Lacombe 14.08.2025, 19:40
Betreff: Re: Der letzte Film

Quint hat große Angst vor Haien. An diesem Trauma arbeitet er sich ab, ähnlich wie Ahab in Moby Dick. Der Indianapolismonolog, übrigens sowohl in Punkto Drehbuch und Darstellung gleichermaßen brillant und legendär, ist vor allem ein Aha-Moment für den Zuschauer. Erst jetzt wird Quints Verhalten verständlich.

Kukulcan 14.08.2025, 19:58
Betreff: Re: Der letzte Film

Das Kanu des Manitu

War ganz OK

6 von 10 Indiana Jones Anspielungen

P.S. Wichtige Post Credit Szene Zwinkernder Smiley

Kukulcan 14.08.2025, 20:13
Betreff: Re: Der letzte Film

Zitat von Lacombe:
Quint hat große Angst vor Haien. An diesem Trauma arbeitet er sich ab, ähnlich wie Ahab in Moby Dick. Der Indianapolismonolog, übrigens sowohl in Punkto Drehbuch und Darstellung gleichermaßen brillant und legendär, ist vor allem ein Aha-Moment für den Zuschauer. Erst jetzt wird Quints Verhalten verständlich.

Fand den Monolog etwas zäh - und musste dann auch gleich Hiroshima sein. Wenn ich Angst vor Haien hätte, würde ich nicht auf einem Boot leben und sie jagen. Der Ahab Vergleich passt natürlich, geht aber um Rache, weniger um Angst - und es schwingt von Anfang mit, dass es den einen und/oder anderen erwischen wird.

Ich schau Filme halt einfach so, nicht aus der Sicht des Filmstudenten, der Bezüge zu Literatur analysiert. Film hat zu seiner Zeit sicher für die meisten perfekt funktioniert, für mich heute eben nur bedingt.

Lacombe 23.08.2025, 21:03
Betreff: Re: Der letzte Film

Die nackte Kanone
Schlechter als erhofft, besser als befürchtet. Einige Gags zünden ganz gut, viele andere sind eher leichte Schmunzler. Die Darsteller tun sicher ihr bestes. Das Original wird natürlich nicht erreicht. Aber dies konnte man nicht einmal in den kühnsten Träumen erwarten.

Indy2Go 27.08.2025, 09:00
Betreff: Re: Der letzte Film

Ma die Kinobesuche der letzten Wochen aufarbeiten... Grinsender Smiley

Mission: Impossible - The Final Reckoning
Wie schon beim Vorgänger musste die Leichtfüßigkeit (insbesondere der frühen McQuarrie-Ära) der aufgeblasenen Dramatik weichen, was natürlich zu der Endzeit-Stimmung passt, die man für das große Finale kreieren wollte. So ganz warm geworden bin ich damit trotzdem nicht. Ich habe auch nicht ganz verstanden, warum man unbedingt alle losen Enden der letzten 30 Jahre aufgreifen musste um eine Kontinuität zu konstruieren, wo ursprünglich nie eine sein sollte. Nach dem holprigen Start hat der Film für mich ansonsten aber sehr gut funktioniert und als die Action mal so richtig in Schwung kam, war ich auch wieder voll dabei. Die Stuntarbeit beim Finale war wieder mal ganz großes Kino.

F1
Alter Hase trifft Rookie in einem echt packenden Rennsportdrama. F1-Experten werden wahrscheinlich darüber schmunzeln, mit wie viel Rennmanipulation Brad Pitt als Sonny Hayes in dem Film davon kommt, ich finde aber, da muss man sich auch einfach mal bewusst machen, dass das ein fiktiver Film ist und noch dazu im doppelten Sinne eine Underdog-Geschichte. Der Aufstieg des einstigen Looser-Teams ging mir dann aber doch auch ein bisschen zu schnell, und das Ende war vielleicht auch eine Spur zu konstruiert. Trotzdem einer der unterhaltsamsten, spaßigsten, rasantesten, rundum einfach besten Filme, die ich dieses Jahr gesehen habe. Mega inszeniert und einfach super cool.

Jurrasic World: Rebirth
Nachdem ich von der Chris-Pratt-Trilogie nur den ersten Teil gesehen habe, bin ich hier wieder ins Kino gegangen. Für mich hat sich der Film ein wenig nach der erwachseneren, aber auch überraschend unaufgeregten Version des dritten Teils der originalen Trilogie angefühlt. Ich kann weder etwas als besonders positiv, noch besonders negativ hervorheben.

