Indy2Go 21.09.2022, 16:05
Betreff: Re: Der letzte Film

Zitat von Leusel:
Off-Topic:
Youtube, Twitter und TikTok sind sowieso die Abgründe des menschlichen Daseins. Zwinkernder Smiley Da tummeln sich alle Hater und Shitstormer. Wenn wirklich mal der Tag, an dem die Erde still steht kommen sollte, machen Klaatu und Konsorten kurzen Prozess, wenn sie mal die Instagram-Posts durchgehen.

Off-Topic:
Bei Klatuu musste ich jetzt zuerst an RotJ denken. Aber ob jetzt Laseraugen oder Sarlacc - fände ich eigentlich beides angemessen. Grinsender Smiley

treasurelane 21.09.2022, 17:55
Betreff: Re: Der letzte Film

Zu Indy 4: Manche Leute da draußen können und wollen! wohl einfach scheinbar nicht verstehen, dass man jemand sein kann, der Kritik äußert und trotzdem diesen Film gerne sieht und gut findet. ABer zum Glück bin ich da überhaupt nicht drin in diesem Social Media-Wahnsinn.
Indy 4 hat eben deutliche Probleme bei Charakterdesign, Story-Logik und dann oben drauf noch ein paar NO-Go Szenen. Das wurde ja in den vergangenen Jahren teils haarklein in gut gemachten Youtube Videos aufgedröselt.

Und trotz allem:
Ich sehe Indy 4 z.B. lieber an, als Teil 2, das liegt wohl an der heitereren Stimmung des Streifens.

Was mir neulich in den Sinn kam (nach dem erneuten Schauen aller Bonusteile): Spielerg sagte am Ende fast zu allem "o.k. George" ; Lucas wollte anscheinend stur ein paar Dinge drinhaben, ohne groß drüber nachzudenken...tja und Koepp sollte das ganze dann am Ende (nach zig anderen Versuchen Anderer) doch zügig in ein Script packen...und dann kam es eben so...

Elvis

Als Elvis Fan konnte ich mich doch irgendwie nicht aufraffen, diesen Film im Kino zu sehen. Warum? Ich weiß es nicht genau, vielleicht aus dem Grund, da es eben nicht Elvis selbst ist und auch scheint mich offensichtlich der Trailer irgendwie nicht so ganz abgeholt zu haben.

Der Film ist optisch top, soundtechnisch top. Ich würde ihn als hochglanz Musical-Märchen mit etwas Drama bezeichnen. Die Kritiken sagten, dass Elvis hier zu sehr auf den Thron gejoben wird. Das würde ich nicht direkt so unterschreiben, aber es ist natürlich was dran. In diesem Film fehlt mir dann so die letzte, persöhnliche Ebene vom Menschen Elvis. Wo sieht man wirklich die Zerissenheit, die Schwäche, den psychischen Druck, die Ägnste, den Wahnsinn der sich abgespielt hat? Da hätte es sicher einige Anknüpfungspunkte gegeben. Vielleicht kennt jemand z.B. die "Roy Black Story". Da wird schonungslos draufgehalten, auch auf Abstürze, auf einen am Biden liegenden Star. Hier sieht man Elvis gefühlt 95% des Films in schicken Kostümen, performen, geliebt sein von allen, einfach der Wunderknabe der irgendwie, tja, Pech mit Tom Parker hat und nicht so recht weiß, wies weitergehen soll...also wie gesagt: mir dann nicht tief genug, nicht spannend, nicht mitreissend, nicht authentisch, ehrlich genug.

Das klingt jetzt schlechter, als ich den Film INSGESAMT bewerten möchte. Alles in allem ein tolles Spektakel mit und um Elvis. Sehempfehlung, aber ohne wirklich stark zu berühren. So gings mir.

treasurelane 22.09.2022, 14:26
Betreff: Re: Der letzte Film

Ich wollte es euch auch zeigen; aktuell könnt ihr den Abenteuerfilm "Jungle" mit Daniel Radcliffe, bekannt aus Harry Potter und Lost City, hier kostenlos und bequem anschauen.

https://www.zdf.de/...e-100.html

Der kam neulich im TV, ich hatte ihn schon gesehen, und muss sagen, dass er absolut was hat. Ein guter Survival-Abenteuer-Thriller mit viel Natur.

Viel Spaß.

Kukulcan 28.09.2022, 10:13
Betreff: Re: Der letzte Film

Avatar - Aufbruch nach Pandora

Ich habe Pandora damals im Kino gesehen und war begeistert. Es war allerdings ein Film, bei dem ich nie den Anreiz verspürt habe, ihn mir noch einmal auf dem Fernseher anzuschauen, dafür lebte er einfach zu sehr von Bombast, großer Leinwand und 3D.

13 Jahre später denke ich, das war eine gute Idee. Dieser Film wirkt nur in 3D, ohne die räumliche Trennung funktioniert grade in den vielen Waldaufnahmen der Bildaufbau nicht. Auch wenn der Film nie langweilig ist, für mich lebt er von der Optik und der Action, ich fürchte, zumindest auf unserrem 55" Bullauge würde ich ihn nicht wach durchhalten.

