The German 23.08.2014, 12:24
Betreff: Re: Der letzte Film

Ist schon ein lustiger Film mit einigen debkanstößen im letzten Drittel. Besonders die aufziehende Bedrohung durch die Bewohner des Planeten Duplon wird noch einiges an Würgereflexen bei meinem Sohn hervorrufen. ;-)
Nee, ist wirklich ein toll gemachter und rasanter Film.

Mile 26.08.2014, 20:31
Betreff: Re: Der letzte Film

Hab mir gestern Nacht mal wieder Watchmen - The Ultimate Cut angesehen. Einfach immer wieder genial. Das ist meine Lieblingsversion von dem Film, auch wenn 210 Min. schon sehr lang sind, aber jede Minute ist es ist absolut wert. Je öfter ich den Schluss sehe, desto besser finde ich die Entscheidung von Zack Snyder, nicht das Comic Ende zu verwenden. Im Film wirkt es so wirklich passend.

Kalmanitas 27.08.2014, 00:19
Betreff: Re: Der letzte Film

So Leute, heute war es dann soweit. Ich musste bis nach Glasgow reisen um dann doch den letzten Ford Film zu sehen.
Die Rede ist natürlich von The Expendables 3.

Dass der Film an der Kinokasse schon recht ordentlich gefloppt ist, sollte jedem bereits bekannt sein. $28.000.000 domestic und dazu noch knappe $21.000.000 foreign...das ist in der Tat für heutige Verhältnisse zu wenig. Sicherlich ist einer der Gründe die Tatsache, dass der Film einige Tage vor Release Date im Internet zu finden war und bereits vor seiner Erstaufführung sage und schreibe 2,2 Millionen mal runtergeladen wurde... Ich denke die Zahlen sprechen für sich. Nichtsdestotrotz ist der Film an sich ebenfalls kein Überflieger...leider!
Der Film bietet Action satt..keine Frage...aber diese Action ist zum Teil so absurd und überzogen und stellenweise dermassen in die Länge gezogen, dass selbst Teil 1 und 2 im Vergleich dazu wie Dokumentationen wirken. Ein weiteres Manko...die PG-13 Freigabe. Im Film wird geballert dass sich die Balken biegen, aber im Gegensatz zu seinen Vorgängern ist nicht ein Tropfen Blut zu sehen... Versteht mich bitte nicht falsch, ich bin eigentlich absolut kein Fan von diesen ganzen Blutorgien (beste Beispiel: der letzte Rambo Film), aber in einem Film in dem dermassen brachial zu Werk gegangen wird, hinterlässt diese Blutleere einen merkwürdigen Beigeschmack...es kommt einem so vor, als ob der Film bis zum Exzess geschnitten wurde... wenngleich dies höchstwahrscheinlich gar nicht der Fall ist.

Schauspielerisch sind hier sicherlich keine Oscar Anwärter dabei, dennoch liefern Sylvester & Co gewohnt solide Leistungen ab... naja, so wie. In den ersten beiden Teilen halt. Highlight in diesem Film ist aber sicherlich Mel Gibson, der leider einen Tick zu wenig Screentime bekommen hat, obwohl er Baddie No. 1 darstellt.

Und der Endkampf...
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Zum Thema Harrison: der bietet ebenfalls eine solide Vorstellung. Keine Hauptrolle und dennoch mehr Screentime als ich vermutet hatte. In den allerersten Szenen sieht er m.E. nach erschreckend alt aus...aber in den weiteren Szenen dann wieder zum Teil genial... da fragt man sich, ob es am Make-Up Department liegt, oder an der jeweiligen Tagesform

Zu Ford's Rolle:
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Zu den weiteren Rollen:

Wesley Snipes: ist irgendwie nicht älter geworden und sieht noch extrem fit aus. Und er hat mit einem genialen Insiderjoke zumindest ejnen guten Lacher auf seiner Seite. Ansonsten...relativ belanglos.

Arnold: dieses Mal spielt er seine Rolle extrem unmotiviert... und auch die Rolle selbst scheint mir eher undankbar zu sein.

Jet Li: gehört auch in diesem Film wieder unter die Kategorie "ferner liefen". Gefühlte screentime von 4 Minuten... und uninteressant dazu.

Kelsey Grammer: der bietet noch eine vernünftige Rolle, die zumindest Potential für weitere Filme hätte. Fand den Mann eh schon immer gut!

Der Rest der "alten" Truppe: same business as usual

Die "neue" Truppe: siehe Fazit!

Was mich doch extrem enttäuscht hat ist das billige Setting des Films. Dieser spielt ja in der zweiten Hälfte in Bucharest. Der Film selbst ist in Bulgarien und Rumänien gedreht worden. Das Setting der zweiten Hälfte hätte auch aus dem letzten Die Hard Film stammen können. Irgendeine verlassene zerstörte Stadt ohne besonderen Schauwert, wäre da nicht...
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Der Score von Brian Tyler bietet solide Actionthemen und ist definitiv "gekauft", da mir dieser im Film doch sehr positiv aufgefallen ist.

