FloW 13.11.2025, 22:03
Betreff: Re: Der letzte Film

Mit GoldenEye kehrte James Bond 1995 nach sechsjähriger Pause zurück – und wie! Pierce Brosnan feierte hier sein Debüt als 007 und traf sofort den richtigen Ton zwischen Charme, Coolness und tödlicher Eleganz. Er ist der perfekte Gentleman-Agent: smart, sarkastisch und immer souverän. Zwar wirkt er stellenweise fast zu glattpoliert, doch sein Auftritt brachte der Reihe den Glanz zurück, den sie nach Daltons Phase dringend brauchte.

Ein gestohlener Satellit namens GoldenEye droht die Welt zu zerstören, während Bonds Kollege Alec Trevelyan (Sean Bean) seine eigene, finstere Agenda verfolgt. Dazu gibt es atemberaubende Action – der Bungee-Sprung zu Beginn und die Panzerfahrt durch St. Petersburg sind legendär – und herrlich überdrehte Figuren wie Famke Janssens Xenia Onatopp, die ihre Opfer buchstäblich erdrückt.

Der Mittelteil ist schleppend und die Computer-Effekte von 1995 wirken heute nostalgisch bis unfreiwillig komisch. Auch Eric Serras experimenteller Soundtrack passt nicht immer zur Bond-Ästhetik, doch Tina Turners Titelsong rettet die musikalische Ehre mit Stil.

Unterm Strich ist GoldenEye ein triumphaler Neustart, der die Tradition und Moderne von 007 elegant verbindet. Brosnan verleiht Bond neuen Glanz, die Action begeistert, und der Humor sitzt. Ein Film, der beweist, dass die Lizenz zum Töten nie aus der Mode kommt.

Bewertung: 9 von 10 geschüttelten Martinis.🍸

Streambar auf Amazon Prime.

Kukulcan 14.11.2025, 09:20
Betreff: Re: Der letzte Film

Fulminanter Neustart, ja. Und für mich war Brosnan auch der ideale Bond.

Bei den Filmen ging es für mich schnell bergab, ich schaue mir Hauch des Todes eher noch mal an als die Brosnan Bonds 2-4

Off-Topic:
Dieses Gesicht fiel mir kürzlich auf als interessante Möglichkeit für einen sehr klassischen Bond


Fabilousfab 14.11.2025, 16:42
Betreff: Re: Der letzte Film

Ballerina

Ich hab den Sinn nicht so ganz verstanden, warum John Wick auch drin vorkommen muss, außer für den Namen, aber ist ja auch „nur“ ein Spin Off. Ein paar Kämpfe waren mir teilweise wieder, wie schon ab JW Teil 3, einfach zu überchoreografiert und lang, aber ansonsten macht Ana einen tollen Job und hat mir Alles in Allem gut gefallen. Und müsste eigentlich auch irgendwann weitergehen 😅.

8 von 10 Kugeln

Frankenstein

Hat mir visuell auch sehr gut gefallen und waren sogar ein paar Gänsehautmomente dabei. Zwischendurch hat er zwar ein paar Längen und finde das „Monster“ irgendwie zu dünn für die Kräfte die es haben soll. Aber ist vielleicht nur der eigenen Vorstellungskraft geschuldet.

Solider Film mit schönen Momenten, aber ohne wirkliches Wiedersehensbedürfnis.

7,5 von 10 Bezinfässern

IndyWanKenobi 20.11.2025, 16:43
Betreff: Re: Der letzte Film

One Battle After Another

Der neue Film von Paul Thomas Anderson.
Leonardo DiCaprios Figur Bob führt nach seiner Zeit bei der linksradikalen Gruppierung "The French 75" zusammen mit seiner Tochter Willa ein völlig paranoides und zurückgezogenes Leben, bis eines Tages Sean Penns Colonel Lockjaw wieder auftaucht, um alte Fährten zu beseitigen.
Ein fast dreistündiger Action-Verfolgungs-Thriller, der auch einiges an Humor bietet, zu keinem Zeitpunkt langweilig wird und passend zum politischen Klima der USA einiges an Subtext mit sich bringt.
Spannung und Unterhaltung pur, mit einer ganzen Reihe an fantastischen Performances.

