Komplettes Thema anzeigen 18.01.2009, 16:45
Jens Abwesend
Administrator
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Wohnort: Berlin


Betreff: Re: Praehistorika...
Nicht nur die. Ein "Gliedermaßstab" für fast 8,- Euro? Ein "Grabungstagebuch für 30,- Euro? Ein Handfeger für 7,- Euro? Wenn man mal gesehen hat, wie schnell solche Dinge auf Grabungen verschleißen (und was "normale" Zollstöcke im Baumarkt oder "gewöhnliche" Kladden im Schreibwarenladen kosten), fragt man sich, wer so was eigentlich kauft.

Die 100,- Euro für Kellen bezieht sich übrigens auf Sechsepackungen - was aber immer noch recht stattliche Preise sind - nur dass sie in diesem Fall gerechtfertigt sind, weil diese Kelle aus einem Stück geschmiedet werden - das ist ein Vorteil zu den Baumarktkellen, bei denen der Griff angeschweißt ist und somit schon an dieser Stelle immer besonders schnell kaputt geht.
Für eine große Grabung ist es dennoch meist lohnenswerter, auf die "Billigavarianten" aus dem Baumarkt zurückzugreifen.
Nicht, dass ich falsch verstanden werde - ich selbst besitze auch eine von diesen überteuerten Kellen, aber das hat eher was mit Standesbewußtsein zu tun ... und mit der Tatsache, dass ich gern meine eigene Kelle dabei habe (die anwesenden Archäologen werden es kennen - ich habe es früher gehasst, wenn die Grabungs-/Schnittleitung vorbeikam, nach irgendeiner Kelle greift, ein riesiges Loch macht und dann MIT der Kelle verschwindet ... nun ertappe ich mich selbst immer wieder dabei Lachender Smiley ).
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, das letzte Mal am 18.01.2009, 16:52 von Jens.