| Aldridge | 25.02.2018, 15:00 |
|---|---|
|
Betreff: Re: Der letzte Film Klar, Spielberg und Lucas sind die (offiziellen) Erfinder des Blockbusters. Und das politische Kino der 70er gibt es in der Ausprägung nicht mehr. Die Zielgruppe Ü30 ist aber auch nicht mehr die Zielgruppe, die verstärkt ins Kino geht. Die hocken lieber breit vor dem Trash-TV, wenn die Kinder im Bett sind. |
|
| Kukulcan | 25.02.2018, 18:47 |
|---|---|
|
Betreff: Re: Der letzte Film Zitat von Plissken: Die versunkene Stadt Z Sehr schön, sehr schön, aber wie kann man sich mit einem Floß zur Quelle eines Flusses treiben lassen? |
|
| Plissken | 25.02.2018, 19:30 |
|---|---|
|
Betreff: Re: Der letzte Film Zitat von Kukulcan: Movie-Magic
|
|
| horner1980 | 26.02.2018, 12:34 |
|---|---|
|
Betreff: Re: Der letzte Film Mit fast jeder, egal ob positiven oder negativen Kritik scheine ich in meiner Entscheidung immer mehr bestärkt zu werden, diesen Film zu meiden. Denn ich brauche die Nähe zu den Charakteren, damit ein Film eine Wirkung bei mir zeigt. Dabei ist es egal, ob das gute oder schlechte Charaktere sind.. wenn da eine Distanz zwischen denen und mir als Zuschauers ist, dann verliere ich den Reiz an einem Film. Dazu bin ich nicht gerade ein Fan von Nolan, finde seine Filme bisher immer nur zwischen gut (The Prestige, Batman Begins, The Dark Knight), geht so (Inception) und schlecht (Dark Knight Rises). "Memento" ist mir bisher nicht über den Weg gelaufen und "Interstellar" habe ich bisher auch noch nicht gesehen. Weiteres Ding: Ich bin alles andere als ein Fan von Hans Zimmers und seinem Team geschriebenen experimentiellen Scores und wenn ich da schon Ausschnitte sehe, in denen man die Musik hört.. und man kann sie aufgrund der Lautstärke auch nicht überhören.. dann mindert das umso mehr mein Interesse. |
|
| Aldridge | 26.02.2018, 14:54 |
|---|---|
|
Betreff: Re: Der letzte Film Die 8 / 10 habe ich auch allein wegen der filmischen Herangehensweise vergeben. Der Film ist ein reines audio-visuelles Erlebnis und auf der Ebene meisterhaft gemacht. Dessen muss man sich bewusst sein, wenn man ihn schaut. Auf der erzählerischen Ebene geht der für mich nur als Experiment durch. Wobei sich Nolan selbst ein Bein stellt: Einerseits bietet er einen beinahe analytischen Blick auf das Geschehen. Aber andererseits bietet er keinen Kontext und erzählt auf drei Zeitebenen, die das Gezeigte zerdehnen. Dass die Soldaten z.B. eine Woche auf ihre Rettung warten und um ihr Leben bangen, wird kaum spürbar, wenn "zeitgleich" Tom Hardy mal eben eine Stunde über den Kanal fliegt. Die Musik trägt aber wunderbar zum Film bei. Hans Zimmer gebührt da schon Respekt. Wenn man sich anschaut, wie er seit einigen Jahren Filme vertont, nämlich eben nicht auf die erwartbare Weise - siehe Interstellar oder Inferno oder eben Dunkirk - und doch so extrem effektiv, dann macht der seinen Job schon ziemlich genial. Ob dabei ein hübsch romantischer Hör-Score wie bei John Williams herauskommt, ist erst mal zweitrangig. |
|
| Plissken | 26.02.2018, 15:31 |
|---|---|
|
Betreff: Re: Der letzte Film What happend to Monday? In der nahen Zukunft steigt die Geburtenrate enorm an. Als Konsequenz wird die 1-Kind Regel eingeführt. Jüngere Geschwister werden auf Eis gelegt, in der Hoffnung sie in einer besseren Zukunft wieder aufzutauen. Das alles hält einen Mann nicht ab, seine 7 Enkeltöchter großzuziehen und sie vor der Regierung zu verstecken. Ganz pragmatisch benennt er sie nach den Wochentagen und lässt sie, jeweils am entsprechenden Tag, einzeln ein Leben außerhalb der Wohnung führen. Doch dann verschwindet Monday spurlos... Tommy Wirkola wagt sich nach seinen eher horrorlastigen Wurzeln nun ans Sci-Fi Genre. Heraus kommt ein spannender Verschwörungs-Actioner der vor allem von Noomi Rapace getragen wird. Die gibt tatsächlich sieben völlig unterschiedlichen Charakteren ihren eigenen Stempel. Auch wenn der ein oder andere Tag etwas zu kurz kommt, ist es eine beeindruckende Leistung. Zwar erfindet der Film mit seinem Ausgang das Genre nicht neu, aber er unterhalt ohne große Längen. Sci-Fi Freunde können getrost zugreifen. 8 von 7 Noomis |
