Ah, stimmt - wir hatten ja auch einen LOST-Thread. Den hatte ich ganz vergessen. Ich weiß nicht, wer von Euch die aktuelle (derzeit im US-Fernsehen laufende) 6. und letzte Staffel schaut, aber in letzter Zeit wird der Name "Indiana Jones" da ziemlich inflationär (und zumindest einmal richtig, richtig witzig) gebraucht.
Wird ja auch mal Zeit. Zum einen bietet sich die Serie ja völlig dafür an, zum anderen hat Producer Carlton Cuse damals mit Jeffrey Boam an LC geschrieben.
Shepard
24.03.2010, 00:30
Betreff: Re: Serie: Lost
Zitat von Jens:
Ich weiß nicht, wer von Euch die aktuelle (derzeit im US-Fernsehen laufende) 6. und letzte Staffel schaut, aber in letzter Zeit wird der Name "Indiana Jones" da ziemlich inflationär (und zumindest einmal richtig, richtig witzig) gebraucht.
Tatsächlich? In der letzten Folge ist mir das natürlich aufgefallen, aber die anderen male muss ich sehr halbherzig zugehört haben.
Die letzten Episoden gefallen mir jedenfalls immer besser...
Jens
24.03.2010, 01:09
Betreff: Re: Serie: Lost
Ja, in der letzten war es auch sehr offensichtlich.
ich bezog mich mit dem "witzig" aber auf die dritte oder vierte Folge der Staffel, als Hurley
Spoiler:
im Auftrag Jacobs im Tempel unterwegs ist, um den geheimen Tunnel zu suchen, dabei von Dogen ertappt wird und sich auf die Frage, was er da mache, rechtfertigt: "Nothing. I'm just you know...looking...because I'm a fan of ...temples and like history...Indiana Jones stuff."
Plissken
05.05.2010, 19:58
Betreff: Re: Serie: Lost
Das Serienfinale wird eine halbe Stunde länger laufen, statt 90 nun 120 Minuten. Yes!
Da habe ich nun also nach 6 Jahren Lost das Finale gesehen und fand es
Spoiler:
ziemlich enttäuschend! Da arbeitet alles auf das MEGAÜBERHYPERSUPERDUPERGEHEIMNIS hin und dann ist die Erklärung son uninspirierter Kitsch. Als Zuschauer fühle ich mich etwas betrogen. Zig Fragen sind nachwievor offen.
Da habe ich nun also nach 6 Jahren Lost das Finale gesehen und fand es
Spoiler:
ziemlich enttäuschend! Da arbeitet alles auf das MEGAÜBERHYPERSUPERDUPERGEHEIMNIS hin und dann ist die Erklärung son uninspirierter Kitsch. Als Zuschauer fühle ich mich etwas betrogen. Zig Fragen sind nachwievor offen.
So ähnlich ging es mir auch, vorallem die Insel an sich
Spoiler:
wurde so nichts sagend abgehandelt
Spoiler:
Was ich mich frage ist, ist es ein Schnitt auf eine Parallelwelt oder aber soll die Alternative Realität den Nachtod darstellen?
Plissken
26.05.2010, 15:00
Betreff: Re: Serie: Lost
Musste das Finale erstmal sacken lassen. Mein erster Eindruck war "Das war's?". Kam mir alles irgendwie komisch vor. Ausserdem hatte ich das Gefühl das Ende nicht verstanden zu haben. Im Endeffekt dachte ich mir "Als Folge gut, als Finale entäuschend".
Nun, nach dem zweiten sehen hat sich meine Meinung geändert. ACHTUNG SPOILER!
Spoiler:
Meine erste Entäuschung kam daher das ich mit vielen Antworten gerechnet hatte. Ich dachte mir schon das nicht alles aufgelöst werden kann, aber so die ein oder andere Antwort wäre doch ganz nett. Im Finale sieht man aber was die Beteiligten über die Jahre immer wieder gepredigt haben: Lost handelt von den Personen nicht von den Mysterien. Unter diesem Aspekt ist das Finale äußerst zufriedenstellend. Jeder Charakter hat seinen Moment um zu glänzen und tut dies hervorragend. Einige Interaktionen und Dialoge sind einfach nur großartig, so z.B. Ben/Locke vor der Kirche, Locke/Jack im Krankenhaus, Richards graues Haar, Hurley/Ben mit ihrer neuen Aufgabe usw.. Das Finale hat tolle Charaktermomente aber leider wenig Mystery. Ich kann jetzt gut damit leben und bin zufrieden wie es geendet ist. Die ein oder andere Szene ist sicherlich arg schmalzig, hat mich aber nicht gestört. Allerdings hätte die ganze 6. Staffel besser ablaufen können was die Antworten angeht und ein fader Beigeschmack von der ein oder anderen "Filler" Folge bleibt. Im ganzen ist Lost aber für mich zu einem runden Ende gekommen. Der Kreis hat sich geschlossen. Buchstäblich in einer simplen aber genialen letzten Szene. Danke Lost für die tolle Zeit.
