Kukulcan 22.12.2025, 07:12
Betreff: Re: Der letzte Film

Über 3 Stunden D-Box wäre für mich die Hölle…für kein Geld der Welt.

Das 3D war für uns trotz der Länge überhaupt nicht anstrengend, da muss man wohl der exzellenten Projektion in unserem Kino Respekt zollen. Wenn eine schlechte Projektion allerdings zu Geisterbildern führt, kann das schnell anstrengend werden.

Kalmanitas 22.12.2025, 09:04
Betreff: Re: Der letzte Film

D-Box ist für mich auch absolutes No-Go. Das 3-D war absolut herausragend und auch absolut nicht „anstrengend“. Da kann ich Kukulcan nur zustimmen… wenn die Projektion natürlich nicht perfekt ist, ist das ne andere Sache. Aber im Aachener Cineplex ist das absolut neueste vom neuesten an Equipment und das 3-D hat aber mal so richtig gefunzt.

FloW 22.12.2025, 11:03
Betreff: Re: Der letzte Film

Der Hauptunterschied ist, dass RealD 3D (z.B. Cinestar Mainz) das am weitesten verbreitete passive polarisierende Verfahren ist, bei dem das Licht kreisförmig polarisiert wird (ermöglicht Kopfnicken ohne Probleme) und leichte Polarisationsbrillen verwendet werden, während Sinity 3D (z.B. Cineplex Aachen) keine eigenständige Technologie ist, sondern ein Premium-Angebot eines Kinos, das auf dem RealD-System aufbaut, aber eine bessere Hardware (Silberleinwand, bessere Projektoren) und ein besseres Klangerlebnis bietet – es ist also eine Qualitätsstufe über RealD 3D, nicht eine andere Technik.

Das ist der Unterschied. Das erklärt die unterschiedlichen Eindrücke im Bezug auf den 3D-Film.

Stephan 22.12.2025, 16:18
Betreff: Re: Der letzte Film

Avatar: Fire and Ash

9 Punkte für mein IMAX 3D Kinoerlebnis.
Die Darstellung der auf dem Planeten Pandora heimischen Navis, Tiere und Pflanzen, im Zusammenhang mit Gier und Rassismus, bildet wieder den starken und bewegenden Kern dieser Familiengeschichte.
Die Navis Kiri, Loak und Neytiri sind für mich das Herz des Films. Doktor Ian Garvin als Meeresbiologe und Spider konnten in diesem Teil noch mehr glänzen.
James Cameron beherrscht sein Handwerk. Er behandelt essenzielle Themen und bietet uns dabei jedes Mal einen effektvollen, technischen Fortschritt.

Das Fehlen eines übergeordneten Finales für diese Trilogie und dessen Hauptdarsteller lässt diese Geschichte am Ende etwas im luftleeren Raum stehen und das Aschevolk kam unerwarteterweise zu kurz.
Ohne Weiteres zu spoilern belasse ich es hier dabei.

Der Überlebenskampf der Navis wurde fesselnd und beeindruckend inszeniert. Ich hoffe auf weitere "Avatar" Filme in neuen Umgebungen.
.

FloW 25.12.2025, 20:33
Betreff: Re: Der letzte Film

Der Medicus (2013) hat mich als epischer Historienfilm beeindruckt. Die Geschichte spielt im 11. Jahrhundert und folgt dem jungen Engländer Rob Cole (Tom Payne), der nach dem frühen Tod seiner Mutter beschließt, mehr über Heilung zu erfahren. Zunächst lernt er bei einem fahrenden Bader (Stellan Skarsgard)
die einfachen, oft abergläubischen Heilmethoden Europas kennen, erkennt aber schnell deren Grenzen. Seine Sehnsucht nach echtem medizinischem Wissen führt ihn schließlich auf eine gefährliche Reise in den Orient, nach Isfahan, wo der legendäre Arzt und Gelehrte Ibn Sina (Ben Kingsley) eine fortschrittliche Medizinschule leitet. Dort erlebt Rob eine völlig neue Welt des Denkens, in der Beobachtung, Wissenschaft und Menschlichkeit im Mittelpunkt stehen, während er zugleich mit religiösen Verboten, politischen Spannungen und persönlichen Konflikten konfrontiert wird.
Besonders positiv empfinde ich die eindrucksvolle Bildsprache, die authentischen Kulissen und die klare Gegenüberstellung zwischen der rückständigen Medizin Europas und der hochentwickelten Heilkunst im Orient. Der Film macht eindrucksvoll deutlich, wie fortschrittlich die medizinischen Kenntnisse im islamischen Kulturraum des Mittelalters waren und welchen Einfluss diese auf die spätere europäische Medizin hatten.
In der Fortsetzung Der Medicus 2, die ab 25.12.2025 im Kino zu sehen ist, soll Rob Coles Weg nach seiner Rückkehr nach Europa weitergeführt werden, wobei neben körperlichen Krankheiten zunehmend auch seelische Leiden und gesellschaftliche Widerstände im Mittelpunkt stehen.
Insgesamt bewerte ich Der Medicus sehr positiv. Auch wenn die medizinischen Themen spannend sind, werden manche historische Details zugunsten des dramatischen Erzählflusses gestrafft. Die Balance zwischen historischer Genauigkeit und filmischer Dramaturgie gerät manchmal etwas aus dem Gleichgewicht. Trotz kleiner Schwächen ist der Film für mich ein mitreißendes Historienepos.