|
| horner1980 | 26.02.2018, 16:01 |
|---|---|
|
Betreff: Re: Der letzte Film Jeder Mensch empfindet es anders. Was andere als genial abstempeln, kann für andere belanglos oder sogar extrem nervig abgestempelt werden. Bisher hat für mich Zimmer nichts großartiges für einen Nolan-Film geschrieben.. selbst sein vielen Seiten hochgelobter "Inception" fand ich im und außerhalb des Films alles andere als toll. Im Film war die Musik sogar extrem nervtötend und einer der Gründe, dass ich drei Anläufe brauchte, bis ich den zu Ende schauen konnte. Beim dritten Mal hab ich den Film nur noch nebenbei laufen lassen und dann, weiß gar nicht mehr wann, gab es doch was Interessantes zu sehen: Die Familiengeschichte des Hauptcharakters. Ansonsten zeigt mir der Film, was mein Hauptproblem mit Nolan ist: Er ist für mich kein guter Geschichtenerzähler und wenn er das mal versucht, stößt er schnell an die Grenzen. Genau wie Zimmer ist er mir etwas zu sehr aufs experimentieren aus, was im Grunde nicht schlecht ist, aber wenn das Endergebnis dann trotz aller toller Bilder und vor mir aus auch tollen Sound Design eine Geschichte erzählt, die einem nicht abholt, dann hat er was falsch gemacht, wenigstens für mich. Übrigens.. ich bin jemand, der keinen romantischen Hör-Score eines Johnny-Boys brauche, aber das solltest du eigentlich wissen. Für mich ist ja von allen derzeit aktiven Komponisten Marco Beltrami mein Lieblingskomponist und der ist bekannt dafür, dass er auch gerne mal Musik schreibt, die gerade im Film ihre Wirkung hat wie zum Beispiel "The Hurt Locker", der außerhalb des Films sich ohne die Bilder dazu sehr schwer tut und man einen richtigen Zeitpunkt braucht, um sich auf auf die Musik einzulassen. |
|
| Aldridge | 26.02.2018, 17:03 |
|---|---|
|
Betreff: Re: Der letzte Film Dann greift dein Disclaimer "jeder empfindet es anders" voll. Ich halte Nolan sogar für einen sehr fähigen Geschichtenerzähler, denn wie er in Inception die verschiedenen Traumebenen zusammenbekommt oder in Interstellar das große mit dem kleinen Drama verbindet, das traue ich nun auch nicht jedem Regisseur zu. Insofern empfinde ich Dunkirk aber tatsächlich als einen seiner schwächsten Filme (was zeigt, auf welchem hohen Niveau ich die Filme insgesamt ansiedle). Und Zimmer muss ich wirklich danach bewerten, wie sehr seine Musik den jeweiligen Film unterstützt. Das macht er wirklich gut. Aber die Frage ist kein "gegen", sondern ein "auch". Soll heißen: Bei Beltrami sind mir auch noch keine Ausfälle aufgefallen, dass seine Musik mal nicht zum Film passt. Und seine Bandbreite ist sicherlich (beinahe) genauso groß wie die von Zimmer. |
|
| Plissken | 26.02.2018, 20:34 |
|---|---|
|
Betreff: Re: Der letzte Film ES (2017) Derry, die wohl gefährlichste Stadt für Kinder, wird von einem Wesen heimgesucht, dass sich perfiderweise als Clown tarnt. Seine Opfer? Natürlich Kinder. Als der kleine Georgie verschwindet, macht sich sein Bruder in Begleitung seiner Loser-Freund auf, um das Rätsel zu lösen. Noch wissen sie nicht, dass sie sich ihren größten Ängsten stellen müssen. Die zweite Verfilmung von Stephen Kings Meisterwerk beweist sehr eindrucksvoll, dass es die absolut richtige Entscheidung war, die beiden Handlungsebenen zu trennen. Zu sehr hätten beide voneinander abgelenkt. So kann man sich nun voll und ganz den jungen Figuren widmen und mit ihnen mitfiebern. Das klappt bei den meisten auch ganz gut. Allerdings verkommt eine Figur zum reinen Stichwortgeber, zwei andere sind irgendwie nur da und ein weiterer darf erst zum Schluss ein wenig scheinen. Das alles tut dem Unterhaltungsfaktor aber keinen Abbruch. Bill Skarsgård tritt erfolgreich in Tim Currys clownsgroße Fußstapfen und bleibt im Gedächtnis. Die jungen Darsteller können auch überzeugen und werden sicherlich noch den ein oder anderen Film abliefern. Der Score von Benjamin Wallfisch ist erstaunlich vielfältig. Anfangs überwiegen schöne Melodien, die langsam im Verlauf des Films immer mehr atmosphärischen Horrorscoring weichen müssen. Sehr gelungen. Da der Film einschlug wie eine Bombe, ist die Fortsetzung natürlich auch schon in Sicht. Diesmal mit den erwachsenen Figuren. Mal schauen, ob das Casting tatsächlich auf so große Namen setzt, wie einige Fans sich erhoffen. 99 rote Luftballons. |
