Laubwoelfin 15.06.2014, 00:47
Betreff: Re: Der letzte Film

Ich mag deutsche Filme, ich mag "Bully", ich mag deutsche Filme von und mit "Bully", also war es nur eine Frage der Zeit bis ich mir mal seinen letzten Film übers Wochenende besorge und von dem ich grade noch etwas platt (beeindruckt) bin:

Buddy
Die Beschreibung an sich klingt schon mal vollkommen plemplem: Ein Typ wird von einem Schutzengel regelrecht verfolgt, der diesen Job grade zum ersten Mal macht und damit den Typen in den Wahnsinn treibt.
Doch dahinter verbirgt sich eine romantische Komödie, die auch zum Nachdenken anregt und eine zu Tränen rührende Geschichte versteckt. Und ein wenig Action gibt's sogar auch (eine wilde Verfolgungsjagd zu Fuß und Fahrrad durch die Hamburger Innenstadt und Hafen und einen Banküberfall).
Dazu noch Bilder aus Hamburg in Zwischenszenen, bei denen mein einziger Gedanke einfach nur "HAMMER!" war. Zudem ein grandioser Cast, neben Alexander Fehling in der Hauptrolle, der ein Schauspieler wie aus dem Bilderbuch ist: Er spielt mit dem ganzen Körper und vor allem dem Gesicht (leider heutzutage nicht mehr selbstverständlich). Und auch klasse Musik vom guten Ralf Wengenmayr.
Gesamtes Fazit: Thumbs up

Aldridge 16.06.2014, 10:55
Betreff: Re: Der letzte Film

War hier eigentlich jemand in Edge of Tomorrow? Ich glaube, ich muss für diesen doch sehr gelungenen Film mal ein bisschen trommeln. Also: Husch, husch, ab ins Kino! Der Streifen lohnt es, an den Kinokassen nicht komplett unterzugehen. Wäre schade, wenn eines der wenigen Big Budget-Projekte, das mal kein Sequel, Prequel, Franchise etc. ist, so unbeachtet bliebe.

Tamanosuke 16.06.2014, 18:02
Betreff: Re: Der letzte Film

Zitat von Aldridge:
War hier eigentlich jemand in Edge of Tomorrow? Ich glaube, ich muss für diesen doch sehr gelungenen Film mal ein bisschen trommeln. Also: Husch, husch, ab ins Kino! Der Streifen lohnt es, an den Kinokassen nicht komplett unterzugehen. Wäre schade, wenn eines der wenigen Big Budget-Projekte, das mal kein Sequel, Prequel, Franchise etc. ist, so unbeachtet bliebe.

Der steht eigentlich ganz oben auf meiner Kinoliste, nur will ich mich mit dem verletzten Fuß nicht ins Kino schleppen. Deswegen habe ich auch den neuen X-Men noch nicht gesehen. Unentschlossener Smiley

Aldridge 16.06.2014, 18:26
Betreff: Re: Der letzte Film

Ok, das lassen wir mal als Entschuldigung gelten. Zwinkernder Smiley

Guten Besserung!

Kalmanitas 16.06.2014, 21:53
Betreff: Re: Der letzte Film

Edge of tomorrow steht am Donnerstag auf dem Programm!

Tamanosuke 17.06.2014, 19:22
Betreff: Re: Der letzte Film

@Aldridge: Du magst doch Agenten Filme. Hast du vielleicht zufällig "3 Days to kill" mit Kevin Costner gesehen und könntest was dazu sagen.

Aldridge 17.06.2014, 19:41
Betreff: Re: Der letzte Film

Wer mag nicht Agentenfilme? Zwinkernder Smiley

Nein, den habe ich noch nicht gesehen, der steht aber bei mir als BD auf der Liste - obwohl ich Durchwachsenes gehört habe. Anscheinend besitzt der Film ein gerüttelt Maß Humor, und das war für einige wohl etwas zu viel, die einen reinen Agententhriller erwartet haben. Hat Kal den vielleicht schon gesehen?

Kalmanitas 17.06.2014, 21:20
Betreff: Re: Der letzte Film

Yep, den habe ich gesehen (US Blu Ray). Ein sehr unterhaltsamer Film. Die Story ist zum Teil doch etwas unglaubwürdig aber Costner spielt sehr gut und sieht darüberhinaus auch noch sehr gut aus. Er macht mit diesem Film alle Anstalten Liam Neeson den Rang des tough guy abzulaufen. Habe Costner selten so zu Werke gehen sehen. Die Story und das ganze setting erinnert teilweise dann auch an Taken. Amber Heard, auf die ich mich echt gefreut hatte, hat in diesem Film eine keine besonders grosse Rolle...und die Rolle kommt auch nicht besonders überzeugend und glaubwürdig daher, aber ihr Aussehen macht (fast) alles wieder wett.
Alles in allem aber ein unterhaltsamer Actionfilm ohne besonderen Tiefgang. Der erste Taken hat mich zwar weitaus mehr gepackt, dennoch, 3 days to kill hat auf jeden Fall Spass gemacht!

