Betreff: Re: Warum ist Indiana Jones ein B-Movie?
Ganz genau. Mit B-Movie ist nicht die filmische Qualität gemeint, sondern die Elemente aus der sich Saga speist. Exotische Schauplätze, verschlagene Schurken, haarsträubende Action und mystische Artefakte. Kurz: Zutaten, die auf einen relativ vordergründigen Unterhaltungsanspruch verweisen und die man nicht unbedingt im "seriösen" Kino von Bergman, Fellini oder Truffaut vermuten würde.
Diese strikte Trennung von U und E verwischt zum Glück immer mehr und Genrefilme bekommen endlich die künstlerische Anerkennung, die sie verdienen. Auch deshalb, weil immer weniger Topregisseure in dieser Hinsicht Berührungsängste zeigen. Spielberg musste ja damals auch noch auf dem Parkett des "ernsten" Filmes seine Könnerschaft beweisen, um endgültig als Meisterregisseur anerkannt zu werden. Ein B-Film, wie Raiders, hatte ihm in Europa viel Kritik eingebracht und seiner Reputation eher geschadet als genützt.
The trick, William Potter, is not minding that it hurts!