| horner1980 | 04.02.2017, 19:54 |
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Betreff: Re: Der letzte Film CREED Ich bin ja ein Fan der Rocky-Reihe und hab eine ganz große Schwäche für den letzten Teil "Rocky Balboa", den ich persönlich sogar über die Teile davor stellen würde. "Creed" scheint diesen Weg weiterzugehen und daher hat er mich über die vollen Distanz auch auf eine sehr emotionale Ebene gepackt. Ich hatte während der ein paar der Szenen sogar feuchte Augen. Neben der großartigen Emotionalität ist der Film auch sehr spannend erzählt. Dazu geht hier ein großes Lob an Michael B. Jordan, der eine fantastische Leistung als "Baby Creed" zeigte. Aber den Hut ziehe ich hier vor Stallone, der endlich seit Rocky Balboa wieder zeigt, dass er auch ein großartiger Schauspieler ist. Er ist meisterhaft in diesem Film. Übrigens schön war es auch, Phylicia Rashād wieder zu sehen. Ich kenn sie noch als Claire Huxtable aus der "Bill Cosby Show". Musikalisch muss ich auch ein Lob aussprechen. Die Musik von Ludwig Göransson ist auch einer der Gründe, warum der Film so mitreißend ist. Eine respektvolle Hommage an die Bill Conti-Musik und dazu auch eine perfekte Symbiose von Songs und Score. Gut, kein Wunder... er war ja auch an den Songs beteiligt. Ja, eine wahrhaftig wunderbare Weiterführung des Rocky-Universums. |
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| Indy2Go | 04.02.2017, 20:18 |
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Betreff: Re: Der letzte Film Umso mehr freut es mich, dass ich auf eBay die französische 4K-Blu-Ray für 12¤ schießen konnte. ![]() Ich glaube, hätte der Verkäufer in der Artikelbezeichnung erwähnt, dass auch die deutsche Tonspur drauf ist, wäre der für bedeutend mehr abgelaufen. |
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| horner1980 | 05.02.2017, 18:43 |
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Betreff: Re: Der letzte Film Zitat von Indy2Go: Umso mehr freut es mich, dass ich auf eBay die französische 4K-Blu-Ray für 12¤ schießen konnte. Außer jemand wie ich zum Beispiel braucht kein 4K-Bild und findet: Das Ganze ist nur moderner unnötiger Schnick Schnack. Mir reicht HD.. mehr brauch ich da echt nicht. Bei manchen Filmen brauch ich nicht mal HD, denn da macht gerade das unscharfe, das nicht perfekte Bild das Besondere aus. Dazu bin immer noch jemand, der Filme zu 99,9% auf deutsch guckt. Selbst hab ich bisher auch nur einen einzigen Film mit englischer und ohne deutscher Tonspur in meiner Sammlung, weil es den bisher nicht als deutsche DVD oder BluRay gibt.. Dangerous Beauty. Aber sonst, hab ich alle Filme nur in deutsch in meiner Sammlung. |
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| Kalmanitas | 05.02.2017, 20:01 |
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Betreff: Re: Der letzte Film Zitat von horner1980:
Bei mir ist es genau das Gegenteil! Ich schaue mir die Filme nur in ihrer Originalsprache an. Bei Filmen, die nicht in englisch gedreht wurden ist es mir allerdings egal, ob die Untertitel in englisch oder in deutsch sind. Die deutsche Tonspur hingegen ist mir nur bei deutschen Filmen wichtig...von denen ich aber nicht allzu viele besitze |
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| Aldridge | 05.02.2017, 22:18 |
