FloW 20.05.2019, 21:02
Betreff: Re: Der letzte Film

Blues Brothers

Einfach ein zeitloser Klassiker der Filmgeschichte. Autorennen und Crashszenen die Maßstäbe gesetzt haben, wohl dosierten Songs zum mitwippen und zwei ultracoole Helden mit viel Sinn für absurde Situationskomik. Absoluter Kultfilm! Zudem die zahlreichen Promis in Gastrollen wie z.B. Fisher und Spielberg. Fazit: Der ultimative Kultfilm mit hohem Action-, Musik- und Humoranteil – rundum ein Klassiker!

2 von 2 Blues Brothers

FloW 18.05.2019, 11:28
Betreff: Re: Der letzte Film

Off-Topic:
Stimmt! Schmunzeln hilft.

treasurelane 18.05.2019, 11:36
Betreff: Re: Der letzte Film

Off-Topic:
Jo, anders ist vieles nicht zu ertragen; und zum Thema "Eier" (passt ja auch zu Osterhasen) wissen wir ja spätestens seit kurzem von den DFB Frauen: "Wir brauchen keine Eier, wir haben Pferdeschwänze"...ziemlich aufdringlich, schlüpfrig und irritierend wenn ihr mich fragt, diese Aussage...;-)

horner1980 19.05.2019, 14:02
Betreff: Re: Der letzte Film

Gestern den nächsten Abschluss einer Filmreihe geschaut.

War for the Planet of the Apes

Ich mag die alten Planet der Affen-Filme schon sehr gerne, aber ich muss ehrlich sagen, was hier mit dem Affenplaneten gemacht wurde, hat mich noch mehr überzeugt. Über die ersten zwei Filme baute sich eine interessante, emotionale und großartig erzählte Geschichte auf, und dieser letzte Teil setzte nun all dem die Krone auf. Matt Reeves hatte schon mit Teil 2 die schwere Aufgabe, den nächsten Schritt zu machen, nachdem Teil 1 den sehr guten Beginn machte. Ich fand damals, als ich den sah, dass er das auch sehr gut gemacht hat. Mir gefiel er sogar besser als der zweite Teil. Nun hatte Reeves die Ehre, das alles zu einem Ende zu bringen, und für mich hat er das auf wirklich meisterhafte Art und Weise geschafft.
Es fängt an, dass der Film sich Zeit nimmt, seine Geschichte zu erzählen, aber trotzdem seine Spannung hält. Ich fands auch gut, dass im Film viel geredet wird, sei es mit dem gesprochenen Wort, der Gebärdensprache oder der Mimik der Beteiligten. Besonders letzteres gibt den Charakteren eine gewisse Tiefe, aber auch den ganzen Film eine emotionale Reife. Ganz klein wenig Humor, so 2-3 Szenen, gab es auch wegen eines Charakters, aber selbst der hat dann doch auch etwas trauriges an sich. Auch die Story mit dem Mädchen berührte mich sehr. Auch toll, wie Elemente der Originalfilme eingebaut wurden, so dass man, wenn man möchte, gleich mit dem ersten Film von damals weitergucken könnte. Zwinkernder Smiley
Also ehrlich.. ich kann hier an der Geschichte, und wie sie erzählt wurde, absolut nichts Schlechtes erkennen.
Nun die Darsteller: Andy Serkis hat hier wieder alle überboten. Er hat Caesar so viel Leben eingehaucht, dass er eigentlich mit dieser Rolle einen Schauspieler-Preis verdient hätte. Sein Gegenspieler Woody Harrelson war aber auch alles andere als schlecht. Er lebte ebenfalls seine Rolle, und gab ebenfalls eine nahezu perfekte Leistung ab. Teilweise erinnerte mich seine Figur an die von Ralph Fiennes aus "Schindler's List". Ganz besonders am Morgen, wenn er vom Balkon seiner Schlafunterkunft auf seine stramm stehende Leute hinunterschaut und ihren Parolen lauscht, die zeigten, dass sie es mit dem Nationalismus extrem übertrieben haben.
Weiteres Highlight war die Musik von Michael Giacchino. Er hat es richtig gemacht, und nicht den Stil seiner Musik für den zweiten Teil einfach noch mal verwendet, sondern er baute so viele neue Elemente ein, und darunter sind auch neue Themen. Das Hauptthema aus dem zweiten Teil hat er dann erst gegen Ende eingebaut. Ach ja, und wie im Teil zuvor, hat er in manche Momente sozusagen den Geist der Affenmusik von Jerry eingebaut. Ich kann es nicht anders erklären, aber ich hatte bei der Musik das eine oder andere Mal einfach nur das Gefühl, was ich auch habe, wenn ich die alte Affenmusik von Goldsmith höre. Das war wirklich großartig, und damit wurde der nun zu meinem zweitliebsten Scores von ihm. Der erste ist immer noch "Dawn of the Planet of the Apes".
Ein durch die Bank gelungender Abschluss einer überragenden Filmreihe. Irgendwie aber auch schade, dass das nun das Ende sein soll, aber es ist in sich sehr stimmig. Ich bin begeistert!