Der Medicus erhält von mir sehr gute 8 von 10 Sterne für erforschte und heilende Medizin.

Der Medicus ist streambar auf Amazon Prime. Der Medicus 2 läuft ab heute im Kino.

Stephan 25.12.2025, 23:27
Betreff: Re: Der letzte Film

Schöne Kritik, FloW!

Ich war bei "Medicus 2" 1. Regieassistent von dessen 2nd Unit und Crowd AD (2nd 2nd AD) von der Main Unit. Ich mochte das Drehbuch zum zweiten Teil und hoffe auch für den Film auf einen Erfolg.
.

FloW 25.12.2025, 23:36
Betreff: Re: Der letzte Film

Wow, klasse Stephan! Schön dich hier zu wissen und das du uns das verrätst. 😎👍🏼

Kukulcan 28.12.2025, 10:15
Betreff: Re: Der letzte Film

Zitat von Stephan:
Schöne Kritik, FloW!

Ich war bei "Medicus 2" 1. Regieassistent von dessen 2nd Unit und Crowd AD (2nd 2nd AD) von der Main Unit. Ich mochte das Drehbuch zum zweiten Teil und hoffe auch für den Film auf einen Erfolg.
.

Wir schauen ihn (trotz eher durchwachsener Kritiken) gleich. Nach wem müssen wir im Nachspann Ausschau halten?

Stephan 28.12.2025, 11:10
Betreff: Re: Der letzte Film

Zitat von Kukulcan:
Zitat von Stephan:
Schöne Kritik, FloW!

Ich war bei "Medicus 2" 1. Regieassistent von dessen 2nd Unit und Crowd AD (2nd 2nd AD) von der Main Unit. Ich mochte das Drehbuch zum zweiten Teil und hoffe auch für den Film auf einen Erfolg.
.

Wir schauen ihn (trotz eher durchwachsener Kritiken) gleich. Nach wem müssen wir im Nachspann Ausschau halten?

Toll, dass ihr beide den Film guckt! Viel Spaß euch!
Du hast eine PN

Kukulcan 28.12.2025, 13:58
Betreff: Re: Der letzte Film

Der Medicus II

Ich muss sagen, dass der Film mit zumindest der einen Kritik nichts gemeinsam hatte und wir beide waren positiv überrascht.

Als “Fantasyfilm” mit realen Anleihen hat er sehr gut funktioniert. Gut gespielt, opulent ausgestattet kam er mit einer recht stringenten Story, die gegen Ende vielleicht ein wenig einfach und etwas kitschig war.

Rundum gut unterhalten macht das 8 von 10 Wüstenschiffen auf dem Nassen

..und unser Stephan R. war durchaus prominent in den Credits zu erspähen.

Stephan 29.12.2025, 12:08
Betreff: Re: Der letzte Film

Zitat von Kukulcan:
Der Medicus II

Ich muss sagen, dass der Film mit zumindest der einen Kritik nichts gemeinsam hatte und wir beide waren positiv überrascht.

Als “Fantasyfilm” mit realen Anleihen hat er sehr gut funktioniert. Gut gespielt, opulent ausgestattet kam er mit einer recht stringenten Story, die gegen Ende vielleicht ein wenig einfach und etwas kitschig war.

Rundum gut unterhalten macht das 8 von 10 Wüstenschiffen auf dem Nassen

Und unser Stephan war durchaus prominent in den Credits zu erspähen.

Daumen hoch. Ich stimme deiner Kritik von "Medicus 2" zu.