Fazit: ich denke die Luft ist langsam raus aus dem Expendables Franchise. Man versucht hier bereits eine Art Ablösung einer jüngeren Generation vorzunehmen, aber leider kommen gerade diese "Newbies" so farblos daher, dass ein jüngeres Expendables Team für mich vollkommen uninteressant wäre. Dieser Film bietet leider nix neues, eine relativ flache Story, Action im Übermass (dass man schon fast gelangweilt auf die Uhr schaut) und dennoch einige interessante Gesichter. Man darf also gespannt sein, ob Sly sich das ganze noch einmal antun wird, oder bei einem weiteren Film dann endgültig den Staffelstab weiterreicht.

5 out of 10 points

Who 28.08.2014, 11:20
Betreff: Re: Der letzte Film

Gut, dass ich mich gegen Expendable 3 im Kino entschieden habe.

Aldridge 28.08.2014, 11:23
Betreff: Re: Der letzte Film

Die Frage wäre, ob da eine wesentlich längere und auch härtere Fassung auf BD kommen wird. Der Rohschnitt ging ja angeblich 3,5 Stunden, Material sollte also vorhanden sein.

Leusel 28.08.2014, 11:32
Betreff: Re: Der letzte Film

Frage mich auch, ob das irgendwelche Auswirkungen auf die Expendabelles haben wird? Von denen hört man zur Zeit auch nichts mehr...

Aldridge 28.08.2014, 11:36
Betreff: Re: Der letzte Film

Ich vermute, das wird sich damit erledigt haben - genauso wie ein vierter Teil.

Greif doch stattdessen zur günstigeren Asylum-Variante: http://www.amazon.de/...ercenaries

(btw: arme Kristanna Loken - von Terminator 3 zu Uwe Boll zu Asylum...)

Kalmanitas 28.08.2014, 20:14
Betreff: Re: Der letzte Film

Ne lass mal, der Trailer sieht schon so grottig aus... und dabei mag ich Kristanna nun wirklich

YouTube https://www.youtube.com/watch?v=RBQcj8jNNXY


Plissken 30.08.2014, 14:50
Betreff: Re: Der letzte Film

Drachenkrieger - Das Geheimnis der Wikinger (Gåten Ragnarok)

Als norwegische Antwort auf Indiana Jones und die Vermächtnis Filme wird dieser Abenteuerstreifen beworben. Große Worte die erstmal erfüllt werden müssen. Leider kann der Film die Erwartungen nicht befriedigen. Wenn man aber diese Vergleiche ausblendet bietet Regisseur Mikkel Brænne Sandemose einen unterhaltsamen Abenteuerfilm der neben wunderschönen Naturaufnahmen auch überzeugende CGI Effekte bietet die sich vor Hollywood Produktionen nicht verstecken brauchen. Die Darsteller sind allesamt sympatisch und auch die Kinderrollen sind angenehm unnervig. In unseren Landen dürfte Sofia Helin (Die Brücke 1 + 2) das bekannteste Gesicht sein.
Die Musik von Magnus Beite ist passend und bietet das ein oder andere eingängige Thema. Leider ist der Score nur als Download erhältlich.
Für Freunde von leichten Abenteuern und nordischer Mythologie auf jeden Fall einen Blick wert.

YouTube https://www.youtube.com/watch?v=JEXQBXu6lNQ


Pascal 30.08.2014, 21:22
Betreff: Re: Der letzte Film

Ich war gerade in "Guardians of the Galaxy":

Eigentlich kann man meinen gesamten Eindruck in ein Wort zusammenfassen: erfrischend


azrael 30.08.2014, 23:40
Betreff: Re: Der letzte Film

habe ihn auch gerade gesehen. bin echt positiv überrascht.
die sprüche, echt klasse.
lachen muste ich nach dem abspann, als "er" da saß und einen cocktail trinkt.

Pascal 30.08.2014, 23:51
Betreff: Re: Der letzte Film

Ja, mit "ihm" haette ich jetzt nun echt garnicht gerechnet. Lachender Smiley

Aldridge 31.08.2014, 11:20
Betreff: Re: Der letzte Film

Sabotage - Wer hätte gedacht, dass Arnie auf seine alten Tage noch mal in einem solch beinharten und staubtrockenen Actionthriller mitspielen würde! Die steirische Eiche zeigt dabei sogar erstaunlich viel Schauspieltalent, auch wenn Regie und Synchronisation da sicherlich einen guten Teil beitragen. Egal: Sabotage ist wirklich knochenhart, dreckig und durchgehend ernst. Regisseur David Ayer, der bereits an einer ganzen Reihe ultradüsterer Cop-Filme beteiligt war, konnte dabei auf eine exzellente Riege an Schauspielern - allen voran Mireille Enos und Olivia Williams - zurückgreifen und bringt sowohl Handlung wie Action sehr authentisch rüber. Die unruhige Kameraführung und der kalte Digital-Look der Bilder vermitteln teilweise Doku-Feeling. Soweit wirklich ein grandioser Film - bis der Film gegen Ende noch mal einen unglücklichen Twist spendiert bekommt, der die Handlung auf den Kopf stellt und viel Glaubwürdigkeit kostet. Insofern empfehle ich auch die alternativen Enden auf der BD, die den Film deutlich konsequenter enden lassen. Nichtsdestotrotz: Hut ab vor Herrn Schwarzenegger. Er liefert seit seiner Rückkehr ins Kino wirklich durchgehend gute Filme ab - die nur leider an der Kinokasse nicht mehr honoriert werden.