9 von 10 Revolutionskämpfer

FloW 21.11.2025, 00:04
Betreff: Re: Der letzte Film

„Er kann’s nicht lassen“ (1962) mit Heinz Rühmann als Pater Brown ist ein klassischer Krimi mit augenzwinkerndem Humor. Ähnlich wie Edgar Wallace nur mit mehr Herz und Abenteuergeist! Der findige Priester wird auf die Insel Abbotts Rock versetzt, weil er seinem Bischof mit seinen Detektiv-Spielereien auf die Nerven geht – doch zur Ruhe kommt er natürlich nicht. Kaum angekommen, stößt er auf ein verschwundenes, berühmtes Gemälde. Im Anschluss klärt er einen mysteriösen, schaurigen Todesfall rund um das Schloss Darroway auf und setzt am Ende eine ganze Bande fest. Rühmann spielt den Pater mit warmherziger Gelassenheit und kriminalistischem Scharfsinn, begleitet von Figuren wie dem leicht gewieften Bischof, der bodenständigen Haushälterin Mrs. Smith und dem skeptisch, pflichtbewussten Inspektor O’Connor. Gedreht wurde unter anderem in den Bavaria-Studios München, auf Schloss Anif bei Salzburg und auf der irischen Halbinsel Howth Head, die als Abbotts Rock diente – atmosphärisch, malerisch und sehr „60er-Jahre“. Positiv fallen der nostalgische Charme, die Mischung aus Krimi und Komödie sowie die stimmige Musik von Martin Böttcher (u. a. Komponist der Winnetou-Filme) auf. Das langsame Tempo und die geradlinige, gutmütige Handlung sind aus heutiger Sicht zu brav und ohne große Überraschungen. Trotzdem bleibt der Film ein liebevoll inszenierter Klassiker. Eine gelungene Fortsetzung von „Das schwarze Schaf“ und charmantes, deutsches Schwarz-Weiß-Kino.

Nostalgisch, humorvoll, leichtfüßig – ein Film, der nicht modern sein will, sondern zeitlos.

7 von 10 vom Arzt verbotene Zigarren

Indy2Go 25.11.2025, 10:33
Betreff: Re: Der letzte Film

The Mist

Der rohe, halbdokumentarische Stil war sicher nicht nur dem Umstand geschuldet, dass Darabont nach seiner "The Shield"-Gastregie Teile derselben TV-Crew an Bord holte, um den engen Zeitplan und das knappe Budget zu stemmen – er war offensichtlich auch eine bewusste stilistische Entscheidung. Die Wackelkamera und die harten Zooms verleihen dem Film eine Dynamik, als hätte ein kleines, überarbeitetes Kamera-Team wirklich mit im Supermarkt festgesteckt. Gleichzeitig lässt dieser Ansatz den Film aber auch recht preiswert und handwerklich (unnötig) schludrig wirken.

Das Darsteller-Ensemble wirkt dabei manchmal etwas überfordert – Thomas Jane hat zwischen seinen vielen Entsetzenschreien ein so desinteressiertes Gesicht, dass man sich fragt, warum er dafür nicht mehr Haue einstecken musste. Spannung liefert das kammerspielartige Szenario dafür fast durchgehend, wenn man denn ein bisschen Geduld mitbringt. Die Konflikte sind gut herausgearbeitet, aber letztlich dieselben wie in jedem anderen Belagerungshorror.

Im letzten Drittel schaltet der Film dann einen Gang hoch und holt für mich sehr vieles wieder raus. Wenn die Kerntruppe um den Protagonisten den Supermarkt verlässt, fühlt sich das auch für den Zuschauer wie eine Befreiung an. Das Ende ist schön "Twilight Zone"-esk: fies, bitter, nicht revolutionär – aber so konsequent durchgezogen, dass man es nicht unbedingt kommen sieht.