Superman
Ich bin nicht gerade der größte James-Gunn-Fan und daran hat auch "Superman" nichts geändert. David Corenswet und seine Kollegen vor der Kamera haben für mich sehr gut funktioniert, zumindest schauspielerisch. Das Drehbuch fühlte sich aber nach einem ziemlichen Chaos an, das den Film vor allem in der ersten Hälfte extrem hat stottern lassen. Ich mochte den optimistischeren Ansatz, hätte mir aber mehr Ernsthaftigkeit gewünscht. Vor allem am Ende haben sich Figuren wie insbesondere Lex Luthor, die ohnehin bewusst mit viel Augenzwinkern angelegt waren, dann komplett zu Karikaturen ihrer selbst degradiert. Krypto war für mich auch nur Beiwerk, der X mal für denselben Gag herhalten musste. Die Justice Gang fand ich ziemlich cool, leider hat sie aber auch bewusst gemacht, dass James Gunn bei solchen schrägen Figuren aus der dritten Reihe besser aufgehoben ist und Gruppen ironischerweise besser im Griff zu haben scheint, als Einzelfiguren.

WhteRbt 27.08.2025, 11:17
Betreff: Re: Der letzte Film

Ach ja, da war noch was… zum Thema F1!

Ich verfolge die Formel 1 seit 1994 sehr intensiv. Ich behaupte daher, jeden Fahrer, jedes Team, jede Regeländerung und jede öffentliche Bewegung in diesem Zirkus zu kennen – und jede Strecke im aktuellen Kalender aufmalen und (digital) einigermaßen schnell fahren zu können… kurzum: Ich bin ein Fan. Zwinkernder Smiley

Natürlich war ich dementsprechend erfreut, dass es einen neuen Formel-1-Film geben wird. Und das ausgerechnet Apple die treibende Kraft hinter dem Film ist, hat mich umso mehr erfreut (wer es nicht weiß, ich verdiene hauptsächlich mit Apple mein Geld). Ich muss allerdings auch zugeben, dass ich mir Sorgen gemacht habe, der F1-Film würde genauso (wenig) euphorisch umgesetzt werden, wie Tim die Flagge schwingt: https://www.youtube.com/watch?v=3aG5HEih-O4 Grinsender Smiley

Glücklicherweise haben sich die Sorgen nicht bewahrheitet!

Das Ergebnis habe ich Ende Juli im Kino gesehen. Und sagen wir mal so – es ist der erste und einzige Film, den ich bisher zum Vollpreis digital gekauft und mir am Montag – unserem Hochzeitstag – nochmal angesehen habe (natürlich mit meiner Frau).

Ich bin (immer noch) absolut begeistert von diesem Film und das sage ich, obwohl ich als F1-Fan natürlich jede Menge Logikfehler und Irritationen sehe. Diese sind aber vor dem Hintergrund und dem Ziel dieses Films ganz egal, denn es ist einfach ein unterhaltsamer Film! Ein Film, bei dem ich Lust auf Popcorn bekomme. Ein Film, dessen Soundtrack ich sofort im Ohr habe (Hans Zimmer hat da hervorragende Arbeit geleistet). Ein Film, dessen Produktion bahnbrechend war (Dreharbeiten während der echten Formel-1-Veranstaltungen). Und ein Film, der für die Formel 1 begeistert.

Konkret und einfach formuliert: Einfach ein Film, der Spaß macht – und dabei auch Leuten zugänglich bleibt, die keine Ahnung von dem Sport haben. Mein Highlight des Jahres – und das, obwohl ich auch ein riesen Jurassic-Park-Fan bin und sogar das passende Auto in der Garage stehen habe. Ich habe über den neuen Jurassic World nach dem Kino nicht mehr nachgedacht – über den Film hier schon!

Ich gebe 21 von 25 Punkten + Bonuspunkt für die schnellste Runde für den Soundtrack.

Kukulcan 27.08.2025, 13:08
Betreff: Re: Der letzte Film

Zitat von Indy2Go:

Jurrasic World: Rebirth
Nachdem ich von der Chris-Pratt-Trilogie nur den ersten Teil gesehen habe, bin ich hier wieder ins Kino gegangen. Für mich hat sich der Film ein wenig nach der erwachseneren, aber auch überraschend unaufgeregten Version des dritten Teils der originalen Trilogie angefühlt. Ich kann weder etwas als besonders positiv, noch besonders negativ hervorheben.