treasurelane 18.05.2019, 11:06
Betreff: Re: Der letzte Film

Off-Topic:
Also ich finde weder die Idee des Reboots noch die des "weiblichen Jack Sparrow" irgendwie toll. Erstens: Warum wird alles bis auf Teufel komm raus, fortgesetzt, rebootet etc. pp.? Ist das nicht längst an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten? Werden jetzt schon "aktuelle" Franchises rebootet? Und warum versucht man immer mehr irgendwelchen angeblichen, gesellschaftlich-politischen Quoten, Trends, "Vorgaben" oder wie man das auch immer nennen möchte offensichtlich plump nachzueiern? Sogar im Unterhaltungs-Sektor? Keine normal-denkende Frau wird im Kino sitzen und sagen: Also wenn der gute Sparrow nicht mal ne Frau wird, dann ist das für mich kein vollumfänglich guter/liebenswerter Film mehr...was geht eigentlich in den Köpfen mancher Produzenten vor? Aber irgendwann wird man auf all solche Entwicklungen zurückblicken und nur schmunzeln...

FloW 17.05.2019, 22:23
Betreff: Re: Der letzte Film

@Tamanosuke: Danke für den Hinweis. Das wusste ich in der Tat noch nicht. Finde die Entwicklung gut.

http://www.filmstarts.de/...22769.html

Tamanosuke 16.05.2019, 20:06
Betreff: Re: Der letzte Film

@FloW: Der Reboot soll doch eine weibliche Piratin als neuen Hauptcharakter haben.

Mile 22.05.2019, 23:18
Betreff: Re: Der letzte Film

Blues Brothers, einfach großartig.

Bei mir gab‘s heute John Wick - Chapter 3: Parabellum

Einfach wahnsinnig gut inszenierte und Choreografierte Action, die den Gewaltgrad der Vorgänger noch mal steigert. Sehr guter Cast (Halle Berry, Laurence Fishburne, Anjelica Huston etc. Pp.) und eine simple Story, die aber für dieses Art Film einfach hervorragend funktioniert. Dazu eine schöne Reminiszenz an „Zwei glorreiche Halunken“ und ordentliche Hunde-Action.

9 von 10 Messern

horner1980 26.05.2019, 16:49
Betreff: Re: Der letzte Film

Gestern hab ich diesen unbekannten Film gesehen

ALIEN

Happy Birthday Alien.. gestern vor 40 Jahren lief er zum ersten Mal in einem Kino, und ich finde auch 2019 kann sich der Film noch sehen lassen. Das macht eben ein echten Klassiker aus. Zwinkernder Smiley Ich hab mich heute für das "Theatrical Release" entschieden, weil ich zuletzt vor ein paar Jahren den auch gelungenen "Director's Cut" gesehen habe. Das Beeindruckendste an dem ganzen Film ist diese so geniale Atmosphäre, welche eine sehr intensive Spannung vermittelt. Da braucht es nicht einmal Schockmomente, wobei die einzigen wirklich klassischen Schockmomente von der Katze kommen.Der Angriff des so wunderschönen Aliens ist aber immer erkennbar, und trotzdem erzeugt er diese Intensivität. Ansonsten.. was gibt es da noch zu sagen, außer.. einer der Filme, welche die Bezeichnung "Meisterwerk" absolut verdient haben.

