an... ein Film, welcher dermaßen mit visuellen Effekten gefüllt ist, die alle nur der Geschichte zuträglich sind. Und selbst bei einem bildgewaltigen Werk wie der HdR-Trilogie sind die Effekte selten Mittel zum Zweck, sondern notwendig, um die Kulisse der Geschichte überhaupt umsetzen zu können. Und dabei wurde beim HdR schönerweise noch viel Handgemachtes (sprich: Modellaufnahmen) verwendet.

Leider verleitet die Grenzenlosigkeit an Möglichkeiten, die CGI bietet, viele Filmemacher dazu, weniger kreativ zu sein... eigentlich ein Paradoxon, aber dennoch sind Filmemacher wie Peter Jackson oder Guillermo del Toro eher die Ausnahme von der Regel. "Das machen wir halt digital" sagen sich viele, anstatt erstmal eine realistischere Lösung zu suchen, die es viel eher schafft, durch ihren Realismus den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen. Ich denke, wir Menschen reagieren einfach viel emotionaler auf etwas, das realistischer, handgemachter erscheint. Und ich denke das ist es auch, was Ford meint.

Aldridge 29.04.2011, 11:43
Betreff: Re: Cowboys and Aliens...

Ich finde die Massenszenen in modernen Filmen oftmals besser inszeniert als in den ollen Kamellen. Heute achten die Filmemacher meistens schon sehr darauf, nicht einfach "Schauwerte" zu liefern, sondern einen dynamischen Wechsel zwischen dem Blick auf die Helden und dem Blick aufs Ganze. Ob nun CGI oder nicht, ist mir dabei schnuppe - die Schlachteplatten in "Der 13. Krieger" oder aktuell in "Centurion" finde ich genauso gut umgesetzt wie das epische Hauen und Stechen in "Die zwei Türme" oder "Die Rückkehr des Königs". Ich finde übrigens auch die Schlacht auf Geonosis in "Angriff der Klon-Krieger" sehr geil. Die Schlachten etwa in "Troya" oder "King Arthur" dagegen fand ich eher uninspiriert, unübersichtlich und entsprechend langweilig (obwohl ich die Filme von Petersen und Fuqua sonst mag).

Valeska 29.04.2011, 15:23
Betreff: Re: Cowboys and Aliens...

Nicht das ich den Eindruck erweckt habe CGI grundsätzlich zu verteufeln. Nur wird für meinen Geschmack, wahrscheinlich weil es heutzutage relativ günstig möglich ist, zu oft und zu tief in die CGI-Kiste gegriffen, was desöfterenauch den Erzählfluss ausbremst.
CGI ist eben ein Werkzeug welches richtig eingesetzt werden sollte, ebenso ist es eine Art Gewürz für einen Film und man kann damit eben auch verwürzen.

Aber zurück zum Thema: Nach Fords Aussagen in dem Interview, müsste "Cowboy und Aliens" gut gewürzt sein. Ich hoffe es zumindest.

Valeska 20.05.2011, 10:45
Betreff: Re: Cowboys and Aliens...

COWBOYS & ALIENS - KINOSTART VERSCHOBEN!
--------------------------------------------------
------------------------------

Cowboys & Aliens der Genremix aus Science-Fiction und Western startet nun bereits am 25. August 2011. Im Spätsommer nimmt dann also eine Bande Outlaws und Cowboys den ultimativen Kampf gegen die Außerirdischen auf. Mit von der Partie sind Schauspielstars wie Daniel Craig, Olivia Wilde, Harrison Ford und Sam Rockwell. Wir sind gespannt wie diese Fusion der Genres in Cowboys & Aliens von Iron Man-Macher Jon Favreau funktionieren wird. Die ersten bewegten Bilder, zeigen zumindest schon jetzt das große Spektakel auf der Leinwand.

http://www.iamgamer.de/...erschoben/

Emu 20.05.2011, 14:01
Betreff: Re: Cowboys and Aliens...

Boah hats mich jetzt gerissen ( weil diese Meldung schon 3 Wochen alt ist ) Der Kinostart wurde nicht verschoben - sondern VORGEZOGEN. Ursprünglich hätte der Film erst Mitte September bei uns starten sollen ;-)

Emu 25.05.2011, 23:05
Betreff: Re: Cowboys and Aliens...

Offizieller TV Spot mit alten Szenen... Eine gaaaaanz kurze Einstellung mit Harrison ist neu :-)

http://www.youtube.com/watch?v=qkDMkBMJsXE

Setesh 26.05.2011, 13:13
Betreff: Re: Cowboys and Aliens...

Ist euch eh allen der Vergleich zwischen "tausend Feinden" und den "sechs" aufgefallen, entgegen derer Jung-Harrison schon einst auf dem Todesstern (in der Originalversion) lief Zwinkernder Smiley

Leusel 26.05.2011, 15:57
Betreff: Re: Cowboys and Aliens...

Zitat von Setesh:
Ist euch eh allen der Vergleich zwischen "tausend Feinden" und den "sechs" aufgefallen, entgegen derer Jung-Harrison schon einst auf dem Todesstern (in der Originalversion) lief Zwinkernder Smiley

Äh, was? Was willst du wissen? Wie war die Frage?