Stephan 25.11.2025, 13:27
Betreff: Re: Der letzte Film

The Running Man (2025)
Wer gute Unterhaltung sucht, kreativen und manchmal etwas brutaleren Actionszenen etwas abgewinnen kann und Lust auf einen Kinobesuch hat, ist in diesem Film gut aufgehoben. Es wird ein kurzweiliges, interessantes, etwas überzogenes Bild einer düsteren, nahen Zukunft geboten. Diese wirkt dank der aktuellen, amerikanischen Politik nicht mehr so ungewöhnlich und scheint dadurch trotz gewollt überzogener Comedy etwas realistischer, als man es sich vielleicht wünscht.
Man merkt, dass Glen Powell als Actionstar richtig Lust auf diese Rolle hatte. Körperlich gibt er alles und streut noch eine Prise glaubhaften Humor und Wahnsinn in die Figur hinein.
Der Regisseur Edgar Wright hinterlässt seine eindeutige Handschrift. Jedoch verliert der Film im letzten Akt deutlich seine Fahrt und etwas mehr Arbeit am Drehbuch hätte das Finale knackiger gemacht und diesem vielleicht noch ein i-Tüpfelchen aufsetzten können.

Auch wenn sich der Film durch seinen charismatischen Hauptdarsteller, seine verrückten Charaktere und die episodische Inszenierung vom dunklen, dystopischen Original einer fernen Zukunft abhebt, bleibt es am Ende bei einem simpleren Actionfilm mit 80er Jahre Flair, was nicht verkehrt sein muss.
7 von 10
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FloW 25.11.2025, 22:15
Betreff: Re: Der letzte Film

Fury aus dem Jahr 2014 hat mich tief bewegt und direkt in die letzten Tage des Zweiten Weltkriegs hineingezogen. Man fährt gemeinsam mit der Besatzung des amerikanischen Panzers „Fury“ durch zerstörte Landschaften. Im Mittelpunkt steht Sergeant Don „Wardaddy“ Collier, gespielt von Brad Pitt, ein erfahrener Soldat, der sichtbar vom Krieg gezeichnet ist und dennoch versucht, seine Männer mit eiserner Disziplin zusammenzuhalten. Shia LaBeouf als Boyd „Bible“ Swan beeindruckte mich durch seine religiöse Hingabe – fast so, als ob der Glaube sein letzter Halt vor dem inneren Zusammenbruch wäre. Als der unerfahrene Rekrut Norman zur Einheit stößt, wird der Film für mich noch intensiver, denn seine anfängliche Unsicherheit und moralische Überforderung zeigen eindrucksvoll, wie schnell der Krieg Menschen verändert.

Besonders im Gedächtnis blieb mir die Szene mit Emma in dem besetzten deutschen Ort. Norman setzt sich ans Klavier und spielt, während Emma leise dazu singt – ein seltener Augenblick mit Herz. Für kurze Zeit hatte ich den Eindruck, dass der Krieg für beide weit weg ist. Als sie schließlich im Bett miteinander landen, wirkte es nicht wie romantische Leidenschaft, sondern wie der stille Wunsch nach Nähe, Wärme und einem Gefühl von Normalität. Danach sitzt die ganze Einheit zusammen und isst – ein überraschend banaler Moment, der jedoch genau deshalb so stark ist. Diese Szene zeigt für mich mehr über die seelischen Wunden des Krieges als manche Kampfszene: die Suche nach einem Rest Menschlichkeit, bevor das Kriegsgetöse weitergeht.

Visuell hat mich Fury sehr beeindruckt. Die düstere Farbgebung, die Geräuschkulisse und die bedrückende Atmosphäre ließen mich nie vergessen, in welchem historischen Kontext ich mich befinde. Der Film behandelt die Endphase des Zweiten Weltkriegs mit bemerkenswerter Authentizität: Ausrüstung, Panzertechnik (Tiger-Battle) und die Darstellung deutscher Zivilisten sowie fanatischer SS-Soldaten wirken glaubwürdig und intensiv.

Allerdings gab es Momente, die mir etwas zu dramatisch inszeniert wirkten – typisch Hollywood –, und manche Nebenfiguren blieben schemenhaft, obwohl sie mehr Tiefe verdient hätten. Trotzdem überwiegt für mich der Eindruck eines eindringlichen und respektvollen Kriegsdramas, das den Zuschauer emotional fordert und nachdenken lässt.

Die letzte Schlacht im stehenden Sherman-Panzer „Fury“ hat mich mitgerissen: Eine beinahe aussichtslose Situation, und doch klammern sich die Figuren an einen Rest von Pflichtgefühl.

Als der Panzer am Ende wie ein stählerner Sarg in der Dunkelheit liegt, hatte ich fast das Gefühl, Abschied von den Figuren zu nehmen, als wären sie reale Menschen, die ich auf ihrem letzten Weg begleitet habe.

