Komplettes Thema anzeigen 07.08.2008, 08:29
Fantasius Abwesend
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Dabei seit: 23.05.2008
Wohnort: Basilea (Schweiz)


Betreff: Re: Indy - Rambo - McClane
@ mola-ram: Wir können "Beverly Hills Cop IV" und "Terminator IV" später gerne einflechten, die genannten drei bieten aber jetzt bereits genug Diskussionsstoff.

"Die Hard 4.0" hat einige ähnliche Krankheiten wie "Indy 4"; z.B. die übertriebenen Action-Szenen. McClane war im Sinne der gerade noch glaubwürdigen (oder zumindest derart inszenierten) Szenen eine ähnliche Figur wie Indy. Im ersten Teil kämpft und blutet er wie der Mann von nebenan, im vierten Teil kann er dann über einen Jet (!) spazieren und mit einem Truck Raketen ausweichen oder einen Heli mit fliegenden Autos abschiessen?! Das überspannte den Bogen. Beide Filmreihen reizten zwar immer die Möglichkeiten ihrer eigen gesetzten Welt, die sich klar an der Realität orientiert, aus, verletzen aber dieses Gesetz massiv im 4ten Teil. "Rambo 4" ist sicherlich blutig und nichts für schwache Mägen, trotzdem hat er einen gewaltigen Vorteil gegenüber "Indy 4": Die Kamerarbeit und die Locations. Alles wirkt verdammt echt (jetzt nicht auf die Brutalität bezogen). Stallone meint im Making Of, er wollte einen Film im Stile der alten Schule drehen, was ihm meiner Meinung nach geglückt ist. Gefilmt wurde in der Nähe der burmesischen Grenze, auf CGI wurde grösstenteils verzichtet, Stunts sind in Fülle vorhanden und aus dem Streifen tropft förmlich die asiatische Atmosphäre - neben der vieldiskutierten Brutalität bietet der Film auch einige fantastisch schöne Shots (z.B. die Anlegestelle des Kutters unter dem Baum). Diese Authentizität hätte ich mir auch bei Indy gewünscht, denn das war ein Markenzeichen der staubigen, ersten Teile.

Adios
Fantasius