Tamanosuke 18.06.2014, 11:33
Betreff: Re: Der letzte Film

Danke euch, habe den Streifen mal auf die Watchlist gesetzt.

Laubwoelfin 21.06.2014, 20:33
Betreff: Re: Der letzte Film

Das war eine spontane Entscheidung...

La vie en rose
Heute Vormittag, kurz nach 11 Uhr interviewte ich Christopher Gunning und er erzählte auch jede Menge über diese Musik. Bisher dachte ich doch, Marion Cotillard hätte da gesungen. Doch weit gefehlt.. In aufwändigem Verfahren wurde die Stimme Edith Piafs aus alten Aufnahmen extrahiert, aufpoliert und mit neuem Orchester versehen. Wo das nicht ging, sang eine Sängerin, die sich darauf perfektioniert hatte, wie die Piaf zu klingen... Diese Beschreibung machte mich so neugierig, dass ich ihm sagte "weißt du was? Ich leihe mir den Film übers Wochenende aus und schaue ihn noch heute".
Was ich gerade tat... Ich hatte einen besonderen Film erwartet. Jedoch keinen, der mich mit einem Gefühl von "whoah" zurücklässt. Eine höchst dramatische Lebensgeschichte einer fantastischen Sängerin, brilliant gespielt von Marion Cotillard.
Diese wurde mir durch Nolan regelrecht verdorben, fand sie stellenweise schon leicht nervig in "Dark Knight Rises", konnte sie nur schwer ertragen in "Inception". Vermutlich deshalb, weil sie in beiden Filmen relativ gelangweilt spielte, auf einem Niveau welches weit unter dem lag, wozu sie imstande ist.
Sie schafft es, in einer Sekunde weich und zerbrechlich zu sein, in der nächsten die wilde Furie, eine weitere später die verwöhnte Diva. Mit einem Talent, dass ich es bald vergaß, dass ich hier Marion Cotillard sehe, die Edith Piaf spielt, ich sah Edith Piaf beim leben zu.
Mit wundervoller Kameraführung, klasse Maskenbild, fantastischem Score! Also insgesamt ein perfekter Film!

Plissken 30.06.2014, 13:41
Betreff: Re: Der letzte Film

The Last Days
Aus ungeklärten Gründen können die Menschen nicht mehr aus ihren Häusern. Treten sie doch ins Freie überkommt sie eine unbändige Panik an der sie versterben.
Der junge Programierer Marc ist in seinem Bürogebäude gefangen und hat keinerlei Informationen wie es um seine Freundin steht. Als im Keller ein Durchbruch zur U-Bahnstrecke gelingt macht er sich zusammen mit seinem Personalchef auf die Suche nach seiner Freundin. Schnell stellen die beiden fest das in den Tunneln und Abwasserkanälen das Recht der Stärkeren gilt und auch die Tierwelt macht es ihnen schwer.

Der spanische Endzeitfilm bewegt sich gekonnt in seinem Genre und bietet mit der Grundprämisse einen erfrischend neuen Ansatz. Die Darsteller können ebenso überzeugen wie die Effekte und auch die Musik trägt gekonnt zur gelungenen Atmosphäre bei. The Last Days ist somit ein weiterer Beweis das das Genrekino im europäischen Raum dem US Pendant in nichts nachsteht und sogar übertrifft.
Sehr empfehlenswert.

Dark Hunter 02.07.2014, 23:38
Betreff: Re: Der letzte Film

Sometimes in April - Als das Morden begann.
Bei all dem Fußballtroubel vergisst man so schnell, dass nahezu auf den Tag genau vor 20 Jahren ein Fanal endete, bei dem am Tag 8000 bis 10000 Menschen geschlachtet wurden. Der Film handelt genau davon und zeigt einiges etwas deutlicher als "Hotel Ruanda". Dennoch wird, man kann schon sagen, gnädigerweise dann weggeschnitten, wenn das ganze Grauen einsetzt. Aber andererseits ist das auch ein fast gemeines Mittel, da sich das nun eher im Kopf der Betrachter ereignet und wenn man ein wenig Erfahrung mit dem Grauen hat, dass Menschen einander antun, ist das wohl eine unangenehme Art von Kopfkino. Der Film ist jedenfalls ziemlich bewegend und viel mehr kann ich dazu eh nicht sagen. Er endet mit dem Satz "niemals vergessen", aber ich glaub das sagt man immer und angesichts der aktuellen Infernale im arabischen Raum, hat man es wohl schon.

Plissken 04.07.2014, 09:43
Betreff: Re: Der letzte Film

Robocop 2014
Viel wurde im Vorfeld über das Remake gemeckert und fanatisches Fanboytum führte dazu das der Film nicht unvoreingenommen gesehen wurde.
Etwas mehr Toleranz wäre angebracht denn dann würde man einen recht unterhaltsamen Sci-Fi Actioner sehen.