Tamanosuke 31.05.2019, 02:26
Betreff: Re: Der letzte Film

Godzilla II - King of Monsters 3D Kino
Äußerst gelungener Eintrag zum "Monsterverse". Fans der Original Godzilla Filme kommen hier voll auf ihre Kosten, ob der ganzen Details und den neu arrangierten Musik Stücken. Manche Charaktere haben zwar ihre "GoT S8" Momente, wo man nur kopfschüttelnd dasitzt, aber die halten sich in Grenzen. Gesellschaft Kritik und Umwelt Problematik sind auch wieder Thema, wie es sich für einen Godzilla Film gehört. Visuell ist das Ganze hervorragend in Szene gesetzt und kommt auf der großen Leinwand richtig zur Geltung.
8/10 Kaijus

horner1980 01.06.2019, 18:54
Betreff: Re: Der letzte Film

GIFTED

Mary ist ein hochbegabtes 7jähriges Mädchen, die nach dem Selbstmord ihrer ebenfalls sehr begabten Mutter nun schon 6 Jahre bei ihrem Onkel Frank wohnt, was der Wunsch der Mutter war. Eines Tages entscheidet er sich, dass Mary in die normale Schule gehen soll. Ihm ist es nämlich wichtig, dass sie nicht nur ihre Begabung hat, sondern auch ein Leben als Kind und natürlich auch mal gleichaltrige Freunde haben soll. Dort jedoch kommen die Lehrer schnell darauf, dass Mary kein normales Kind ist, und die Direktorin meint zu Frank, dass er Mary in eine Schule für Hochbegabte schicken soll. Er weigert sich aber, da es für ihn eben wichtig ist, dass Mary auch Kind bleibt. Daher kontaktiert die Direktorin die Großmutter von Mary. Diese hat schon damals bei Marys Mutter die Intelligenz über das Kindsein gestellt. Da Frank nicht offiziell das Sorgerecht hat, geht die Großmutter vor Gericht, um für sich dieses einzufordern.
Das ist die Geschichte des Films, und ja, es wird hier kaum was Neues zu dieser Thematik dazu erzählt und natürlich ist sie auch vorausschaubar, aber das stört mich überhaupt nicht.
Neben einer sehr behutsamen und in Sachen Gefühl sehr gut ausbalancierte Inszenierung sind es auch die Darsteller, die mich in den Film lassen. Chris Evans, der seine Rolle sehr ruhig und warmherzig darstellt, macht hier einen wirklich einen sehr guten Job, aber auch Lindsey Duncan, die Großmutter, zeigt eine beachtliche Leistung. Toll ist zum Beispiel ihr Monolog im Zeugenstand. Über die beiden steht aber Mckenna Grace, die hier alle Facetten ihrer Rolle sehr glaubhaft rüberbringt. Da stimmt einfach alles, und selbst diese Reife, die bei Kindern mit so einer Begabung vorhanden ist, nehme ich ab. Eine wirklich ganz große Leistung für die damals 11jährige. Großes Plus ist auch der Score von Rob Simonsen, der dieses Gefühl in der Geschichte mit seiner Musik eingefangen hat, und das auf eine wirklich lockere Art und Weise, ohne kitschig zu werden. Ja, ein sehr schöner Score, der auch sehr gut mit den tollen Songs harmoniert. Ja, der Blindkauf der DVD hat sich echt gelohnt. Ein Film genau nach meinem Geschmack.