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Betreff: Re: Der letzte Film The BFG - Das ist so ein Fall von: "Film macht eigentlich alles richtig, nur der Zuschauer ist der falsche". Soll heißen: Ich bin für das Gebotene wohl schon ein paar Jahrzehnte zu alt und habe schon zu viele Kinderfilme gesehen. Wäre ich sechs Jahre alt, könnte ich sicherlich problemlos in die kunterbunte Riesenwelt abtauchen, Freundschaft mit dem BFG schließen, mich mit Sophiechen identifizieren und davon träumen, dass auch ich mal mit der Königin (von England) am Esstisch sitzen darf. Nur aus der traurig-abgeklärten Erwachsenensicht muss ich sagen: Das ist leider ein Kinderfilm durch und durch mit vielen Versatzstücken aus dem Kinderfilm-Repertoire (und ja, ich weiß, das alles beruht auf einem "klassischen Kinderbuch" von Roald Dahl) - bunt leuchtende Träume, die durch die Luft schwirren, ein freundlicher Riese, der lustig die Worte verdreht und mit den Ohren wackeln kann, böse Riesen, die aber so richtig Böses nicht tun, ein süßes Mädchen, das alles um sie herum mit großen Augen bestaunt, ein paar harmlos-unschuldige Pups-Witze und eben der letzte Akt im Schloss, der tatsächlich einige nett-ironische Miniaturen bereit hält, das alles technisch versiert, aber nicht zu aufregend in Szene gesetzt, ja, was soll der Kritiker denn da ernsthaft kritisieren? Dass die Geschichte für Erwachsene eben Langeweile auf hohem Niveau verbreitet und insbesondere die erste Stunde deutlich hätte gestrafft werden können? Geschenkt. Der gute Steven hat sich da einen kleinen Regie-Traum für 140 Mio. Dollar erfüllt, der halt ein wenig aus der Zeit gefallen wirkt. Abgehakt und weiter zum nächsten Projekt. Ach, Beobachtung am Rande: Der Film ist in Deutschland komplett durchlokalisiert. Soll heißen: Sogar im Bild tauchen nur deutsche Texte aus, da steht zum Beispiel über dem Eingang zum Waisenhaus wirklich "Waisenhaus". Der Titel und Titelheld werden aber trotzdem die ganze Zeit "Bi-Eff-Dschi" gerufen und an einer Stelle als "Big Friendly Giant" erklärt. |
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| horner1980 | 06.02.2017, 19:03 |
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Betreff: Re: Der letzte Film JUPITER ASCENDING Irgendwie ist das seltsam bei mir. Manche der Filme, die andere als "boah ist der mies" bezeichnen, funktionieren bei mir. So auch dieser, der nicht gerade die besten Kritiken bekam. Aber warum funktioniert er gerade bei mir? Es ist ganz simpel... es sind die Charaktere, die mich mitreißen. Sie schaffen es, mich emotional an sie zu binden. Besonders Jupiter alias Mila Kunis... dadurch, dass sie ein Charakter ist, der sympathisch und teilweise richtig normal daherkommt, schafft es, dass ich ihrer Geschichte lausche und sie schon mit einer Art Begeisterung verfolge. Da sind dann auch irgendwelche Logiklöcher egal... oder dass der Film einen guten Schuss mehr Spannung gut vertragen hätte. Minuspunkte gibt es für Giacchino, dessen Score mir an ein paar Stellen zu aufgepolstert daherkommt. Sozusagen nach dem Motto: "Warum zur Hölle muss da in dieser Actionszene unbedingt ein Chor erklingen.. ohne würde das doch viel harmonischer wirken". Diese Momente wiederholen sich das eine oder andere Mal.. dazu klingt es paar Mal verdächtig nach seinem Star Trek und nach dem Star Wars von Williams. Aber ok... er hat auch einige sehr gute Momente, auch welche mit Chor. Was ich besonders im Score vermisst habe, war ein Thema, welches im Ohr bleibt. Der Film ist gerade mal seit 10 Minuten vorbei und ich hab keine Ahnung mehr, ob da überhaupt ein Thema war. Ach ja nochwas: Der Film auch eine saukomische Szene... ich sag nur Passagierschein 38. Asterix-Fans sollten wissen, was ich meine. Also für mich tat der Film das, was er tun wollte.. er hat mich unterhalten, was aber besonders dank der Charaktere geschah, die mich emotional an ihn gebunden haben. Ja, manchmal ist es bei mir persönlich so einfach. |