Das Grundgerüst des Originals bleibt erhalten wird aber durch eine neue Ausgangssituation schön abgeändert. Dadurch wird der Film eigenständig genug um eine Daseinsberechtigung zu erhalten. Der Gewaltgrad ist angepasst fehlt aber auch nicht. Die Uberzeichnung des Originals hätte dem Film auch nicht gestanden. Auch der satirische Unterton geht in der Neuauflage flöten. Das ist aber auch nicht das Hauptaugenmerk des Films.
Schauspielerisch gibt es keine Ausfälle und es gibt genug bekannte Gesichter die begeistern (Keaton, Oldman).

Den Klassikerstatus des Originals wird das Remake wohl nicht erreichen dafür ist er einfach zu normal. Als gelungene Unterhaltung taugt der Film aber uneingeschränkt.

Aldridge 04.07.2014, 09:58
Betreff: Re: Der letzte Film

So etwas hatte ich auch schon erwartet. Die "Fandoms" alter "Klassiker" sind ja immer recht schnell am Meckern, wenn an ihre Heiligtümer Hand angelegt wird. Wenn man sich die Sachen dann mal mit einem objektiven, unaufgeregten Blick anschaut, kommt doch meistens sehr manierliche Unterhaltung dabei heraus.

Ich habe den Film erst vorgestern bestellt und bin sicher, dass ich den am Wochenende noch sehen kann. Bin gespannt, danke für die Einschätzung.

Kalmanitas 04.07.2014, 14:02
Betreff: Re: Der letzte Film

Der Film war in der Tat sehr unterhaltsam... nur der Hauptdarsteller kommt extrem farblos daher. Das ist aber auch schon der einzige Kritikpunkt, den ich hatte.

Aldridge 04.07.2014, 14:21
Betreff: Re: Der letzte Film

Joel Kinnaman ist mir aus der Kommissar Falk-Serie (GSI Göteborg) sehr positiv in Erinnerung. Ich habe hier auch noch Easy Money mit ihm herumliegen. Schaunmermal.

Laubwoelfin 19.07.2014, 19:45
Betreff: Re: Der letzte Film

Best Exotic Marrigold Hotel

Britischer Humor und die englische Zurückhaltung treffen auf indischen Trubel zwischen Tradition und Moderne. Die Schönheit Indiens ist zu sehen, ebenso wie die Schattenseiten. Der Weg zu sich selbst, sich selbst zu finden, aber auch ein Stück seines Selbst loszulassen.
Und selbst das fasst es noch nicht einmal annähernd zusammen. Da gibt es den verträumten jungen Hotelmanager, der nicht nur um den Erhalt seines in die Jahre gekommenen Hotels kämpft, sondern auch gegen seine Mutter und für sein Herz. In all dem ein paar alte Menschen aus England (perfekt zusammengestellter Cast britischer "Altstars" wie u.a. Bill Nighy, Judi Dench, Tom Wilkinson, Penelope Wilton, oder Maggie Smith ...), jeder mit eigenen Vorstellungen nach Indien gekommen. Aber zum Schluss müssen ein paar Vorurteile fallen, man wird offener und es wird alles gut.. Untermalt das ganze von exotischer, mit indischen Elementen versetzter, traumhafter Musik von Thomas Newman. Ein Film zum Genießen, aber auch zum Nachdenken zu dem er anregt.

Aldridge 19.07.2014, 20:03
Betreff: Re: Der letzte Film

Schöne Kritik. Der Film ist wirklich klasse, war eine große, positive Überraschung, wobei einige der besten britischen Schauspieler brillieren dürfen. Ich freue mich auch schon auf den zweiten Teil, in dem dann Richard Gere zu der Truppe stößt. Und Thomas Newman im India-Mode ist großartig.

Indy2Go 19.07.2014, 20:06
Betreff: Re: Der letzte Film

Der kam neulich im Fernsehen, nicht?
Kann mich zumindest daran erinnern Bill Nighy über den Schirm wandern zu sehen. Der Mann ist einfach großartig!

Laubwoelfin 19.07.2014, 20:17
Betreff: Re: Der letzte Film

Ja, bin auch schon gespannt auf den zweiten, Aldridge.

Ja, Bill Nighy ist großartig, brilliant, ich finde den auch richtig toll!
Keine Ahnung, ob der mal im TV kam, wenn dann gings an mir vorüber (mist). Hab ich mir ausgeliehen. Hatte mal wieder Lust, mir übers Wochenende 2 Filme zu besorgen, blickte über meine endlose Liste, namens "Filme (mag sehen)", sah zwei mit einer Gemeinsamkeit (Musik: Thomas Newman) und holte sie mir.. Heute das Hotel, morgen "The Help" (auf den ich auch schon sehr neugierig bin)