Betreff: Re: Paintball-Verbot
Da ich angefangen habe Paintball zu spielen als dieser Amokschütze von Winneden (?) noch gar nicht auf der Welt war, bezeichne ich mich mal frech als Paintball-Dinosaurier und erlaube mir fest zu behaupten zu Wissen was Paintball ist und was nicht.
Ich hab die Entwicklung der Szene von den Sheridan PGP und Splatmaster Pistolen bis zu den Elektropneumaten von heute mitgemacht und hänge auch noch jetzt passiv an "meinem" Sport. War wohl so um 1989/90 rum als wir angefangen haben in der Clique zu spielen. Den Leuten mit denen ich gespielt hab oder mir hat es anscheinenend nicht geschadet, keiner von uns ist Amok gelaufen. So weit es mir bekannt ist hat der Amokschütze auch kein Paintball "gespielt" und es wurden auch keine solchen Waffen in seinem Besitz gefunden. Also warum dann ein Verbot? Ganz klar weil es kurz vor 12 auf der Wahluhr ist und weil man nun endlich mal wieder einen (Achtung Ironie) "triftigen" Grund hat einem schon lange im Fleisch sitzenden Dorn endlich zu Leibe zu rücken.
Paintball verbieten, ja wäre ich dafür wenn Amokläufer mit Paintballwaffen andere Menschen umbringen. Dann ja, aber es wurde hier im letzten Fall ganz klar eine Faustfeuerwaffe benutzt und keinen Paintball
markierer. Wann wird dann Fußball verboten weil sich da jedes Wochenende eine Menge Deppen die Schädel in ihrer "Dritten Halbzeit" zusammenkloppen? Oder wann wird die Tour de France verboten weil es sich da nur noch ums Doping dreht?
Liebe Politiker in Berlin und wo ihr euch sonst rumdrückt, wir haben ganz andere Probleme als so einen Schnickschnack wie Paintball zu verbieten. Das hilft der Gesellschaft keinen Meter weiter. Macht was gegen soziale Lücken, arbeitet für das Volk und beschafft dem Volk Arbeitsplätze. Lasst mal Geld für Bildung fliessen und holt die Kinder von der Strasse wo sie auf dumme Ideen kommen. Und wenn ihr das alles geschafft habt, dann könnt ihr euch um so einen Pimperlitzenkram kümmern, weil dann habt ihr euch eure Diäten auch mal wirklich verdient.
Möchte noch anfügen das das ursprüngliche Paintball mit dem verschiessen von Farbkugel eigentlich gar nichts zu tun hat. Es ging lediglich darum vom eigenen Fahnenpunkt zum gegnerischen zu kommen und diese Fahne zur eigenen zurückzubringen. Als ich anfing zu spielen haben wir an einem Samstag Nachmittag roundabout pro Spieler 10 Schuss (damals noch für 5,-DM im Waffenladen) verschossen. Und es wurden je nach Spielfeldgröße 10 bis 20 Durchgänge gemacht. Es kam auf die Schnelligkeit und Cleverness beim Schleichen an, zu Schiessen war verpöhnt und galt eben als letztes Mittel. Schöne Zeiten waren das. ;-)
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mal editiert, das letzte Mal am 07.05.2009, 16:34 von JackSpade.