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| treasurelane | 07.02.2017, 17:17 |
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Betreff: Re: Der letzte Film Ghostbusters 2016 Die teilweise vernichtenden Kritiken kann ich nicht so recht verstehen. Dass der Film nicht den gleichen Charme hat, wie das Original; dass das gewisse Etwas fehlen mag, dass auch ich mir eine andere Crew hätte gewünscht... alles o.k. Wenn man den Streifen einfach "ohne Erwartungen" anschaut, dann bietet er nette Popcorn-Kino Unterhaltung mit einigen Schmunzlern und cool aussehenden Geistern. Auf dieser EInstellungs-Ebene einziger Kritikpunkt: Der Film zieht sich ab ca. der Hälfte dann doch etwas arg in die Länge. @Kukulcan: Lese gerade deinen Post zu Passengers; freut mich, diesbezüglich mit anderen Usern einer Meinung/eines Geschmackes zu sein. :-) |
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| Kayley | 12.02.2017, 23:18 |
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Betreff: Re: Der letzte Film Hacksaw Ridge Zuallererst musste ich mal ein Kino finden, das den Film zeigte... war gar nicht so einfach. Weiß jemand, warum die großen Kinos ihn scheinbar meiden? Immerhin ist er für einige Oscars nominiert. Nun ja, ich habe eins gefunden, und mein Urteil: sehr geil! Und ich meine jetzt nicht "geil" im Sinne von: oh toll, viel Blut und Krieg und brutal und schrecklich und Tote und blaaaa, sondern tatsächlich beeindruckend. Dadurch, dass man ja weiß, dass das Ganze auf einer wahren Geschichte um eine echte Person basiert, wirkt alles nochmal dramatischer. Also, von der Hauptstory, in der es um Desmond Doss und seine Überzeugungen geht, ein sehr gutes Werk. Die Besetzung der Hauptrollen ist absolut klasse! Sowohl Andrew Garfield als auch Hugo Weaving und Vince Vaughn machen einen klasse Job. Sehr gut gefallen hat mir auch Luke Bracey, den ich bis dato nicht kannte, und der den Smitty spielt. Spoiler:
Die Interviews am Ende des Filmes haben mich nochmal ergriffen und tatsächlich auch zu Tränen gerührt. Wie die harten Jungs, die ihn vorher ausgelacht und verprügelt haben, plötzlich ganz liebevoll von ihrem Kameraden gesprochen haben. Schade, dass der echte Desmond Doss den Film nicht mehr erleben durfte. Emotional kann ich mich in der Hauptperson absolut nicht wiederfinden und zwischendrin habe ich sogar kurz gedacht, wie heuchlerisch es eigentlich ist, sich so hinter seinen Überzeugungen zu verstecken, während andere sterben, aber ich muss sein Handeln weder mögen noch gutheißen, um zu verstehen, dass er am Ende als Held dastehen muss. Von mir gibt's 8 von 10 Morphium-Shots. |
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| horner1980 | 14.02.2017, 17:14 |
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Betreff: Re: Der letzte Film THE HOMESMAN Eindrucksvoller Western von und mit Tommy Lee Jones. Gleich zu Beginn ist man sofort in der sehr intensiven und äußerst intensiven Geschichte drin. Für die etwas auflockerenden Momente sorgt Rauhbein Tommy Lee Jones, der mich teilweise in seiner Art an John Wayne erinnerte. Der gesamte Cast, besonders Hilary Swank, Miranda Otto, Grace Gummer, Sonja Richter und klar Jones spielt auf allerhöchsten Niveau. Die Musik kannte ich ja vorher schon und ist mein Lieblingsscore von Marco Beltrami. Im Film wirkt der Score wahrhaftig großartig und ist wohl ein Paradebeispiel, wie man solche Art von Filme vertonen sollte. Alles zusammen ergibt das einen Film, der sich nun den Status "Einer meiner Lieblingsfilme" verdient hat. |
