Betreff: Re: Nach Teil 4 -Ein erneuter Blick auf Indiana Jones und der Tempel des Todes
Das mit dem hohen Tempo von Temple stimmt zwar, zieht sich aber nicht durch den ganzen Film. In der Tat beginnt er sehr schnell, wird dann aber wieder erheblich langsamer für lange Zeit (Dorf-Reise-Palast-Höhle-Zeremonie), viel langsamer als Raiders. Erst als Indy die Steine vom Altar nimmt, geht es eigentlich Schlag auf Schlag.
Dass hier einige Temple als besten Film empfinden, liegt nach meiner Theorie auch daran, dass er der simpelste ist und intuitiv verstanden werden kann. Ich meine, die meisten Indy-Fans haben die Filme zum ersten Mal als Kind gesehen (obwohl sie ja nun beim besten Willen keine Kinderfilme sind, aber was soll's), und Temple entspricht mit seinem einfachen Plot in Grundzügen den Alpträumen, die jedes Kind hat. Durch Shorty als Identifikationsfigur gibt es auch einen guten Zugang. Bei den anderen Filmen ist das diffiziler. Ich meine, wer hat als Kind verstanden, worum es bei Last Crusade geht?
Auch Raiders ist wesentlich erwachsener, wenn auch etwas zugänglicher. Durch die Erinnerungen an die Kindheit erhält Temple also einen besonderen Stellenwert, und diese haben sicherlich auch Einfluss in die heutigen Betrachtungen des Films.
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mal editiert, das letzte Mal am 07.07.2008, 15:31 von Phaidon.