Es gibt keinen strahlenden Sieg, nur ein Überleben.

Fury ist für mich ein kraftvolles, atmosphärisch dichtes Werk, das auch nach dem Abspann nachhallt. Ich würde ihm 8 von 10 Panzerschüssen geben – ein intensives, sehenswertes Kriegsdrama, das definitiv im Gedächtnis haften bleibt.

Streambar auf Netflix.

FloW 26.11.2025, 20:13
Betreff: Re: Der letzte Film

Mit einem imaginären Marmeladenbrot in der Hand sitze ich vor dem Ambilight-TV – und Paddington in Peru von 2024 nimmt mich mit auf eine ziemlich turbulente Reise. Lieblingsbär Paddington (Originalstimme Ben Whishaw, deutsch Elyas M'Barek) reist mit der Brown-Familie nach Peru, um Tante Lucy zu besuchen – doch die ist verschwunden, und plötzlich steckt man mitten in einer Schatzsuche samt Dschungelchaos. Hugh Bonneville und Emily Mortimer als Browns sind gewohnt charmant, Olivia Colman als schrullige Oberin sorgt für Lacher, und Antonio Banderas als zwielichtiger Kapitän stiehlt fast jedem die Show. Die peruanischen Locations sind ein visuelles Highlight – viel Fernweh, viel Grün, viel Abenteuer. Der typisch britische Paddington-Witz aus den Vorgängern fehlt. Der Film fühlt sich eher wie „Indiana Jones für Kids“ an und ist manchmal vorhersehbar und etwas überladen. Trotzdem bleibt Paddingtons Herz aus Marmelade stark. Themen wie Familie, Herkunft und Zusammenhalt funktionieren bestens. 7 von 10 bärigen Honigtöpfen! Paddington 1-3 sind streambar auf Netflix.

Kukulcan 01.12.2025, 11:15
Betreff: Re: Der letzte Film

Zoomania 2

Der Film war bunt, actionreich, schräg und rührend (was Kerstin dazu brachte, ihn besser als Teil 1 zu finden).

Ich fand die Action etwas überzogen und was in Teil 1 genial war, wurde in Teil 2 meist nur referenziert - fand ich lustig aber nicht so grandios wie in Teil 1.

Trotzdem 9 von 10 Walross Ausflugsfahrten

Zoomania

Für mich der perfekte Disney Film, witzig, rührend, actionreich und grandioses 3D, das besonders in einigen der düsteren Szenen zur Geltung kommt.

Unvergessen Flash sowie Mr. Big und seine Tochter

10 von 10 rasend schnellen Faultieren

FloW 03.12.2025, 21:51
Betreff: Re: Der letzte Film

Troll (2022) ist ein norwegischer Action-Fantasyfilm, in dem ein uralter Troll durch Tunnelarbeiten in den Bergen Norwegens erwacht und auf seinem Weg Richtung Oslo Chaos verursacht. Die Paläobiologin Nora Tidemann, gespielt von Ine Marie Wilmann, wird zusammen mit ihrem Vater Tobias, einem verwegenen Naturburschen, sowie den Figuren Andreas und Kristoffer damit beauftragt, die Bedrohung zu verstehen und aufzuhalten. Der Film überzeugt vor allem durch seine visuellen Effekte, das atmosphärische Setting und die gelungene Mischung aus Mythologie und moderner Action. Trotz dieser Stärken bleibt die Handlung teilweise vorhersehbar, einige Nebenfiguren wirken zu oberflächlich und tonale Schwankungen mindern die Spannung gelegentlich. Insgesamt bietet Troll jedoch solide Unterhaltung, starke Bilder und eine frische Perspektive im Monsterfilm-Genre.

7 von 10 Trollfußspuren

Streambar auf Netflix.

FloW 04.12.2025, 21:16
Betreff: Re: Der letzte Film

Troll 2 aus dem Jahr 2025, unter der Regie von Roar Uthaug, ist eine ambitionierte Fortsetzung des nordischen Mythos. Im Zentrum stehen wieder die Troll-Expertin Nora Tidemann, der Berater Andreas Isaksen und der Militärmajor Kristoffer „Kris“ Holm. Gemeinsam müssen sie erneut dem Konflikt zwischen Menschen und Trollen nachgehen. Ein zentrales Element der Handlung ist ein zweiteiliges Pergament des legendären Königs Olaf, das offenbart, dass Trolle historisch ein Anrecht auf ihr Land hatten und Olaf ursprünglich versuchte, ein friedliches Zusammenleben zu ermöglichen.