Das Gefühl deckt sich 100% damit, wie ich den Film gesehen habe

Zitat von Indy2Go:

Superman
Ich bin nicht gerade der größte James-Gunn-Fan und daran hat auch "Superman" nichts geändert. David Corenswet und seine Kollegen vor der Kamera haben für mich sehr gut funktioniert, zumindest schauspielerisch. Das Drehbuch fühlte sich aber nach einem ziemlichen Chaos an, das den Film vor allem in der ersten Hälfte extrem hat stottern lassen. Ich mochte den optimistischeren Ansatz, hätte mir aber mehr Ernsthaftigkeit gewünscht. Vor allem am Ende haben sich Figuren wie insbesondere Lex Luthor, die ohnehin bewusst mit viel Augenzwinkern angelegt waren, dann komplett zu Karikaturen ihrer selbst degradiert. Krypto war für mich auch nur Beiwerk, der X mal für denselben Gag herhalten musste. Die Justice Gang fand ich ziemlich cool, leider hat sie aber auch bewusst gemacht, dass James Gunn bei solchen schrägen Figuren aus der dritten Reihe besser aufgehoben ist und Gruppen ironischerweise besser im Griff zu haben scheint, als Einzelfiguren.

Ich bin zwar defintiv ein James-Gunn-Fan und bin auch grundlegend positiv aus dem Film rausgegagngen, aber JA, da hätte man ohne viel Aufwand vieles besser, und einiges ohne Not weniger schlecht machen können. Das kann er besser und ich frage mich, ob es da Vorgaben gab, dass dieser Superman auf Teufel komm raus anders sein musste.

FloW 31.08.2025, 08:12
Betreff: Re: Der letzte Film

The Thursday Murder Club
2025 • Mystery/Komödie • 1 h 58 min • Netflix

Leichte und unterhaltsame Komödie mit Topbesetzung (Hellen Mirren, Pierce Brosnan, Ben Kingsley und sogar (Trommelwirbel) Paul Freeman (Belloq aus Jäger des verlorenen Schatzes uvm.) 👏🏻

Die Story war interessant, aber nicht extrem fesselnd, es gab keine wirklichen Wendungen und ich hatte auch nicht besonders das Bedürfnis zu raten wer der Mörder sein könnte.

Das Ende war ein wenig uninspiriert und wirkte so als hätte man vergessen, dass neben dem Hauptmord noch ein alter Mord auf dem Tisch liegt der gelöst werden muss.
Trotzdem war der Film von Chris Columbus (Harry Potter, Kevin allein zu Haus usw.) unterhaltsam und die zwei Stunden gingen wie im Flug vorbei. ⭐⭐⭐⭐

Cato Jones 01.09.2025, 21:40
Betreff: Re: Der letzte Film

Ich habe den The Thursday Murder Club gestern gesehen.
Top Besetzung und Paul Freeman kam als Überraschung noch dazu. Trotz sehr gutem Cast konnte mich die Story nicht fesseln. Wenig Spannung und viel BlaBla 🤷🏻‍♂️
Das Ende war wie Flow sagte uninspiriert und es brauchte kurz um zu verstehen was passiert war. Es war nicht wirklich traurig, da man kaum Bindung zu den Charaktern aufbauen konnte
Alles in allem sehr kurzweilig.

Indy2Go 03.09.2025, 12:58
Betreff: Re: Der letzte Film

The Suicide Squad

James Gunns Version vom Selbstmordkommando musste nach "Superman" jetzt doch auch mal nachgeholt werden. Am Ende war der Film für mich irgendwas zwischen genialer Anarchie und halbgarem Soft-Reboot. Ich fand den Move recht komisch, Figuren aus dem Vorgänger entweder komplett totzuschweigen, recht lieblos zu ersetzen oder nochmal mitzunehmen um sie dann teils auch kurzerhand wieder übers Messer springen zu lassen. Irgendwo hat mir da die Aussage gefehlt, was der Film sein will, ob er sich nun von David Ayers "Suicide Squad" distanzieren, sich über ihn lustig machen, oder ihm doch Tribut zollen will und ihn fortsetzen will. In der Eröffnungssequenz gleich mit der Erwartungshaltung zu spielen, und das ganze Team A zu verheizen, fand ich super, aber es hätte für mich besser funktioniert, hätte man wirklich die Altlasten geopfert und damit den Ton für was komplett Neues gesetzt.

