Komplettes Thema anzeigen 30.06.2008, 19:54
5IC Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 12.05.2003
Wohnort: Nordhessen


Betreff: Re: Netzer und Delling
Delling überreicht Netzer einen Blumenstrauß
Netzer : "Das ist ein wunderschöner Blumenstrauß, den würde ich von jedem außer Ihnen mit Freuden entgegen nehmen."

---

Netzer : "Im Gegensatz zu Ihnen akzeptiere ich dass, und versuche nicht, was ich nicht kann."

---

Delling verabschiedet sich von Netzer und haut ihm noch was nettes um die Ohren...
Netzer: Was ist denn mit Ihnen los?! In letzter Sekunde noch ein Kompliment von Ihnen? das verkrafte ich nicht...!

---

Netzer : "Wie nennt man das jetzt ? Schlitzohrigkeit ?
Delling : "Betrug !"
Netzer (strahlt wie ein Honigkuchenpferd) : "Sie haben sich endlich mal klipp und klar geäußert, ich freu mich so sehr über Sie."

---

Delling : "...und bis dahin müssen sie jetzt ohne mich auskommen, Günter Netzer."
Netzer lacht : "Das ist kaum zu schaffen."
Delling : "Aber es ist nötig."
Netzer : "Ja, ich hab es nötig wie nie."

---

Delling: Glauben Sie, dass die beiden (Kuranyi und Hinkel) so unbelastet bleiben können?
(Netzer... laber laber palaber... ohne auf den Punkt zu kommen...)
Delling: Ja - glauben Sie nun, dass man so unbelastet bleiben kann oder nicht?
Netzer: Ja, natürlich glaub ich das! Warum verstehen Sie mich nicht?!
Delling: Ich versuchs ja immer wieder...

---

Netzer: Das konnte man nicht pfeifen
Delling: Ja, für die Argentinier konnte man das nicht pfeifen. Das muss man ja auch für die Zuschauer sagen
Netzer: Die Zuschauer verstehen mich, im Gegensatz zu Ihnen
Delling grinsend: Ja, die 3, die ihnen immer schreiben..

---

Netzer : "Nein, das ist nicht neu, aber das zeigt, dass Sie mal wieder nicht zugehört haben !"

---

Netzer : "Es ist ja nicht so, dass ich Ihnen aus Prinzip nicht zustimme, manchmal lobe ich Sie ja sogar erstaunlicherweise."

---

Delling lobt die Organisationsarbeit von Franz Beckenbauer.
Delling zu Netzer : "Haben Sie auch schon gratuliert ? Er ist ja quasi Ihr Chef."
Netzer : "Ich habe in den letzten Tagen schon so oft gratuliert, was da auf die Beine gestellt worden ist, machen Sie sich um unsere Freundschaft (Beckenbauer + Netzer) mal keine Sorgen, die ist höher anzusiedeln als unsere (Delling + Netzer)."

---

Netzer zu Beckenbauer : "Franz, ich freu mich, dass Du ihn (Delling) auch nicht verstehst, ich versteh ihn auch nicht, aber ich bin daran gewöhnt."

---

Beckenbauer : "Ich bin aber auch nie vom Platz gestellt worden, das möchte ich mal festhalten."
Netzer : "Das ist richtig, aber das war auch ungerecht."

---

Delling : "Sogar Günter Netzer war gut drauf, gut gelaunt."
Beckenbauer : "Das ist öfters so, da kennen Sie ihn vielleicht nicht gut genug."
Netzer : "Ich wollt grad sagen, da haben Sie sich jetzt ein Eigentor geschossen. Wir (Beckenbauer + Netzer) unterhalten uns immer so, das liegt einzig und allein an Ihnen."

---

Delling, nachdem Beckenbauer gegangen ist : "Leider sind wir jetzt nur noch zu zweit, jetzt muss ich mich wieder mit Ihnen rumschlagen."

---

Netzer : "Dieser Trainer ist nicht nur stur..."
Delling : "Könnte ihr Zwillingsbruder sein."
Netzer : "Passen Sie auf, junger Mann... zum Ende der Weltmeisterschaft versündigen Sie sich hier noch."

---

Delling : "Ich sag ganz herzlich : Du, Günter Netzer, vielen Dank!"
Netzer : "NEIN! IIH!"

---

Delling : "Sie haben jetzt die letzte Chance, mir die Hand zu geben, sonst gibts nachher Streß."
Netzer : "Na gut."

---

Netzer: Wenn der Torwart raus läuft, dann muss er ihn haben!
Delling: Der Netzer kennt sich aus, er war auch schon einmal Torwart, mit 7 Jahren.

---

(Nach dem Spiel gegen die Slowaken: Delling und Netzer unterhalten sich über die Unebenheiten des Bodens.)

Netzer (sinngemäß): Darin sehe ich kein Problem, das muss ein Torwächter schon bewältigen.

Delling: ... sagt der ehemalige Torwächter Günter Netzer. Mit 7 stand er zwischen den Pfosten!

---

DELLING: Ich bin beides: konservativ, aber auch ein kleiner Revoluzzer. Mich haben die Achtundsechziger sehr fasziniert. Ich diskutiere heute noch so lange, bis jedes Argument auf dem Tisch liegt.
NETZER: Sie glauben nicht, wie sehr das nerven kann. Eigentlich ist alles beredet, aber Delling hört einfach nicht auf zu reden. Er hat zwar alles begriffen, aber gestattet sich nicht, alles begriffen zu haben. Dann geht es immer weiter. Ich fasse es manchmal nicht.

---

NETZER: Vielleicht hat Völler schlechte Erfahrungen mit Journalisten gemacht und war deshalb so erregt. Aber mit Delling kann er keine schlechten Erfahrungen gemacht haben. Delling ist im Grunde seiner Seele harmlos.
DELLING: Wieder eine Ihrer Frechheiten, Herr Netzer.

---

(Günter Netzer in seiner Autobiographie über Gerhard Dellings »Hinterhältigkeit«, als beide mit der Nationalmannschaft auf Malta waren)
»Vor der Sendung wird immer eine Stellprobe gemacht, damit die Ausleuchtung korrekt eingestellt werden kann und die Tontechniker ihre Geräte ausrichten können. Bei der Stellprobe war etwas anders, mir hätte das eigentlich auffallen müssen. Delling steht meistens rechts von mir. Diesmal stellte er sich auf meine linke Seite und begründete das mit irgendwelchen technischen Problemen. Gut, dachte ich, wenn die Technik, von der ich keine Ahnung habe, es so vorschreibt, bitte, mir ist das doch egal, ob Delling links von mir steht oder rechts. Wind kam auf. Die Sendung begann. Der Wind wurde stärker. Dellings Frisur hielt. Er stand im Windschatten. Ich stand im Zug. Ich konnte kaum reden, weil ich nur damit beschäftigt war, meine Haare aus dem Gesicht zu streichen. Delling streitet es zwar ab, ich bin mir aber sicher, dass Absicht hinter der Aktion stand. Denn hinterher hatte ich den Spott Dellings und der gesamten Redaktion zu erdulden. Drei-Wetter-Taft riefen sie mich und amüsierten sich köstlich.«
Chris