Stephan 02.01.2026, 11:42
Betreff: Re: Der letzte Film

28 Years Later (2025) Streaming

Gestern habe ich den für mich momentan besten Film des letzten Jahres gesehen und er ist richtig Fucked-Up.
Die ersten zwei "28 Days/Weeks" Teile waren mir zu depressiv, deswegen ignorierte ich diesen Teil im Kino. Wenn möglich, werde ich ihn dort nochmal gucken.
Als Warnung: Der Film ist teilweise sehr brutal und schonungslos. Die Zombies laufen grafisch nackt herum und das Thema Tod ist hart und allgegenwärtig.

Die Nutzung des Soundtracks war genial. Ich hatte mehrfach Gänsehaut. Die Musik wird so eingesetzt, wie ich es noch nie in einem Zombie-Horror-Film erlebt habe. Voller Hoffnung und Energie, obwohl es kaum eine Rettung für die Menschen im Quarantänebereich gibt.
Die Kamera und das Licht ergeben zusammen einen eigenen Charakter. Die Umsetzung wirkt kreativ, innovativ, manchmal episch und dann wieder persönlich und nahe.
Der Anfang des Films startet stilistisch wie seine Vorgänger. Doch ab einem gewissen Punkt, wenn die Reise des Jungen beginnt, hebt der Film auf andere Ebenen ab. Spoiler: Der dritte Akt des Films schlägt eine ganz neue Richtung ein, etwas vergleichbar mit "Apocalypse Now". Für mich war dieser Shift passend, metaphorisch und menschlich auf abgefuckte Weise ergreifend.
Der Film ist ernst, brutal, hart und doch verspielt und leichtfüßig. Die Dialoge und das Schauspiel waren erste Klasse, gespielt vom jungen Talent Alfie Williams, Jodie Comer, Aaron Taylor-Johnson, und Ralph Fiennes.

Der Regisseur Danny Boyle, ein Meister seines Faches, feuert hier einfach aus allen Kanonen und es war ihm gefühlt egal, was die Presse dazu sagen würde. Dieser Film spaltet die Meinungen seiner Zuschauer und ist nicht für jeden, das ist sicher.

10 von 10 Punkten
.

Mile 02.01.2026, 14:31
Betreff: Re: Der letzte Film

Der Blob

Böser außerirdischer Wackelpudding sucht eine amerikanische Kleinstadt heim. Das 1988er Remake des Horrorfilms aus den Fünfzigerjahren ist hervorragend gelungen und (auch von den Effekten) sehr gut gealtert. Gibt noch einen Miniauftritt von Erika Eleniak (Baywatch) mit einer besonders fiesen Szene. Zwinkernder Smiley Aber auch die Szene im Kino (die Massacre Show) ist schon fast ein Klassiker. Den Twist zum Ende hin hätte ich nicht gebraucht, aber stört auch nicht.

8 von 10 Bloody Blobs

Stephan 04.01.2026, 14:58
Betreff: Re: Der letzte Film

Jay Kelly (2025) Streaming

Die fiktive Berühmtheit "Jay Kelly", ein großer Schauspieler gespielt von George Clooney, befindet sich, in diesem unbeschwert wirkenden Film, mit vielen seiner Kollegen am gefühlten Karriereende. Darunter sein Manager Ron, wunderbar verkörpert von Adam Sandler. Vor dem Drehbeginn seines X-ten Filmes stellt Jay fest, dass er seine zwei Töchter und sein Privatleben von Beginn an vernachlässigt hat. Nun kombiniert er die unabhängig von ihm geplante Reise seiner Tochter durch Italien mit einer Preisverleihung für sein Lebenswerk. Auf diesem Ausflug wünscht er sich einen Neustart mit seinem Vater und seinen Töchtern.

Von Noah Baumbach mit viel Gefühl und Warmherzigkeit inszeniert, begleitet man diese Filmschaffenden, welche von Eifersucht, Reue, Trauer und Ego-Problemen geplagt werden. Eine aus dem Leben und der Filmbranche gegriffene Situationskomik, eingefangen über viele, unterhaltsame Dialoge, wirkt erfrischend auf die Handlung. Es war sehr unterhaltsam den sympathisch besetzten und gekonnt dirigierten Schauspielern in Bilderbuch-Locations bei der Bewältigung ihrer Probleme, aus dem vielleicht veralteten Hollywood, zuzuschauen.

8 von 10 Punkte
.