horner1980 09.06.2019, 18:42
Betreff: Re: Der letzte Film

SILVERADO

Das war ein guter unterhaltsamer Western, der sich selbst nicht so ernst nimmt. Trotz der lockeren Sprüche und des dadurch vorhandenen Humors überzeugt er auch in den ernsteren Momenten. Die Story, die nun nicht gerade komplex ist, wird aber nicht nur humorvoll, sondern auch schön flüssig überzählt, so dass die 130 Minuten doch ganz gut vergehen. Zwischendurch nimmt er zwar immer wieder das Tempo raus, aber das passt dann doch wieder. Die Darsteller, allen voran Scott Glenn, Danny Glover, Linda Hunt und der ewig gute Brian Dennehy, überzeugen in ihren Rollen. Der junge Kevin Costner, der hier ungewohnt aufgedreht agierte, hat mich aber auch begeistert.
Die Musik von Bruce Broughton war auch großartig, auch wenn sie in manchen dramaitschen Momenten für mich etwas zu viel auf die Dramataste drückte. Meine Vermutung ist aber, dass das aber wohl dem Stil des Films geschuldet war. Ich würde diesen nämlich im Stil der ganz alten Western-Filme einordnen. Der wirkte nicht so, als ob er aus dem Jahre 1985 stammte. Ja, somit hab ich den Film auch mal gesehen und jap, der hat echt Spaß gemacht.

horner1980 15.06.2019, 21:06
Betreff: Re: Der letzte Film

SPIDER-MAN: HOMECOMING

Irgendwie hatte ich heute mal Bock, mir den neuen Spider-Man-Film anzuschauen, und ich wurde nicht enttäuscht. Er geht wieder mehr in Richtung Raimi und wirkt entspannter, lockerer als der erste großartige Spider-Man-Film von Marc Webb, dessen zweiten Teil ich bisher immer noch nicht gesehen habe. Das Drehbuch war auch gut mit Humor bestückt, aber nicht den "Oh schau her.. das ist lustig"-Humor, sondern mit einfachen, aber bis auf eine Sache niveauvollen Teenie-Humor. Das passte auch gut in die Story, die den Film mit sehr vielen Elementen des Teenie-Films bereichert. Ich glaube, das war auch die Richtung, welche die Macher angestrebt haben. Damit blieb der Film auch schön auf dem Boden, und das war wirklich sehr erfrischend. Einziger ganz kleiner Kritikpunkt war der Anzug, der ihn doch zu einem Mini-Iron-Man machte, denn neben dem Anzug und seine tausenden an Funktionen hat dieser natürlich auch einen Computer, der mit Peter redet. Ich muss aber zugeben, dass diese Gespräche zwischen Karen, so der Name des Computers und Peter doch sehr angenehm sind, und in manchen Momenten wirkt Karen auch sehr menschlich.
Tom Holland, um zu den Darstellern zu kommen, ist ein perfekter sehr sympathischer junger Spider-Man, und ehrlich gesagt merkte ich es ihm nicht an, dass er mit seinen 19 Jahren einen 15jährigen spielt. Als Gegenpart muss ich auch Michael Keaton erwähnen, der irgendwie auch nachvollziehbar Grund diese bösen Sachen macht und in seiner Rolle als Adrian Toomes/Volture wieder mal eine hervorragende Leistung abruft. Damit ist er meiner Meinung nach auch der perfekte Gegenspieler für Spider-Man. Ich mag seinen Charakter sehr gerne, und bin froh, dass er am Ende überlebt, wie übrigens jeder Charakter in diesem Film.
Ein weiterer großes Pro ist die Musik von Michael Giacchino, welche nicht auf großes Trara aus ist, sondern sehr verspielt ist. Selbst die meisten Actionszenen werden nicht mit vollem Orchester vertont, sondern mit dieser sehr Verspieltheit. Damit harmoniert die Musik perfekt mit dem Film, denn auch sie vermittelt dadurch eine große Lockerheit. Seine Themen für Spider-Man und Volture sind nicht übel, auch wenn die doch etwas an den Silvestri-Musikstil angelehnt sind. Anderseits passt dann das auch irgendwie zum Film, denn Spider-Man Ziel während des Films ist es, dass er als offizielles Mitglied der Avengers anerkannt wird. Ich muss aber dazu sagen, dass das Spider-Man-Thema dann doch in den kleineren verspielten Momenten mehr überzeugt.
Ja, ein wirklich sehr spaßiger Film, der auch schön klein bleibt und in seinen Actionszenen nicht allzu sehr übertreibt. Ich hoffe sehr, dass das Mittel auch für den kommenden zweiten Teil angewendet wird. Ich kann mir nämlich nicht diesen Spider-Man in einem mit übertriebenen Actionszenen vollgepackten Film vorstellen.