Allgemein kann man aber sagen, der Humor sitzt über weite Teile. Die Szene mit dem ausgelöschten Camp war für mich ein Highlight, richtig schön schwarzer James-Gunn-Humor. Figurenmäßig war's halt ein hit-and-miss: Bloodsport wirkte überflüssigerweise wie ein Deadshot-Ersatz mit schon recht schmaler Standard-Backstory, King Shark ist im Grunde nur ein neuer Groot, und Harley fühlte sich hier für mich irgendwie überraschend deplatziert an. Ratcatcher II blieb mir den Film über auch zu passiv, um am Ende das Herzstück der Story zu sein. Der Polkadot Man dagegen: super, witzig, genau das, was ich mir von Gunn wünsche. Leider hat er aber nicht sehr viel zu tun gehabt (aber immerhin für einen der emotionalsten Momente gesorgt). Peacemaker fand ich vielleicht sogar cool genug, um mal in die Serie reinzuschauen.

Peter Capaldi als Thinker fand ich super besetzt, der Bombast wurde mir zum Finale hin aber etwas zu viel. Positiv finde ich, dass der Film auch wirklich schön brutal und schmutzig sein durfte, so mag ich James Gunn am liebsten und so funktioniert er für mich auch einfach besser, als mit den Guardians.

Kukulcan 03.09.2025, 14:00
Betreff: Re: Der letzte Film

Eigentlich mag ich es weniger brutal, aber der Film war tatsächlich sehr unterhaltsam. Guardians 2 ist für mich Perfektion, aber die anderen beiden sind auch richtig gut.

Zitat:
Die Guardians waren nie so mein paar Schuhe (will ihnen ihre Qualitäten aber auch gar nicht absprechen). Ich mag James Gunn eher für seine früheren, dreckigen kleinen Filme ("Slithers", "Super"). Und "The Suicide Squad" hat eigentlich ganz cool beide Welten vereint, mit seiner Härte und dem derben Humor.

Hab ich so verstanden, von manchen Regisseuren erwartet man halt eher was dreckiges als kommerziell glattgebügeltes wie die Guardians. Kann ich nachvollziehen.

Indy2Go 04.09.2025, 07:36
Betreff: Re: Der letzte Film

Die Guardians waren nie so mein paar Schuhe (will ihnen ihre Qualitäten aber auch gar nicht absprechen). Ich mag James Gunn eher für seine früheren, dreckigen kleinen Filme ("Slithers", "Super"). Und "The Suicide Squad" hat eigentlich ganz cool beide Welten vereint, mit seiner Härte und dem derben Humor.

The Naked Gun (2025)
Komplett niveaulose Aneinanderreihung von platten, billigen und völlig überdrehten Albereien zum Fremdschämen. Dementsprechend hatte der Film mich natürlich schon ab seinem allerersten Gag. Grinsender Smiley Tatsächlich ein super Spagat zwischen dem irgendwie einfach charmanten Brachial-Humor der alten Teile und einer zeitgemäßen Neuauflage, die wiederum moderne Themen und (Cop-)Filmklischees aufgreift. Genau wie damals sitzt maximal jeder fünfte Gag, aber die Dichte ist halt so hoch, das man in Summe immer noch mehr zu lachen hat, als bei Monty Python.

WhteRbt 04.09.2025, 09:12
Betreff: Re: Der letzte Film

Jurassic World: Rebirth

Ich habe den Film gestern nochmal im Kino gesehen, zum zweiten Mal – diesmal mit meinem Vater. Das ist schon eine gewisse Tradition, war ich doch auch mit ihm 1993 – mit neun Jahren – in diesem Kino im ersten Teil. 1993 hat dieser Film mein Leben verändert und mich doch ein wenig „geprägt“ (so weit das ein Film eben leisten kann). Das ich heute einen authentischen Nachbau des Jeeps aus dem ersten Teil in der Garage stehen habe, unterstreicht meine Liebe zu dem Franchise. Auf gleicher Ebene steht eben nur Indiana Jones bei mir – was der Grund ist, dass ich den siebten Teil in einem Indy-Forum bewerte. Zwinkernder Smiley

Ohne viele Worte zu verlieren, halte ich Jurassic World: Rebirth für einen unterhaltsamen Dinosaurier- bzw. Monsterfilm. Ich schreibe Monsterfilm, weil ich der mutierten Monsterechsen mittlerweile überdrüssig bin. Der Film hätte für mich mit „regulären“ Dinosauriern (wie in Teil 1, 2, 3) ebenso gut funktioniert, auch ohne D. rex. Mit dem „klassischen“ Jurassic Park hat auch der neue Film leider nicht viel zu tun, ich finde es aber charmant, wie er die (schlecht ausgebauten und nicht genutzten) Ansätze des letzten Films mal eben unter den Teppich kehrt und so eine neue Ausgangslage bietet. Ich finde den Film trotzdem unterhaltsam, sehe ihn aber als das, was er ist – ein unterhaltsamer Dinosaurier- bzw. Monsterfilm.