Meine Kritik ist die gleiche wie vor 13 Jahren. Für mich wirken fast alle Szenen mit den Ureinwohnern nicht echt genug, um den Film als etwas anderes als ein fortgeschrittenen Pixar Film anzusehen. Abgesehen davon war ich überrascht, wie gut die digitalen Welten und Animationen vor 13 Jahren schon waren. Das 3D war am Anfang etwas holprig und die digitalen Effekte teils merkwürdig in den Realszenen, aber die 90%, die komplett aus dem Computer kamen, waren genauso perfekt und beeindruckend wie in meiner Erinnerung - eher noch besser.

Der Extra Content aus Avatar 2 am Ende sagt leider gar nix aus, nur dass man den Schritt aus dem Uncanny Valley immer noch nicht komplett vollzogen hat, es sieht halt nach Computer aus. Und nach den 1-2 Minuten könnte man die Blu Ray bei Amazon unter "Aquarium 3D" einordnen.

Indy2Go 28.09.2022, 16:08
Betreff: Re: Der letzte Film

Würde ich so unterschreiben. Ich fand immer, dass der Film mit seiner klassischen Gut-gegen-Böse-Story ein Bisschen plump wirkt. Er haut halt schon einen eingestaubten Western-Trope nach dem anderen raus. Aber ja, es ist ein Film für die große Leinwand und da ist mit dem Sensationsfaktor halt nochmal richtig was rauszureißen.

Kukulcan 28.09.2022, 16:13
Betreff: Re: Der letzte Film

Dass er keinen Originalitäts Oscar gewinnen würde, ist mir auch wieder aufgefallen - aber nicht negativ genug aufgestoßen, dass ich es hätte erwähnen wollen.

Die Klischees wirkten teils so überzogen, dass man sich fragte, ob es vielleicht schon Satire sein soll.

Indy2Go 28.09.2022, 16:43
Betreff: Re: Der letzte Film

Jo, gerade Stephen Langs Figur ist halt schon auch das wandelnde Klischee. Grinsender Smiley

Leusel 28.09.2022, 18:44
Betreff: Re: Der letzte Film

Warum wird Avatar für Story und Klischees kritisiert, während jeder Marvelfilm damit Erfolge feiert? Zwinkernder Smiley

Kukulcan 28.09.2022, 19:12
Betreff: Re: Der letzte Film

Hab ihn ja eben nicht kritisiert

Leusel 28.09.2022, 19:45
Betreff: Re: Der letzte Film

Ich bezog mich auf die Texte von Mitnehm-Indy. Zwinkernder Smiley

Indy2Go 28.09.2022, 20:13
Betreff: Re: Der letzte Film

Zitat von Leusel:
Warum wird Avatar für Story und Klischees kritisiert, während jeder Marvelfilm damit Erfolge feiert? Zwinkernder Smiley

"Avatar" hat also keine Erfolge gefeiert? Zwinkernder Smiley
Dateianhänge:
Bild_2022-09-28_201307176.png (Dateigröße: 42,01 KB)

Leusel 28.09.2022, 20:19
Betreff: Re: Der letzte Film

Okay, lass es mich anders ausdrücken: Warum darf jeder Marvel mit Klischees um sich werfen, aber Avatar nicht? Zwinkernder Smiley

Indy2Go 28.09.2022, 20:33
Betreff: Re: Der letzte Film

Der Film hat 2,9 Milliarden Dollar eingespielt, dass er mit Klischees um sich wirft scheint also für die breite Masse verkraftbar zu sein. Zwinkernder Smiley

Mich stört's halt, weshalb mich der Film ohne Kinobonus nicht allzu sehr interessiert. Stört mich aber bei Marvel genauso, deshalb hab ich auch seit "Infinity War" keinen mehr gesehen. Zwinkernder Smiley

Han Vollo 28.09.2022, 21:51
Betreff: Re: Der letzte Film

Ich finde Avatar extrem überbewertet. Visuell bombastisch, schon unterhaltsam, aber inhaltlich total Malen nach Zahlen. Im Kino hat er mich durchaus überwältigt damals, aber auch da habe ich schon jede einzelne Wendung vorhergesehen. Der Wiedersehwert hält sich bei mir darum in Grenzen. Hab den bis heute nicht in die Sammlung aufgenommen & den Sequels fiebere ich nicht unbedingt entgegen. Neben der Optik war das Einzige am Film, was mich überrascht hat, der saftige Aufpreis + Zusatzkosten für die 3D-Brille. Musste seinerzeit meinen kleinen Bruder anpumpen. Der wiederum liebt den Film heiß und innig.

Han Vollo 28.09.2022, 21:54
Betreff: Re: Der letzte Film

P.S.: Infinity War ist ein guter Abschluss für Marvel. Irgendwie ist selbst für mich, der die Filme mag, langsam die Luft raus. Ähnlich wie bei Fast and Furious. In Teil 9 sind sie den einen Schritt zu weit gegangen.

