| FloW | 13.01.2009, 10:53 |
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Betreff: Indiana Jones 4 Comic Bin HEUTE zufällig über den COMIC zu Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels von Lucas Books und Panini Comics in meiner Lieblingsbücherei gestolpert. Ist ja schon länger veröffentlicht. Finde den Comic sehr detailreich und teilweise aus neuen Perspektiven. Die Dialoge und Szenen weichen mehrfach vom Film ab und beim durchlesen merkt man wie z. B. Pampel seine eigene Handschrift bei der Synchronisation des Kinofilms hören lässt. Im Comic heißt es: Spalko:"Was glauben Sie woher ich bin?" Indy:"So wie sie ihre Ws verbeissen, würde ich östliche Ukraine sagen." Pampel sagt hingegen: "So wie Sie ihre Vokale verdunkeln, tippe ich auf Ost-Ukraine." Es gibt weitere Beispiele die im Buch unschöner formuliert sind und man vermuten kann das gewisse Formulierungen im Gegensatz zum Comic beim Sychronisieren des Filmes Sprachlich für den Kinobesucher aufpoliert wurden. Habe bisher noch keinen Thread zu diesem Comic gefunden. Wenn die Info doppelt sein sollte, dann vegebt mir. Im Anhang - die beiden IndyIV-Comic-US-Cover, die für mich neu waren. |
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| 5IC | 13.01.2009, 11:06 |
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Betreff: Re: Indiana Jones 4 Comic Naja ich glaube nicht, dass das "Pampels Handschrift" ist, sondern die der verantwortlichen Synchronautoren. Sicherlich improivsiert ein Sprecher auch mal bei dem ein oder anderen Wort, aber sich eine komplett eigene Übersetzung für Sätze auszudenken halte ich eher für unwahrscheinlich. |
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| FloW | 13.01.2009, 11:32 |
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Betreff: Re: Indiana Jones 4 Comic Naja sagen wir soo - Die Formulierungen im Film sind trefflicher als im Comic, aber dafür gibt's im Comic noch Zusatzinfos durch den Erzähler und neue Kameraperspektiven. Mich würde eht Mal interessieren wie die Synchrinsprecher und Synchronautoren zusammenarbeiten. Pampel hat ja selbst gesagt das er nur kurze Filmschnipsel bei der Arbeit sah. Also wird er auch nur den Text für seine Sätze bzw. für die Dialogpartner bekommen haben. Mutt hatte im Teaser gesagt: "Sie sind Professor?" Wohingegen es im Film hieß: "Sie sind Lehrer?" Werden sollche Nuancen mit zwischen Synchronsprechern und Synchronautoren abgestimmt. Wer sitzt so alles bei Synchronabreiten mit den Synchronsprechern bei der Arbeit zusammen und wird in den Entscheidungsprozess eingebunden? Pampel hatte in einem Interview gesagt das Synchronsprecher oftmals eine One-Man-Show in zum Teil eigenen kelinen Privat-Studios machen. Das heißt Sie sprechen und produzieren viele Projekte alleine. Wer weiß darüber etwas mehr? |
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| Jens | 13.01.2009, 11:48 |
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Betreff: Re: Indiana Jones 4 Comic Zitat von FloW: Mutt hatte im Teaser gesagt: "Sie sind Professor?" Wohingegen es im Film hieß: "Sie sind Lehrer?" Das ruht ganz sicher daher, dass die Synchronsprecher respektive - autoren zur Zeit, als der Trailer erstellt wurde, nur über Filmschnipsel verfügten, nicht aber über den gesamten Inhalt Bescheid wußten. Man hat das "Professor" in "Lehrer" geändert, um den immer wieder aufkeimenden Schuldkonflikt von Mutt ("Na toll, ein Lehrer.", "Pauker", etc. pp.) zu transportieren. Eigentlich ist die Übersetzung "Lehrer" für's deutsche Publikum sogar besser. Anders als in Deutschland, wo der Professorentitel mit einer entsprechenden wissenschaftlichen Qualifikation erarbeitet und dann verliehen wird, wird in den USA m.W. zunächts jeder akademische Lehrer mit "Professor" angeredet ... |
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| 5IC | 13.01.2009, 12:02 |
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Betreff: Re: Indiana Jones 4 Comic Das was Pampel mit One-Man-Show meint sind z.B. so Sachen wie das sprechen von Dokumentation, Werbespots und Ähnlichem. Filme sind da eine wesentlich größere Sache, die ja von großen Synchronstudios (Meißtens in Hamburg, Berlin oder München) im Auftrag des deutschen Filmverleihs produziert werden. Da ist sicherlich nichts mit One-Man-Show. Worauf er sich mit One-Man-Show allerdings auch beziehen kann, ist dass man als Sprecher in der Regel ja alleine vor dem Mikro steht. Es ist eher selten, dass Gespräche in einem Film von beiden Sprechern zeitgleich (quasi autentisch) eingesprochen werden, sondern seperat, mit teilweise ein paar Tagen Differenz. Was die Text-Unterschiede zwischen Trailer und Film angeht, hatte ich das vor längerer zeit schonmal erläutert. Die Synchronisation von Trailern, Teasern, Spots und Ähnlichem wird in der Regel seperat vom Hauptfilm produziert. Das liegt daran, dass Trailer, Teaser und Spots in der Regel weit vor dem finalen Filmschnitt fertig sind und an den Konsumenten gebracht werden müssen. Der Synchronautor-/ übersetzer der nun dieses Promomaterial bearbeiten soll, kennt den fertigen Film genauso wenig wie das Publikum. Er wird vielleicht vor ab schon die ein oder andere Dialogpassage kennen, aber nicht viel mehr. Er muss nun also einen Trailer übersetzen bei dem er a) die Zusammenhänge und Kontexte des gesagten nicht richtig kennt und b) SCHNELL fertig werden muss. Er übersetzt also so, wie es im spontan am Besten vorkommt. Wenn er einige Wochen später dann den Hauptfilm