Kayley 19.06.2019, 00:42
Betreff: Re: Der letzte Film

Zitat von horner1980:
SILVERADO

Das war ein guter unterhaltsamer Western, der sich selbst nicht so ernst nimmt. Trotz der lockeren Sprüche und des dadurch vorhandenen Humors überzeugt er auch in den ernsteren Momenten. Die Story, die nun nicht gerade komplex ist, wird aber nicht nur humorvoll, sondern auch schön flüssig überzählt, so dass die 130 Minuten doch ganz gut vergehen. Zwischendurch nimmt er zwar immer wieder das Tempo raus, aber das passt dann doch wieder. Die Darsteller, allen voran Scott Glenn, Danny Glover, Linda Hunt und der ewig gute Brian Dennehy, überzeugen in ihren Rollen. Der junge Kevin Costner, der hier ungewohnt aufgedreht agierte, hat mich aber auch begeistert.
Die Musik von Bruce Broughton war auch großartig, auch wenn sie in manchen dramaitschen Momenten für mich etwas zu viel auf die Dramataste drückte. Meine Vermutung ist aber, dass das aber wohl dem Stil des Films geschuldet war. Ich würde diesen nämlich im Stil der ganz alten Western-Filme einordnen. Der wirkte nicht so, als ob er aus dem Jahre 1985 stammte. Ja, somit hab ich den Film auch mal gesehen und jap, der hat echt Spaß gemacht.

Ach, ich freue mich immer, wenn du mich an vergangene Lieblinge erinnerst, die ich schon fast vergessen hätte! ❤
Silverado ist ein Meisterstück! Am allerbesten, neben dem quirligen Kevin C. fand ich damals Linda Hunt als Stella!
Mzss ich unbedingt mal wieder anschauen!

horner1980 19.06.2019, 14:18
Betreff: Re: Der letzte Film

Zitat von Kayley:

Ach, ich freue mich immer, wenn du mich an vergangene Lieblinge erinnerst, die ich schon fast vergessen hätte! ❤
Silverado ist ein Meisterstück! Am allerbesten, neben dem quirligen Kevin C. fand ich damals Linda Hunt als Stella!
Mzss ich unbedingt mal wieder anschauen!

...und ich freue mich, wenn du dich freust.
Ja, Linda Hunt war wirklich klasse. Ich mag sie sehr gerne, egal in welcher Rolle.