Würde ich einen persönlichen „Jurassic Park“-Filmabend machen, sortiert nach meinem persönlichen Ranking, so liefen bei mir die Filme in folgender Reihenfolge:

1. Jurassic Park (1993)
2. Vergessene Welt – Jurassic Park (1997) [Wenn ich irgendwann mal eine rostfreie Mercedes M-Klasse finde…]
3. Jurassic World (2015)
4. Jurassic Park III (2001)

Und dann würde ich aufhören, denke ich… Teil 5 ist in der ersten Hälfte gut/ok, ab der zweiten schräg („Crystal Skull“-Fans kennen das). Teil 6 ist… sagen wir mal so, der Cast aus Teil 1 ist dabei, das ist das Highlight. Leider werden sie in diesem Film einfach nur verbrannt. Über Teil 7 habe ich bereits geschrieben, was ich denke – dieser Film funktioniert auch, ohne jemals einen anderen aus dem Franchise gesehen zu haben.

Ich gebe 5 von 10 Dinosaurier-Eiern, wenn ich mit der „Jurassic Park“-Brille drauf schaue. Setze ich sie ab, gebe ich 7 von 10 für unterhaltsames Popcorn-Kino, bei dem ich nicht viel nachdenken muss.

PS: Ich muss herausfinden, was das für ein Geländefahrzeug im neuen Film war… 😁

Kukulcan 04.09.2025, 09:22
Betreff: Re: Der letzte Film

Mutationen hätte es echt nicht gebraucht, zum Glück fällt das (negativ) eigentlich nur im Finale auf. Die Stärken des Films liegen ganz klar bei den (relativ) normalen Pterodactyl/T-Rex Szenen. Der große Fisch am Anfang war OK, aber hätte man mehr draus machen können. Die großen Vegetarosaurier waren nicht wirklich glaubwürdig, aber waren für die Normalsterblichen halt die übliche Cooldown/Kieferfallszene - die alten JP Recken halt eher ein gepflegtes Gähnen entlockt.

JP1 ist ein Klassiker, hat mich aber damals mit 27 Jahren eher auf einem Großhirn Niveau beeindruckt (sicher ganz anders als einen 9-jährigen). Darum ist mein Favorit Teil 2 (ja, ja, ungewünschte Meinung).

Tatsächlich schaue ich auch lieber Teil JP3 als JW1. Da gewinnt der alte Cast einfach über Chris Pratt, obwohl JW1 wirklich perfektes Popcorn Kino ist. Alles danach war für 1-2x schauen mehr oder weniger OK.

WhteRbt 04.09.2025, 10:02
Betreff: Re: Der letzte Film

JP III ist bei mir in letzter Zeit spürbar in der Gunst gestiegen – ähnlich Temple bei Indy, der bei mir mittlerweile auf einer Stufe mit Crusade steht. Man wird älter und sieht/empfindet manche Dinge anders. Jurassic World hat mich damals (vor 10 Jahren (!)) absolut positiv überrascht, mit der Liebe zum Detail – deswegen der sehr knappe, fast nicht vorhandene Vorsprung. Später haben sie dann jedes Mal mehr daneben gehauen…

Vergesse Welt fand ich damals auch nicht so gut. Ich wollte wieder auf Nublar. Aber rückblickend ist er düsterer, purer, härter (der arme Eddie Carr!) – was ich heute sehr mag.

Kukulcan 04.09.2025, 10:17
Betreff: Re: Der letzte Film

Off-Topic:
Ich hatte damals Dino Park gelesen und Scheiße, war das Buch spannend. Da kam der Film nicht ganz mit. Wobei es sowas wie "Film ist schlechter" für mich nicht gibt, ich betrachte das immer getrennt und freue mich einfach zu sehen, wie andere ein Buch visualisieren.

Zitat:
Vergesse Welt fand ich damals auch nicht so gut. Ich wollte wieder auf Nublar. Aber rückblickend ist er düsterer, purer, härter (der arme Eddie Carr!) – was ich heute sehr mag.