angeht kann sich seine Ansicht über manche Übersetzungen ändern. Auch kann es sein, dass das Filmstudio bzw. der Verleiher Änderungswünsche haben. Und auch kann es sein, dass das Promomaterial von jemand ganz anderem bearbeitet wurde. So nach dem Motto "Der Azubi bekommt die Trailer und der Chef macht den Hauptfilm." Oder das Promomaterial von einer ganz anderen Agentur/Synchronstudio gemacht wurde. Aus den selben Gründen kommt es bei Trailern auch häufig vor, dass manche Stimmen andere sind, als im fertigen Film. Weil die Trailer Wochen zuvor synchronisiert worden und die finalemn Sprecher da noch nicht feststanden, oder schlichtweg nicht zur Verfügung standen. Oder der Aufwand zu groß wäre jemand durch halb Deutschland anreisen zu lassen, nur damit er 5 Wörter im Trailer einspricht. Generell läuft es so ab, dass es wie beim Film einen Synchronautor und einen Synchronregisseur gibt. Manchmal ist dies auch die selbe Person. Je nach Talent und Erfahrung. Wer genau eine Grundübersetzung macht, weiß ich nicht genau. Kann sein, dass dies der Autor selber macht, kann aber auch sein, dass es hierfür nochmal spezielle Übersetzer gibt. Möglich auch, dass der Verleih eine Übersetzung in Auftrag gibt und diese dann an das Synchronstudio weiterleitet. Der eigentliche Sprecher liest dann nur noch den Text des Autors mit den Anweisungen des Regisseurs. Sicherlich kann er da auch eigene Ideen einbringen. Aber ich halte es für unwahrscheinlich, dass ein Sprecher ganze Sätze und ganze Übersetzung bestimmt oder fordert. Da bleibt eher jeder Schuster bei seinen Leisten. |
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| Last Crusader | 13.01.2009, 12:54 |
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Betreff: Re: Indiana Jones 4 Comic Übrigens war Arne Elsholz Dialogregisseur und -autor der ersten drei Filme. Er selbst spricht in LC Kazim. |
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| m.s | 13.01.2009, 13:04 |
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Betreff: Re: Indiana Jones 4 Comic Zitat von Jens: Eigentlich ist die Übersetzung "Lehrer" für's deutsche Publikum sogar besser. Anders als in Deutschland, wo der Professorentitel mit einer entsprechenden wissenschaftlichen Qualifikation erarbeitet und dann verliehen wird, wird in den USA m.W. zunächts jeder akademische Lehrer mit "Professor" angeredet ... Habe die OV gerade nicht zur Hand, aber sagt Mutt auf Englisch nicht sogar "You're a...teacher"? |
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| Jens | 13.01.2009, 13:08 |
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Betreff: Re: Indiana Jones 4 Comic Jetzt, wo Du es sagst ... stimmt. |
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| 5IC | 13.01.2009, 13:27 |
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Betreff: Re: Indiana Jones 4 Comic Zitat von Last Crusader: Übrigens war Arne Elsholz Dialogregisseur und -autor der ersten drei Filme. Er selbst spricht in LC Kazim. Und Young Indys Nashorn-Gegner (hat der nen Namen? :p) Aber thx für die Info, wusste ich noch gar nicht! |
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| FloW | 13.01.2009, 14:06 |
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Betreff: Re: Indiana Jones 4 Comic Zitat von 5IC: Und Young Indys Nashorn-Gegner (hat der nen Namen? :p) Der Typ heißt Roscoe... Ich bin begeistert vom IndyIV-Comic. Bei der Verfolgungsjagd rast Mutt mit Indy über den Footballplatz und am Ende als Indy, Marion, Mutt und Oxley aus dem Tempel gespült werden, da steigt eine myteriöse Kugel und kein Ufo auf. |
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| Jens | 13.01.2009, 15:23 |
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Betreff: Re: Indiana Jones 4 Comic Die Szene mit dem Footballgame ist gedreht worden (zumindest war sie angesetzt und ich kann mich an Bilder von entsprechend gekleideten Darstellern erinnern) - ist offensichtlich rausgeschnitten worden. |
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| Daniel | 13.01.2009, 15:32 |
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Betreff: Re: Indiana Jones 4 Comic Irgendwie ist alles rausgeschnitten worden...und das merkt man m.E. auch an vielen Ecken und Enden! Sehr schade! |
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| Jens | 13.01.2009, 15:41 |
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Betreff: Re: Indiana Jones 4 Comic Na ja, wenn "alles" rausgeschnitten worden wäre, wäre der Film wohl deutlich kürzer. ![]() Grundsätzlich ist gegen das Ansetzen der Schere bei Filmen aber nichts einzuwenden (solange dem keine handlungsrelevanten Szenen zum Opfer fallen und der Film offensichtliche Lücken aufweist) - sonst hätten wir bald nur noch 3-Stunden-Mammut-Projekte im Kino laufen. |
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| Daniel | 13.01.2009, 15:53 |
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Betreff: Re: Indiana Jones 4 Comic Ich denke du konntest meiner Formulierung die Verärgerung über die (wie es scheint) zahlreichen Kürzungen entnehmen. :-) |
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| Toth | 13.01.2009, 16:19 |
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Betreff: Re: Indiana Jones 4 Comic In allen Filmen schaffen es grundsätzlich nie alle gedrehten Szenen in den Endschnitt, wobei Spielberg eher zu den ökonomischen Filmemachern zählt, die wenig Überschuss drehen. |
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