Die Handlung folgt dem Erwachen eines riesigen Trolls, der Norwegen bedroht, und dem Kampf des Teams, ihn zu stoppen. Dabei suchen die Protagonisten nicht nur alte Geheimnisse und das zweite Teil des Pergaments von Olaf, sondern erhalten auch Unterstützung eines „guten“ Trolls, der den Konflikt ausbalanciert. So entsteht eine Geschichte, in der es nicht um reine Vernichtung, sondern um Verständnis, Anerkennung und die Neubewertung historischer Entscheidungen geht.

Zum Finale treten beide Trolle in der ehemaligen Hauptstadt Norwegens in Trondheim gegeneinander an.

Insgesamt ist Troll 2 eine sehenswerte Fortsetzung. Für Fans nordischer Geschichte und von Monsterfilmen bietet er, Indy-Vibes, Militärspektakel wie z. B. bei King Kong, gute Computereffekte und Berührendes zugleich, wobei er in puncto Tiefe und Logik nur mittelmäßig abschneidet. Bewerte mit 8 von 10 gesummten Tönen für die Kraft der Trollmelodie.

FloW 07.12.2025, 17:28
Betreff: Re: Der letzte Film

„Die Jagd nach der Mumie von Paris“ von 2025 fühlt sich stellenweise so an, als hätte jemand versucht, Indiana Jones mit einem gemütlichen Sonntagnachmittagsspaziergang entlang der Seine zu kreuzen – nur dass Indy wahrscheinlich überrascht wäre, wie selten hier wirklich Gefahr droht. Der Film begleitet den exzentrischen Archäologen Christian Robinson, der so begeistert nach Artefakten sucht, dass ich irgendwann dachte, er würde sogar im Frühstückscroissant noch nach Hinweisen stöbern. Die Schatzsuche quer durch Paris hat durchaus Charme, die Drehorte sind wunderschön eingefangen, und die Idee, Napoleons Ägyptenfeldzug mit einer verschwundenen Mumie zu verknüpfen, fand ich originell. Aber während die Indiana Jones Filme vor Spannung strotzen und Indy kaum zum Durchschnaufen kommt, konnte ich hier ganz entspannt meinen Tee austrinken – es passiert einfach alles sehr brav, sehr harmlos und ohne die Art von Rätseln oder Fallen, die meinen inneren Abenteurer jubeln lassen. Dafür sorgen die Figuren immer wieder für Lacher, gewollt oder ungewollt, und Robinsons nerdiger Enthusiasmus ist wirklich ansteckend. Insgesamt hatte ich Spaß, aber eher auf die gemütliche Art: ein Abenteuerfilm, der mich nicht an den Rand des Sitzes drückt, sondern mir eine freundliche Umarmung schenkt. Wenn Indiana Jones die Abenteuerachterbahn verkörpert, dann ist „Die Jagd nach der Mumie von Paris“ die gemächliche Parkbahn, die gemütlich daran vorbeifährt.

Bewerte den Film mit 6 von 10 gechillten Hieroglyphenjägern!

Streambar auf Amazon Prime zum Ausleihen für 99 Cent.

Lacombe 07.12.2025, 21:17
Betreff: Re: Der letzte Film

Ich habe den Film im März im Kino gesehen und damals hier auch schon meinen Senf dazu gegeben. Ein harmloser Indy-Verschnitt. Sympathisch, aber ohne Gefahrenelemente. Fabrice Lucchini ist aber klasse wie immer.

MichaelSop 18.12.2025, 15:59
Betreff: Re: Der letzte Film

The Running Man (2025)

Ich habe mir den Film aus zwei Gründen angesehen:
1. weil ich ein Fan von Glen Powell bin. Finde dieser Mann sieht nicht nur gut aus. Er ist auch sehr vielseitig.
2. weil ich sehen wollte, ob es irgendwelche offensichtlichen Parallelen zum Schwarzenegger Klassiker gibt.