Das Aliens der JP Reihe Zwinkernder Smiley Aber konnte natürlich nicht mehr dem Wow Faktor des ersten Teils haben.

Indy2Go 05.09.2025, 09:27
Betreff: Re: Der letzte Film

Heretic

Unerwartet intensives Kammerspiel, das die Spannung in der ersten Hälfte kontinuierlich hochschraubt und sich traut, die Mechaniken von Religionen vorzuführen. Hugh Grant liefert richtig ab, und nach seinen zuspitzenden Monologen beginnt man wirklich, sich den Kopf zu zerbrechen, was für ein Reveal uns in der zweiten Hälfte erwarten wird. Selbst als der Film kurz in eine stumpfe Norman-Bates-Nummer zu kippen droht, kriegt er nochmal die Kurve und steigert den Nervenkitzel sogar.

Ab einem gewissen Punkt wirkte er zwar etwas zurechtgebogen, und irgendwo hätte ich mir tatsächlich gewünscht, er wäre den Weg einer überirdischen Auflösung gegangen. Trotzdem gelingt es "Heretic", Dogmen und Institutionen als manipulative Machtinstrumente zu entlarven, ohne Glauben oder Idealen an sich ihre Berechtigung abzusprechen oder sie entwerten zu wollen. Die Kritik gilt dem Missbrauch durch Systeme und charismatische Führer.

Stephan 08.09.2025, 19:35
Betreff: Re: Der letzte Film

Verspätete Reviews zum Kino-Comedy-Duo

The Naked Gun (2025)
Seit Jahren habe ich nicht mehr so viel im Kino gelacht. Witze im Stil von Scary Movie, Austin Powers und natürlich des Originals. Der Humor ist sicher nicht für jeden. Ich fands super.
Liam Neeson schafft es nicht nur die gleiche naive Professionalität wie Leslie Nielsen zu spielen, er hat auch ein ähnliches Gefühl für den Humor und das richtige Timing. Dazu liefert er eine unverfängliche Leichtigkeit. Auch Pamela Anderson zeigt ihr humoristisches Talent. Ihre Rolle ist größer als erwartet und sie ist sich für keinen Gag zu schade. Nicht alle Witze landen, aber es gibt so viele ulkige Momente, dass mindestens jeder dritte Gag zündet.
8 von 10 NeesonNielsens

Das Kanu des Manitu
Der Film beginnt mit einem warmen Gefühl der Nostalgie. Als Fan der Bullyparade und vom ersten Teil ist es schön das Trio Herbig, Tramitz und Kavanian erneut auf der großen Leinwand zu sehen. Man merkt, dass es Bully wichtig ist diese Geschichte ehrlich weiter zu erzählen. Die Kamera, Ausstattung und die Inszenierung sind auf Hollywood Niveau. Leider gibt es kaum funktionierend Gags. Eine Handvoll Witze haben mich ordentlich zum Lachen gebracht. Meistens musste ich nur schmunzeln. Ohne gute Gags ist die Story leider auch nicht ausreichend. Die Mission um das Kanu wirkt belanglos. Mehr Mut zur Anarchie würde dem Film guttun.
6 von 10 Nostalgiker
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pielandreas 08.09.2025, 23:41
Betreff: Re: Der letzte Film

Alto Knights bei Sky gesehen, als Mafia Liebhaber ne 8/10 für nicht Fans ist der Film wohl nicht interessant. Robert de Niro spielt gleich ne Doppelrolle, ihn gleich zweimal im Bild zu sehen ist etwas verwirrend, aber nach Zeit gewöhnt man sich dran. Gegenüber Irishman ist der Film ähnlich, nach wahren Gegebenheiten. Schaue ich mir auf jeden Fall nochmal an.


Indy2Go 09.09.2025, 07:47
Betreff: Re: Der letzte Film

Final Destination 6: Bloodlines

Wieso der Film so unter Radar geschwommen ist, ist mir schleierhaft. Ich fand ihn besser als ich die bisherigen "Final Destination"-Teile in (vager) Erinnerung habe. Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass er sich deutlich weniger ernst nimmt und somit aus der teilweise unfreiwilligen Komik absolut beabsichtigte wird. Jedenfalls fand ich ihn sehr unterhaltsam und überraschend kreativ - die altbekannte Formel wurde hier zum ersten Mal ein wenig umgestellt, was durchaus für die ein oder andere Überraschung gesorgt hat. Bescheuert ist er trotzdem. Kann, darf und will er aber auch.