Stephan 05.01.2026, 11:16
Betreff: Re: Der letzte Film

Stranger Things - Season 5, Episode 8 Finale (2025) Streaming

Das Ende der Staffel 5, von der Länge und der Struktur her quasi eine Doppelfolge, konnte mich gut unterhalten und bis zum Schluss bei der Stange halten. Dramatische, teils actionreiche Momente wechselten sich mit emotionalen Gesprächen ab. Es gab ein klares Ziel und jede Figur bekam meist einen passenden und starken Moment für dessen Charakterentwicklung. Jim Hopper (David Harbour) überzeugte mich am meisten mit seinen emotionalen Dialogen und Motiven. Die beste und coolste Rede wird von Dustin (Gaten Matarazzo) gehalten. Das Ende von Eleven (Millie Bobby Brown), besonders in Kombination mit der toll ausgedachten Geschichte zu "Dungeons and Dragons", hat mir gut gefallen.

Fans sollten meine Kritik ab jetzt ignorieren. Einige emotionale Momente wirkten wieder erzwungen. Nach 5 Staffeln kam mir das Besiegen des Mind Flayers und der dunklen Dimension "The Abyss" sehr vereinfacht vor. Ich konnte es teilweise nicht nachvollziehen. Auch gab es wieder zu viele Gespräche und zu wenig Handlung. Netflix tut sich mit diesem Stil keinen Gefallen. Im Vergleich zum Rest der 4. und 5. Staffel war es hier verkraftbar. Die Mythologie und die Begründung des Bösen und der vielen Dimensionen wirkte auf mich zusammengeklaut und in letzter Minute zusammengeschraubt.

Fazit: Ein unterhaltsames Ende für tolle Figuren, in einer Serie, die sehr stark begonnen hat und sich dann durch die letzten Staffeln schleppen musste.
7 von 10 Mind Flayers
.

Stephan 05.01.2026, 21:21
Betreff: Re: Der letzte Film

In dem aktuellen Stranger Things Finale in dessen Epilog gibt es ganz zum Schluss ein Indiana Jones Easter Egg.

Das Ende spielt prominent im Jahr 1989. Das wird mehrfach erwähnt und in einer Einstellung sieht man ein Kino, in dem "Indiana Jones and the Last Crusade" läuft.
Dateianhänge:
stranger-things-fans-in-this-sub.jpg (Dateigröße: 736,94 KB)

Fabilousfab 08.01.2026, 09:40
Betreff: Re: Der letzte Film

Avatar 3

Ja was soll ich sagen, ich mag die Charaktere einfach seit Teil 1, fand Teil 2 auch sehr schön und wurde auch jetzt nicht enttäuscht. Einfach ein Film und eine Reihe gemacht für die große Leinwand mit noch größeren Gefühlen, in einer fantastischen Welt. Die knapp 3 1/2 Std, merkt man nicht wirklich. Ich sehe dich Mr Cameron.

9 von 10 Affenjungen

Kukulcan 14.01.2026, 13:46
Betreff: Re: Der letzte Film

Song Sung Blue

Ein solides Biopic mit Wohlfühlfaktor (und auch zum Heulen) mit zwei fantastischen Hauptdarstellern (die selbst singen) und einem prima Supporting Cast.

Es wirkt alles etwas kurz gefasst, nicht mal nur die relativ einfache Problemlösungsphasen. Man bekommt auch nicht so richtig mit, wie und in welcher Zeit das Duo eigentlich zur lokalen Legende wurde.

8 von 10 kaum bekannten Marmeladenperlensängern, weil der Film trotzdem Spaß macht - tendiert auf Bauchebene durchaus Richtung 9

Fabilousfab 17.01.2026, 12:47
Betreff: Re: Der letzte Film

One Battle after another

Irgendwie ein sehr wirrer Film, mit starkem politischen Unterbau, aber hat mir sehr gut gefallen. Die 2 Std 40 habe ich auch hier nicht wirklich gemerkt, weil einfach eine Geschichte, ein Kampf nach der anderen kommt Zwinkernder Smiley und ein Leo in Höchstform. Grinsender Smiley
(Und natürlich Sean Penn, wow)

8,5 von 10 Revolutionen

Kukulcan 21.01.2026, 07:56
Betreff: Re: Der letzte Film

Extrawurst

Normal schauen wir kaum deutsche Filme im Kino, aber dank Freimonat haben wir uns das gegönnt.

Gut und schlecht: Der Film liefert exakt dass, was man von seine Trailer erwartet.

Positiv: Gut gespielt und größtenteils gut geschrieben.

Negativ: Es wird ein wenig offensichtlich immer neues Konfliktpotenzial eröffnet, was manchmal etwas aufgesetzt wirkt.

Neutral: Einiges an recht plumpen Comic Relief, das aber durchaus für den einen oder anderen bauchinduzierten Lacher gut ist. So findet der Film dann auch sein versöhnliches Ende. Bisschen brav, aber schon OK.

8 von 10 schwulen Vegetariern