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| horner1980 | 18.02.2017, 18:25 |
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Betreff: Re: Der letzte Film Robot & Frank Ein wunderbarer Film über einen an Gedächtnisschwund leidender Gauner und seinem neuen besten Freund, ein Roboter. Eine wahrhaftig fabelhafte Tragikomödie um das Älterwerden mit einem grandiosen Frank Langella. Aber auch der weitere Cast (Liv Tyler, Jeremy Sisto, James Marsden) kann sich sehen lassen. Die Musik von Francis and the Lights ist ebenfalls gelungen.Für mich der beste Roboterfilm seit Jahren.. gerade weil er nicht cool und laut ist, sondern komisch, traurig und auf jedem Fall unterhaltsam. |
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| Indy2Go | 26.02.2017, 12:06 |
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Betreff: Re: Der letzte Film The LEGO Batman Movie Mit dem Mutterfilm, "The LEGO Movie", bewies Warner bereits vor drei Jahren, wie unterhaltsam ein abendfüllendes Werbevideo für einen dänischen Spielzeughersteller sein kann. Doch "The LEGO Movie" auf seinen Unterhaltungswert zu reduzieren, wäre nicht fair. Zum einen bietet das Medium die einmalige Möglichkeit, unzählige aus Film und Fernsehen bekannte Figuren aufeinandertreffen zu lassen - darunter auch welche, die gar nicht Warner gehören und zum anderen ist der Film eine wunderbare Charakterstudie, der Kitt (um es mit Frank-Walter Steinmaier zu sagen ) für eine Vater-Sohn-Beziehung. Auch "The LEGO Batman Movie" hat dies betreffend ähnlich hohe Anliegen.Der Film ist eine Studie über Freundschaft. Eine gut geschriebene, die eine wichtige Botschaft zu vermitteln versucht. Im Gegensatz zum Mutterfilm nimmt sich "The LEGO Batman Movie" aber kaum Zeit zum Verschnaufen. Es gibt Action en masse, sodass sich der Mittelteil für mich zwischenzeitlich ziemlich belanglos und ermüdend angefühlt hat. Positiv anzumerken ist jedoch, dass der Film überraschend düster und atmosphärisch ist und sich dabei zeitweise wie ein richtiger Batman-Film anfühlt. Und er nimmt sogar die Tatsache, dass aufgrund der Altersfreigabe kein Blut gezeigt werden darf auf die Schippe. Und wieder gibt es unzählige Auftritte bekannter Gesichter, womit "The LEGO Batman Movie" wohl einer der größten Crossover der Filmgeschichte ist. Sogar gewisse "britische Roboter" bekamen ihre Screentime. Da die Antagonisten - abgesehen vom Joker - aber eher zum Spaß dabei sind, in größeren Cameos quasi, krankt der Streifen auch nicht an zu vielen Charakteren. Er konzentriert sich auf die Bat-Familie auf der einen und den Joker auf der anderen Seite. Und wie die Bösewichter aus den anderen Universen ins Bild passen, erklärt der Film überraschend geschickt.Die Gag-Dichte fand ich auf Dauer fast etwas anstrengend, zumal bei weitem nicht alle Gags zünden können. Wenn Batman aber zu Beginn die Logos kommentiert oder versehentlich Robin adoptiert und wenn die Filmhistorie Batmans durch den Kakao gezogen wird, sieht man gerne wieder über die weniger guten Gags hinweg. Generell sind die popkulturellen Anspielungen grandios. (Stichwort: Tom Cruise). Leider kam kein Legolas drin vor, das verüble ich dem Film etwas. |
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| Leusel | 27.02.2017, 18:41 |
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Betreff: Re: Der letzte Film Cinderella Netter Märchenfilm um die altbekannte Geschichte mit viel CGI und guten Darstellern. |
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| FloW | 19.05.2026, 21:21 |