Long Story Short: Bis auf den Fakt, dass beide Filme auf dem Buch von Richard Bachman (aka Stephen King) basieren, gibt es keine.
Der 2025er orientiert sich auch viel stärker am Buch.
Es gibt sehr viel Action, auch einiges an Splatter. Der Film ist ein wenig übertrieben, nimmt sich aber auch größtenteils selber nicht zu ernst. Trotzdem versteckt sich in dem Streifen ein Prise aktueller Gesellschaftlicher Kritik.
Die über 2 Stunden merkt man dem Film nicht an.
Nur der Schluss ist ein wenig missglückt.
Trotzdem kann man ihn sich gönnen.

7 von 10 New Dollars

FloW 13.12.2025, 00:39
Betreff: Re: Der letzte Film

Der Hochspannungsthriller „Arctic Convoy - Todesfalle Eismeer“ aus dem Jahr 2023 spielt im Jahr 1941 und packte mich sofort mit der beklemmenden Atmosphäre des Films. Das norwegische Kriegsdrama holte mich direkt in die eisigen Gewässer des Nordatlantiks, wo die alliierten Geleitzüge während des Zweiten Weltkriegs ums Überleben kämpften. Besonders beeindruckt war ich davon, wie sorgfältig der Film historische Details einfing und gleichzeitig starke emotionale Geschichten erzählte.

Im Mittelpunkt standen für mich zwei Figuren: Kapitän Erik Halvorsen, dessen stoische Ruhe und innere Zerrissenheit mich sofort faszinierten, und Ingrid Ronning, eine junge, entschlossene Funkerin, deren Mut mich immer wieder überraschte. Ich verfolgte gespannt, wie beide Verantwortung übernahmen – für ihre Schiffe, ihre Besatzungen und letztlich für das Gelingen des gesamten Konvois.

Die Handlung zog mich Schritt für Schritt tiefer hinein. Ich erlebte, wie der Konvoi Schottland verließ, in mörderische Stürme geriet und bald von deutschen U-Booten verfolgt wurde. Besonders intensiv empfand ich die nächtlichen Gefechte, in denen das Polarlicht die dunklen Silhouetten der Schiffe beleuchtete. Der Film ließ mich die Kälte, die Erschöpfung und die ständige Angst fast körperlich spüren. Gleichzeitig wuchs vor meinen Augen die Kameradschaft unter den internationalen Besatzungen – eine Entwicklung, die ich als ebenso glaubwürdig wie berührend empfand.

Als jemand, der sich für norwegische Geschichte interessiert, sah ich den Film auch aus der Perspektive der Norweger. Ich bin angetan, wie respektvoll das Kapitel der norwegischen Handelsflotte dargestellt wurde. Viele Details – von den Uniformen bis zu den Funksystemen – wirkten auf mich bemerkenswert authentisch. Kein Wunder, dass der Film in Norwegen besonders gut ankam und auch international Anerkennung fand. Ich freute mich zu sehen, dass Arctic Convoy Preise für beste Kamera, besten Ton, visuelle Effekte und eine herausragende Hauptdarstellerin einheimste.

Natürlich fiel mir auch auf, was weniger gut funktionierte. Einige Dialoge erschienen mir zu langatmig und nahmen dem spannenden Rhythmus etwas von seiner Dynamik. Auch die deutsche Seite blieb für meinen Geschmack zu blass und rein funktional – ich hätte mir eine kontrastreichere Darstellung gewünscht.

Trotz dieser Schwächen hinterließ der Film bei mir einen starken Eindruck. Arctic Convoy wirkte auf mich intensiv, atmosphärisch dicht und emotional glaubwürdig. Ich hatte das Gefühl, ein Stück Geschichte miterlebt zu haben – roh, gefährlich und voller Menschlichkeit.

Mein Fazit: Starkes Kriegsdrama im Eismeer und eine klare Empfehlung.
Meine Bewertung: 8 von 10 intensiven Konvoi-Explosionen.

Streambar auf Amazon Prime.

Fabilousfab 14.12.2025, 18:26
Betreff: Re: Der letzte Film

Wake up dean man - A Knives Out Mystery (Netflix)

Er war definitiv besser als der Zweite, aber kommt nach wie vor nicht an den Ersten ran. Er sieht aber wirklich gut aus und die Besetzung ist auch top. Hat mir gefallen, auch wenn es manchmal etwas konstruiert und zäh zugeht.