Plissken 31.08.2014, 11:56
Betreff: Re: Der letzte Film

Sabotage
Schwarzeneggers dritter Film nach seinem Comeback (die Gastauftritte bei den Expendables nicht mitgezählt) und auch der durchwachsenste.
Eine DEA (Drug Enforcement Administration) Einheit wird bei einem Einsatz schwach und schafft 10 Millionen Dollar Drogengeld an die Seite. Was folgt ist eine 6 monatige Untersuchung und ein Killer der sich einen nach dem anderen der Agenten vorknöpft. Allerdings ist am Ende nicht alles wie es scheint...

Wie bereits erwähnt, der Film ist sehr durchwachsen. Auf der einen Seite versucht Regisseur David Ayer (End of Watch, Fury) ein pessimistisches Drama aufzubauen. Dabei verpasst er aber nur Schwarzenegger einen Hintergrund während alle anderen Charaktere blass bleiben. Auf der anderen Seite steht die Action die sich zwar nahtlos in die pessimistische Grundstimmung einpasst dabei aber so gnadenlos hart und ohne Mitleid ist das der Kontrast recht groß wirkt. Gefühle sind in diesem Film fehl am Platz. Erschwerend kommt hinzu das alle Protagonisten völlig unsympatisch sind und somit auch ein wenig die Spannung flöten geht da es einem schnell egal wird wer als nächstes dran ist. Als einzige halbwegs positive Figuren zeigt sich das ermittelnde Polizeiduo (Olivia Williams, Harold Perrineau). Deren Screentime zusammen ist allerdings begrenzt. Auch zeigt der Film deutlich das Schwarzenegger nicht mehr für alle Rollen geeignet ist. Es gehört schon viel Vorstellungskraft dazu ihm mit Mitte 60 noch den Teamchef einer knallharten Spezialeinheit abzukaufen.
Zum Ende wird es nochmal interessant den die letzte Szene wurde aufgrund schlechter Testscreenings neu gedreht. Der fertige Film bietet ein Ende das nicht so ganz ins Bild passen will und nicht genug vorbereitet wurde. Auf der Blu-Ray befinden sich neben Deleted Scenes auch zwei alternative Enden die jede für sich gesehen den Film runder gemacht hätten und schlüssiger sind. Ein schöner Beweis welch negative Auswirkungen solche Testscreenings haben können.
Der Film ist kein Reinfall und eine Sichtung sicherlich keine verschwendete Lebenszeit. Allerdings ist er der schwächste Schwarzenegger Film nach seine Politkarriere. Last Stand bleibt somit also auf Platz 1.

Leusel 31.08.2014, 12:03
Betreff: Re: Der letzte Film

So, habt ihr beiden Turteltäubchen gemeinsam Filmabend gemacht? Zwinkernder Smiley Liebender Smiley

Aldridge 31.08.2014, 12:11
Betreff: Re: Der letzte Film

Ja, aber wir hatten dann wo unterschiedliche Meinungen zum Film, dass Liebemachen hinterher nicht mehr in Frage kam.

Plissken 31.08.2014, 12:25
Betreff: Re: Der letzte Film

Zitat von Aldridge:
Ja, aber wir hatten dann wo unterschiedliche Meinungen zum Film, dass Liebemachen hinterher nicht mehr in Frage kam.
Ich glaube das hätte dann einigen Szenen des Films Konkurrenz gemacht. Zwinkernder Smiley
Also lieber abkühlen und dann in Ruhe nochmal versuchen Liebender Smiley

Kalmanitas 31.08.2014, 13:40
Betreff: Re: Der letzte Film

Das Ende (inkl. aller alternativen Enden) hat mit den Film leider extrem "versaut"... der hätte durchweg so gut sein können, aber dieser Twist hat mirecht den Rest gegeben.

Aldridge 31.08.2014, 21:22
Betreff: Re: Der letzte Film

Ich fand das alternative Ende am besten, in dem

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Das fand ich irgendwie am konsequentesten. Das erste alternative Ende dagegen fand ich total überzogen, in dem

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Bis Plissken das mit den Test-Screenings erzählt hat, dachte ich, dass der misslungene Twist am Ende auf das Konto von Drehbuchautor Skip Woods ging. Der hat bislang irgendwie immer nur halbgaren Quark abgeliefert (A-Team, Stirb langsam 5, Hitman...). Insofern sehe ich die Stärken des Films bei David Ayer, der am Drehbuch mitgeschrieben hatte.

Plissken 31.08.2014, 21:45
Betreff: Re: Der letzte Film

Witzig, ich fand das erste alternative Ende besser.

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Positiv muss man aber auch anmerken das man doch deutlich Ayers Handschrift sieht. Der Gute hat ja schon einige klasse Cop-Stoffe zum Leben verholfen.