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Betreff: Re: Der letzte Film The Tourist von 2010 ist ein stilvoller Katz-und-Maus-Thriller mit eleganter Glamour-Atmosphäre. Die traumhaften Bilder aus Venedig, die luxuriöse Inszenierung und der stilvolle Soundtrack schaffen eine besondere Stimmung, die den gesamten Film trägt. Im Mittelpunkt stehen der scheinbar gewöhnliche Tourist Frank Tupelo, gespielt von Johnny Depp, und die geheimnisvolle Elise, dargestellt von Angelina Jolie. Anfangs wirkt ihre Begegnung zufällig, doch schnell gerät Frank in ein gefährliches Netz aus Verwechslungen, Geheimdiensten und Kriminellen. Gerade diese Verstrickungen fand ich spannend, weil der Film immer wieder mit falschen Identitäten und überraschenden Wendungen spielt. Gleichzeitig hatte ich aber das Gefühl, dass manche Entwicklungen unnötig kompliziert und teilweise vorhersehbar wirken. Besonders gefallen hat mir die Ausstrahlung der beiden Hauptdarsteller: Jolie verkörpert ihre Rolle sehr elegant und geheimnisvoll, während Depp mit seinem charmant-verunsicherten Auftreten überzeugt. Dennoch blieb die emotionale Tiefe der Figuren für mich etwas oberflächlich. Interessant fand ich außerdem, dass der Film von Florian Henckel von Donnersmarck inszeniert wurde, der zuvor mit „Das Leben der Anderen“ große Erfolge gefeiert hatte. Im Vergleich dazu wirkt The Tourist deutlich leichter und mehr auf Unterhaltung ausgelegt. Der Film überzeugt durch seine stilvolle Regie und die edle Bildsprache. Insgesamt empfand ich den Film als unterhaltsamen Mix aus Thriller, Romanze und Agentenfilm, der zwar nicht in allen Punkten überzeugt, da einige vorhersehbare Wendungen, fehlende emotionale Tiefe, und ein Spannungsbogen, der zwischendurch etwas abfällt, vorliegen. Aber durch seine Atmosphäre, die bekannten Schauspieler und die schöne Inszenierung ist der Film definitiv sehenswert. The Tourist erhält von mir 7 von 10 venezianischen Masken. Ausgeliehen auf YouTube. |
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| Lacombe | 19.05.2026, 07:07 |
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Betreff: Re: Der letzte Film Für mich einer der besten Filme aller Zeiten. Man vergisst auch schnell, wie viel schwieriger es vor über 60 Jahren war, solche Bilder auf die Leinwand zu wuchten, denn es musste ja alles "on set" gemacht werden. Dafür ist die Authentizität ungleich höher. |
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| Pascal | 01.03.2017, 14:51 |
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Betreff: Re: Der letzte Film John Wick: Kapitel 2 ich bin enttäuscht: zu wenig neue Ideen für einen 2ten Film, wenig Handlung, keinerlei Überraschungen und dazu ein völlig offenes Ende. So etwas mag ich nicht. |
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| Aldridge | 02.03.2017, 00:53 |
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Betreff: Re: Der letzte Film John Wick: Chapter 2 - Style over substance, keine Frage. Gutgekleidete Menschen tun unschöne Dinge an schönen Orten. Wie im ersten Teil ist die Action ordentlich choreographiert und bietet ein paar nette optische Kniffe. Doch mit der Figur John Wick fiebert man dabei noch immer nicht so richtig mit: Auch wenn der Schwarze Mann dieses Mal etwas mehr bluten darf als im Vorgänger, so steckt er Messerstiche und Pistolenschüsse doch jederzeit ohne größeres Murren weg und befördert die nächsten 50 Bösewichte per Kopftreffer aus der Welt. Was das zweite Kapitel aber vielmehr auszeichnet, ist die Tatsache, dass er den Comic-Charakter des Gebotenen deutlich stärker ausbaut als der erste Teil und eine Parallelwelt voller Killer mit einigen gelungenen Verfremdungseffekten entwirft. Da ist es dann auch völlig egal, wenn die Logik mit großen Gesten beiseite gewischt wird. In seinen besten Momenten lässt der Film Bild und Ton zu einer Einheit verschmelzen, die streckenweise sehr gut auf solche Nichtigkeiten wie Handlung und Dialoge verzichten kann. Hat mir als solches mehr Spaß gemacht als der erste Teil, wobei ich aber abwarten muss, ob das zweite Kapitel bei der Zweitsichtung nicht genauso deutlich verlieren wird wie der Auftakt der Geschichte. So oder so: Der dritte Teil darf kommen. |