Kukulcan 19.06.2019, 18:20
Betreff: Re: Der letzte Film

Zitat von horner1980:
SPIDER-MAN: HOMECOMING

Irgendwie hatte ich heute mal Bock, mir den neuen Spider-Man-Film anzuschauen, und ich wurde nicht enttäuscht. Er geht wieder mehr in Richtung Raimi und wirkt entspannter, lockerer als der erste großartige Spider-Man-Film von Marc Webb, dessen zweiten Teil ich bisher immer noch nicht gesehen habe. Das Drehbuch war auch gut mit Humor bestückt, aber nicht den "Oh schau her.. das ist lustig"-Humor, sondern mit einfachen, aber bis auf eine Sache niveauvollen Teenie-Humor. Das passte auch gut in die Story, die den Film mit sehr vielen Elementen des Teenie-Films bereichert. Ich glaube, das war auch die Richtung, welche die Macher angestrebt haben. Damit blieb der Film auch schön auf dem Boden, und das war wirklich sehr erfrischend. Einziger ganz kleiner Kritikpunkt war der Anzug, der ihn doch zu einem Mini-Iron-Man machte, denn neben dem Anzug und seine tausenden an Funktionen hat dieser natürlich auch einen Computer, der mit Peter redet. Ich muss aber zugeben, dass diese Gespräche zwischen Karen, so der Name des Computers und Peter doch sehr angenehm sind, und in manchen Momenten wirkt Karen auch sehr menschlich.
Tom Holland, um zu den Darstellern zu kommen, ist ein perfekter sehr sympathischer junger Spider-Man, und ehrlich gesagt merkte ich es ihm nicht an, dass er mit seinen 19 Jahren einen 15jährigen spielt. Als Gegenpart muss ich auch Michael Keaton erwähnen, der irgendwie auch nachvollziehbar Grund diese bösen Sachen macht und in seiner Rolle als Adrian Toomes/Volture wieder mal eine hervorragende Leistung abruft. Damit ist er meiner Meinung nach auch der perfekte Gegenspieler für Spider-Man. Ich mag seinen Charakter sehr gerne, und bin froh, dass er am Ende überlebt, wie übrigens jeder Charakter in diesem Film.
Ein weiterer großes Pro ist die Musik von Michael Giacchino, welche nicht auf großes Trara aus ist, sondern sehr verspielt ist. Selbst die meisten Actionszenen werden nicht mit vollem Orchester vertont, sondern mit dieser sehr Verspieltheit. Damit harmoniert die Musik perfekt mit dem Film, denn auch sie vermittelt dadurch eine große Lockerheit. Seine Themen für Spider-Man und Volture sind nicht übel, auch wenn die doch etwas an den Silvestri-Musikstil angelehnt sind. Anderseits passt dann das auch irgendwie zum Film, denn Spider-Man Ziel während des Films ist es, dass er als offizielles Mitglied der Avengers anerkannt wird. Ich muss aber dazu sagen, dass das Spider-Man-Thema dann doch in den kleineren verspielten Momenten mehr überzeugt.
Ja, ein wirklich sehr spaßiger Film, der auch schön klein bleibt und in seinen Actionszenen nicht allzu sehr übertreibt. Ich hoffe sehr, dass das Mittel auch für den kommenden zweiten Teil angewendet wird. Ich kann mir nämlich nicht diesen Spider-Man in einem mit übertriebenen Actionszenen vollgepackten Film vorstellen.
Not my Spiderman. Ich will keinen Avenger Fanboy Mini-Iron-Man. OK, ich brauche auch keine Teenie Filme, warum muss man immer die Origin-Story rebooten, statt mal einen erwachsenen dunklen Spiderman statt Spider-Teen zu machen? Schon klar warum, aber wie gesagt: „Not my Spiderman“, auch wenn er weniger überflüssig ist als das letzte Reboot.

Kayley 20.06.2019, 15:08
Betreff: Re: Der letzte Film

Baby-Spidey ist doch sooooo niedlich! *quietsch*

Jetzt weißt du, warum man ihn brauchte, Kukulcan.
Bei den Teenies weckt er Frühlingsgefühle, bei den Muttis schießt die Milch ein.
Ich für meinen Teil liebe den Kleinen!

Pascal 20.06.2019, 23:44
Betreff: Re: Der letzte Film

John Wick Chapter 3

war gerade drin und bin ganz angetan. Er schliesst nahtlos an Chapter 2 an. Die Stunts sind schön abwechslungsreich. Der zwischendurch eingestreute Humor gefällt mir. Die Handung und die Vorstellung des Hintergrundes gehen ein wenig weiter. Halle Berry versagt auf kompletter Linie bei jeder Action-Szene. Bei den Motorradszenen wird auf unnötige Slides verzichtet. Und es gibt sogar ab und zu ein paar Aufnahmen bei Tageslicht. Mehr habe ich werder von einem John-Wick-Film noch von Frau Berry erwartet.

