Betreff: Re: Okkultes Interesse im 3. Reich?
Ja, es ist ein Jammer... die Geschichte weigert sich gern und oft bestimmte Themen von einer anderen Perspektive aufzugreifen. Churchill wurde ja auch nicht als Alkoholiker dargestellt, der er ja eigentlich war.
Habe mich hauptsächlich aus Interesse ziemlich viel mit Hitler beschäftigt und muss sagen dass das Bild das von ihm medial erzeugt wurde nicht ganz richtig ist. Immer wieder (vor allem bei Filmen über ihn - und da ist es besonders ärgerlich) wird er als Dämon dargestellt und verteufelt, dabei war er ja ein ganz normaler Mensch. Es wird einfach ein geschichtliches Bild konstruiert das genehm ist. Stalin der Held, Hitler der Bösewicht. Hätten die Nazis gewonnen, wäre es genau anders herum und das wäre ja auch nicht okay bzw. historisch richtig. Zurück zum Thema... habe das Gefühl als wäre mit Hitler irgendwas passiert... ab dem Jahr 1919/1920 wird aus ihm irgendwie ein anderer Mensch. Eine völlige Verwandlung die schon sehr seltsam ist. Hab es nie verstehen können dass aus einem fast 30jährigen Herumtreiber und Landstreicher der all die Zeit die Brotberufe verächtlich verabscheut hat, auf einmal in einem beispiellosen Aufstieg der Herrscher über mehr als 90 Millionen Menschen wird. DAS ist das eigentlich Okkulte an dem Ganzen.
Fast so als wäre dieser Teil der Geschichte vorherbestimmt und auch dessen Ende. Hitler konnte nicht von einem anderen umgebracht werden. Das wäre irgendwie "falsch" gewesen. Es war bestimmt dass sich dieser Mann selbst richtet, und so ist es ja dann auch gekommen. Es wäre falsch gewesen wenn er in einem Mausoleum seine letzte Ruhe gefunden hätte... so war es ein Bombenkrater in dem er verbrannt wurde... wie ein Theaterstück an dessen Ende alles so kommt wie vom Zuschauer erhofft. Und vergessen wir nicht: der 2.WK war ja notwendig damit wir jetzt in der Zeit leben in der wir jetzt leben. In einer EU in der es nie wieder Krieg geben kann und zum ersten Mal in soetwas wie einer Gemeinschaft. Paradox wenn man darüber nachdenkt: es musste Krieg geben, damit wir in Frieden leben. Ohne Krieg auch keinen Frieden.
Vielleicht war dieser besessene Gefreite wirklich nur ein Spielball des Schicksals und sein Weg schon vorherbestimmt. Das wirft natürlich die Frage auf ob es sowas wie Schicksal oder Geschichte wirklich gibt. Oftmals scheint sich die Geschichte ja tatsächlich in einem Menschen zu verdichten...Caesar, Napoleon, Hitler... Hat für mich fast schon eine mystische Ader...