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| Indy2Go | 03.03.2017, 14:59 |
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Betreff: Re: Der letzte Film Mad Max Trotz des geringen Budgets gelang es George Miller, einen ordentlichen Exploitationfilm zu drehen, der nicht ohne halsbrecherische Stunts auskommen muss und heute Kultstatus hat. So richtig Endzeitstimmung will aber noch nicht aufkommen, dafür ist die Gesellschaft einfach noch zu intakt und die Dystopie nicht entfremdend genug. Aber spätestens zum Ende hin, wo der noch sehr milchgesichtige Mel Gibson so richtig den Badass raushängen lassen durfte, fesselt der Film enorm. So sehr, dass sich sogar Alan Moore sieben Jahre später von der Schlusszene inspirieren ließ. ![]() Mad Max II - Der Vollstrecker Na bitte. Die Gesellschaft ist inzwischen kollabiert, das Ödland scheint nirgendwo zu enden und der Kampf um Treibstoff ist allgegenwärtig. Würde zu Beginn nicht noch eben die Handlung des ersten Teils zusammengefasst werden, könnte man fast vergessen, dass es sich um eine Fortsetzung handelt. Diese Entwicklung ging dann doch ein wenig zu rasch, die postapokalyptische Anarchie macht aber gerade den Reiz aus. Zu den abgedrehten Fahrzeugen und irren Verfolgungsjagden brauche ich kaum noch was zu sagen - atemberaubend und völlig zu Recht Kult. Mad Max - Jenseits der Donnerkuppel Lahangweilig! George Miller verzichtete auf so ziemlich alles, was den zweiten Teil ausmachte und stopfte den Film stattdessen mit unpassender Popmusik, anstengenden Kindern und Tina Turner voll. Keine Verfolgungsjagden (vom Ende abgesehen), keine brutalen Gewaltakte, die ja irgendwie dazugehören und auch keine besonders logische Handlung. Von der Kontinuität mal ganz zu schweigen - wieso kannte Max den Tragschrauberpiloten plötzlich nicht mehr? Oder sollte dass eine andere Figur sein, für die man nochmal auf Bruce Spence setzte? Aber ich will mal nicht so sein: Setting und Ausstattung sind auch hier sehr ansehnlich. Und die Schweine haben nicht gesungen. ![]() Mad Max: Fury Road Achtung, Wortwitz: Abgefahren! Der Streifen ist eine einzige Action-Orgie mit völlig abgedrehtem Fuhrpark und übertrieben lauter Mucke von Junkie XL, die ordentlich Laune macht. Tom Hardy steht die Rolle des Max Rockatansky mindestens genauso gut wie Mel Gibson und auch wenn der Film jetzt nicht gerade ein Charakterstück ist - Charlize Theron und Nicholas Huolt haben richtig gut gespielt. Die Gesellschaft ist hier völlig im Eimer, die Welt nur noch unberechenbares Wasteland. Antagonist Immorten Joe ist Oberhaupt seiner erdachten Religion mit zahlreichen fanatischen Anhängern und Diktator der wohl einzigen "Oase" in der kaputten Welt. Trotz nur wenigen - quasi überhaupt keinen - Verschnaufpausen wirken die Stunts, Schlägereien und Verfolgungsjagden nie langweilig oder beliebig; da ist Miller schon ein Kunststück gelungen. Und die Optik ist der Hammer - ein Paradebeispiel für practical effects, die sinnvoll durch CGIs unterstützt werden. Großartig! |
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| Kayley | 03.03.2017, 15:36 |