8 von 10 Parabellum-Geschossen

horner1980 22.06.2019, 19:26
Betreff: Re: Der letzte Film

THE DRESSER (Ein ungleiches Paar)

Ein Film, der mehr Tragikomödie ist als ein Drama, in dem es um einen Garderobier geht, der alles dafür macht, damit der mental alles andere als fitte Alt-Star einer Shakespeare-Theatergruppe während des zweiten Weltkriegs sich zusammenreißt, um ein weiteres Mal als König Lear aufzutreten. Dabei macht es die Sache nicht einfacher, dass die restlichen Schauspieler nur ein Notensemble sind, da die besseren in den Krieg eingezogen wurden. Norman gibt daher alles, damit der Alt-Star wieder zu sich kommt, um ein weiteres Mal in dieser so schwierigen Rolle zu bestehen.
Diese Geschichte ist mit teils bösen und immer bissigen Dialogen bestückt, die einfach jede Menge Spaß machen. Ich muss aber auch den Cast loben, und hier vor allem Albert Finney und Tom Courtenay. Die Chemie zwischen den beiden ist wahrhaftig überragend. Das ist eigentlich der wichtigste Grund, warum der Film so gut funktioniert, denn sie sind in so gut wie jeder Szene und das meistens zusammen. Grandios, wie die beiden das spielen.
Die Musik von James Horner ist im Zusammenhang mit dem Film eher unwichtig. Es gibt gerade mal drei Tracks in den zwei Stunden des Films, und davon läuft einer über die Credits zu Beginn und einer während des Abspanns. Das ist aber okay, denn eigentlich hätte der Film sogar überhaupt keinen Score benötigt, aber trotzdem sind das schöne Tracks, die mich etwas an die ruhigen Tracks aus "Testament" erinnern. Vielleicht könnte ein Label mal die Scores sammeln mit so kurzen Laufzeiten, und daraus einen "James Horner-Sampler" machen. "The Dresser" mit seinem Scoreanteil von vielleicht 5-7 Minuten würde sich da schon einmal anbieten.
Fazit am Ende: Wirklich ein überraschend unterhaltsamer Film, an dem vielleicht sogar Shakespeare seine Freude gehabt hätte.

horner1980 29.06.2019, 17:05
Betreff: Re: Der letzte Film

What we Did On Our Holiday
(Der blöde und total unsinnige deutsche Titel: Ein Schotte macht noch keinen Sommer)

Die Geschichte ist schnell erzählt: Eine große Familie mit all ihren Problemen will den 75. Geburtstag ihres an Krebs erkrankten Oberhaupt feiern. Natürlich läuft das alles nicht so harmonisch ab, und das alles endet in einer nicht für möglich gehaltenen Situation. Letzteres hätte ich echt nicht für möglich gehalten, aber das verrate ich hier nicht.
Daraus ergibt sich eine ganz wunderbare Familienkomödie, die einfach nur Spaß macht. Zwischen all den tollen humorvollen Momenten gibt es aber auch ernstere Augenblicke, die entweder dramatisch sind oder auch sehr ruhig und nachdenklich. Die Darsteller, darunter der großartige David Tennant und die nicht weniger großartige Rosamund Pike, sind durch die Bank großartig. Die "Showstealer" sind aber die drei Kinderdarsteller, welche die wichtigsten Charaktere im Film spielen. Sie tragen den Film, und tun das auf wirklich brilliante Art und Weise. Ich hab ihnen ihre Rollen absolut abgenommen, und die waren nicht leicht, denn jedes Kind hatte seine Macken. Der Junge war fasziniert von der Wikingerwelt, während die Älteste ihre Gedanken und Fakten in einem Notizbuch festhält und die Jüngste hat ein Faible für Steine, die sie sogar Namen gibt und ohne die sie nicht schlafen kann.
Die Musik von Alex Heffes hat mich auch überzeugt. Es war nicht viel Score von ihm im Film, aber jedes Stück hat mich berührt, ganz besonders wenn das Hauptthema von Streichern vorgetragen wurde. Natürlich hat er auch, da der Film in Schottland spielt, schottische Elemente in seiner Musik eingebaut. Leider ist die Musik bisher unveröffentlicht, soweit ich weiß.
Ja, ein wirklich toller Film war das.