|
| Aldridge | 26.02.2018, 21:07 |
|---|---|
|
Betreff: Re: Der letzte Film Tom Hanks spielt da mit? Dann muss ich das Teil ja doch mal sehen. |
|
| Plissken | 26.02.2018, 21:30 |
|---|---|
|
Betreff: Re: Der letzte Film Zitat von Aldridge: Ja, er liefert eine oscarwürdige Performance als Gullideckel ab. Allerdings taucht er nicht in den Credits auf. Tom Hanks spielt da mit? |
|
| Toth | 03.03.2018, 12:33 |
|---|---|
|
Betreff: Re: Der letzte Film Spielberg Zweieinhalbstündige HBO-Dokumentation über den "Raiders"-Regisseur mit tonnenweise neuem Material. Auch George Lucas und die "Movie Brats" spielen eine große Rolle in vielen Privatvideos. Für Filmfans eine Goldgrube! https://www.shaanig.se/spielberg/ |
|
| Lacombe | 03.03.2018, 16:27 |
|---|---|
|
Betreff: Re: Der letzte Film In der Tat sehr interessant. Vielleicht kommt in ein paar Jahren mal ein große Filmbiographie über "Schmul". |
|
| Pascal | 03.03.2018, 21:02 |
|---|---|
|
Betreff: Re: Der letzte Film Zitat von Toth: SpielbergZweieinhalbstündige HBO-Dokumentation über den "Raiders"-Regisseur mit tonnenweise neuem Material. Zitat von www.shaanig.se/spielberg/: The media could not be loaded, either because the server or network failed or because the format is not supported. |
|
| Leusel | 04.03.2018, 09:22 |
|---|---|
|
Betreff: Re: Der letzte Film Nach über 2 Jahren habe ich mich nun dazu durchgerungen, "Das Erwachen der Macht" noch einmal anzuschauen. So richtig warm werde ich mit dem Ding jedoch nicht. Ein Droide hat sich als zuverlässiges Transportmittel für wichtige Dokumente etabliert, das ist geschenkt, sowie das die Bösen alles vernichten wollen, steht quasi in der Stellenbeschreibung. Der Überraschungsarme Tod von Han Solo und sein Dasein als laufender Fanservice und Imperium 2.0 (seriously, was haben die 30 Jahre lang gemacht, das die wieder so stark wurden?) inklusive Imperator- und Vader-Ersatz stören dagegen um einiges mehr. Ridley und Konsorten, also die Neuen, sind hervorragend. Insgesamt ist es aber nur ein "okayer" Film, absolute Durchschnittsware... |
|
| Pascal | 04.03.2018, 11:06 |
|---|---|
|
Betreff: Re: Der letzte Film Zitat von Toth: Bei mir funktioniert der Stream tadellos. Ich muss allerdings mehrmals draufklicken. Dann versuche ich es mal weiter. Vieleicht klappt es ja irgendwann auch bei mir. |
|
| Plissken | 04.03.2018, 14:26 |
|---|---|
|
Betreff: Re: Der letzte Film Mute Duncan Jones' "Nachfolger" zu Moon bietet einen starken Start. Ein interessanter Ausgangspunkt und einige nette visuelle Ideen lassen Großes erhoffen. Leider sackt der Film danach massiv ab. Auch wenn die nahe Zukunft einige schöne futuristische Designs bietet, so ist das Konzept so kurz nach Blade Runner 2049 und Altered Carbon irgendwie ausgelutscht. Auch die Story wandelt auf ausgetretenen Pfaden. Allerdings wird sie unnötig komplex und langwierig erzählt, so dass die unglaublich simple Auflösung schon ein wenig enttäuschend daherkommt. Das Positivste am ganzen Film ist dann tatsächlich Paul Rudd, der wunderbar gegen den Strich besetzt wurde. Seine Szenen gehören zu den Highlights, auch wenn die ein oder anderer eher aus einem anderen, cooleren Film zu stammen scheint. Mute ist kein Rohrkrepierer, wie einige Kritiken vermuten lassen, aber er ist auch weit davon entfernt so ein Meisterwerk wie Moon zu sein. Man kann ihn sich angucken, genug Schauwerte hat er, aber für einen guten Film reicht es am Ende doch nicht. Schade... |
|