7,5 von 10 Fäusten

Stephan 14.12.2025, 19:25
Betreff: Re: Der letzte Film

Tomb Raider: The Legend of Lara Croft (2025) Season 2 - auf Netflix
Die Staffel 2 ist eine Verbesserung zur Ersten. Lara nähert sich in ihren Eigenschaften mehr an ihre Version aus den 90ern an und damit auch an die kommenden zwei Spiele in der Unified- Timeline.

Die afrikanische Mythologie um die Masken hat mich gefesselt. Es war für mich erfrischend einmal Artefakte aus einer anderen Kultur im Vordergrund zu haben, die gut in Szene gesetzt wurden. Genauso sind auch die afrikanischen Charaktere kreativ, sympathisch und nachvollziehbar geschrieben. Das Finale war emotional und wurde in dieser Fantasiewelt glaubwürdig und aufregend gestaltet, mit einer deutlichen Anspielung and die Indiana Jones Filme. Lara hat keine Familienprobleme mehr zu bekämpfen und ist hier nicht so nahe am Wasser gebaut. Allein die Mission steht im Vordergrund.

Es gibt aber auch in dieser Staffel wieder unnötige Längen und Abschnitte, die mich gelangweilt haben. Die futuristischen Elemente sind für mich eher fehl am Platz und sicher für die jüngeren Zuschauer gedacht. Die meisten Fantasie-Anime-Kämpfe langweilen mich, mit Ausnahme vom Endkampf. Der wirkte cool. Diese Serie ist sicher nicht für die breite Masse gedacht und wurde direkt wegen geringer Zuschauerzahlen nach der ersten Staffel abgesetzt, mit der Ankündigung einer bereits fertiggestellten zweiten Staffel. Darum ist das offene Ende mit einer angedeuteten neuen Bedrohung um so ärgerlicher. Es wäre besser gewesen, wenn sie dieses zweite Ende einfach weggelassen hätten, um keine Hoffnung zu schüren.
Für den kurzweiligen Hunger nach einem Abenteuer mit Fantasie-Elementen zu empfehlen.
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Stephan 17.12.2025, 17:08
Betreff: Re: Der letzte Film

Kill Bill - The Lost Chapter: Yuki’s Revenge Fortnite Animated Short Film

Tarantino hat vor Kurzem einen animierten Kurzfilm in dem Spiel Fortnite auf einer echten Onlinepremiere in einem animierten Kino veröffentlicht. Dieses neue Kino kann man in der Spielewelt weiterhin besuchen.
Der Kurzfilm Yukis Rache basiert auf einem Kapitel aus einer ersten Drehbuchfassung von Kill Bill, welches es nicht in den finalen Film geschafft hatte, aber dennoch sehr unterhaltsam geworden ist.
Yuki möchte darin an der Braut Rache nehmen, für das Töten ihrer Schwester Gogo Yubari (zu sehen in Kill Bill Volume 1).
Die kultigen Dialoge mit den Originalstimmen von Uma Thurman & Quentin Tarantino und das Feeling eines echten Tarantino-Films wurden wirklich gut in diesem Kurzfilm eingefangen, durch die Regie von Tarantino himself. Für Fans von Kill Bill bietet diese neue Episode eine schöne Erweiterung des Universums.

https://www.youtube.com/watch?v=JE1IvPoOBHA
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Fabilousfab 17.12.2025, 19:18
Betreff: Re: Der letzte Film

Tomb Raider habe ich mir jetzt auch endlich mal die erste Staffel angeschaut, nachdem ich durch dein Review von der Zweiten wieder dran erinnert wurde Stephan. 😅 Geh ich schon mit, ist sehr gemischt aber im Großen und Ganzen hat es schon ein tolles Abenteuerfeeling. Sehr emotional ist der Einstieg, aber ich mag die Charaktere auch wenn keiner aus den Filmen dabei ist und die Hintergrundstory irgendwie wirr ist. Insgesamt hat mich die Serie auch ein bisschen an die Jackie Chan Adventures erinnert, nur eben nicht wirklich lustig. Ich werde auf jeden Fall weiterkucken, vor Allem wenn die zweite Staffel besser sein soll. Thumbs up

Danke dir Stephan, ich werde Kund tun.