FloW 31.07.2026, 19:44
Betreff: Chachapoya - Die Wolkenmenschen

Doku: Schliemanns Erben: Die Chachapoya (Wolkenmenschen) im Hochland von Peru (ZDF 2010)

Stream: https://youtu.be/3yStz1RLbMU

Zitat:
Weit oben im unwegsamen Hochland Perus, in den Ostkordilleren, liegen einstige Metropolen der Menschheit. Noch vor den Inka waren sie von den Wolkenmenschen oder Chachapoya bewohnt.
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Bezug zum Film «Jäger des verlorenen Schatzes» von 1981:

Das Volk der Chachapoya, das im peruanischen Nebelwald der Anden lebte, hat realhistorisch keinerlei Verbindung zu den Hovitos oder der Handlung von Indiana Jones, da beide Elemente reine Hollywood-Fiktion sind. Im Film Jäger des verlorenen Schatzes (1981) dient die reale Kultur der Chachapoya als historischer Aufhänger für Indys erste Schatzsuche im Jahr 1936, bei der er eine goldene Fruchtbarkeitsstatue aus einem fallenübersehten Tempel stiehlt. Die Hovitos werden im Film als die fiktiven, im Dschungel verbliebenen Nachfahren und Wächter dieses Tempels dargestellt, die von Indys Rivalen Belloq gegen ihn aufgewiegelt werden. In der echten Historie waren die Chachapoya – auch bekannt als die „Krieger der Wolken“ – eine hochentwickelte Kultur, die von etwa 800 bis 1500 nach Christus existierte und für ihre monumentalen Steinstädte wie die Festung Kuélap sowie für ihre einzigartigen Felsengräber und Sarkophage (wie in Carajía) berühmt war. Während die echten Chachapoya im kühlen, gebirgigen Hochland lebten und keine nennenswerten Goldschätze oder Tempel voller High-Tech-Fallen hinterließen, verlegt der Film sie in einen tropischen Tiefland-Dschungel. Zudem hatten die echten Chachapoya keine goldenen Götzenbilder im Stil des Film-Artefakts, das in Wahrheit einer aztekischen Steinstatue aus Mexiko nachempfunden wurde. Die echten Chachapoya wurden bereits im 15. Jahrhundert von den Inka unterworfen und starben nach der Ankunft der spanischen Konquistadoren im 16. Jahrhundert hauptsächlich an eingeschleppten Krankheiten aus. Heute existiert dagegen eine wachsende Stadt mit dem Namen Chachapoyas in Peru.