Zu den FlashSideways:
Verstanden habe ich das Ende beim zweiten sehen dann auch endlich. Man muss halt zuhören was gesagt wird ;). Ansonsten hab ich die Flashs so interpretiert das das Gesehene quasi eine Zwischenwelt ist. Man stirbt, kommt dorthin und muss lernen loszulassen. Desmond fungiert somit als Fährmann und bringt alle zusammen. Das betreten der Kirche ist somit die Erkenntnis und das akzeptieren des eigenen Todes und die Möglichkeit weiter zureisen. Schön auch das Glasfenster das sich auf keinen Glauben festlegt. Finde die Botschaft des Endes eigentlich ganz schön auch wenn es sicherlich dem ein oder anderen zu spirituell ist. Hätte auf alle Fälle schlimmer kommen können. Wie gesagt, ich kann nach erneutem sehen gut mit dem Finale leben und werde im Sommer mit einem Rerun beginnen. Freu mich schon
5IC
26.05.2010, 21:58
Betreff: Re: Serie: Lost
Zitat von Plissken:
Spoiler:
Zu den FlashSideways:
Verstanden habe ich das Ende beim zweiten sehen dann auch endlich. Man muss halt zuhören was gesagt wird ;). Ansonsten hab ich die Flashs so interpretiert das das Gesehene quasi eine Zwischenwelt ist. Man stirbt, kommt dorthin und muss lernen loszulassen. Desmond fungiert somit als Fährmann und bringt alle zusammen. Das betreten der Kirche ist somit die Erkenntnis und das akzeptieren des eigenen Todes und die Möglichkeit weiter zureisen. Schön auch das Glasfenster das sich auf keinen Glauben festlegt. Finde die Botschaft des Endes eigentlich ganz schön auch wenn es sicherlich dem ein oder anderen zu spirituell ist. Hätte auf alle Fälle schlimmer kommen können. Wie gesagt, ich kann nach erneutem sehen gut mit dem Finale leben und werde im Sommer mit einem Rerun beginnen. Freu mich schon
Ich glaube in die Richtung verstehe ich das prinzipiell auch, aber insgesamt muss ich gestehen, dass mir das auf philosophischer Ebene etwas zu hoch ist. Ich verliere bei solchen Gedankengängen immer sofort den Faden.
Shepard
27.05.2010, 17:58
Betreff: Re: Serie: Lost
Meine Meinung zum Finale:
Spoiler:
Ich muss sagen ich mochte das Finale. Es gab zwar keine großen Antworten, aber damit habe ich auch gar nicht unbedingt gerechnet. Aus diversen Interviews mit Damon Lindelof und Carlton Cuse wurde das eigentlich schon ziemlich deutlich. Dafür gab es ne Menge schöner Charaktermomente, und um ehrlich zu sein war das sowieso immer das beste an Lost. Antworten auf die ganzen Fragen wollte ich letztendlich gar nicht haben, da diese sowieso nicht den Erwartungen der Zuschauer gerecht werden konnten.
Was das spirituelle Ende betrifft: Geht meiner Meinung nach irgendwie klar. Ich kann mit Religions-Geblubber herzlich wenig anfangen, aber so haben die Macher das recht fein gelöst. Kann ich mit Leben.
Ich bin mir ziemlich sicher dass ich Lost immer als Komplettpaket betrachten werde, und als solches ist es einfach super. Das Finale ist doch auch nur eine weitere Folge.
Plissken
04.07.2010, 23:32
Betreff: Re: Serie: Lost
Auch wenn es sehr sehr witzig ist, Achtung Spoiler!
Hat sich eigentlich jemand die Serie nach dem Ende noch einmal angeschaut?
Während sie lief hatte ich es mir fest vorgenommen, sie noch mal ohne Lücken auf DVD/BD anzuschauen und damit zu vergleichen, wie sich alles aufgeklärt hat. Nachdem die Serie zu Ende war, war ich eigentlich nur sauer, dass fast keines der Versprechen eingelöst/Geheimnisse aufgelöst wurde.
Ist das Ganze überhaupt noch ansatzweise spannend, wenn man weiß, dass praktisch nichts aus den ersten Staffeln wirklich einen tieferen Sinn oder bedeutende Auswirkungen auf die "Auflösung" hat? Fragen wie "was bedeuten die Zahlen", war unglaublich spannend inszeniert, aber wie ist es, wenn man weiß, dass sie einfach gar nichts bedeuten sondern einfach nur eins von vielen Rätseln ist, dass man sich aus dem Ärmel geschüttelt, aber das groß angekündigte "wir haben alles schon bis zum Ende geplant" sich darin erschöpft, dass man ein Ende geplant hat, dass einfach das meiste egal werden lässt.