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Betreff: Re: Der letzte Film Zitat von Indy2Go:
Auf die ersten beiden Teile möchte ich nicht eingehen, auf die lass ich nichts kommen, aber widersprichst du dir nicht ein wenig selbst, wenn du im 3. Teil logische Handlung vermisst und vom 4. dann sagst: Großartig!? Ich stimme dir zwar zu, dass der 3. Teil sehr mau (bis auf den Song natürlich) war, aber hätte der 4. nicht mit special effects, Charlize Theron und einem supergeilen neuen Max gepunktet, dann wäre da m.M.n. einfach absolut gar nichts übrig geblieben, denn Story, Sinn oder irgendwie mal einen roten Faden gab es da nicht. |
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| Aldridge | 03.03.2017, 16:19 |
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Betreff: Re: Der letzte Film Die große Stärke von Mad Max (also dem vierten Teil) war für mich eigentlich das World Building. George Miller entwirft da eine authentische, wenn auch abgefahrene eigene Welt und wirft den Zuschauer mitten hinein, ohne sich erst groß mit Erklärungen aufzuhalten. Die Schauspieler und Figurenzeichnungen (mit einem deutlich feministischen Unterton und einer Degradierung der Titelfigur zum Nebendarsteller) waren da Sahne und Kirsche oben drauf. Und dann ist der Film noch genau das, was man von einem Mad Max-Film eigentlich erwartet: filmgewordene Bewegung. Was will man denn da mehr? Der dritte Teil war auch nicht nur Tina Turner. Die erste Hälfte war sogar ziemlich geil mit vielen guten Ideen. Aber die zweite Hälfte zieht den Film dann komplett runter. Schade... |
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| Indy2Go | 03.03.2017, 16:20 |
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Betreff: Re: Der letzte Film Keineswegs. Die Handlung von "Mad Max: Fury Road" ist sicherlich reichlich minimalistisch, ergibt doch aber perfekt Sinn. Auch die ersten beiden Teile haben jetzt nicht gerade Story en masse - brauchen sie ja auch nicht. "Mad Max - Jenseits der Donnerkuppel" aber will komplexer sein - und scheitert daran. Max' ist in dem Film nach dem Kampf in der Donnerkuppel - ohne jede Charakterentwicklung - eine völlig andere Figur. Von dem Badass, der nur aus Eigennutz oder der Not heraus mit Anderen zusammenarbeitet, war hier nichts mehr übrig. Auch in "Mad Max: Fury Road" handelte er letzten Endes heldenhaft und nicht mehr aus egoistischen Motiven, das allerdings erst nach einer Vertiefung der Beziehung zu Furiosa, also nach einer authentischen Charakterentwicklung. Und trotzdem blieb er der alte, denn sein Leben als einsamer Racheengel wollte er nicht aufgeben. Der dritte Teil richtet sich problematischer Weise auch an ein jüngeres Publikum und muss daher auf essentielle Elemente der Vorgänger verzichten, stattdessen bekommen wir einfach nicht zur Prämisse passende Kinder als Ewok-Ersatz. Und wie gesagt: Wie passt Bruce Spences Figur ins Bild? Erinnern sich Max und der Tragschrauberpilot plötzlich nicht mehr aneinander oder spielt Bruce Spence eine neue Figur, die besagtem Piloten auffallend ähnelt? So oder so - es ruiniert die Kontinuität. Und in wie fern gab es in Teil 4 den keinen roten Faden? Die Handlung ist weder twistreich noch tiefgreifend aber in wie weit es dann an Sinn mangeln soll, ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel. Der Film erzählt seine Geschichte von vorne bis hinten konsequent durch. Max macht eine Charakterentwicklung durch und sorgt für den finalen, durchaus cleveren Wendepunkt. Nachtrag: Hat sich überschnitten. |
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