Leusel 29.09.2022, 09:25
Betreff: Re: Der letzte Film

Marvel hat für mich vielmehr gerade das Problem, das alle Helden der A-Reihe ihre Filme/Serien schon hatten, und jetzt sind nur noch die Exoten wie Eternals und Moon Knight übrig. Bin eigentlich ein großer Marvelinteressent, jedoch vor allem durch die Comics, und die hundertste Helden-Origin mitsamt "In-Name-Only"-Charaktere reißen mich auch nicht mehr vom Hocker. Zwinkernder Smiley Auf Deadpool 3 und weitere Spidey-Filme (No Way Home war super) freue ich mich aber.

Indy2Go 29.09.2022, 09:40
Betreff: Re: Der letzte Film

Moon Knight ist ja eigentlich mein Lieblings-Marvel-Held. Marc Spector war früher immer mein ICQ-Name. Zwinkernder Smiley Fand den Ansatz mit Oscar Isaac auch ganz gut, nur hat mich die Serie nicht wirklich abholen können, drum habe ich sie auch wieder abgebrochen. Im Kino war "Infinity War" der letzte MCU-Streifen, den ich gesehen habe. Auf "Endgame" hatte ich danach nie wirklich Lust, weil ja eh klar war, dass der Cliffhanger ohne wirkliche Konsequenzen aufgelöst wird. Und nach allem was ich gehört habe, ist das dann ja auch mehr oder weniger eingetreten, außer das halt eine Hauptfigur gestorben ist. Weil der Schauspieler keinen Bock mehr hatte.

Nicht falsch verstehen, die Marvel-Filme sind produktionstechnisch natürlich super und offensichtlich genau was viele Menschen im Moment sehen möchten (auch wenn das MCU aktuell vielleicht teilweise in einer kleinen Identitätskrise steckt). Ich habe mich halt einfach daran satt gesehen. Marvel-Filme sind ein Versprechen, man weiß was man bekommt. Ich gehe aber ins Kino um überrascht zu werden, genau diese Garantie will ich eben nicht. Deswegen ist z. B. auch "The Winter Soldier" mein Lieblingsfilm aus dem MCU (oder "Rogue One" inzwischen mein Lieblings "Star Wars"-Film seit der Disney-Übernahme), der Film bricht mit der schneller-bunter-lauter Philosophie und bietet halt nicht mehr vom Selben, sondern versucht in einem gewissen Rahmen mal aus den Mustern auszubrechen und kommt eher als ein relativ düsterer Agententhriller daher. Gibt natürlich auch noch andere Filme, die etwas experimentierfreudiger sind, aber anders trifft halt auch nicht immer den persönlichen Geschmack.

Leusel 29.09.2022, 09:49
Betreff: Re: Der letzte Film

Im Nachhinein würde ich sogar sagen, das bei beiden Franchises der Ansatz "ein oder mehrere Filme pro Jahr" für mich dann doch besser war. Da konnte man eher noch Rosinen picken, was ich dann auch stets tat. Zwinkernder Smiley Aber ein halbes Dutzend Serien mit mehreren Staffeln, wo dann aber schlimmstenfalls handlungsmäßig auf der Stelle treten und dann doch nichts zu sagen haben (wie zuletzt bei Obi-Wan geschehen), man aber brav jede Serie schauen muss, um dem großen Ganzen folgen zu können... Ne, da bin ich als berufstätiger Mensch endgültig raus. Cooler Smiley

Indy2Go 29.09.2022, 09:55
Betreff: Re: Der letzte Film

Jo, das finde ich auch. Bei dem Serien-Overkill aktuell bin ich eh verdammt wählerisch geworden. Viele Serien sind ja echt schon zum reinen Konsumgut verkommen (oder wurden gleich vorweg so konzipiert). Dafür ist die Zeit dann auch zu Schade. Unentschlossener Smiley

Leusel 29.09.2022, 10:16
Betreff: Re: Der letzte Film

Zitat von Indy2Go:
Moon Knight ist ja eigentlich mein Lieblings-Marvel-Held. Marc Spector war früher immer mein ICQ-Name. Zwinkernder Smiley Fand den Ansatz mit Oscar Isaac auch ganz gut, nur hat mich die Serie nicht wirklich abholen können, drum habe ich sie auch wieder abgebrochen. Im Kino war "Infinity War" der letzte MCU-Streifen, den ich gesehen habe. Auf "Endgame" hatte ich danach nie wirklich Lust, weil ja eh klar war, dass der Cliffhanger ohne wirkliche Konsequenzen aufgelöst wird. Und nach allem was ich gehört habe, ist das dann ja auch mehr oder weniger eingetreten, außer das halt eine Hauptfigur gestorben ist. Weil der Schauspieler keinen Bock mehr hatte.

Fand ich übrigens auch. Endgame war für mich im wesentlichen der selbe Film, nur mit glücklicherem Ausgang. Zwinkernder Smiley Er hat nur noch zusätzlich bewiesen, das Star-Lord ein Idiot ist und Captain Marvel viel zu mächtig und daher uninteressant.